Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Technische Arbeitsmittel
Einordnung und Zielsetzung
Das Seminar vermittelt die vollständige Planung, Umsetzung und Prüfung eines AHAB-basierten Secure-Boot-Pfads auf geeigneten NXP-Plattformen. Imagecontainer, Zertifikats- und Schlüsselstruktur, Vertrauensanker, Signierprozess, Bootstatus, Lebenszyklus und Negativtests werden zu einer reproduzierbaren Vertrauenskette verbunden.
Ein erfolgreich startendes signiertes Image ist noch kein vollständiger Nachweis. Entscheidend sind kontrollierte Schlüsselrollen, reproduzierbare Artefakte, korrekte Containerinhalte, irreversible Gerätekonfiguration und der belegte Abbruch bei manipulierten oder falsch autorisierten Images.
Die angesetzte Dauer von 3 Tagen ist erforderlich, weil die Inhalte von „Bedrohungsmodell und Bootvertrauen“ bis „Produktionsfreigabe und Auditdaten“ fachlich aufeinander aufbauen und in 6 praktischen Arbeitsszenarien geprüft werden. Eine stärkere Kürzung würde entweder die sichere Konfiguration oder die notwendigen Positiv-, Negativ- und Wiederanlauftests verdrängen.
Zielgruppe
- Bootloader- und Firmware-Entwickler
- i.MX-, Crossover- und Plattformintegratoren
- Secure-Boot- und PKI-Verantwortliche
- Validierungs- und Produktionsfreigabeteams
Voraussetzungen
Erfahrung mit Embedded-Builds, Images und Bootloadern sowie Grundlagen in Hashing, Signaturen und Zertifikaten. Kenntnisse der Zielplattform und der seriellen Bootdiagnose werden vorausgesetzt.
Lernziele
- AHAB-Komponenten, Container und Vertrauensanker korrekt einordnen
- eine zweckmäßige Boot-Schlüsselhierarchie planen
- Images reproduzierbar zusammenbauen und signieren
- Gerätevertrauen und Lebenszyklus kontrolliert konfigurieren
- gültige, manipulierte, veraltete und falsch autorisierte Images prüfen
- Signierprozess, Schlüsselrollen und Freigaben serienfähig gestalten
Seminarinhalte
1. Bedrohungsmodell und Bootvertrauen
- Schritt 1: Bootmedien, Updatepfade, Debugzugang und Buildsystem als Angriffsflächen erfassen.
- Schritt 2: zu authentisierende Komponenten und zulässige Bootquellen bestimmen.
- Schritt 3: Vertrauensentscheidung je Bootphase festlegen.
- Schritt 4: Abbruch-, Recovery- und Diagnoseverhalten definieren.
2. AHAB-Komponenten und Containerstruktur
- Schritt 1: Containerkopf, Imageeinträge, Signatur- und Zertifikatsbereiche zuordnen.
- Schritt 2: Adressen, Größen, Ladeziele und Abhängigkeiten erfassen.
- Schritt 3: mehrere Firmware- und Bootkomponenten in korrekter Reihenfolge anordnen.
- Schritt 4: Containerinhalt vor der Signierung automatisiert plausibilisieren.
3. Schlüssel- und Zertifikatsarchitektur
- Schritt 1: Root-, Signier-, Update- und Entwicklungsrollen trennen.
- Schritt 2: Algorithmen, Schlüssellängen und Gültigkeitsregeln festlegen.
- Schritt 3: Offline- und Online-Schlüssel nach Risiko und Nutzung zuordnen.
- Schritt 4: Ersatz- und Rotationspfad bereits vor dem Schließen des Geräts planen.
4. Build- und Signierprozess
- Schritt 1: unveränderte Buildartefakte eindeutig identifizieren.
- Schritt 2: Containererstellung und Signierung getrennt und reproduzierbar skripten.
- Schritt 3: Schlüsselzugriff auf autorisierte Signierumgebung begrenzen.
