Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Technische Arbeitsmittel
Einordnung und Zielsetzung
Das Seminar konzentriert sich auf die sichere Bereitstellung von OEM-Schlüsseln für i.MX-RT1180-Systeme mit EdgeLock Secure Enclave. Behandelt werden Schlüsselrollen, Importcontainer oder geschützte Schlüsselblobs, Ziel-Key-Store, Attribute, Gerätebindung, Produktionsreihenfolge und Verifikation.
Der Schlüsselimport wird als Produktionsprozess mit klaren Vertrauensgrenzen betrachtet. Testschlüssel, OEM-Geheimnisse, Wrapping-Material, Provisionierungsstation und Zielgerät werden getrennt, damit kein einzelner Prozessschritt unnötig alle Schutzwerte zusammenführt.
Die angesetzte Dauer von 2 Tagen ist erforderlich, weil die Inhalte von „OEM-Schlüsselmodell für RT1180“ bis „Serienprozess und Nachweisführung“ fachlich aufeinander aufbauen und in 6 praktischen Arbeitsszenarien geprüft werden. Eine stärkere Kürzung würde entweder die sichere Konfiguration oder die notwendigen Positiv-, Negativ- und Wiederanlauftests verdrängen.
Zielgruppe
- i.MX-RT1180-Firmwareentwickler
- Secure-Boot- und Schlüsselmanagement-Verantwortliche
- Produktions- und Provisionierungsintegratoren
- Security- und Fertigungstester
Voraussetzungen
Kenntnisse der i.MX-RT1180-Entwicklungsumgebung, Grundlagen in Key Stores, Secure Boot und Public-Key-Kryptografie. Praktische C- und Kommandozeilenerfahrung wird vorausgesetzt.
Lernziele
- OEM-Schlüsselrollen und Zielobjekte korrekt planen
- Import- und Wrapping-Vertrauensgrenzen nachvollziehbar trennen
- Schlüsselattribute und Gerätebindung sicher konfigurieren
- Provisionierungsartefakte reproduzierbar erzeugen und verwalten
- Import, Nutzungsprüfung und Fehlerabbruch auf dem Gerät durchführen
- einen serienfähigen Prozess mit Rollen, Nachweisen und Quarantäne entwerfen
Seminarinhalte
1. OEM-Schlüsselmodell für RT1180
- Schritt 1: Boot-, Update-, Identitäts-, Daten- und Produktionsschlüssel unterscheiden.
- Schritt 2: für jeden Schlüssel Herkunft, Ziel, Zweck und Lebensdauer festlegen.
- Schritt 3: geräteseitige Erzeugung und Import nach Bedrohungsmodell vergleichen.
- Schritt 4: Schlüssel- und Credential-Inventar für das Beispielprodukt erstellen.
2. Vertrauensgrenzen des Imports
- Schritt 1: OEM-Umgebung, Buildsystem, Provisionierungsstation und Zielgerät abgrenzen.
- Schritt 2: Wrapping- oder Importgeheimnisse auf die minimal notwendige Stelle begrenzen.
- Schritt 3: Transport, Zwischenspeicherung und Löschung temporärer Artefakte planen.
- Schritt 4: Rollen und Vier-Augen-Freigaben für produktive Schlüsselaktionen definieren.
3. Key Store und Attribute
- Schritt 1: Ziel-Key-Store und Objektkennung bestimmen.
- Schritt 2: Algorithmus, Größe, erlaubte Operationen und Exportregel festlegen.
- Schritt 3: Persistenz und Besitz an den vorgesehenen Softwaredienst binden.
- Schritt 4: unzulässige Attributkombinationen durch Negativtests ausschließen.
4. Erzeugung des Provisionierungsartefakts
- Schritt 1: Eingabeschlüssel und Metadaten aus einer versionierten Quelle laden.
- Schritt 2: Zielgerät, Produkt oder Schlüsselrichtlinie im Artefakt binden.
- Schritt 3: Artefakt mit den vorgesehenen Werkzeugen erzeugen.
- Schritt 4: Hash, Version, Freigabe und sichere Ablage des Ergebnisses dokumentieren.
5. Import auf dem Zielgerät
- Schritt 1: Gerätezustand und Enclave-Bereitschaft vor dem Import prüfen.
- Schritt 2: Importdienst mit Ziel-Key-Store und Attributen aufrufen.
- Schritt 3: Rückgabestatus und Objektanlage verifizieren.
- Schritt 4: Importartefakt nach erfolgreicher Verwendung kontrolliert entfernen.
6. Nutzungsprüfung ohne Schlüssel-Export
- Schritt 1: eine zulässige kryptografische Operation mit dem importierten Schlüssel ausführen.
- Schritt 2: Ergebnis gegen einen unabhängigen Erwartungswert prüfen.
- Schritt 3: nicht erlaubte Operation und Exportversuch als Negativtest ausführen.
- Schritt 4: Geräte- und Produktionsnachweis erst nach erfolgreicher Nutzungsprüfung erzeugen.
7. Fehler, Wiederanlauf und Quarantäne
- Schritt 1: beschädigtes Artefakt, falsche Attribute und falschen Zielzustand testen.
- Schritt 2: Teilimport und wiederholten Aufruf sicher behandeln.
- Schritt 3: fehlerhafte Geräte eindeutig sperren und aus dem Materialfluss entfernen.
- Schritt 4: zulässige Wiederanlauf- oder RMA-Entscheidung dokumentieren.
8. Serienprozess und Nachweisführung
- Schritt 1: Stationenidentität und Berechtigung in den Produktionsablauf integrieren.
- Schritt 2: Gerätekennung, Artefaktversion und Prüfergebnis korrelieren.
- Schritt 3: Taktzeit, Offline-Fall und Schlüsselrotation berücksichtigen.
- Schritt 4: Pilot- und Serienfreigabe mit belastbaren Abnahmekriterien versehen.
Praxisübungen
- Erstellung eines OEM-Schlüsselinventars für i.MX RT1180
- Konfiguration von Key Store und zweckgebundenen Attributen
- Erzeugung eines geschützten Test-Importartefakts
- Import und kryptografische Nutzungsprüfung auf der Zielplattform
- Negativtests mit beschädigtem Artefakt und unzulässiger Operation
- Entwurf eines serienfähigen Rollen- und Nachweisprozesses
Technische Arbeitsmittel
- i.MX-RT1180-Evaluierungsboard
- MCUXpresso SDK und EdgeLock-HSM-Komponenten
- Plattformspezifische OEM-Key- und Provisionierungswerkzeuge
- Testschlüssel, Debugger, serielle Konsole und Prüfskripte
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | i.MX-RT1180-Firmwareentwickler; Secure-Boot- und Schlüsselmanagement-Verantwortliche; Produktions- und Provisionierungsintegratoren; Security- und Fertigungstester |
| Voraussetzungen: | Kenntnisse der i.MX-RT1180-Entwicklungsumgebung, Grundlagen in Key Stores, Secure Boot und Public-Key-Kryptografie. Praktische C- und Kommandozeilenerfahrung wird vorausgesetzt. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, schrittweise Konfiguration, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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