Seminar NXP EdgeLock Secure Enclave – MCUXpresso SDK Integration für MCUs

Inhaltsverzeichnis

  • Einordnung und Zielsetzung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Lernziele
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Technische Arbeitsmittel

Einordnung und Zielsetzung

Das Seminar behandelt die praktische Integration der EdgeLock Secure Enclave in MCUXpresso-SDK-Projekte für unterstützte Mikrocontroller und Crossover-Plattformen. Von Boardkonfiguration und Beispielanalyse über Initialisierung, Schlüsselobjekte und Kryptodienste bis zu Secure Boot, NVM und automatisierten Tests entsteht ein wartbares Firmware-Modul.

SDK-Beispiele dienen als Ausgangspunkt, werden jedoch nicht unverändert in ein Produkt übernommen. Abhängigkeiten, Speicher, Parallelität, Fehlerpfade, Buildvarianten und Sicherheitsgrenzen werden systematisch in eine eigene Integrationsschicht überführt.

Die angesetzte Dauer von 3 Tagen ist erforderlich, weil die Inhalte von „SDK-Struktur und Zielplattform“ bis „Automatisierte Hardwaretests“ fachlich aufeinander aufbauen und in 6 praktischen Arbeitsszenarien geprüft werden. Eine stärkere Kürzung würde entweder die sichere Konfiguration oder die notwendigen Positiv-, Negativ- und Wiederanlauftests verdrängen.

Zielgruppe

  • MCUXpresso- und Embedded-C-Entwickler
  • Firmware-Architekten für NXP-MCUs und Crossover-Prozessoren
  • Treiber- und Middleware-Integratoren
  • Firmware-Test- und CI-Verantwortliche

Voraussetzungen

Gute C-Kenntnisse, praktische Erfahrung mit MCUXpresso SDK, Toolchain, Board-Build und Debugger. Grundlagen in Kryptografie und Secure Boot werden vorausgesetzt.

Lernziele

  • passende SDK-Komponenten und Beispiele für die Zielplattform auswählen
  • Initialisierung und Enclave-Kommunikation robust in die Firmware integrieren
  • Schlüssel- und Kryptodienste hinter einer sauberen API kapseln
  • RTOS-, Speicher- und Parallelitätsanforderungen berücksichtigen
  • Secure-Boot- und persistente Sicherheitsdaten in den Build einbinden
  • Hardware-, Negativ- und Regressionstests automatisieren

Seminarinhalte

1. SDK-Struktur und Zielplattform

  1. Schritt 1: Board-Support, Treiber, Middleware und Security-Komponenten identifizieren.
  2. Schritt 2: Beispielprojekte nach Plattform, Profil und Dienstumfang auswählen.
  3. Schritt 3: Toolchain-, Linker- und Speicheranforderungen prüfen.
  4. Schritt 4: ein minimales, reproduzierbares Ausgangsprojekt erstellen.

2. Initialisierung und Plattformadapter

  1. Schritt 1: Takt, Speicher, Kommunikationskanal und benötigte Firmwarekomponenten vorbereiten.
  2. Schritt 2: Initialisierungsreihenfolge und Bereitschaftsprüfung umsetzen.
  3. Schritt 3: plattformabhängige Details hinter einem Adapter kapseln.
  4. Schritt 4: Fehler und wiederholte Initialisierung kontrolliert behandeln.

3. Baseline- und Statusdienste

  1. Schritt 1: Version, Capability und Gerätestatus abfragen.
  2. Schritt 2: Statuswerte in ein eigenes, stabiles Fehler- und Diagnosemodell übersetzen.
  3. Schritt 3: Lebenszyklus- und Bootinformationen für Anwendung und Test bereitstellen.
  4. Schritt 4: sensible Diagnoseinformationen für Produktionsbuilds begrenzen.

4. Key Stores und Schlüsselobjekte

  1. Schritt 1: Key Store und Objektkennungen für das Projekt strukturieren.
  2. Schritt 2: Schlüssel erzeugen oder sicher importieren.
  3. Schritt 3: Attribute, Nutzung und Persistenz nach Minimalprinzip festlegen.
  4. Schritt 4: Reset- und Wiederanlauffälle mit vorhandenen Objekten behandeln.

