Seminar Oracle Linux – Automation Manager: Enterprise-Automatisierung mit Ansible

Das Seminar behandelt den Aufbau einer zentralen Automatisierungsplattform mit Oracle Linux Automation Manager. Aus wiederverwendbaren Ansible-Inhalten entstehen versionierte Projekte, Inventare, Anmeldeinformationen, Vorlagen, Workflows und kontrollierte Freigabeprozesse. Der Schwerpunkt liegt auf reproduzierbarem Betrieb statt auf einzelnen Ad-hoc-Kommandos.

Inhaltsübersicht

  • Zielsetzung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Methodik

Zielsetzung

  • Automatisierungsinhalte strukturiert entwickeln, testen und versionieren
  • Inventare, Credentials, Projekte, Ausführungsumgebungen und Job Templates verwalten
  • Workflows, Rollen, Genehmigungen und Zeitpläne sicher gestalten
  • Betrieb, Fehleranalyse, Skalierung und Sicherung der Plattform organisieren

Zielgruppe

Linux- und Automatisierungsadministratoren, DevOps-Teams, Plattformbetreiber, technische Consultants und Verantwortliche für standardisierte Betriebsprozesse.

Voraussetzungen

Sichere Linux-Administration, YAML-Grundlagen, erste Erfahrungen mit Ansible und Versionsverwaltung.

Seminarinhalte

  1. Schritt 1: Automatisierungsarchitektur planen

    Controller, Datenbank, Ausführungsknoten, Private Automation Hub, Netzsegmente, Namensauflösung und Zertifikate werden als Gesamtarchitektur geplant. Verfügbarkeit, Kapazität und Verantwortlichkeiten werden vor der Installation festgelegt.

  2. Schritt 2: Plattform installieren und prüfen

    Voraussetzungen, Installationsparameter, Dienste, Ports und erste Anmeldung werden kontrolliert eingerichtet. Nach der Installation werden Status, Protokolle, Zertifikate und grundlegende Ausführung getestet.

  3. Schritt 3: Organisationen, Teams und Rollen modellieren

    Mandantenfähige Strukturen, Teams, Benutzer und rollenbasierte Rechte werden aufgebaut. Das Minimalprinzip wird auf Inventare, Projekte, Vorlagen, Credentials und Administration angewendet.

  4. Schritt 4: Inventare und Variablen verwalten

    Statische und dynamische Inventare, Gruppen, Hosts, Variablen und Quellen werden angelegt. Überschreibungsregeln und sensible Daten werden so getrennt, dass Ausführungen nachvollziehbar bleiben.

  5. Schritt 5: Anmeldeinformationen absichern

    Maschinen-, Vault-, Cloud- und SCM-Credentials werden eingerichtet. Zugriff, Rotation, Einsatzbereich und Protokollsichtbarkeit werden überprüft, ohne Geheimnisse in Projekten abzulegen.

  6. Schritt 6: Projekte und Versionsstände kontrollieren

    Repository-Anbindung, Branches, Tags, Synchronisierung und Updateverhalten werden konfiguriert. Freigegebene Produktionsstände werden von Entwicklungsständen getrennt.

  7. Schritt 7: Ausführungsumgebungen aufbauen

    Images, Collections, Python-Abhängigkeiten und Systempakete werden reproduzierbar gebündelt. Inhalt, Signierung, Registry-Zugriff und Aktualisierungsprozess werden dokumentiert.

  8. Schritt 8: Job Templates erstellen

    Playbook, Inventar, Credentials, Variablen, Limits, Tags, Parallelität und Survey-Felder werden zu wiederverwendbaren Vorlagen kombiniert. Eingaben werden eingeschränkt und verständlich benannt.

  9. Schritt 9: Workflows und Genehmigungen gestalten

    Mehrstufige Abläufe, Erfolgs- und Fehlerpfade, Genehmigungsschritte, Benachrichtigungen und Rückfalljobs werden modelliert. Teilfehler werden explizit behandelt.

  10. Schritt 10: Zeitpläne und Ereignisse automatisieren

    Regelmäßige Ausführungen, Wartungsfenster und ereignisgesteuerte Prozesse werden geplant. Überlappungen, Sperren und idempotentes Verhalten werden geprüft.

  11. Schritt 11: Private Automation Hub einsetzen

    Collections und Ausführungsumgebungen werden intern bereitgestellt, versioniert und kontrolliert verteilt. Freigabe, Signaturprüfung und Aufbewahrung werden als Lieferkette organisiert.

  12. Schritt 12: Schnittstellen und Integrationen nutzen

    API, Webhooks, Quellcodeverwaltung, Benachrichtigungen und externe Inventarquellen werden eingebunden. Servicekonten und Token erhalten eng begrenzte Rechte.

  13. Schritt 13: Fehler systematisch analysieren

    Jobausgabe, Eventdaten, Controller- und Ausführungsprotokolle, Kapazität, Queue und Netzwerkpfade werden in einer festen Reihenfolge geprüft. Wiederholungen erfolgen erst nach Ursachenbewertung.

  14. Schritt 14: Betrieb, Sicherung und Wiederherstellung planen

    Datenbank, Konfiguration, Schlüsselmaterial, Projekte und Plattformzustand werden in eine Sicherungsstrategie aufgenommen. Wiederherstellung und Versionsverträglichkeit werden in einer Übung geprüft.

  15. Schritt 15: Automatisierungsstandard veröffentlichen

    Namensregeln, Verzeichnisstruktur, Tests, Freigaben, Rollen, Dokumentation und Betriebskennzahlen werden zu einem verbindlichen Plattformstandard zusammengeführt.

Praxisübungen

  • Inventar, Projekt und Job Template für einen standardisierten Patchlauf aufbauen
  • Mehrstufigen Workflow mit Genehmigung, Prüfung und Rückfallpfad erstellen
  • Eigene Ausführungsumgebung mit definierten Collections testen
  • Rollenmodell sowie Backup- und Wiederherstellungsablauf für die Plattform dokumentieren

Methodik

Die Plattform wird in einem durchgängigen Labor aufgebaut. Jede Funktion wird zuerst technisch erklärt, danach als administrativer Prozess umgesetzt und abschließend mit Fehlerfällen, Rechten und Wiederholbarkeit geprüft.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Linux- und Automatisierungsadministratoren, DevOps-Teams, Plattformbetreiber, technische Consultants und Verantwortliche für standardisierte Betriebsprozesse.
Voraussetzungen: Sichere Linux-Administration, YAML-Grundlagen, erste Erfahrungen mit Ansible und Versionsverwaltung.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Darmstadt 4 Tage
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