- Schritt 4: Hash, Signaturstatus, Version und Freigabe im Artefaktprotokoll erfassen.
5. Testboot im Entwicklungszustand
- Schritt 1: Gerätezustand und Bootquelle vor dem Test dokumentieren.
- Schritt 2: signiertes Referenzimage schreiben und starten.
- Schritt 3: Bootstatus und erwartete Komponenteninitialisierung prüfen.
- Schritt 4: Referenzwerte für spätere Produktions- und Fehlervergleiche sichern.
6. Vertrauensanker und irreversible Konfiguration
- Schritt 1: Fuse- oder Vertrauensankerwerte aus versionierter Quelle ableiten.
- Schritt 2: Abhängigkeiten und Sperrwirkungen vor dem Programmieren prüfen.
- Schritt 3: Pilotgerät mit Vier-Augen-Freigabe konfigurieren.
- Schritt 4: Readback, gültigen Boot und Negativtest vor dem nächsten Zustandswechsel verlangen.
7. Negativtests und Fehlersignaturen
- Schritt 1: Imageinhalt ohne neue Signatur verändern.
- Schritt 2: falschen Signierschlüssel oder eine unzulässige Containerkonfiguration verwenden.
- Schritt 3: beschädigte, abgeschnittene und falsch adressierte Komponenten testen.
- Schritt 4: Ablehnung, Status und sichtbare Diagnose gegen die Erwartung dokumentieren.
8. Schlüsselrotation und Mehrschlüsselstrategie
- Schritt 1: zulässige Ersatzschlüssel und Autorisierungspfade erfassen.
- Schritt 2: neuen Signierschlüssel kontrolliert einführen.
- Schritt 3: alte und neue Images im definierten Übergangsfenster prüfen.
- Schritt 4: kompromittierte oder ausgemusterte Schlüssel aus Signier- und Freigabeprozessen entfernen.
9. Secure Boot und Firmware-Update
- Schritt 1: Bootauthentisierung und Updatepaketprüfung eindeutig trennen.
- Schritt 2: Version und Anti-Rollback-Status an die Freigabepolitik binden.
- Schritt 3: Recovery-Image mit separater Rolle oder Richtlinie berücksichtigen.
- Schritt 4: Update-, Neustart- und Erfolgsprüfung zu einem geschlossenen Pfad verbinden.
10. Produktionsfreigabe und Auditdaten
- Schritt 1: Golden Artefact, Toolversionen und Schlüsselreferenzen festlegen.
- Schritt 2: Seriengerät, Charge und Vertrauensanker korrelieren.
- Schritt 3: Abnahmetests für positiven Boot und definierte Ablehnungsfälle automatisieren.
- Schritt 4: Freigaben und Abweichungen ohne Offenlegung privater Schlüssel nachweisen.
Praxisübungen
- Analyse eines AHAB-Containers und seiner Imageeinträge
- Aufbau einer Boot-Schlüssel- und Zertifikatshierarchie
- Reproduzierbare Erzeugung und Signierung eines Testcontainers
- Boot des gültigen Images und Erfassung des Referenzstatus
- Manipulations-, Falschschlüssel- und Container-Negativtests
- Entwurf einer Rotations- und Produktionsfreigabestrategie
Technische Arbeitsmittel
- Geeignete NXP-Zielplattform mit AHAB
- Plattformspezifische Image-, Container- und Signierwerkzeuge
- Buildsystem, serielle Konsole und Debugger
- Testschlüssel, Zertifikatsstruktur und automatisierte Bootprüfungen
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Bootloader- und Firmware-Entwickler; i.MX-, Crossover- und Plattformintegratoren; Secure-Boot- und PKI-Verantwortliche; Validierungs- und Produktionsfreigabeteams |
| Voraussetzungen: | Erfahrung mit Embedded-Builds, Images und Bootloadern sowie Grundlagen in Hashing, Signaturen und Zertifikaten. Kenntnisse der Zielplattform und der seriellen Bootdiagnose werden vorausgesetzt. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, schrittweise Konfiguration, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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