Das Grundlagenseminar erklärt, wie sensible Daten und Analysemodelle organisationsübergreifend genutzt werden können, ohne Rohdaten allgemein offenzulegen.
Trusted Data Hub, Daten- und Algorithmushoheit, geschützte Ausführung, Ergebnisfreigabe, typische Use Cases und Grenzen werden ohne tiefe Kryptografie verständlich eingeordnet.
Lernziele
- Teilnehmende können klassischen Datenaustausch und geschützte Analytik unterscheiden.
- Teilnehmende können Datenhoheit, Algorithmushoheit und Ergebnisrechte erklären.
- Teilnehmende können Rollen und Abläufe einer Trusted-Analytics-Kooperation benennen.
- Teilnehmende können Architekturbausteine und Vertrauensgrenzen einordnen.
- Teilnehmende können geeignete Use Cases und Grenzen bewerten.
- Teilnehmende können einen ersten Pilotfall strukturiert skizzieren.
Inhaltsübersicht
- Kapitel 1: Trusted Data Hub und vertrauliche Zusammenarbeit verstehen
- Kapitel 2: Kollaborative Analytics-Use-Cases gestalten
- Kapitel 3: Trusted-Data-Hub-Architektur entwerfen
- Kapitel 4: Daten-, Code- und Ausführungsschutz gestalten
- Kapitel 5: Use Cases strukturiert auswählen und zuschneiden
- Praxisfall
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
Kapitel 1: Trusted Data Hub und vertrauliche Zusammenarbeit verstehen
Der Trusted Data Hub ermöglicht organisationsübergreifende Analysen, ohne Rohdaten allgemein offenzulegen. Geteilt werden kontrolliert erzeugte Ergebnisse.
- Schritt 1: Klassischen Datenaustausch, zentrale Analyse, föderiertes Lernen und geschützte Mehrparteienanalyse vergleichen.
- Schritt 2: Datenhoheit, Algorithmushoheit und Ergebnisfreigabe als getrennte Kontrollziele beschreiben.
- Schritt 3: Beteiligte Parteien, Datenbeiträge, Analysecode und Ergebnisempfänger identifizieren.
- Schritt 4: Geeignete Anwendungsfälle und Grenzen anhand des Schutzbedarfs bewerten.
- Schritt 5: Einen vereinfachten Analyseablauf von der Freigabe bis zur Ergebnisbereitstellung modellieren.
Praxisaufgabe: Ein sensibler Kooperationsfall wird auf Eignung für geschützte Mehrparteienanalyse geprüft.
Kapitel 2: Kollaborative Analytics-Use-Cases gestalten
Mehrere Organisationen können gemeinsam lernen, wenn Nutzen, Datenbeiträge, Ergebnisrechte und Schutzmechanismen ausgewogen sind.
- Schritt 1: Gemeinsame Fragestellung und Nutzen für jede beteiligte Partei definieren.
- Schritt 2: Datenbeiträge, Überschneidungen, Qualitätsunterschiede und Schutzbedarf erfassen.
- Schritt 3: Zulässige Analyse- und Ergebnisform mit Rückschlussrisiken festlegen.
- Schritt 4: Anreiz-, Kosten- und Governance-Modell für die Zusammenarbeit entwerfen.
- Schritt 5: Pilot mit messbaren Kriterien und kontrollierter Skalierung planen.
Praxisaufgabe: Ein branchenübergreifender Analysefall wird fachlich, wirtschaftlich und sicherheitlich zugeschnitten.
Kapitel 3: Trusted-Data-Hub-Architektur entwerfen
Die Architektur verbindet Datenraum, Konnektoren, Katalog, geschützte Ausführungsumgebung, Analysepakete, Policies und Ergebnisfreigabe.
- Schritt 1: Datenhalter, Analyseersteller, Ausführungsumgebung und Ergebnisnutzer abgrenzen.
- Schritt 2: Daten-, Steuerungs-, Vertrauens- und Auditflüsse in einem Architekturmodell darstellen.
