Der Intensivpfad bündelt Trusted Data Hub, geschützte Mehrparteienanalytik, Machine Learning, Frameworkintegration, KI-Governance und Rapid Prototyping.
Daten- und Algorithmushoheit, geschützte Ausführung, Modelllebenszyklus, Ergebnisfreigabe und wirtschaftliche Validierung werden in einem durchgängigen Analytics-Programm verbunden.
Lernziele
- Teilnehmende können Trusted-Analytics-Architekturen und Vertrauensgrenzen entwerfen.
- Teilnehmende können Daten-, Code- und Ergebnisrechte differenziert absichern.
- Teilnehmende können Privacy-Preserving Multi-Party Analytics konzipieren.
- Teilnehmende können ML-Workflows und Analyseframeworks reproduzierbar integrieren.
- Teilnehmende können KI-Governance, Freigabe und Monitoring etablieren.
- Teilnehmende können einen kollaborativen Prototyp bis zur Investitionsentscheidung entwickeln.
Inhaltsübersicht
- Kapitel 1: Trusted Data Hub und vertrauliche Zusammenarbeit verstehen
- Kapitel 2: Trusted-Data-Hub-Architektur entwerfen
- Kapitel 3: Daten-, Code- und Ausführungsschutz gestalten
- Kapitel 4: Privacy-Preserving Multi-Party Analytics konzipieren
- Kapitel 5: Machine-Learning-Workflow über Organisationsgrenzen umsetzen
- Kapitel 6: Analysewerkzeuge und Frameworks integrieren
- Kapitel 7: Kollaborative Analytics-Use-Cases gestalten
- Kapitel 8: KI-Governance, Freigabe und Monitoring etablieren
- Kapitel 9: Prototyp, Backlog und technische Leitplanken entwickeln
- Kapitel 10: Nutzertests und iterative Validierung durchführen
- Kapitel 11: Integrierten Praxisfall planen und präsentieren
- Praxisfall
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
Kapitel 1: Trusted Data Hub und vertrauliche Zusammenarbeit verstehen
Der Trusted Data Hub ermöglicht organisationsübergreifende Analysen, ohne Rohdaten allgemein offenzulegen. Geteilt werden kontrolliert erzeugte Ergebnisse.
- Schritt 1: Klassischen Datenaustausch, zentrale Analyse, föderiertes Lernen und geschützte Mehrparteienanalyse vergleichen.
- Schritt 2: Datenhoheit, Algorithmushoheit und Ergebnisfreigabe als getrennte Kontrollziele beschreiben.
- Schritt 3: Beteiligte Parteien, Datenbeiträge, Analysecode und Ergebnisempfänger identifizieren.
- Schritt 4: Geeignete Anwendungsfälle und Grenzen anhand des Schutzbedarfs bewerten.
- Schritt 5: Einen vereinfachten Analyseablauf von der Freigabe bis zur Ergebnisbereitstellung modellieren.
Praxisaufgabe: Ein sensibler Kooperationsfall wird auf Eignung für geschützte Mehrparteienanalyse geprüft.
Kapitel 2: Trusted-Data-Hub-Architektur entwerfen
Die Architektur verbindet Datenraum, Konnektoren, Katalog, geschützte Ausführungsumgebung, Analysepakete, Policies und Ergebnisfreigabe.
- Schritt 1: Datenhalter, Analyseersteller, Ausführungsumgebung und Ergebnisnutzer abgrenzen.
- Schritt 2: Daten-, Steuerungs-, Vertrauens- und Auditflüsse in einem Architekturmodell darstellen.
- Schritt 3: Einbettung in Konnektor, Katalog und Vertragsprozess planen.
- Schritt 4: Sicherheitszonen, Schlüssel, Monitoring und Freigabepunkte definieren.
- Schritt 5: Verfügbarkeits-, Skalierungs- und Betriebsanforderungen dokumentieren.
Praxisaufgabe: Für einen Mehrparteien-Use-Case wird ein Zielbild mit Vertrauensgrenzen und Freigabepunkten erstellt.
Kapitel 3: Daten-, Code- und Ausführungsschutz gestalten
Vertrauliche Analytik schützt nicht nur Daten, sondern je nach Szenario auch Modelle, Algorithmen und Ausführungsparameter.
- Schritt 1: Bedrohungen durch andere Teilnehmer, Betreiber, Administratoren und externe Angreifer unterscheiden.
- Schritt 2: Datenzugriff, Codezugriff, Ergebniszugriff und Metadatenoffenlegung getrennt bewerten.
- Schritt 3: Geschützte Ausführungsumgebung, Sensorik, Schlüssel und Monitoring als Kontrollen einordnen.
