Seminar / Training
Das Intensivseminar bündelt Planung einer realen Gerätefarm, Agenttopologie, Android- und iOS-Integration, Fernsteuerung, Reservierung und technische Diagnose. Es entsteht ein durchgängiger Betriebsweg für gemischte Mobile-Device-Labs.
Fünf Tage sind erforderlich, weil physische Lab-Planung, Android-Konfiguration sowie der deutlich aufwendigere macOS-, Xcode- und WebDriverAgent-Pfad für iOS vollständig praktisch behandelt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Planung einer belastbaren Gerätefarm
- USB-Verkabelung, Energieversorgung und Stabilität
- Verteilte Device-Lab-Topologien
- Agent-Voraussetzungen und Hostvorbereitung
- Agent-Installation und Registrierung
- Gerätereservierung und manuelle Fernbedienung
- Android-Geräte vorbereiten
- Android-Berechtigungen und Hilfsdienste
- Android-Fernsteuerung und Debugging
- iOS-Geräte und macOS-Agent vorbereiten
- iOS-Versionen, Xcode und Kompatibilität
- WebDriverAgent aufbauen und stabilisieren
- iOS-Fernsteuerung und Diagnose
- Reservierungen, Belegung und Nutzungskonflikte
- Kapazität, Skalierung und Überwachung
- Protokolle und systematische Diagnose
- Störungsbehebung und Wiederanlauf
Lernziele
- Eine gemischte Gerätefarm dimensionieren.
- Android- und iOS-Geräte stabil integrieren.
- Fernsteuerung und Reservierung beherrschen.
- Physische, Treiber- und Netzwerkfehler systematisch trennen.
Zielgruppe
Gerätefarm-Administration, Mobile-Testteams, technischer Support und Infrastrukturverantwortung.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse in Android, iOS, USB, Netzwerken und Betriebssystemadministration; Mac, Xcode und geeignete Testgeräte.
Seminarinhalte
Modul 1: Planung einer belastbaren Gerätefarm
Ein Real-Device-Lab benötigt mehr als freie USB-Buchsen. Gerätebestand, Energieversorgung, Kühlung, physischer Zugriff und reproduzierbare Beschriftung werden gemeinsam geplant.
- Schritt 1: Gerätematrix mit Betriebssystem, Modell, Bildschirm, Schnittstelle und Testzweck erstellen.
- Schritt 2: Parallellast und Reserven für Wartung, Defekt und Betriebssystemwechsel berechnen.
- Schritt 3: Rack-, Ablage-, Lade- und Kühlkonzept auf Dauerbetrieb ausrichten.
- Schritt 4: Inventar-, Kennzeichnungs- und Austauschprozess verbindlich dokumentieren.
Modul 2: USB-Verkabelung, Energieversorgung und Stabilität
Instabile Kabel und überlastete Hubs verursachen schwer erkennbare Testabbrüche. Die physische Ebene wird deshalb als eigene Betriebsdisziplin behandelt.
- Schritt 1: Kabel nach Datenfähigkeit, Länge, Steckertyp und Zustand klassifizieren.
- Schritt 2: Aktive Hubs und Netzteile mit Leistungsreserve auswählen und beschriften.
- Schritt 3: Dauerlast-, Wiederverbindungs- und Neustarttests je Gerätegruppe ausführen.
- Schritt 4: Fehlerhafte Komponenten über einen standardisierten Tausch- und Quarantäneprozess aussondern.
Modul 3: Verteilte Device-Lab-Topologien
Mehrere Agenten werden zu einer einheitlich verwalteten Gerätefarm zusammengeführt. Die Topologie wird nach Ausfallgrenzen, Betriebssystemen und räumlicher Nähe zu den Geräten gegliedert.
- Schritt 1: Geräteklassen und Standorte in Agentengruppen überführen.
- Schritt 2: Kapazitätsgrenzen je Host aus USB-Ports, CPU, Arbeitsspeicher und parallelen Sitzungen bestimmen.
- Schritt 3: Redundanz- und Ersatzkonzepte für Agent-Hosts und kritische Geräte definieren.
- Schritt 4: Ein Erweiterungsschema für zusätzliche Standorte und Gerätebestände festlegen.
Modul 4: Agent-Voraussetzungen und Hostvorbereitung
Agent-Hosts werden passend zu Android-, iOS- und gemischten Gerätebeständen vorbereitet. Betriebssystem, Java-Laufzeit, Plattformwerkzeuge und USB-Zugriff werden konsistent eingerichtet.
- Schritt 1: Agent-Version und Server-Version als kompatibles Paar festlegen.
- Schritt 2: Java-Laufzeit, Android-Werkzeuge und gegebenenfalls macOS- und Xcode-Voraussetzungen prüfen.
- Schritt 3: USB-, Dateisystem- und Prozessrechte für den Betriebsbenutzer konfigurieren.
- Schritt 4: Ein Host-Abnahmeprotokoll mit Netzwerk-, Zeit- und Ressourcenprüfung erstellen.
