Das Seminar entwickelt ein mehrschichtiges Sicherheitsmodell für Oracle Linux. Identitäten, Rechte, sudo, SELinux, Hostfirewall, Kryptografie, Protokollierung, OpenSCAP, Patchstand und sichere Dienste werden in eine priorisierte Härtungs- und Prüfstrategie überführt. Jede Maßnahme muss technisch nachgewiesen und betrieblich wartbar sein.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Methodik
Zielsetzung
- Schutzbedarf und Sicherheitsbaseline für Linux-Systeme festlegen
- Konten, Rechte, sudo, SELinux und Netzwerkzugriff härten
- OpenSCAP-Prüfungen auswerten und kontrolliert remediieren
- Monitoring, Nachweise und Vorfallvorbereitung etablieren
Zielgruppe
Linux-Administratoren, Informationssicherheitsbeauftragte, Plattformteams, Auditoren mit Technikbezug und Betreiber regulierter Systeme.
Voraussetzungen
Sichere Oracle-Linux-Administration, Benutzer- und Rechteverwaltung, Netzwerk- und Dienstgrundlagen.
Seminarinhalte
- Schritt 1: Schutzbedarf und Angriffsfläche erfassen
Daten, Dienste, Schnittstellen, Benutzergruppen, administrative Wege und Abhängigkeiten werden inventarisiert. Maßnahmen werden nach Risiko und nicht nach bloßer Checklistenreihenfolge priorisiert.
- Schritt 2: Sicheren Ausgangsstand herstellen
Minimale Paket- und Dienstmenge, aktuelle Softwarequellen, Zeit, Namensauflösung, Bootschutz und dokumentierte Verantwortlichkeiten bilden die Basis.
- Schritt 3: Konten und Authentisierung härten
Lokale Konten, Kennwortregeln, Sperren, Schlüssel, inaktive Konten und Servicekonten werden geprüft. Gemeinsame Administratoridentitäten werden vermieden.
- Schritt 4: sudo und administrative Rollen gestalten
Befehlsbezogene Rechte, Gruppen, Hostzuordnung, Protokollierung und Notfallzugang werden nach dem Minimalprinzip aufgebaut. Breite ALL-Regeln werden kritisch geprüft.
- Schritt 5: Dateirechte und ACLs kontrollieren
Weltbeschreibbare Dateien, Sonderbits, Eigentümer, umask, ACLs und sensible Verzeichnisse werden untersucht. Abweichungen werden mit Anwendungsbedarf abgeglichen.
- Schritt 6: SELinux-Modell verstehen
Kontexte, Typen, Domänen, Booleans, Übergänge und Policy-Entscheidungen werden nachvollzogen. Permissive Mode dient nur gezielter Diagnose, nicht als Dauerlösung.
- Schritt 7: SELinux-Fehler fachgerecht beheben
Auditmeldungen, erwartete Pfade, falsche Labels und erforderliche Zugriffe werden analysiert. Relabeling, Booleans und lokale Policy-Erweiterungen werden passend eingesetzt.
- Schritt 8: Netzwerkzugriff begrenzen
firewalld-Zonen, Dienste, Quellen, Managementnetze und ausgehende Verbindungen werden überprüft. Freigaben erhalten Zweck, Verantwortlichen und Ablaufdatum.
- Schritt 9: SSH und Remote-Administration absichern
Schlüssel, Root-Login, erlaubte Benutzer, MFA-nahe Integrationspunkte, Ciphers, Timeouts und Bastion-Muster werden bewertet und getestet.
- Schritt 10: Kryptografie und Schlüsselmaterial verwalten
Systemweite Kryptorichtlinien, Zertifikate, private Schlüssel, Dateirechte, Rotation und veraltete Verfahren werden kontrolliert.
- Schritt 11: Protokollierung und Audit einrichten
Journal, Auditregeln, administrative Ereignisse, Zeitkonsistenz, Weiterleitung und Aufbewahrung werden auf Nachvollziehbarkeit ausgerichtet.
- Schritt 12: OpenSCAP-Scan durchführen
Passendes Profil, Scanumfang, Ergebnisformat und Ausnahmen werden festgelegt. Funde werden nach tatsächlichem Risiko, Fehlalarm und betrieblicher Auswirkung bewertet.
- Schritt 13: Remediation kontrolliert umsetzen
Automatische und manuelle Korrekturen werden zuerst im Testsystem geprüft. Änderungen mit Dienst- oder Anwendungswirkung erhalten eigene Abnahmetests.
- Schritt 14: Patch- und Schwachstellenprozess verbinden
Sicherheitsinformationen, Paketstand, Ksplice, Neustartbedarf und Ausnahmen werden in einen regelmäßigen Entscheidungsprozess integriert.
- Schritt 15: Manipulation und Vorfall erkennen
Unerwartete Konten, Prozesse, Verbindungen, Dateien, Kernelmeldungen und Protokolllücken werden mit einer ersten Triage geprüft. Beweiserhalt und Eskalation werden berücksichtigt.
- Schritt 16: Härtungsstandard und Nachweise erstellen
Baseline, Ausnahmen, Prüfintervalle, Verantwortliche, Scanberichte, Änderungsnachweise und Wiederholungsprüfungen werden verbindlich dokumentiert.
Praxisübungen
- Konten-, sudo- und Dateirechteprüfung auf einem Laborsystem durchführen
- SELinux-Verweigerung analysieren und ohne Deaktivierung korrekt beheben
- OpenSCAP-Scan ausführen, Funde priorisieren und ausgewählte Maßnahmen testen
- Härtungsbaseline mit Ausnahmen, Prüfnachweisen und Wiederholungsintervall erstellen
Methodik
Sicherheitsmaßnahmen werden an einem absichtlich unzureichend gehärteten System umgesetzt. Jede Korrektur wird auf Schutzwirkung, Betriebsfolge und Wiederholbarkeit geprüft.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Linux-Administratoren, Informationssicherheitsbeauftragte, Plattformteams, Auditoren mit Technikbezug und Betreiber regulierter Systeme. |
| Voraussetzungen: | Sichere Oracle-Linux-Administration, Benutzer- und Rechteverwaltung, Netzwerk- und Dienstgrundlagen. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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