- Schritt 3: Einbettung in Konnektor, Katalog und Vertragsprozess planen.
- Schritt 4: Sicherheitszonen, Schlüssel, Monitoring und Freigabepunkte definieren.
- Schritt 5: Verfügbarkeits-, Skalierungs- und Betriebsanforderungen dokumentieren.
Praxisaufgabe: Für einen Mehrparteien-Use-Case wird ein Zielbild mit Vertrauensgrenzen und Freigabepunkten erstellt.
Kapitel 4: Daten-, Code- und Ausführungsschutz gestalten
Vertrauliche Analytik schützt nicht nur Daten, sondern je nach Szenario auch Modelle, Algorithmen und Ausführungsparameter.
- Schritt 1: Bedrohungen durch andere Teilnehmer, Betreiber, Administratoren und externe Angreifer unterscheiden.
- Schritt 2: Datenzugriff, Codezugriff, Ergebniszugriff und Metadatenoffenlegung getrennt bewerten.
- Schritt 3: Geschützte Ausführungsumgebung, Sensorik, Schlüssel und Monitoring als Kontrollen einordnen.
- Schritt 4: Freigabe-, Widerrufs- und Notfallmechanismen für Daten und Analysecode definieren.
- Schritt 5: Sicherheitsannahmen und Restrisiken transparent für alle Parteien dokumentieren.
Praxisaufgabe: Ein Schutzkonzept wird für Datenhalter und Modellanbieter getrennt entwickelt und anschließend zusammengeführt.
Kapitel 5: Use Cases strukturiert auswählen und zuschneiden
Ein tragfähiger Use Case beginnt nicht mit Technologie, sondern mit einem klaren Problem, beteiligten Rollen, benötigten Daten und messbarem Nutzen.
- Schritt 1: Ausgangsproblem, betroffene Prozesse und heutige Einschränkungen präzisieren.
- Schritt 2: Entscheidungen und Handlungen benennen, die durch zusätzliche Daten verbessert werden sollen.
- Schritt 3: Datenquellen, Datenhalter, Schutzbedarf und Aktualitätsanforderungen aufnehmen.
- Schritt 4: Nutzenhypothese, Mindestumfang und Abgrenzung des ersten Anwendungsfalls festlegen.
- Schritt 5: Use Cases nach Wertbeitrag, Machbarkeit, Risiko und Lernpotenzial priorisieren.
Praxisaufgabe: Aus mehreren Ideen wird mit einer Bewertungsmatrix ein belastbarer Start-Use-Case ausgewählt.
Praxisfall
Mehrere Unternehmen möchten gemeinsam Muster erkennen, dürfen ihre Rohdaten jedoch nicht offenlegen. Eignung, Rollen, Schutz und Pilotumfang werden festgelegt.
- Ausgangslage, Beteiligte, Daten und Entscheidungen strukturiert erfassen.
- Lösungsbausteine, Rollen, Kontrollen und Abhängigkeiten zu einem konsistenten Vorgehen verbinden.
- Ergebnis anhand fachlicher, technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Kriterien prüfen.
- Offene Punkte, Risiken und nächste Umsetzungsschritte priorisiert dokumentieren.
Zielgruppe
- Management
- Fachbereichsleitung
- Data Science
- Data Governance
- Informationssicherheit
- Innovation und Kooperation
Voraussetzungen
- keine tiefen Kryptografie- oder Programmierkenntnisse erforderlich
- hilfreich: konkreter sensibler Analyse- oder Kooperationsfall
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 1 Tag ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt. Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Management, Fachbereichsleitung, Data Science, Data Governance, Informationssicherheit, Innovation und Kooperation |
| Voraussetzungen: | keine tiefen Kryptografie- oder Programmierkenntnisse erforderlich; hilfreich: konkreter sensibler Analyse- oder Kooperationsfall |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fallarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Präsenz mit Trainer vor Ort, Webinar nur bei ausdrücklicher Beauftragung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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