Seminar ADVANEO Supply-Chain- und ESG-Monitoring

Lieferketten- und ESG-Risiken werden in eine nachvollziehbare Taxonomie, Prüfmethodik, Maßnahmenlogik und Berichtsstruktur überführt.

Das Seminar verbindet Ereignismonitoring, Lieferanten- und Materialbezug, Risikobewertung, Nachweise, Kontrollen und Berichte. Es ersetzt keine Rechtsberatung und konzentriert sich auf Prozesse, Daten und Dokumentation.

Lernziele

  • Teilnehmende können relevante ESG- und Sorgfaltsrisiken organisationsspezifisch strukturieren.
  • Teilnehmende können Lieferanten, Standorte, Materialien und Warengruppen zuordnen.
  • Teilnehmende können Signale, Selbstauskünfte und Nachweise nach Vertrauensgrad bewerten.
  • Teilnehmende können Risiken priorisieren und Maßnahmenprozesse steuern.
  • Teilnehmende können Kennzahlen, Datenquellen und Kontrollen für Berichte definieren.
  • Teilnehmende können eine reproduzierbare Auditspur aufbauen.

Inhaltsübersicht

  1. Kapitel 1: ESG- und Sorgfaltsrisiken in Lieferketten strukturieren
  2. Kapitel 2: Ereignisse und Signale überwachen
  3. Kapitel 3: Risiken kalibrieren und priorisieren
  4. Kapitel 4: Nachweise, Kennzahlen und Berichte aufbauen
  5. Kapitel 5: Protokollierung, Nachweise und Auditierbarkeit sicherstellen
  6. Kapitel 6: Datenverträge und Leistungszusagen strukturieren
  7. Praxisfall
  8. Zielgruppe
  9. Voraussetzungen

Kapitel 1: ESG- und Sorgfaltsrisiken in Lieferketten strukturieren

ESG-Monitoring benötigt eine organisationsspezifische Risikotaxonomie, klare Zuständigkeiten und nachvollziehbare Prüf- und Maßnahmenprozesse. Das Seminar ersetzt keine Rechtsberatung.

  1. Schritt 1: Relevante Umwelt-, Sozial- und Governance-Risikofelder für Produkte und Regionen bestimmen.
  2. Schritt 2: Lieferanten, Standorte, Materialien und Warengruppen den Risikofeldern zuordnen.
  3. Schritt 3: Hinweise, Quellen, Selbstauskünfte und Nachweise nach Vertrauensgrad bewerten.
  4. Schritt 4: Prüfung, Priorisierung, Maßnahme und Eskalation als Prozess gestalten.
  5. Schritt 5: Grenzen der Bewertung, offene Annahmen und erforderliche Fachprüfung dokumentieren.

Praxisaufgabe: Eine Risikomatrix wird für eine ausgewählte Warengruppe mit Prüf- und Eskalationsweg aufgebaut.

Kapitel 2: Ereignisse und Signale überwachen

Globale Ereignisse werden erst handlungsrelevant, wenn Quellen, Regionen, Kategorien und Unternehmensbezug sinnvoll gefiltert und gewichtet sind.

  1. Schritt 1: Relevante Ereigniskategorien und geografische Räume je Lieferkette definieren.
  2. Schritt 2: Quellenqualität, Aktualität, Dubletten und widersprüchliche Signale bewerten.
  3. Schritt 3: Filter, Abonnements und Schwellenwerte auf Verantwortungsbereiche zuschneiden.
  4. Schritt 4: Ereignis mit Lieferanten, Standorten und Komponenten in Beziehung setzen.
  5. Schritt 5: False Positives und übersehene Ereignisse systematisch zur Kalibrierung nutzen.

Praxisaufgabe: Ein Monitoring-Profil wird für eine konkrete Beschaffungsregion konfiguriert und getestet.

Kapitel 3: Risiken kalibrieren und priorisieren

Risikoscoring verbindet Eintrittssignal, Betroffenheit, Kritikalität, zeitliche Wirkung und vorhandene Gegenmaßnahmen.

  1. Schritt 1: Wahrscheinlichkeit, Auswirkung, Dringlichkeit und Datenvertrauen als Dimensionen definieren.
  2. Schritt 2: Kritikalität von Material, Lieferant, Standort und Kunde berücksichtigen.
  3. Schritt 3: Quellen- und Ereignisgewichtung nachvollziehbar konfigurieren.
  4. Schritt 4: Ampeln, Schwellenwerte und Prioritätsklassen mit Eskalationsregeln verbinden.
  5. Schritt 5: Bewertungen anhand vergangener Fälle und aktueller Rückmeldungen kalibrieren.

