Das Seminar vermittelt methodisches Design wiederverwendbarer OpenRelik-Workflows und Workflow-Templates. Behandelt werden Taskabhängigkeiten, Sequenzen, parallele Gruppen, Chords und Callbacks, Parameter, Ein- und Ausgaben, Fehlerpfade, Versionierung, Test und nutzerfreundliche Vorlagen.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung und Kompetenzziele
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktischer Aufbau
- Seminarinhalte mit schrittweisen Praxisaufträgen
- Praxisübungen
- Methodik
Zielsetzung
Das Seminar verbindet fachliche Einordnung, geführte Demonstrationen und eigenständige Arbeit am System. Jeder Themenblock führt von der Planung über die kontrollierte Ausführung bis zur Prüfung und Dokumentation. Damit entstehen nicht nur Bedienkenntnisse, sondern reproduzierbare Arbeitsweisen für den Einsatz im DFIR-Umfeld.
Kompetenzziele
- manuelle Analyseabläufe in klare Task- und Datenabhängigkeiten zerlegen
- Sequenzen, parallele Gruppen und Chord-Callbacks korrekt einsetzen
- Templates mit verständlichen, sicheren und validierbaren Parametern gestalten
- Workflows systematisch testen, versionieren und für Teams freigeben
Zielgruppe
Forensische Analysten mit Automatisierungsaufgaben, DFIR-Engineers, Plattformteams und technische Prozessverantwortliche.
Voraussetzungen
Grundlegende OpenRelik-Bedienkenntnisse, Verständnis typischer DFIR-Analyseschritte und elementares Wissen über asynchrone Verarbeitung.
Didaktischer Aufbau
Zwei Tage sind erforderlich, weil Workflow-Design erst durch wiederholte Modellierung, Ausführung, Fehlerbehandlung, Parameteroptimierung und Template-Abnahme belastbar erlernt wird. Die Lernabschnitte bauen aufeinander auf; nach jeder Demonstration folgt eine angeleitete Umsetzung, anschließend eine eigenständige Prüfung anhand definierter Qualitätskriterien. Fehlerbilder und Grenzfälle werden bewusst einbezogen, damit Entscheidungen im späteren Betrieb nachvollziehbar bleiben.
Seminarinhalte
Modul 1: Vom Prozess zum Workflow-Modell
Ein fachlicher Ablauf wird in kleine, klar begrenzte Aufgaben mit definierten Eingaben und Ausgaben zerlegt.
- Schritt 1: Ziel, Startbedingungen und erwartetes Endergebnis des Ablaufs beschreiben.
- Schritt 2: Manuelle Schritte nach Automatisierbarkeit, Entscheidung und Review klassifizieren.
- Schritt 3: Tasks und Datenbeziehungen in einem ersten Ablaufdiagramm anordnen.
Praxisauftrag: Modellierung eines manuellen Triageprozesses.
Modul 2: Sequenzen und Datenweitergabe
Sequenzielle Tasks sind sinnvoll, wenn ein Schritt die Ergebnisse des vorherigen benötigt.
- Schritt 1: Abhängigkeiten und erforderliche Ergebnisobjekte je Übergang festlegen.
- Schritt 2: Eingaben eindeutig auswählen und ungewollte Vervielfachung vermeiden.
- Schritt 3: Zwischenresultate, leere Ergebnisse und Abbruchbedingungen behandeln.
Praxisauftrag: Aufbau und Test einer sequenziellen Extraktions- und Analysepipeline.
Modul 3: Parallele Gruppen
Unabhängige Prüfungen können parallel ausgeführt werden, benötigen jedoch getrennte Ressourcen- und Ergebnisgrenzen.
- Schritt 1: Unabhängige Analysezweige identifizieren.
- Schritt 2: Eingaben, Queues und Ressourcenbudgets pro Zweig definieren.
- Schritt 3: Vollständigkeit und Fehlerzustand der Gruppe vor Folgeaktionen prüfen.
Praxisauftrag: Parallelisierung einer Triage aus Strings, Entropie und Fähigkeitserkennung.
Modul 4: Chords und Callbacks
Ein Chord führt eine Gruppe paralleler Tasks aus und startet danach einen definierten Sammel- oder Auswertungsschritt.
- Schritt 1: Geeigneten gemeinsamen Abschlusszustand und Callback-Zweck bestimmen.
- Schritt 2: Ergebnisstruktur und Verhalten bei Teilfehlern festlegen.
- Schritt 3: Callback auf Vollständigkeit, Idempotenz und nachvollziehbare Korrelation prüfen.
Praxisauftrag: Design eines parallelen Analyseblocks mit automatischer Zusammenfassung.
Modul 5: Parameter und Templates
Templates machen Workflows wiederverwendbar, dürfen aber Nutzer nicht mit internen oder riskanten Optionen überfordern.
- Schritt 1: Veränderliche Parameter von festen Sicherheits- und Betriebswerten trennen.
- Schritt 2: Bezeichnungen, Hilfetexte, Defaults und Validierungsgrenzen nutzerorientiert gestalten.
- Schritt 3: Template-Varianten für Triage, Standardanalyse und vertiefte Analyse definieren.
Praxisauftrag: Erstellung mehrerer Parameterprofile für denselben Workflow.
Modul 6: Fehlerpfade und Wiederanlauf
Fehlerbehandlung wird bereits im Design festgelegt und nicht erst nach einem Produktionsfehler ergänzt.
- Schritt 1: Erwartbare Eingabefehler, Worker-Fehler und Infrastrukturstörungen inventarisieren.
- Schritt 2: Retry, Fallback, manuellen Review oder Abbruch je Klasse zuordnen.
- Schritt 3: Wiederanlauf so planen, dass erfolgreiche Schritte nicht unkontrolliert dupliziert werden.
Praxisauftrag: Fehlersimulation und kontrollierte Wiederholung eines Workflows.
Modul 7: Test, Versionierung und Freigabe
Ein Workflow benötigt fachliche Testartefakte, technische Prüfkriterien und einen nachvollziehbaren Lebenszyklus.
- Schritt 1: Normal-, Grenz-, Negativ- und Lastfälle auswählen.
- Schritt 2: Output, Laufzeit, Ressourcenverbrauch und Nutzerverständlichkeit bewerten.
- Schritt 3: Version, Änderung, Freigabe, Eigentümer und Rollback dokumentieren.
Praxisauftrag: Formale Abnahme eines Workflow-Templates.
Praxisübungen
- Modellierung einer sequenziellen und einer parallelen Analysepipeline
- Umsetzung eines Chords mit nachgelagertem Callback
- Erstellung und Abnahme wiederverwendbarer Workflow-Templates
Methodik
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar mit Live-Demonstrationen, geführten Konfigurations- und Analyseschritten, eigenständigen Laboraufgaben sowie strukturierten Reviews verbunden. Für jede Übung werden Ausgangslage, Arbeitsschritte, erwartete Kontrollpunkte und typische Fehlerbilder festgelegt. Die verwendeten Beispiele sind so aufgebaut, dass sie als Vorlage für interne Standards, Checklisten und Testfälle weiterverwendet werden können.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Forensische Analysten mit Automatisierungsaufgaben, DFIR-Engineers, Plattformteams und technische Prozessverantwortliche. |
| Voraussetzungen: | Grundlegende OpenRelik-Bedienkenntnisse, Verständnis typischer DFIR-Analyseschritte und elementares Wissen über asynchrone Verarbeitung. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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