Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Technische Arbeitsmittel
Einordnung und Zielsetzung
Das dreitägige Kompaktseminar vermittelt einen konzentrierten Einstieg in die EdgeLock Secure Enclave. Es verbindet Architektur und Root of Trust mit Secure Boot, Schlüsselgrundlagen, Lebenszyklus und einer kontrollierten Provisionierung auf einer NXP-Zielplattform.
Der Stoffumfang ist für Projektstarts und technische Entscheidungsgruppen ausgelegt. Die wichtigsten Sicherheitsentscheidungen werden praktisch nachvollzogen; Spezialthemen wie tiefe HSM-API-Optimierung, Linux-Integration oder Flotten-Credential-Management bleiben den Vertiefungsseminaren vorbehalten.
Die angesetzte Dauer von 3 Tagen ist erforderlich, weil die Inhalte von „Tag 1: Bedrohungsmodell und Plattformentscheidung“ bis „Tag 3: Projektplan und Vertiefung“ fachlich aufeinander aufbauen und in 6 praktischen Arbeitsszenarien geprüft werden. Eine stärkere Kürzung würde entweder die sichere Konfiguration oder die notwendigen Positiv-, Negativ- und Wiederanlauftests verdrängen.
Zielgruppe
- Embedded-Entwickler und technische Projektleiter
- System- und Sicherheitsarchitekten
- Bootloader- und Produktionsintegratoren
- Projektteams vor einem EdgeLock-Machbarkeitsnachweis
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Embedded-Systemen, Bootprozessen und Kryptografie. Praktische Erfahrung mit einer NXP-Entwicklungsumgebung ist hilfreich, aber nicht erforderlich.
Lernziele
- Aufgabe und Schutzgrenzen der EdgeLock Secure Enclave korrekt einordnen
- Capability Profile und Plattformklasse anhand eines Projekts auswählen
- Root of Trust, Schlüsselhierarchie und Secure Boot verbinden
- ein signiertes Testimage erzeugen und Negativtests durchführen
- Lebenszyklus, Fuses und Provisionierung sicher planen
- einen belastbaren nächsten Projekt- und Vertiefungspfad festlegen
Seminarinhalte
1. Tag 1: Bedrohungsmodell und Plattformentscheidung
- Schritt 1: Schutzwerte, Angreifer und relevante Schnittstellen erfassen.
- Schritt 2: Sicherheitsziele nach Boot, Identität, Schlüssel, Update und Debug ordnen.
- Schritt 3: Capability Profile und Plattformklasse anhand der Ziele auswählen.
- Schritt 4: offene technische Validierungen für den Machbarkeitsnachweis festlegen.
2. Tag 1: Secure-Enclave-Architektur
- Schritt 1: Host, Enclave, Speicher und externe Dienste abgrenzen.
- Schritt 2: Kommunikations- und Servicepfade der Zielplattform zuordnen.
- Schritt 3: Schlüssel so planen, dass private Werte den geschützten Bereich nicht verlassen.
- Schritt 4: eine einfache Referenzarchitektur für das Beispielgerät zeichnen.
3. Tag 1: Root of Trust und Schlüsselgrundlagen
- Schritt 1: unveränderliche und konfigurierbare Vertrauensanker unterscheiden.
- Schritt 2: Schlüsselhierarchie und Signaturkette für den Bootpfad entwerfen.
- Schritt 3: Schlüsselattribute nach Zweck und Lebensdauer festlegen.
- Schritt 4: Fehlannahmen zu Export, Debug und offenem Entwicklungszustand prüfen.
4. Tag 2: Secure Boot und AHAB-Grundmodell
- Schritt 1: Bootphasen, Imagebestandteile und Authentisierungscontainer einordnen.
- Schritt 2: Signierschlüssel, Zertifikatsstruktur und Vertrauensanker zuordnen.
- Schritt 3: Build- und Signierschritte in eine reproduzierbare Reihenfolge bringen.
- Schritt 4: Bootstatus und Fehlerausgaben für die Verifikation vorbereiten.
5. Tag 2: Signiertes Image und Negativtests
- Schritt 1: ein vorbereitetes Beispielimage bauen und signieren.
- Schritt 2: das gültige Image auf der Zielplattform starten.
- Schritt 3: Inhalt, Signatur oder Konfiguration gezielt verändern.
- Schritt 4: erwartete Ablehnung und Diagnoseinformationen dokumentieren.
6. Tag 2: Lebenszyklus und Secure Debug
- Schritt 1: Entwicklungs- und Produktionszustände gegenüberstellen.
- Schritt 2: irreversible Fuse-Entscheidungen in einem Manifest erfassen.
- Schritt 3: Secure-Debug-Anforderungen und Freigaberollen bestimmen.
- Schritt 4: Pilot- und Serienübergang mit Prüf- und Abbruchpunkten planen.
7. Tag 3: Provisionierungsarchitektur
- Schritt 1: Entwicklungs-, OEM-, Produktions- und Gerätegeheimnisse trennen.
- Schritt 2: Provisionierungsstation, Zielgerät und Freigabedienst abgrenzen.
- Schritt 3: Manifest, Eingabedaten und Ergebnisnachweis definieren.
- Schritt 4: Quarantäne und Wiederanlauf für fehlerhafte Geräte vorsehen.
8. Tag 3: Kontrollierte Testprovisionierung
- Schritt 1: Testschlüssel und Testparameter vorbereiten.
- Schritt 2: Provisionierung in der festgelegten Reihenfolge durchführen.
- Schritt 3: Fuse-, Schlüssel- und Bootzustand nach jedem kritischen Schritt prüfen.
- Schritt 4: einen absichtlich fehlerhaften Durchlauf sicher abbrechen und auswerten.
9. Tag 3: Projektplan und Vertiefung
- Schritt 1: offene Risiken und Plattformfragen priorisieren.
- Schritt 2: notwendige Einzelvertiefungen für API, Linux, Fertigung, Update oder Credentials auswählen.
- Schritt 3: Machbarkeitsnachweis, Pilotcharge und Serienfreigabe terminlich trennen.
- Schritt 4: technische Abnahmekriterien und Verantwortlichkeiten festlegen.
Praxisübungen
- Erstellung einer kompakten EdgeLock-Referenzarchitektur
- Aufbau einer Schlüssel- und Boot-Vertrauenskette
- Erzeugung und Start eines signierten Testimages
- Manipulations- und Fehlkonfigurationstests am Bootpfad
- Entwurf und Ausführung einer kontrollierten Testprovisionierung
- Erstellung einer priorisierten Projekt- und Vertiefungsroadmap
Technische Arbeitsmittel
- NXP-Evaluierungsboard mit EdgeLock Secure Enclave
- Plattformspezifische Build-, Signier- und Provisionierungswerkzeuge
- Serielle Konsole, Debugger und vorbereitete Testschlüssel
- Vorlagen für Architektur, Fuse-Manifest und Abnahmekriterien
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Embedded-Entwickler und technische Projektleiter; System- und Sicherheitsarchitekten; Bootloader- und Produktionsintegratoren; Projektteams vor einem EdgeLock-Machbarkeitsnachweis |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Embedded-Systemen, Bootprozessen und Kryptografie. Praktische Erfahrung mit einer NXP-Entwicklungsumgebung ist hilfreich, aber nicht erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, schrittweise Konfiguration, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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