Der Kurs entwickelt eine praxistaugliche Sicherungs- und Wiederherstellungsstrategie für Oracle-Linux-Systeme. Nicht das bloße Erzeugen von Kopien, sondern nachgewiesene Wiederherstellbarkeit, definierte Wiederanlaufziele und saubere Zuständigkeiten stehen im Vordergrund. Datei-, Konfigurations-, System- und anwendungsbezogene Sicherungen werden getrennt geplant.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Methodik
Zielsetzung
- Schutzbedarf, RPO und RTO für Linux-Dienste bestimmen
- Sicherungsarten, Aufbewahrung und Verschlüsselung passend auswählen
- Dateien, Konfigurationen, Metadaten und Systemzustände wiederherstellen
- Disaster-Recovery-Abläufe testen und dokumentieren
Zielgruppe
Linux-Administratoren, Backup-Verantwortliche, System Engineers, Betreiber geschäftskritischer Anwendungen und technische Notfallkoordinatoren.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse der Oracle-Linux-Administration, Dateisysteme, Dienste und Speichergeräte.
Seminarinhalte
- Schritt 1: Schutzobjekte und Wiederanlaufziele erfassen
Daten, Konfiguration, Schlüssel, Paketzustand, Bootumgebung, Datenbanken und externe Abhängigkeiten werden inventarisiert. Für jedes Objekt werden Verlusttoleranz, Wiederanlaufzeit und Verantwortlichkeit festgelegt.
- Schritt 2: Sicherungsarchitektur auswählen
Voll-, inkrementelle, dateibasierte, imagebasierte und snapshotgestützte Verfahren werden verglichen. Zielsysteme, Medienbruch, Offsite-Kopie und Unveränderbarkeit werden nach Risiko bewertet.
- Schritt 3: Konsistenz vor der Sicherung herstellen
Offene Dateien, Transaktionen, Dienste und anwendungsspezifische Hooks werden berücksichtigt. Crash-konsistente und anwendungskonsistente Sicherungen werden klar unterschieden.
- Schritt 4: Dateien und Metadaten sichern
Eigentümer, Rechte, ACLs, erweiterte Attribute, Links und spezielle Dateien werden in den Sicherungsumfang einbezogen. Ausschlüsse und temporäre Daten werden begründet statt pauschal gesetzt.
- Schritt 5: Systemkonfiguration reproduzierbar erfassen
Paketlisten, Repository-Konfiguration, Netzwerkeinstellungen, systemd-Overrides, geplante Aufgaben und lokale Anpassungen werden versioniert und gegen unbeabsichtigte Geheimnisablage geprüft.
- Schritt 6: Aufbewahrung und Löschung steuern
Generationen, tägliche und monatliche Stände, gesetzte Haltefristen und Kapazitätsgrenzen werden in eine eindeutige Retention überführt. Löschläufe werden protokolliert und überwacht.
- Schritt 7: Wiederherstellung einzelner Objekte testen
Gelöschte Dateien, beschädigte Konfigurationen und Rechte werden in einen sicheren Zielpfad zurückgespielt, geprüft und erst danach produktiv übernommen.
- Schritt 8: Bare-Metal- und Systemwiederanlauf planen
Installationsmedium, Partitionierung, Bootloader, Netzwerk, Repository-Zugang, Sicherungsclient und Abhängigkeiten werden als feste Reihenfolge dokumentiert.
- Schritt 9: Notfallübung durchführen
Ein nicht startfähiges oder stark beschädigtes Laborsystem wird auf Ersatzinfrastruktur wiederhergestellt. Zeitmessung, Entscheidungspunkte, Kommunikationsbedarf und Abweichungen werden festgehalten.
- Schritt 10: Kontrollen und regelmäßige Tests etablieren
Sicherungserfolg, Alter, Größe, Prüfsummen, Restore-Stichproben und vollständige Notfalltests werden mit Verantwortlichen und Eskalationsschwellen versehen.
Praxisübungen
- Schutzbedarfs- und Wiederanlaufmatrix für drei Linux-Dienste erstellen
- Dateisicherung einschließlich ACLs und erweiterter Attribute durchführen
- Fehlerhafte Konfiguration in einen Prüfpfad zurückspielen und kontrolliert übernehmen
- Disaster-Recovery-Lauf mit Zeitmessung und Nachweisdokumentation absolvieren
Methodik
Planungsphasen, Demonstrationen und Restore-Labore wechseln einander ab. Jede Sicherung gilt erst nach erfolgreicher Wiederherstellungsprobe als belastbar.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Linux-Administratoren, Backup-Verantwortliche, System Engineers, Betreiber geschäftskritischer Anwendungen und technische Notfallkoordinatoren. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse der Oracle-Linux-Administration, Dateisysteme, Dienste und Speichergeräte. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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