Seminar Oracle Linux – Netzwerkadministration mit NetworkManager und firewalld

Der Kurs vermittelt die zuverlässige Netzwerkkonfiguration und Fehleranalyse auf Oracle Linux. NetworkManager, Routing, Namensauflösung und firewalld werden als zusammenhängende Datenpfade betrachtet. Änderungen werden so vorbereitet, dass auch entfernte Systeme ohne vermeidbaren Verbindungsverlust administriert werden können.

Inhaltsübersicht

  • Zielsetzung
  • Zielgruppe
  • Voraussetzungen
  • Seminarinhalte
  • Praxisübungen
  • Methodik

Zielsetzung

  • Verbindungen, Adressen, Routen und DNS mit NetworkManager verwalten
  • Bonding, VLANs und Bridges korrekt aufbauen
  • Firewallzonen und Dienste nach dem Minimalprinzip konfigurieren
  • Netzwerkstörungen schichtweise und reproduzierbar analysieren

Zielgruppe

Linux-Administratoren, Netzwerk-nahe System Engineers, DevOps-Teams, Virtualisierungsbetreiber und technische Supportkräfte.

Voraussetzungen

Oracle-Linux-Grundlagen, TCP/IP-Basiswissen und sicherer Umgang mit Shell und systemd.

Seminarinhalte

  1. Schritt 1: Netzwerkmodell und Werkzeuge einordnen

    Geräte, Verbindungsprofile, aktive Verbindungen, Kernelrouten, Resolver und Firewall werden getrennt betrachtet. nmcli, ip, ss und Diagnosewerkzeuge erhalten klare Aufgaben.

  2. Schritt 2: Sichere Änderungsstrategie festlegen

    Konsolenzugang, Rückfallzeit, parallele Sitzung, gespeichertes Profil und Aktivierungsschritt werden vor Remote-Änderungen vorbereitet.

  3. Schritt 3: Statische und dynamische Adressen konfigurieren

    IPv4 und IPv6, DHCP, manuelle Adressen, Gateways, Metriken und DNS werden über NetworkManager-Profile eingerichtet und nach Neustart geprüft.

  4. Schritt 4: Routing und Policy-Regeln verwalten

    Standardroute, spezifische Netze, mehrere Gateways, Routingtabellen und Regeln werden aufgebaut. Der tatsächliche Pfad wird mit Quelladresse und Ziel kontrolliert.

  5. Schritt 5: Namensauflösung analysieren

    Suchdomänen, DNS-Server, Prioritäten, lokale Dateien und Resolverstatus werden geprüft. Fehler werden nach Anfrage, Transport, Antwort und Anwendung getrennt.

  6. Schritt 6: Bonding und Teaming planen

    Redundanz- und Lastverteilungsmodi, Switch-Voraussetzungen, Überwachung und Failover werden bewertet. Ein Bond wird aufgebaut und bei Linkverlust getestet.

  7. Schritt 7: VLANs und Bridges konfigurieren

    Getaggte Netze und Linux-Bridges für Server- und Virtualisierungsszenarien werden erstellt. MTU, Parent-Interface und Startreihenfolge werden kontrolliert.

  8. Schritt 8: firewalld-Zonen verstehen

    Zonen, Quellen, Interfaces, Dienste, Ports, permanente und Laufzeitkonfiguration werden voneinander getrennt. Der aktive Regelstand wird technisch verifiziert.

  9. Schritt 9: Dienste und Rich Rules absichern

    Benutzerdefinierte Dienste, Quellnetze, Protokollierung, Ratenbegrenzung und gezielte Freigaben werden eingerichtet. Breite Portbereiche werden vermieden.

  10. Schritt 10: NAT und Weiterleitung einsetzen

    Masquerading, Portweiterleitung und IP-Forwarding werden für ein Laborszenario konfiguriert. Hin- und Rückweg werden getrennt geprüft.

  11. Schritt 11: VPN- und Tunnelgrundlagen anwenden

    Verbindungsprofile, Schlüsselmaterial, Routen und DNS-Verhalten eines beispielhaften Tunnels werden eingeordnet und getestet.

  12. Schritt 12: Paketpfade diagnostizieren

    Link, ARP beziehungsweise Neighbor Discovery, Route, Firewall, Port und Anwendung werden in fester Reihenfolge geprüft. Paketmitschnitt dient als Messung, nicht als erster Reflex.

  13. Schritt 13: Konfiguration dokumentieren und sichern

    Profile, Firewallregeln, Abhängigkeiten, Testkommandos und Rückfall werden in eine wiederholbare Betriebsdokumentation überführt.

Praxisübungen

  • Remote-sichere Umstellung eines Netzwerkprofils mit automatischem Rückfall
  • Bond, VLAN und Bridge in einer kombinierten Topologie einrichten
  • firewalld-Zonen und Rich Rules für einen mehrstufigen Dienst konfigurieren
  • Fehlerhafte DNS-, Routing- und Firewallfälle mit einer festen Diagnosekette lösen

Methodik

Topologien werden schrittweise aufgebaut und gezielt gestört. Jede Konfigurationsänderung wird mit Pfadprüfung, Porttest und Neustarttest abgeschlossen.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Linux-Administratoren, Netzwerk-nahe System Engineers, DevOps-Teams, Virtualisierungsbetreiber und technische Supportkräfte.
Voraussetzungen: Oracle-Linux-Grundlagen, TCP/IP-Basiswissen und sicherer Umgang mit Shell und systemd.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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