Seminar Oracle Linux – Cloud Native Environment: Kubernetes-Cluster bereitstellen und administrieren

Das Seminar führt von der Architekturplanung bis zum belastbaren Betrieb eines Kubernetes-Clusters mit Oracle Cloud Native Environment. Steuerungsebene, Worker, Netzwerk, Speicher, Identitäten, Richtlinien, Updates und Fehleranalyse werden als zusammenhängende Plattformaufgabe behandelt. Der Kurs ist kein reiner Kubernetes-Bedienkurs, sondern eine Administrationsausbildung mit vollständigem Laborcluster.

Inhaltsübersicht

  • Zielsetzung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Methodik

Zielsetzung

  • Eine geeignete Clusterarchitektur für Oracle Linux planen
  • Steuerungs- und Worker-Knoten reproduzierbar bereitstellen
  • Netzwerk, Speicher, Zugriff, Richtlinien und Workloads administrieren
  • Upgrade, Sicherung, Monitoring und Störungsbehebung beherrschen

Zielgruppe

Kubernetes-Administratoren, Linux- und Plattformteams, DevOps-Fachkräfte, Cloud Engineers und technische Architekten.

Voraussetzungen

Sichere Oracle-Linux-Administration, Netzwerk- und Containergrundlagen sowie Erfahrung mit YAML und Kommandozeilenwerkzeugen.

Seminarinhalte

  1. Schritt 1: Anforderungen und Clusterrollen festlegen

    Verfügbarkeit, Knotenzahl, Netzsegmente, Lastprofile, Speicherbedarf, DNS, Zeitquelle und Betriebsverantwortung werden erfasst. Daraus entsteht eine klare Topologie für Steuerungsebene, Worker und Zugangspunkte.

  2. Schritt 2: Oracle-Linux-Knoten vorbereiten

    Hostname, Zeit, Kernel, Pakete, Firewall, Namensauflösung, Speicher und administrative Zugänge werden vereinheitlicht. Abweichungen werden vor der Clusterinstallation beseitigt.

  3. Schritt 3: Installations- und Verwaltungswerkzeuge einrichten

    Benötigte Komponenten, Konfigurationsdateien und Zugangsdaten werden vorbereitet. Versionen und Abhängigkeiten werden festgehalten, damit der Aufbau reproduzierbar bleibt.

  4. Schritt 4: Steuerungsebene bereitstellen

    Die ersten Control-Plane-Komponenten werden installiert, initialisiert und geprüft. Zertifikate, Endpunkte, Clusterzustand und administrative Konfiguration werden kontrolliert behandelt.

  5. Schritt 5: Worker-Knoten integrieren

    Knoten werden registriert, beschriftet, mit Taints versehen und auf Bereitschaft geprüft. Rollen und geplante Workload-Platzierung werden nachvollziehbar dokumentiert.

  6. Schritt 6: Cluster-Netzwerk konfigurieren

    Pod- und Service-Netze, CNI-Komponenten, DNS, Network Policies und externe Erreichbarkeit werden eingerichtet. Paketwege werden bei Fehlern schichtweise verfolgt.

  7. Schritt 7: Ingress und Servicebereitstellung umsetzen

    ClusterIP, NodePort, LoadBalancer und Ingress werden unterschieden und praktisch eingesetzt. TLS, Hostnamen, Health Checks und Weiterleitungsregeln werden getestet.

  8. Schritt 8: Persistenten Speicher anbinden

    Storage Classes, Persistent Volumes, Claims, Zugriffsmodi, Reclaim Policy und Kapazität werden konfiguriert. Datenpfad und Ausfallverhalten werden mit Testworkloads verifiziert.

  9. Schritt 9: Identitäten und Berechtigungen steuern

    Kubeconfig, Service Accounts, Rollen, Clusterrollen und Bindings werden nach dem Minimalprinzip aufgebaut. Überprivilegierte Standardlösungen werden vermieden.

  10. Schritt 10: Richtlinien und Sicherheit anwenden

    Pod-Sicherheitsregeln, Secrets, Image-Quellen, Signaturen, Netzwerkbegrenzung und sichere Standardkonfiguration werden in den Bereitstellungsprozess integriert.

  11. Schritt 11: Workloads kontrolliert ausrollen

    Deployments, StatefulSets, DaemonSets, Jobs, Konfigurationen und Secrets werden eingesetzt. Updates, Rollback, Probes, Ressourcenanforderungen und Limits werden praktisch geprüft.

  12. Schritt 12: Monitoring und Protokollierung aufbauen

    Knoten-, Komponenten- und Workload-Zustände werden beobachtet. Events, Logs, Metriken und Kapazität werden zu einer Betriebsansicht zusammengeführt.

  13. Schritt 13: Sicherung und Wiederherstellung planen

    Clusterzustand, Konfigurationen, Zertifikate und persistente Daten werden getrennt betrachtet. Wiederherstellungsreihenfolge und Abhängigkeiten werden in einem Laborfall getestet.

  14. Schritt 14: Cluster aktualisieren

    Vorprüfung, Versionspfad, Knotenentleerung, Reihenfolge, Komponentenkontrolle und Rückfallentscheidung werden als standardisierter Upgrade-Prozess durchgeführt.

  15. Schritt 15: Fehler in Knoten und Workloads analysieren

    Nicht bereite Knoten, Pending Pods, Image-Fehler, DNS-Probleme, fehlerhafte Probes und Speicherstörungen werden anhand einer festen Diagnosekette bearbeitet.

  16. Schritt 16: Hochverfügbarkeit und Wartung erproben

    Kontrollierte Knotenwartung, Drain, Wiederaufnahme, Verlust eines Workers und eingeschränkte Control-Plane-Störungen werden simuliert. Beobachtungen werden gegen definierte Betriebsziele bewertet.

  17. Schritt 17: Betriebsübergabe erstellen

    Topologie, Zugang, Versionsstände, Sicherung, Monitoring, Wartung, Eskalation und Notfallmaßnahmen werden in einer vollständigen Betriebsdokumentation zusammengefasst.

Praxisübungen

  • Mehrknoten-Cluster mit getrennter Steuerungs- und Worker-Rolle aufbauen
  • Ingress, Netzwerkregeln und persistenten Speicher für eine Beispielanwendung konfigurieren
  • Rollenmodell und sichere Bereitstellungsregeln praktisch umsetzen
  • Upgrade- und Störungsszenario mit Drain, Rollback-Entscheidung und Betriebsnachweis bearbeiten

Methodik

Ein vollständiger Laborcluster wird schrittweise aufgebaut und über den gesamten Kurs weiterverwendet. Architekturentscheidungen, Konfiguration, Prüfungen und Störungsfälle werden dokumentiert und wiederholbar gemacht.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Kubernetes-Administratoren, Linux- und Plattformteams, DevOps-Fachkräfte, Cloud Engineers und technische Architekten.
Voraussetzungen: Sichere Oracle-Linux-Administration, Netzwerk- und Containergrundlagen sowie Erfahrung mit YAML und Kommandozeilenwerkzeugen.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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