- Schritt 4: Freigabe-, Widerrufs- und Notfallmechanismen für Daten und Analysecode definieren.
- Schritt 5: Sicherheitsannahmen und Restrisiken transparent für alle Parteien dokumentieren.
Praxisaufgabe: Ein Schutzkonzept wird für Datenhalter und Modellanbieter getrennt entwickelt und anschließend zusammengeführt.
Kapitel 4: Privacy-Preserving Multi-Party Analytics konzipieren
Mehrparteienanalysen müssen den gewünschten Erkenntnisgewinn liefern, ohne unzulässige Rückschlüsse auf einzelne Beiträge zu ermöglichen.
- Schritt 1: Analyseziel, Parteien, Datenverteilung und zulässige Ergebnisse festlegen.
- Schritt 2: Zentrale, föderierte und geschützte Ausführungsvarianten vergleichen.
- Schritt 3: Informationsabfluss durch Merkmale, Zwischenwerte, Modelle und Ergebnisse bewerten.
- Schritt 4: Mindestmengen, Aggregation, Zugriffskontrolle und Ergebnisprüfung definieren.
- Schritt 5: Test-, Freigabe- und Wiederholungsprozess für die Analyse festlegen.
Praxisaufgabe: Eine organisationsübergreifende Prognose wird als datensparsamer Analyseprozess modelliert.
Kapitel 5: Machine-Learning-Workflow über Organisationsgrenzen umsetzen
Ein kontrollierter ML-Prozess umfasst Datenprüfung, Merkmalsbildung, Training, Bewertung, Freigabe und Überwachung.
- Schritt 1: Zielvariable, Merkmale, Datenbeiträge und Qualitätsanforderungen definieren.
- Schritt 2: Datenaufbereitung und Feature Engineering ohne unnötige Rohdatenoffenlegung planen.
- Schritt 3: Training, Validierung und Vergleich mit einer belastbaren Baseline durchführen.
- Schritt 4: Ergebnis- und Modellfreigabe anhand fachlicher und sicherheitlicher Kriterien entscheiden.
- Schritt 5: Leistung, Drift, Fehler und Wiedertraining im Betrieb überwachen.
Praxisaufgabe: Ein vollständiger ML-Lebenszyklus wird für einen kollaborativen Prognosefall entworfen.
Kapitel 6: Analysewerkzeuge und Frameworks integrieren
Python-Stacks, grafische Analysewerkzeuge und weitere ML-Umgebungen benötigen reproduzierbare Pakete, kontrollierte Abhängigkeiten und definierte Ein- und Ausgaben.
- Schritt 1: Werkzeug, Laufzeit, Bibliotheken und Hardwarebedarf erfassen.
- Schritt 2: Analysecode mit Parametern, Abhängigkeiten und Versionen reproduzierbar paketieren.
- Schritt 3: Ein- und Ausgabeschnittstellen sowie zulässige Dateiformate definieren.
- Schritt 4: Secrets, externe Zugriffe und unerwünschte Nebenkanäle einschränken.
- Schritt 5: Test, Freigabe, Versionierung und Rücknahme eines Analysepakets organisieren.
Praxisaufgabe: Ein Analysepaket wird mit reproduzierbarer Laufzeitbeschreibung und Freigabecheckliste vorbereitet.
Kapitel 7: Kollaborative Analytics-Use-Cases gestalten
Mehrere Organisationen können gemeinsam lernen, wenn Nutzen, Datenbeiträge, Ergebnisrechte und Schutzmechanismen ausgewogen sind.
- Schritt 1: Gemeinsame Fragestellung und Nutzen für jede beteiligte Partei definieren.
- Schritt 2: Datenbeiträge, Überschneidungen, Qualitätsunterschiede und Schutzbedarf erfassen.
- Schritt 3: Zulässige Analyse- und Ergebnisform mit Rückschlussrisiken festlegen.
- Schritt 4: Anreiz-, Kosten- und Governance-Modell für die Zusammenarbeit entwerfen.
- Schritt 5: Pilot mit messbaren Kriterien und kontrollierter Skalierung planen.
Praxisaufgabe: Ein branchenübergreifender Analysefall wird fachlich, wirtschaftlich und sicherheitlich zugeschnitten.
Kapitel 8: KI-Governance, Freigabe und Monitoring etablieren
Vertrauenswürdige KI benötigt dokumentierte Ziele, Datenherkunft, Modellgrenzen, Prüfkriterien und laufende Überwachung.
- Schritt 1: Einsatzkontext, betroffene Entscheidungen und Risikoklasse erfassen.
- Schritt 2: Datenherkunft, Merkmale, Training, Validierung und bekannte Grenzen dokumentieren.
