Dieses Seminar erschließt die programmatische Nutzung von OpenRelik über API und Kommandozeile. Behandelt werden Authentifizierung, Ressourcenmodelle, Datei- und Ordneroperationen, Workflow-Ausführung, Fehlerbehandlung, wiederholbare Skripte und die Einbindung in bestehende DFIR-Prozesse.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung und Kompetenzziele
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktischer Aufbau
- Seminarinhalte mit schrittweisen Praxisaufträgen
- Praxisübungen
- Methodik
Zielsetzung
Das Seminar verbindet fachliche Einordnung, geführte Demonstrationen und eigenständige Arbeit am System. Jeder Themenblock führt von der Planung über die kontrollierte Ausführung bis zur Prüfung und Dokumentation. Damit entstehen nicht nur Bedienkenntnisse, sondern reproduzierbare Arbeitsweisen für den Einsatz im DFIR-Umfeld.
Kompetenzziele
- API-Ressourcen und CLI-Kommandos zielgerichtet auswählen
- Dateien, Ordner, Workflows und Templates automatisiert verwalten
- Idempotente Skripte mit belastbarer Fehlerbehandlung erstellen
- Automatisierungen sicher in Intake- und Incident-Response-Prozesse integrieren
Zielgruppe
DFIR-Automatisierer, DevOps- und Plattformteams, Entwickler, technische Analysten sowie Incident-Response-Teams mit Bedarf an wiederholbaren Abläufen.
Voraussetzungen
Sichere Bedienung einer Kommandozeile, Grundkenntnisse von HTTP und JSON sowie elementare Skripterfahrung in Python, PowerShell oder einer vergleichbaren Sprache.
Didaktischer Aufbau
Zwei Tage sind notwendig, um zunächst das API- und CLI-Modell sicher zu beherrschen und anschließend robuste Automatisierungen mit Authentifizierung, Fehlerpfaden, Wiederholbarkeit und Abschlusskontrollen praktisch zu entwickeln. Die Lernabschnitte bauen aufeinander auf; nach jeder Demonstration folgt eine angeleitete Umsetzung, anschließend eine eigenständige Prüfung anhand definierter Qualitätskriterien. Fehlerbilder und Grenzfälle werden bewusst einbezogen, damit Entscheidungen im späteren Betrieb nachvollziehbar bleiben.
Seminarinhalte
Modul 1: Zugriffsmodell und Werkzeugauswahl
API und CLI greifen auf dieselben fachlichen Ressourcen zu, unterscheiden sich jedoch bei Interaktivität, Wiederverwendbarkeit und Integrationsaufwand.
- Schritt 1: Anwendungsfälle nach interaktiver Bedienung, Skripting oder Systemintegration klassifizieren.
- Schritt 2: Authentifizierungsdaten sicher bereitstellen und von Skriptlogik trennen.
- Schritt 3: Test-, Betriebs- und Dienstkonten mit passenden Berechtigungsgrenzen definieren.
Praxisauftrag: Entscheidungsmatrix für CLI, direktes API-Skript und Pipeline-Integration.
Modul 2: Ressourcen sicher adressieren
Automatisierungen benötigen ein klares Verständnis von Dateien, Ordnern, Workflows, Vorlagen und ihren Identifikatoren.
- Schritt 1: Ressourcen auflisten, filtern und eindeutig auswählen, ohne sich auf Anzeigenamen allein zu verlassen.
- Schritt 2: Ordner und Dateien anlegen, Metadaten prüfen und Beziehungen nachvollziehen.
- Schritt 3: Vorhandene Ressourcen wiederverwenden und doppelte Anlage durch Vorprüfungen verhindern.
Praxisauftrag: Skript zur idempotenten Bereitstellung einer standardisierten Fallstruktur.
Modul 3: Workflow-Ausführung über CLI und API
Workflow-Starts werden mit Eingaben, Parametern und Statuskontrollen zu einem reproduzierbaren Ablauf verbunden.
- Schritt 1: Geeignete Workflow- oder Template-Instanz auswählen und Eingabeartefakte zuordnen.
- Schritt 2: Parameter validieren, Ausführung starten und zurückgelieferte Kennungen speichern.
- Schritt 3: Status, Teilaufgaben und Ergebnisobjekte bis zum definierten Endzustand überwachen.
Praxisauftrag: Automatisierter Start einer Analyse mit anschließendem Ergebnisabruf.
Modul 4: Fehlerbehandlung und Wiederanlauf
Netzwerkfehler, ungültige Parameter, fehlende Rechte und fachliche Worker-Fehler müssen unterschiedlich behandelt werden.
- Schritt 1: Technische und fachliche Fehlerklassen anhand von Statuscodes und Antwortinhalten unterscheiden.
- Schritt 2: Retry-Regeln, Backoff, Zeitlimits und Abbruchkriterien festlegen.
- Schritt 3: Zwischenstände protokollieren und einen kontrollierten Wiederanlauf ohne Doppelverarbeitung implementieren.
Praxisauftrag: Härtung eines absichtlich fehleranfälligen Importscripts.
Modul 5: Batch- und Intake-Automatisierung
Größere Artefaktmengen erfordern kontrollierte Stapelung, eindeutige Zuordnung und nachvollziehbare Abschlussberichte.
- Schritt 1: Eingangsverzeichnis oder Übergabeliste validieren und Dateien anhand von Regeln gruppieren.
- Schritt 2: Uploads, Ordnerzuordnung und Workflow-Starts mit begrenzter Parallelität ausführen.
- Schritt 3: Erfolgs-, Warn- und Fehlerlisten erzeugen und an den Fallprozess übergeben.
Praxisauftrag: Entwicklung einer Batch-Pipeline für mehrere Artefaktpakete.
Modul 6: Betriebssichere Integration
Produktive Automatisierung benötigt Geheimnisschutz, Protokollierung, Versionskontrolle und definierte Verantwortlichkeit.
- Schritt 1: Konfiguration, Secrets und ausführbaren Code getrennt verwalten.
- Schritt 2: Maschinenlesbare Logs mit Korrelationskennungen und Mindestinformationen gestalten.
- Schritt 3: Tests, Freigabe, Rollback und Pflegeverantwortung für Automatisierungskomponenten festlegen.
Praxisauftrag: Review eines Automatisierungsdesigns anhand einer Betriebs-Checkliste.
Praxisübungen
- Entwicklung eines CLI-basierten Intake-Ablaufs mit Vorprüfung und Abschlussreport
- Umsetzung eines API-Skripts zum Starten und Überwachen eines Workflows
- Einbau von Retry, Idempotenz, Protokollierung und sicherer Konfiguration
Methodik
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar mit Live-Demonstrationen, geführten Konfigurations- und Analyseschritten, eigenständigen Laboraufgaben sowie strukturierten Reviews verbunden. Für jede Übung werden Ausgangslage, Arbeitsschritte, erwartete Kontrollpunkte und typische Fehlerbilder festgelegt. Die verwendeten Beispiele sind so aufgebaut, dass sie als Vorlage für interne Standards, Checklisten und Testfälle weiterverwendet werden können.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | DFIR-Automatisierer, DevOps- und Plattformteams, Entwickler, technische Analysten sowie Incident-Response-Teams mit Bedarf an wiederholbaren Abläufen. |
| Voraussetzungen: | Sichere Bedienung einer Kommandozeile, Grundkenntnisse von HTTP und JSON sowie elementare Skripterfahrung in Python, PowerShell oder einer vergleichbaren Sprache. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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