Das Grundlagenseminar vermittelt ein gemeinsames Verständnis von Datenräumen, Datensouveränität, Rollen, Standards und wirtschaftlichen Einsatzmöglichkeiten.
Die ADVANEO-Bausteine werden in die Datenökonomie eingeordnet. Anhand eines Praxisfalls entsteht ein erster Use-Case- und Lernfahrplan für Fachbereich, Management und IT.
Lernziele
- Teilnehmende können Datenräume von zentralen Plattformen und klassischen Schnittstellen unterscheiden.
- Teilnehmende können Datensouveränität und kontrollierten Datenaustausch erklären.
- Teilnehmende können Rollen und Verantwortlichkeiten eines Datenökosystems benennen.
- Teilnehmende können offene Standards und FAIR-Prinzipien fachlich einordnen.
- Teilnehmende können ADVANEO-Produkte passenden Problemstellungen zuordnen.
- Teilnehmende können einen geeigneten Einstieg-Use-Case auswählen.
Inhaltsübersicht
- Kapitel 1: Lösungsportfolio und Einsatzfelder einordnen
- Kapitel 2: Datenräume und Datensouveränität verstehen
- Kapitel 3: Rollen, Verantwortlichkeiten und Ökosysteme gestalten
- Kapitel 4: Offene Standards, Interoperabilität und FAIR-Prinzipien anwenden
- Kapitel 5: Use Cases strukturiert auswählen und zuschneiden
- Praxisfall
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
Kapitel 1: Lösungsportfolio und Einsatzfelder einordnen
Die Bausteine Data Space as a Service, Data Marketplace, Trusted Data Hub, Supply Chain Radar, Proof X und Consulting werden als zusammenhängendes Lösungsportfolio betrachtet.
- Schritt 1: Geschäftliche Ausgangslage, Datenprobleme und Kooperationsbedarf erfassen.
- Schritt 2: Jeden Lösungsbaustein einem typischen Problem- und Rollenprofil zuordnen.
- Schritt 3: Abhängigkeiten zwischen Datenraum, Marktplatz, Analytics, Lieferkettenmonitoring und Prototyping sichtbar machen.
- Schritt 4: Geeignete Einstiegspunkte für Fachbereich, IT, Governance und Management auswählen.
- Schritt 5: Aus den Ergebnissen einen ersten Lern- und Einführungsfahrplan ableiten.
Praxisaufgabe: Ein Unternehmensszenario wird analysiert und auf die passenden Bausteine des Portfolios abgebildet.
Kapitel 2: Datenräume und Datensouveränität verstehen
Ein Datenraum verbindet Organisationen, ohne Rohdaten zwangsläufig in einer zentralen Plattform zu sammeln. Im Mittelpunkt stehen kontrollierter Austausch, Vertrauen und nachvollziehbare Nutzungsregeln.
- Schritt 1: Datenraum, Datenplattform, Datenmarktplatz und klassische Punkt-zu-Punkt-Schnittstelle voneinander abgrenzen.
- Schritt 2: Datensouveränität als Zusammenspiel aus Kontrolle, Transparenz, Zweckbindung und Widerruf beschreiben.
- Schritt 3: Datenanbieter, Datennutzer, Betreiber und weitere Ökosystemrollen identifizieren.
- Schritt 4: Technische und organisatorische Vertrauensanker in einem Datenraum benennen.
- Schritt 5: Ein einfaches Ende-zu-Ende-Szenario vom Datenangebot bis zur kontrollierten Nutzung modellieren.
Praxisaufgabe: Ein zentraler Datenaustauschprozess wird in ein souveränes Datenraum-Szenario überführt.
Kapitel 3: Rollen, Verantwortlichkeiten und Ökosysteme gestalten
Datenraumprojekte scheitern häufig an unklaren Zuständigkeiten. Ein belastbares Rollenmodell verbindet fachliche Eigentümerschaft, technische Verantwortung, Governance und Betrieb.
- Schritt 1: Teilnehmende Organisationen und ihre Interessen systematisch erfassen.
- Schritt 2: Rollen für Datenprodukt, Konnektor, Governance, Sicherheit, Vertrag und Betrieb definieren.