Praxisaufgabe: Mehrere Warnfälle werden bewertet, priorisiert und mit einer begründeten Eskalationsstufe versehen.

Kapitel 4: Nachweise, Kennzahlen und Berichte aufbauen

Nachvollziehbare Berichte entstehen aus definierten Datenquellen, Kontrollen, Verantwortlichkeiten und einer belastbaren Auditspur.

  1. Schritt 1: Berichtsadressaten, Kennzahlen, Perioden und Nachweisbedarf festlegen.
  2. Schritt 2: Datenquellen, Berechnungslogik und Qualitätskontrollen dokumentieren.
  3. Schritt 3: Ausnahmen, Schätzungen, fehlende Daten und Korrekturen transparent behandeln.
  4. Schritt 4: Maßnahmenfortschritt und Wirksamkeit mit verantwortlichen Stellen verknüpfen.
  5. Schritt 5: Berichte reproduzierbar erzeugen, prüfen, freigeben und archivieren.

Praxisaufgabe: Ein prüfbarer Lieferketten-Risikobericht wird aus einem Beispielprozess abgeleitet.

Kapitel 5: Protokollierung, Nachweise und Auditierbarkeit sicherstellen

Auditierbarkeit verlangt vollständige, manipulationsgeschützte und auswertbare Nachweise über Identitäten, Verträge, Policies, Transfers und Änderungen.

  1. Schritt 1: Nachweispflichtige Ereignisse und verantwortliche Systeme festlegen.
  2. Schritt 2: Zeitbezug, Identität, Objekt, Aktion, Ergebnis und Kontext als Mindestinhalt definieren.
  3. Schritt 3: Aufbewahrung, Zugriff, Integrität und Datenschutz der Protokolle regeln.
  4. Schritt 4: Technische Logs in fachlich verständliche Auditnachweise überführen.
  5. Schritt 5: Regelprüfungen, Stichproben und Abweichungsbehandlung organisieren.

Praxisaufgabe: Für einen Vertrags- und Transferprozess wird eine vollständige Auditspur spezifiziert.

Kapitel 6: Datenverträge und Leistungszusagen strukturieren

Datenverträge verbinden Nutzungsrechte, Pflichten, Qualität, Service und Haftungsgrenzen. Im Seminar steht die fachlich-technische Struktur im Vordergrund, nicht die Rechtsberatung.

  1. Schritt 1: Vertragsgegenstand, Rollen, Datenumfang und zulässige Zwecke eindeutig beschreiben.
  2. Schritt 2: Qualitätsmerkmale, Aktualität, Verfügbarkeit und Support als Leistungszusagen formulieren.
  3. Schritt 3: Lizenz-, Vergütungs-, Laufzeit-, Änderungs- und Beendigungsregeln strukturieren.
  4. Schritt 4: Technische Vertragsverhandlung und organisatorische Freigabe aufeinander abstimmen.
  5. Schritt 5: Nachweise, Protokolle und Eskalationswege für Abweichungen festlegen.

Praxisaufgabe: Ein fachliches Datenvertragsmuster wird anhand eines konkreten Angebots ausgefüllt und geprüft.

Praxisfall

Für eine Warengruppe wird ein ESG-Risikoprozess mit Taxonomie, Quellenbewertung, Priorisierung, Maßnahmen, Kennzahlen und prüfbarem Bericht aufgebaut.

  1. Ausgangslage, Beteiligte, Daten und Entscheidungen strukturiert erfassen.
  2. Lösungsbausteine, Rollen, Kontrollen und Abhängigkeiten zu einem konsistenten Vorgehen verbinden.
  3. Ergebnis anhand fachlicher, technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Kriterien prüfen.
  4. Offene Punkte, Risiken und nächste Umsetzungsschritte priorisiert dokumentieren.

Zielgruppe

  • ESG- und Nachhaltigkeitsmanagement
  • Einkauf
  • Lieferantenmanagement
  • Compliance
  • Risikomanagement
  • interne Revision
  • Data Governance

Voraussetzungen

  • Grundkenntnisse eigener Lieferketten und Lieferantenprozesse
  • Kenntnis interner Berichts- oder Kontrollanforderungen hilfreich

Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: ESG- und Nachhaltigkeitsmanagement, Einkauf, Lieferantenmanagement, Compliance, Risikomanagement, interne Revision, Data Governance
Voraussetzungen: Grundkenntnisse eigener Lieferketten und Lieferantenprozesse; Kenntnis interner Berichts- oder Kontrollanforderungen hilfreich
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fallarbeit
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Präsenz mit Trainer vor Ort, Webinar nur bei ausdrücklicher Beauftragung
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Bremen 2 Tage
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