Modul 5: Agent-Installation und Registrierung
Der Agent wird als klar überwachbarer Dienst eingerichtet und am Server registriert. Pro Host wird eine eindeutige Agent-Instanz mit nachvollziehbarer Konfiguration betrieben.
- Schritt 1: Agent-Paket und lokale Konfiguration in ein festes Betriebsverzeichnis übernehmen.
- Schritt 2: Serveradresse, Agentenkennung, Ports und Arbeitsverzeichnisse setzen.
- Schritt 3: Agent im Vordergrund testen und anschließend als Dienst oder kontrollierten Container starten.
- Schritt 4: Registrierung, Heartbeat und Geräteerkennung im Web-Client verifizieren.
Modul 6: Gerätereservierung und manuelle Fernbedienung
Die Fernsteuerung wird als kontrollierter Arbeitsablauf mit Reservierung, Zuständigkeit und sauberem Sitzungsende etabliert.
- Schritt 1: Verfügbares Gerät anhand Plattform, Version und Status auswählen.
- Schritt 2: Reservierung und Sitzungsstart durchführen, ohne parallele Nutzungskonflikte zu erzeugen.
- Schritt 3: Eingaben, Bildschirmrotation, App-Aktionen und Diagnosewerkzeuge erproben.
- Schritt 4: Sitzung ordnungsgemäß beenden und Gerätestatus für die nächste Nutzung prüfen.
Modul 7: Android-Geräte vorbereiten
Android-Geräte werden mit einheitlichen Entwickler-, USB- und Energiespareinstellungen in einen dauerhaft fernsteuerbaren Zustand versetzt.
- Schritt 1: Entwickleroptionen und USB-Debugging kontrolliert aktivieren.
- Schritt 2: Herstellerspezifische Sicherheits-, Installations- und Hintergrundoptionen prüfen.
- Schritt 3: USB-Autorisierung dem vorgesehenen Agent-Host zuordnen und dauerhaft testen.
- Schritt 4: Bildschirmsperre, Energieverwaltung und automatische Updates nach Lab-Richtlinie konfigurieren.
Modul 8: Android-Berechtigungen und Hilfsdienste
Für Fernsteuerung, Installation und automatisierte Interaktion müssen Geräteberechtigungen sowie plattformspezifische Hilfsdienste zuverlässig verfügbar sein.
- Schritt 1: Gerätestatus und ADB-Verbindung mit einer eindeutigen Seriennummer prüfen.
- Schritt 2: Erforderliche Hilfspakete installieren und Berechtigungsdialoge nachvollziehbar bestätigen.
- Schritt 3: Installations-, Eingabe-, Screenshot- und Dateizugriff einzeln testen.
- Schritt 4: Abweichungen verschiedener Hersteller in einer Geräte-Checkliste dokumentieren.
Modul 9: Android-Fernsteuerung und Debugging
Die Browseroberfläche wird für Bildübertragung, Eingaben, App-Verwaltung, Protokolle und Diagnosefunktionen eingesetzt.
- Schritt 1: Gerät reservieren und eine Fernsteuerungssitzung mit eindeutiger Zuständigkeit öffnen.
- Schritt 2: Touch-, Texteingabe-, Drehungs- und Zwischenablagefunktionen prüfen.
- Schritt 3: App installieren, starten, beenden und deinstallieren sowie das Verhalten protokollieren.
- Schritt 4: Geräteprotokolle, Screenshots und Sitzungsdaten für eine Fehleranalyse sichern.
Modul 10: iOS-Geräte und macOS-Agent vorbereiten
iOS-Geräte benötigen einen macOS-basierten Agenten und eine konsistente Xcode- beziehungsweise WebDriverAgent-Umgebung. Zertifikate, Vertrauen und Gerätefreigabe werden als zusammenhängender Prozess behandelt.
- Schritt 1: macOS-, Xcode-, Agent- und iOS-Versionen in einer Kompatibilitätsmatrix erfassen.
- Schritt 2: Gerät mit dem Mac koppeln, Vertrauen bestätigen und Entwicklerfunktionen freigeben.
- Schritt 3: Signierungsteam, Bundle-Kennung und Bereitstellungsprofil für den Testtreiber festlegen.
- Schritt 4: Geräteerkennung und grundlegende Entwicklerkommunikation vor der Plattformintegration prüfen.
Modul 11: iOS-Versionen, Xcode und Kompatibilität
Versionen von iOS, Xcode, Agent und WebDriverAgent müssen gemeinsam betrachtet werden. Besonders neuere iOS-Generationen erfordern einen aktuellen macOS-Agentenpfad.
- Schritt 1: Zielgeräte nach iOS-Version und benötigter Xcode-Version gruppieren.
- Schritt 2: Agent-Version und WebDriverAgent-Stand je Gruppe festschreiben.
- Schritt 3: Änderungen an Signierung und Entwickleroptionen in einem Wiederholungsplan dokumentieren.
