Seminar NXP EdgeLock Secure Enclave – Intensivseminar Gesamtüberblick und Praxis

Inhaltsverzeichnis

  • Einordnung und Zielsetzung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Lernziele
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Technische Arbeitsmittel

Einordnung und Zielsetzung

Das fünftägige Intensivseminar fasst sämtliche Themen des EdgeLock-Secure-Enclave-Programms in einem durchgängigen Lern- und Praxispfad zusammen. Von Plattformauswahl und Root of Trust über HSM-API, Schlüssel, Secure Boot, Provisionierung und Update bis zu Identität, Betrieb, Resilienz und Diagnose entsteht ein vollständiges Sicherheitskonzept für ein Beispielprodukt.

Die fachliche Breite wird bewusst verdichtet. Jeder Themenbereich wird mit seinen zentralen Entscheidungen, Schnittstellen und Fehlermustern behandelt; besonders kritische Schritte werden praktisch umgesetzt. Für tiefe API-, Linux-, Fertigungs- oder Credential-Spezialisierung bleiben die jeweiligen Einzelseminare die passende Fortsetzung.

Die angesetzte Dauer von 5 Tagen ist erforderlich, weil die Inhalte von „Tag 1: Anforderungen, Plattformen und Root of Trust“ bis „Tag 5: Fehleranalyse und Freigabe“ fachlich aufeinander aufbauen und in 7 praktischen Arbeitsszenarien geprüft werden. Eine stärkere Kürzung würde entweder die sichere Konfiguration oder die notwendigen Positiv-, Negativ- und Wiederanlauftests verdrängen.

Zielgruppe

  • Interdisziplinäre Embedded- und Security-Projektteams
  • Technische Projektleiter und Systemarchitekten
  • Firmware-, Bootloader-, Linux- und Produktionsentwickler
  • Verantwortliche für Gerätesicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus

Voraussetzungen

Solide Kenntnisse in Embedded-Systemen, C oder systemnaher Entwicklung sowie Grundlagen in Kryptografie und Secure Boot. Für Linux-Teile sind grundlegende Shell- und U-Boot-Kenntnisse hilfreich.

Lernziele

  • alle wesentlichen EdgeLock-Themen in einem konsistenten Gesamtmodell einordnen
  • Plattform, Capability Profile und Software-Stack begründet auswählen
  • Root of Trust, HSM-Dienste, Key Stores und Secure Boot praktisch verbinden
  • Provisionierung, Fertigung, Credential-Lifecycle und Update gemeinsam planen
  • Lebenszyklus, Debug, Recovery und Cyber-Resilienz beherrschbar gestalten
  • Performance, Diagnose und Compliance-Nachweise in die Produktentwicklung integrieren
  • eine umsetzbare Referenzarchitektur samt Test- und Betriebsplan erstellen

Seminarinhalte

1. Tag 1: Anforderungen, Plattformen und Root of Trust

  1. Schritt 1: Assets, Bedrohungen und Vertrauensgrenzen des Beispielprodukts erfassen.
  2. Schritt 2: Capability Profile und Zielplattform anhand einer Entscheidungsmatrix auswählen.
  3. Schritt 3: Secure-Enclave-Architektur, Kommunikationspfad und Schlüsselgrenzen modellieren.
  4. Schritt 4: Root of Trust und Boot-Vertrauenskette als prüfbares Architekturdiagramm erstellen.

2. Tag 1: Sicherheitsarchitektur und Nachweisstruktur

  1. Schritt 1: Sicherheitsziele in konkrete Dienste, Zustände und Verantwortlichkeiten übersetzen.
  2. Schritt 2: Annahmen und Plattformabhängigkeiten ausdrücklich dokumentieren.
  3. Schritt 3: Anforderungen auf technische Kontrollen und geplante Tests abbilden.
  4. Schritt 4: eine erste Risiko- und Maßnahmenliste priorisieren.

3. Tag 2: HSM-API, Sessions und Key Stores

  1. Schritt 1: Initialisierung, Session und Servicekontext aufbauen.
  2. Schritt 2: Key Store öffnen und Schlüssel mit geeigneten Attributen anlegen.
  3. Schritt 3: Besitz, Persistenz und erlaubte Operationen kontrollieren.
  4. Schritt 4: Fehler- und Resetpfade in die Integrationsschicht aufnehmen.

4. Tag 2: Kryptodienste und geschützte Daten

  1. Schritt 1: Hash, MAC, Zufall, Cipher und Signatur über geschützte Dienste ausführen.
  2. Schritt 2: Key Exchange und Zweckbindung abgeleiteter Schlüssel einordnen.
  3. Schritt 3: sensible Konfiguration in geschützter NVM ablegen.
  4. Schritt 4: Performance- und Pufferentscheidungen mit Messpunkten absichern.

5. Tag 3: Secure Boot mit AHAB

  1. Schritt 1: Imagebestandteile, Container, Vertrauensanker und Signaturschritte zuordnen.
  2. Schritt 2: ein signiertes Testimage erzeugen und booten.
  3. Schritt 3: manipuliertes und falsch signiertes Image als Negativfall prüfen.
  4. Schritt 4: Bootstatus und Fehlerdiagnose in einen reproduzierbaren Prüfpfad überführen.