- Schritt 3: Fachliche, technische, sicherheitliche und organisatorische Freigaben definieren.
- Schritt 4: Leistung, Drift, Verzerrung, Robustheit und Fehlverhalten überwachen.
- Schritt 5: Änderung, Wiedertraining, Rücknahme und menschliche Kontrolle verankern.
Praxisaufgabe: Für ein kollaboratives Modell wird eine prüfbare Modell- und Betriebsdokumentation erstellt.
Kapitel 9: Prototyp, Backlog und technische Leitplanken entwickeln
Ein Prototyp soll die wichtigsten Unsicherheiten prüfen, nicht bereits das vollständige Zielsystem nachbilden.
- Schritt 1: Kernablauf und kritische Interaktionen als Storyboard darstellen.
- Schritt 2: Muss-, Soll- und Später-Funktionen priorisieren.
- Schritt 3: Passende Prototypstufe von Klickmodell bis funktionsfähigem Datenservice auswählen.
- Schritt 4: Architektur, Daten, Schnittstellen, Sicherheit und Testdaten minimal festlegen.
- Schritt 5: Kurze Iterationen mit klaren Abnahmekriterien in einem Backlog planen.
Praxisaufgabe: Aus einem Use Case wird ein priorisiertes Prototyp-Backlog mit Architekturleitplanken erstellt.
Kapitel 10: Nutzertests und iterative Validierung durchführen
Validierung liefert belastbare Erkenntnisse zu Nutzen, Bedienbarkeit, Machbarkeit und Akzeptanz.
- Schritt 1: Testpersonen, Aufgaben, Kontext und Erfolgskriterien auswählen.
- Schritt 2: Beobachtung, Interview, Nutzungsdaten und fachliche Messwerte kombinieren.
- Schritt 3: Ergebnisse nach Evidenz, Wirkung und Unsicherheit auswerten.
- Schritt 4: Hypothesen bestätigen, verwerfen oder präzisieren.
- Schritt 5: Nächste Iteration oder Stop-Entscheidung nachvollziehbar begründen.
Praxisaufgabe: Ein Nutzertest wird geplant, moderiert und in konkrete Produktentscheidungen übersetzt.
Kapitel 11: Integrierten Praxisfall planen und präsentieren
Im Abschlussprojekt werden fachliche, technische, wirtschaftliche und organisatorische Bausteine zu einem konsistenten Lösungsvorschlag verbunden.
- Schritt 1: Ausgangslage, Ziele, Partner und Schutzbedarf des Praxisfalls strukturieren.
- Schritt 2: Use Case, Datenprodukte, Architektur, Policies und Betriebsmodell entwerfen.
- Schritt 3: Risiken, Kosten, Nutzen, Meilensteine und Erfolgskriterien dokumentieren.
- Schritt 4: Prototyp- oder Pilotumfang mit Test- und Freigabekriterien festlegen.
- Schritt 5: Lösungsvorschlag präsentieren, Einwände bearbeiten und nächste Schritte priorisieren.
Praxisaufgabe: Ein durchgängiges Lösungskonzept wird als Teamarbeit ausgearbeitet und fachlich verteidigt.
Praxisfall
Mehrere Organisationen entwickeln ein gemeinsames Prognosemodell, ohne Rohdaten offen auszutauschen. Architektur, Schutz, ML-Pipeline, Freigabe, Monitoring und Prototypvalidierung werden integriert.
- Ausgangslage, Beteiligte, Daten und Entscheidungen strukturiert erfassen.
- Lösungsbausteine, Rollen, Kontrollen und Abhängigkeiten zu einem konsistenten Vorgehen verbinden.
- Ergebnis anhand fachlicher, technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Kriterien prüfen.
- Offene Punkte, Risiken und nächste Umsetzungsschritte priorisiert dokumentieren.
Zielgruppe
- Data Science und ML Engineering
- KI-Architektur
- Analytics-Leitung
- Informationssicherheit
- Data Governance
- Data Product Management
Voraussetzungen
- gute Grundlagen in Datenanalyse oder Machine Learning
- Verständnis von APIs, Datenpipelines und Modellbewertung
- hilfreich: Erfahrung mit Python oder vergleichbaren Analysewerkzeugen
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Data Science und ML Engineering, KI-Architektur, Analytics-Leitung, Informationssicherheit, Data Governance, Data Product Management |
| Voraussetzungen: | gute Grundlagen in Datenanalyse oder Machine Learning; Verständnis von APIs, Datenpipelines und Modellbewertung; hilfreich: Erfahrung mit Python oder vergleichbaren Analysewerkzeugen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fallarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Präsenz mit Trainer vor Ort, Webinar nur bei ausdrücklicher Beauftragung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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