- Schritt 3: Entscheidungsrechte und Eskalationswege mit einer Verantwortungsmatrix festlegen.
- Schritt 4: Onboarding-, Änderungs- und Offboarding-Verantwortung pro Rolle zuordnen.
- Schritt 5: Konflikte zwischen Datennutzen, Vertraulichkeit, Aufwand und Wettbewerb früh behandeln.
Praxisaufgabe: Für ein Partnerökosystem wird eine vollständige Rollen- und Verantwortungsmatrix erstellt.
Kapitel 4: Offene Standards, Interoperabilität und FAIR-Prinzipien anwenden
Zukunftsfähige Datenräume benötigen offene Schnittstellen, verständliche Metadaten und wiederverwendbare Datenprodukte. Standards reduzieren Abhängigkeiten und erleichtern die Erweiterung des Ökosystems.
- Schritt 1: Die Bedeutung von IDS-, Gaia-X- und EDC-orientierten Architekturprinzipien einordnen.
- Schritt 2: Findable, Accessible, Interoperable und Reusable auf Datenprodukte übertragen.
- Schritt 3: Technische, semantische, organisatorische und rechtliche Interoperabilität unterscheiden.
- Schritt 4: Vokabulare, Identitäten, Policies und Schnittstellen als gemeinsame Bausteine strukturieren.
- Schritt 5: Ein Prüfschema für Standardkonformität und Anschlussfähigkeit entwickeln.
Praxisaufgabe: Ein vorhandenes Datenangebot wird anhand eines Interoperabilitäts- und FAIR-Prüfrasters bewertet.
Kapitel 5: Use Cases strukturiert auswählen und zuschneiden
Ein tragfähiger Use Case beginnt nicht mit Technologie, sondern mit einem klaren Problem, beteiligten Rollen, benötigten Daten und messbarem Nutzen.
- Schritt 1: Ausgangsproblem, betroffene Prozesse und heutige Einschränkungen präzisieren.
- Schritt 2: Entscheidungen und Handlungen benennen, die durch zusätzliche Daten verbessert werden sollen.
- Schritt 3: Datenquellen, Datenhalter, Schutzbedarf und Aktualitätsanforderungen aufnehmen.
- Schritt 4: Nutzenhypothese, Mindestumfang und Abgrenzung des ersten Anwendungsfalls festlegen.
- Schritt 5: Use Cases nach Wertbeitrag, Machbarkeit, Risiko und Lernpotenzial priorisieren.
Praxisaufgabe: Aus mehreren Ideen wird mit einer Bewertungsmatrix ein belastbarer Start-Use-Case ausgewählt.
Praxisfall
Ein Unternehmen möchte Daten mit Partnern nutzen, ohne Kontrolle und Geschäftsgeheimnisse aufzugeben. Rollen, Bausteine und ein realistischer Start-Use-Case werden entwickelt.
- Ausgangslage, Beteiligte, Daten und Entscheidungen strukturiert erfassen.
- Lösungsbausteine, Rollen, Kontrollen und Abhängigkeiten zu einem konsistenten Vorgehen verbinden.
- Ergebnis anhand fachlicher, technischer, wirtschaftlicher und organisatorischer Kriterien prüfen.
- Offene Punkte, Risiken und nächste Umsetzungsschritte priorisiert dokumentieren.
Zielgruppe
- Geschäftsführung
- Fachbereichsleitung
- IT-Leitung
- Data Management
- Projektleitung
- Innovation und Digitalisierung
Voraussetzungen
- keine technischen Spezialkenntnisse erforderlich
- hilfreich: Kenntnis eigener Daten- oder Kooperationsprobleme
Fachbereichsleitung / Trainerleitung / Ansprechpersonen
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 1 Tag ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt. Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Geschäftsführung, Fachbereichsleitung, IT-Leitung, Data Management, Projektleitung, Innovation und Digitalisierung |
| Voraussetzungen: | keine technischen Spezialkenntnisse erforderlich; hilfreich: Kenntnis eigener Daten- oder Kooperationsprobleme |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System, strukturierte Fallarbeit |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Präsenz mit Trainer vor Ort, Webinar nur bei ausdrücklicher Beauftragung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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