6. Tag 3: Lifecycle, Fuses und OEM-Schlüssel

  1. Schritt 1: Lebenszykluszustände und irreversible Konfiguration planen.
  2. Schritt 2: Fuse-Manifest und Produktionsreihenfolge kontrollieren.
  3. Schritt 3: OEM-Schlüsselimport oder geräteseitige Schlüsselerzeugung fachlich auswählen.
  4. Schritt 4: Secure Debug und RMA ohne dauerhafte Hintertür entwerfen.

7. Tag 4: Secure Manufacturing

  1. Schritt 1: Entwicklungs-, Pilot- und Produktionsschlüssel trennen.
  2. Schritt 2: Provisionierungsmanifest, Stationenrollen und Gerätezuordnung definieren.
  3. Schritt 3: Provisionierung mit Verifikation, Quarantäne und Wiederanlauf durchführen.
  4. Schritt 4: Nachweisdatensatz für jedes gefertigte Gerät festlegen.

8. Tag 4: Geräteidentität und EdgeLock 2GO

  1. Schritt 1: Geräteidentität und Zertifikatsprofil entwerfen.
  2. Schritt 2: Credential-Bereitstellung mit Produkt- und Gerätegruppen verbinden.
  3. Schritt 3: Attestierung und gegenseitige Authentisierung in einen Backend-Pfad integrieren.
  4. Schritt 4: Rotation, Sperrung und Ersatz für eine Flotte planen.

9. Tag 4: Secure Firmware Update

  1. Schritt 1: Updatepaket, Signatur, Version und Anti-Rollback-Zustand festlegen.
  2. Schritt 2: gestaffelte Ausrollung und unterbrochene Aktualisierung behandeln.
  3. Schritt 3: Recovery-Image und Rückkehrkriterien definieren.
  4. Schritt 4: gültige, beschädigte und veraltete Pakete systematisch testen.

10. Tag 5: MCU-, Linux- und U-Boot-Integration

  1. Schritt 1: gemeinsame Sicherheitsdienste von plattformspezifischen Adaptern trennen.
  2. Schritt 2: MCUXpresso- und HSM-API-Muster gegenüberstellen.
  3. Schritt 3: Linux-, U-Boot- und i.MX-9-Verantwortlichkeiten einordnen.
  4. Schritt 4: Startreihenfolge, Gerätebaum, Speicher und Zugriffsrechte überprüfen.

11. Tag 5: Cyber-Resilienz und Betrieb

  1. Schritt 1: kritische Laufzeitereignisse und sichere Degradationszustände festlegen.
  2. Schritt 2: Recovery, RMA und Credential-Sperrung als abgestimmte Reaktion planen.
  3. Schritt 3: sichere Telemetrie und betriebliche Kennzahlen definieren.
  4. Schritt 4: Incident- und Wartungsrollen mit technischen Freigaben verbinden.

12. Tag 5: Fehleranalyse und Freigabe

  1. Schritt 1: Boot-, Kommunikations-, Schlüssel- und Updatefehler schichtweise diagnostizieren.
  2. Schritt 2: Eskalationsdaten ohne Geheimnisse zusammenstellen.
  3. Schritt 3: Negativtestkatalog und Freigabekriterien abschließen.
  4. Schritt 4: Referenzarchitektur, Umsetzungsplan und offene Validierungen konsolidieren.

Praxisübungen

  • Durchgängiges Asset-, Bedrohungs- und Plattformmodell für ein Beispielprodukt
  • HSM-Session, Key Store und ausgewählte Kryptodienste auf Zielhardware
  • Signierung, Boot und Manipulationstest eines AHAB-basierten Testimages
  • Provisionierungs- und Fuse-Manifest mit kontrollierter Testausführung
  • Geräteidentität, sichere Testverbindung und Rotationskonzept
  • Update- und Recovery-Test mit gültigem, beschädigtem und veraltetem Paket
  • Fehleranalyse und Abschluss einer technischen Freigabecheckliste

Technische Arbeitsmittel

  • NXP-Evaluierungsplattformen für MCU-, Crossover- oder i.MX-Szenarien
  • MCUXpresso SDK und plattformspezifische HSM-API-Komponenten
  • Secure Provisioning- und Signierwerkzeuge, U-Boot und Linux-Testumgebung
  • Test-PKI, lokale Credential-Verwaltung und Diagnosewerkzeuge
  • Vorlagen für Architektur, Manifest, Testkatalog und Betriebsmodell

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Interdisziplinäre Embedded- und Security-Projektteams; Technische Projektleiter und Systemarchitekten; Firmware-, Bootloader-, Linux- und Produktionsentwickler; Verantwortliche für Gerätesicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus
Voraussetzungen: Solide Kenntnisse in Embedded-Systemen, C oder systemnaher Entwicklung sowie Grundlagen in Kryptografie und Secure Boot. Für Linux-Teile sind grundlegende Shell- und U-Boot-Kenntnisse hilfreich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, schrittweise Konfiguration, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Ulm 5 Tage
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Mainz 5 Tage
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