5. Kryptodienste in der Firmware

  1. Schritt 1: Hash, MAC, Cipher, Signatur und Zufall in eigene Services integrieren.
  2. Schritt 2: Pufferbesitz und Lebensdauer eindeutig definieren.
  3. Schritt 3: asynchrone oder blockierende Aufrufe passend zum Systemmodell wählen.
  4. Schritt 4: Testvektoren und Fehlerfälle direkt in das Projekt aufnehmen.

6. RTOS und Parallelität

  1. Schritt 1: Tasks und Clients mit gemeinsamem Enclave-Zugriff inventarisieren.
  2. Schritt 2: Serialisierung, Queue oder Service-Task als Zugriffsmuster auswählen.
  3. Schritt 3: Timeout, Priorität und Abbruch sicher behandeln.
  4. Schritt 4: Deadlocks und Handle-Verwechslungen durch Stresstests erkennen.

7. Geschützte NVM und Konfiguration

  1. Schritt 1: sensible Konfigurationsdaten von normalen Flashdaten trennen.
  2. Schritt 2: Version, Integrität und Aktualisierungsmuster definieren.
  3. Schritt 3: Stromausfall- und Resettests in die Implementierung einbauen.
  4. Schritt 4: Migration bei Firmwareänderungen vorbereiten.

8. Secure Boot und Buildintegration

  1. Schritt 1: Boot- und Signierartefakte des Boards identifizieren.
  2. Schritt 2: Signier- und Image-Schritte reproduzierbar skripten.
  3. Schritt 3: Entwicklungs- und Produktionsschlüssel im Buildprozess trennen.
  4. Schritt 4: gültige und manipulierte Images im automatisierten Boardtest prüfen.

9. Firmware-Abstraktion und Fehlermodell

  1. Schritt 1: öffentliche Schnittstellen nach Sicherheitsdienst statt Hardwarefunktion schneiden.
  2. Schritt 2: Rückgabewerte, Ereignisse und Wiederholbarkeit einheitlich abbilden.
  3. Schritt 3: Schlüsselhandles und interne Details vor Anwendungscode verbergen.
  4. Schritt 4: Logging und Diagnose zwischen Entwicklungs- und Produktionsbuild unterscheiden.

10. Automatisierte Hardwaretests

  1. Schritt 1: Positiv-, Negativ-, Reset- und Langzeittests definieren.
  2. Schritt 2: Boardsteuerung, Flashen und serielle Auswertung automatisieren.
  3. Schritt 3: Ergebnisse mit Firmware-, Board- und Konfigurationsversion verknüpfen.
  4. Schritt 4: Freigabekriterien für Regression und Serienbuild festlegen.

Praxisübungen

  • Aufbau eines minimalen MCUXpresso-SDK-Projekts mit Enclave-Initialisierung
  • Kapselung von Status-, Schlüssel- und Kryptodiensten in einem Firmware-Modul
  • RTOS-sicherer Zugriff mehrerer Tasks auf gemeinsame Sicherheitsdienste
  • Implementierung eines geschützten, versionierten NVM-Objekts
  • Integration eines signierten Images in den Build
  • Automatisierte Negativ-, Reset- und Regressionstests auf dem Board

Technische Arbeitsmittel

  • Unterstütztes NXP-Evaluierungsboard
  • MCUXpresso SDK, IDE oder Kommandozeilen-Toolchain
  • Debugger, serielle Konsole und Board-Automatisierung
  • Plattformspezifische Signier- und Provisionierungswerkzeuge

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: MCUXpresso- und Embedded-C-Entwickler; Firmware-Architekten für NXP-MCUs und Crossover-Prozessoren; Treiber- und Middleware-Integratoren; Firmware-Test- und CI-Verantwortliche
Voraussetzungen: Gute C-Kenntnisse, praktische Erfahrung mit MCUXpresso SDK, Toolchain, Board-Build und Debugger. Grundlagen in Kryptografie und Secure Boot werden vorausgesetzt.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, schrittweise Konfiguration, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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