Das technische Fachseminar verbindet Datenimport, Wissensgraph, Benutzer- und Warnkonfiguration, Datenqualität, Betriebsüberwachung und Fehlerbehandlung.
Lieferanten, Standorte, Stücklisten und Materialien werden aus Quellsystemen aufbereitet, verknüpft und in einen stabilen Betriebsprozess überführt. Risikoscore und Warnungen werden anhand der integrierten Daten kalibriert.
Lernziele
- Teilnehmende können Quellsysteme, Formate und Verantwortlichkeiten inventarisieren.
- Teilnehmende können Lieferanten-, Standort- und Stücklistendaten auf das Zielmodell abbilden.
- Teilnehmende können Wissensgraph und kritische Abhängigkeiten aufbauen.
- Teilnehmende können Rollen, Warnprofile, Schwellenwerte und Eskalationen administrieren.
- Teilnehmende können Datenqualität, Aktualisierung und Fehlerwarteschlange betreiben.
- Teilnehmende können Betriebskennzahlen, Auditspur und Verbesserungsprozess etablieren.
Inhaltsübersicht
- Kapitel 1: Stamm-, Stücklisten- und Lieferantendaten integrieren
- Kapitel 2: Stücklisten- und Lieferantennetz als Wissensgraph modellieren
- Kapitel 3: Rollen, Konfiguration und Betrieb des Radars organisieren
- Kapitel 4: Risiken kalibrieren und priorisieren
- Kapitel 5: Ereignisse und Signale überwachen
- Kapitel 6: Protokollierung, Nachweise und Auditierbarkeit sicherstellen
- Kapitel 7: Betrieb, Monitoring und Lebenszyklus absichern
- Praxisfall
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
Kapitel 1: Stamm-, Stücklisten- und Lieferantendaten integrieren
Zuverlässige Risikoanalysen benötigen konsistente Identitäten, Standorte, Stücklisten, Zuordnungen und Aktualisierungsprozesse.
- Schritt 1: Quellsysteme, Verantwortliche, Formate und Aktualisierungszyklen inventarisieren.
- Schritt 2: Schlüssel, Einheiten, Hierarchien und Referenzen auf ein Zielmodell abbilden.
- Schritt 3: Validierungs-, Dubletten- und Plausibilitätsregeln definieren.
- Schritt 4: Erstimport, Delta-Aktualisierung und Fehlerwarteschlange organisieren.
- Schritt 5: Datenqualität mit Kennzahlen, Verantwortlichkeit und Korrekturprozess betreiben.
Praxisaufgabe: Ein Importmapping für Lieferanten, Standorte und Stücklisten wird erstellt und mit Fehlerfällen geprüft.
Kapitel 2: Stücklisten- und Lieferantennetz als Wissensgraph modellieren
Bottlenecks werden sichtbar, wenn Produkte, Komponenten, Materialien, Lieferanten, Standorte und Alternativen als Beziehungen modelliert sind.
- Schritt 1: Relevante Ebenen und Tiefen der Stückliste festlegen.
- Schritt 2: Material-, Lieferanten-, Standort- und Transportdaten bereinigen und verknüpfen.
- Schritt 3: Abhängigkeiten, Single Sources, Alternativen und Substitutionsregeln modellieren.
- Schritt 4: Kritische Knoten mit Geschäfts- und Versorgungswirkung kennzeichnen.
- Schritt 5: Graphänderungen, Versionen und Datenqualität laufend kontrollieren.
Praxisaufgabe: Für ein Beispielprodukt wird ein mehrstufiger Komponenten- und Lieferantengraph aufgebaut.
Kapitel 3: Rollen, Konfiguration und Betrieb des Radars organisieren
Ein stabiler Betrieb verbindet Rollen, Schwellenwerte, Benachrichtigungen, Datenpflege, Support und kontinuierliche Kalibrierung.
- Schritt 1: Benutzer-, Rollen- und Verantwortungsmodell für Einkauf, Logistik, Risiko und Management festlegen.
- Schritt 2: Filter, Warnprofile, Schwellenwerte und Eskalationsketten administrieren.
- Schritt 3: Datenimporte, Aktualisierungen und Qualitätskontrollen überwachen.
- Schritt 4: Störungen, Fehlalarme, Änderungswünsche und Releases strukturiert bearbeiten.
- Schritt 5: Nutzungs-, Qualitäts- und Wirksamkeitskennzahlen regelmäßig auswerten.
Praxisaufgabe: Ein Betriebsmodell mit Rollen, Supportweg, Pflegekalender und Kennzahlen wird erstellt.
Kapitel 4: Risiken kalibrieren und priorisieren
Risikoscoring verbindet Eintrittssignal, Betroffenheit, Kritikalität, zeitliche Wirkung und vorhandene Gegenmaßnahmen.
- Schritt 1: Wahrscheinlichkeit, Auswirkung, Dringlichkeit und Datenvertrauen als Dimensionen definieren.