- Schritt 4: Ein Freigabeverfahren für iOS- und Xcode-Aktualisierungen definieren.
Modul 12: WebDriverAgent aufbauen und stabilisieren
Der iOS-Automatisierungstreiber wird reproduzierbar gebaut, signiert und auf dem Zielgerät gestartet. Häufige Signierungs- und Portfehler werden systematisch eingegrenzt.
- Schritt 1: Projektkonfiguration, Team, Bundle-Kennung und Zielgerät kontrollieren.
- Schritt 2: Build ausführen und Signierungsfehler nach Zertifikat, Profil und Gerätefreigabe trennen.
- Schritt 3: Treiber auf dem Gerät starten und Erreichbarkeit über den vorgesehenen Kommunikationspfad prüfen.
- Schritt 4: Neustart, Neuverbindung und Ablauf von Zertifikaten als Betriebsfälle testen.
Modul 13: iOS-Fernsteuerung und Diagnose
Nach erfolgreicher Treiberkopplung werden Bildübertragung, Eingabe, App-Steuerung und Protokollzugriff geprüft.
- Schritt 1: Gerät im Web-Client auswählen und eine exklusive Sitzung eröffnen.
- Schritt 2: Touch, Texteingabe, Orientierung und Home-Funktion kontrollieren.
- Schritt 3: Test-App installieren oder starten und grundlegende Diagnoseinformationen erfassen.
- Schritt 4: Verbindungsabbrüche nach Gerät, Agent, Treiber und Signierung klassifizieren.
Modul 14: Reservierungen, Belegung und Nutzungskonflikte
Manuelle Sitzungen und automatisierte Läufe konkurrieren um reale Geräte. Reservierungen und Prioritäten verhindern unklare Belegungen.
- Schritt 1: Nutzungsarten und Prioritätsklassen für manuell, geplant und CI-gesteuert definieren.
- Schritt 2: Reservierung und Freigabe unter normalen Bedingungen testen.
- Schritt 3: Abbruch, Zeitüberschreitung und verwaiste Sitzung gezielt simulieren.
- Schritt 4: Konflikt- und Eskalationsregeln für knappe Referenzgeräte dokumentieren.
Modul 15: Kapazität, Skalierung und Überwachung
Wachstum wird über messbare Kapazitätswerte und nicht über bloßes Hinzufügen weiterer Geräte gesteuert. Agent- und Servergrenzen werden frühzeitig sichtbar gemacht.
- Schritt 1: Kennzahlen für belegte Geräte, Warteschlangen, Agentlast und fehlgeschlagene Sitzungen festlegen.
- Schritt 2: Lasttests mit steigender Zahl paralleler Fernsteuerungen und Testläufe planen.
- Schritt 3: Schwellwerte für Erweiterung, Wartung und Störung definieren.
- Schritt 4: Regelmäßige Kapazitätsberichte und eine nachvollziehbare Ausbauentscheidung einführen.
Modul 16: Protokolle und systematische Diagnose
Fehler werden entlang des tatsächlichen Kommunikationswegs eingegrenzt. Zeitstempel, Gerätekennung, Agent und betroffener Dienst bilden den gemeinsamen Bezug.
- Schritt 1: Fehlerzeitpunkt, Benutzeraktion, Gerät und Agent eindeutig erfassen.
- Schritt 2: Browser-, Server-, Agent- und Geräteprotokolle für denselben Zeitraum sammeln.
- Schritt 3: Symptom nach Netzwerk, Berechtigung, Treiber, Gerät oder Anwendung klassifizieren.
- Schritt 4: Hypothese mit einem kleinen kontrollierten Test bestätigen oder verwerfen.
Modul 17: Störungsbehebung und Wiederanlauf
Wiederkehrende Störungen werden mit klarer Reihenfolge untersucht. Ungezielte Neustarts werden vermieden, weil sie Beweise vernichten und Ursachen verdecken können.
- Schritt 1: Auswirkung und betroffenen Umfang bestimmen, bevor Änderungen vorgenommen werden.
- Schritt 2: Letzte Änderungen, Ressourcenlage und Verbindungsstatus prüfen.
- Schritt 3: Komponente isoliert testen und nur den notwendigen Dienst neu starten.
- Schritt 4: Ursache, Maßnahme, Verifikation und Vorbeugung im Störungsprotokoll festhalten.
Praxisübungen
- Eine gemischte Geräte- und Agenttopologie planen.
- Android-Gerät vorbereiten, verbinden und fernsteuern.
- iOS-Gerät samt WebDriverAgent integrieren.
- USB-, Signierungs- und Netzstörungen reproduzieren und beheben.
- Kapazitäts- und Ausbauplan für die Gerätefarm erstellen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Gerätefarm-Administration, Mobile-Testteams, technischer Support und Infrastrukturverantwortung. |
| Vorausetzungen: | Grundkenntnisse in Android, iOS, USB, Netzwerken und Betriebssystemadministration; Mac, Xcode und geeignete Testgeräte. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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