- Schritt 2: Kritikalität von Material, Lieferant, Standort und Kunde berücksichtigen.
- Schritt 3: Quellen- und Ereignisgewichtung nachvollziehbar konfigurieren.
- Schritt 4: Ampeln, Schwellenwerte und Prioritätsklassen mit Eskalationsregeln verbinden.
- Schritt 5: Bewertungen anhand vergangener Fälle und aktueller Rückmeldungen kalibrieren.
Praxisaufgabe: Mehrere Warnfälle werden bewertet, priorisiert und mit einer begründeten Eskalationsstufe versehen.
Kapitel 5: Ereignisse und Signale überwachen
Globale Ereignisse werden erst handlungsrelevant, wenn Quellen, Regionen, Kategorien und Unternehmensbezug sinnvoll gefiltert und gewichtet sind.
- Schritt 1: Relevante Ereigniskategorien und geografische Räume je Lieferkette definieren.
- Schritt 2: Quellenqualität, Aktualität, Dubletten und widersprüchliche Signale bewerten.
- Schritt 3: Filter, Abonnements und Schwellenwerte auf Verantwortungsbereiche zuschneiden.
- Schritt 4: Ereignis mit Lieferanten, Standorten und Komponenten in Beziehung setzen.
- Schritt 5: False Positives und übersehene Ereignisse systematisch zur Kalibrierung nutzen.
Praxisaufgabe: Ein Monitoring-Profil wird für eine konkrete Beschaffungsregion konfiguriert und getestet.
Kapitel 6: Protokollierung, Nachweise und Auditierbarkeit sicherstellen
Auditierbarkeit verlangt vollständige, manipulationsgeschützte und auswertbare Nachweise über Identitäten, Verträge, Policies, Transfers und Änderungen.
- Schritt 1: Nachweispflichtige Ereignisse und verantwortliche Systeme festlegen.
- Schritt 2: Zeitbezug, Identität, Objekt, Aktion, Ergebnis und Kontext als Mindestinhalt definieren.
- Schritt 3: Aufbewahrung, Zugriff, Integrität und Datenschutz der Protokolle regeln.
- Schritt 4: Technische Logs in fachlich verständliche Auditnachweise überführen.
- Schritt 5: Regelprüfungen, Stichproben und Abweichungsbehandlung organisieren.
Praxisaufgabe: Für einen Vertrags- und Transferprozess wird eine vollständige Auditspur spezifiziert.
Kapitel 7: Betrieb, Monitoring und Lebenszyklus absichern
Der Regelbetrieb benötigt technische Überwachung, Serviceprozesse, Kapazitätsplanung und kontrollierte Änderungen über Organisationsgrenzen hinweg.
- Schritt 1: Technische und fachliche Betriebskennzahlen mit Schwellenwerten definieren.
- Schritt 2: Protokolle, Metriken und Ereignisse zu einem Betriebsbild zusammenführen.
- Schritt 3: Störung, Problem, Änderung und Release mit Verantwortlichkeiten organisieren.
- Schritt 4: Kapazität, Verfügbarkeit, Sicherung und Wiederanlauf regelmäßig prüfen.
- Schritt 5: Teilnehmer-, Policy-, Datenprodukt- und Softwareänderungen kontrolliert ausrollen.
Praxisaufgabe: Für einen produktiven Datenraum wird ein Betriebs- und Eskalationshandbuch entworfen.
Praxisfall
Ein Radar-Mandant wird mit Lieferanten-, Standort- und Stücklistendaten aufgebaut. Rollen, Warnprofile, Risikologik, Qualitätskontrollen und Betrieb werden konfiguriert.
- Ausgangslage, Beteiligte, Daten und Entscheidungen strukturiert erfassen.
- Lösungsbausteine, Rollen, Kontrollen und Abhängigkeiten zu einem konsistenten Vorgehen verbinden.
- Ergebnis anhand fachlicher, technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Kriterien prüfen.
- Offene Punkte, Risiken und nächste Umsetzungsschritte priorisiert dokumentieren.
Zielgruppe
- System- und Applikationsadministration
- Data Engineering
- Supply-Chain-IT
- Stammdatenmanagement
- Plattformbetrieb
- Risikomanagement-Systemverantwortung
Voraussetzungen
- Kenntnisse von Lieferanten-, Material- oder Stücklistendaten
- Grundverständnis von Importen, Schnittstellen und Datenqualität
- hilfreich: Erfahrung mit ERP- oder Supply-Chain-Systemen
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | System- und Applikationsadministration, Data Engineering, Supply-Chain-IT, Stammdatenmanagement, Plattformbetrieb, Risikomanagement-Systemverantwortung |
| Voraussetzungen: | Kenntnisse von Lieferanten-, Material- oder Stücklistendaten; Grundverständnis von Importen, Schnittstellen und Datenqualität; hilfreich: Erfahrung mit ERP- oder Supply-Chain-Systemen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fallarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Präsenz mit Trainer vor Ort, Webinar nur bei ausdrücklicher Beauftragung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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