Das dreitägige Kompaktseminar vermittelt die wesentlichen Funktionen von OpenRelik in verdichteter Form. Es kombiniert Plattformorientierung, Artefaktmanagement, Workflow-Design, Incident-Response-Triage, Ergebnisprüfung und einen zusammenhängenden Praxisfall.
Inhaltsübersicht
- Zielsetzung und Kompetenzziele
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktischer Aufbau
- Seminarinhalte mit schrittweisen Praxisaufträgen
- Praxisübungen
- Methodik
Zielsetzung
Das Seminar verbindet fachliche Einordnung, geführte Demonstrationen und eigenständige Arbeit am System. Jeder Themenblock führt von der Planung über die kontrollierte Ausführung bis zur Prüfung und Dokumentation. Damit entstehen nicht nur Bedienkenntnisse, sondern reproduzierbare Arbeitsweisen für den Einsatz im DFIR-Umfeld.
Kompetenzziele
- Kernarchitektur und Arbeitsmodell von OpenRelik erklären
- Fälle, Artefakte und Ergebnisse strukturiert verwalten
- einen mehrstufigen Workflow entwerfen, ausführen und korrigieren
- einen kompakten DFIR-Fall mit nachvollziehbarer Befundbildung bearbeiten
Zielgruppe
Analysten, Incident Responder, Administratoren mit Analysebezug und technische Teamleitungen, die in kurzer Zeit ein belastbares Gesamtverständnis aufbauen möchten.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse digitaler Forensik und sicherer Umgang mit typischen Datei- und Logartefakten. OpenRelik-Vorerfahrung ist nicht erforderlich.
Didaktischer Aufbau
Drei Tage sind die angemessene Kompaktdauer: Zwei Tage würden für Orientierung, Workflow-Design und eigenständigen Praxisfall nicht ausreichen; vier oder fünf Tage sind erst für spezialisierte Vertiefungen oder umfassende Intensivpfade erforderlich. Die Lernabschnitte bauen aufeinander auf; nach jeder Demonstration folgt eine angeleitete Umsetzung, anschließend eine eigenständige Prüfung anhand definierter Qualitätskriterien. Fehlerbilder und Grenzfälle werden bewusst einbezogen, damit Entscheidungen im späteren Betrieb nachvollziehbar bleiben.
Seminarinhalte
Modul 1: Tag 1: Plattform und Arbeitsmodell
Der Einstieg verbindet technische Komponenten mit den zentralen Objekten der Analyseoberfläche.
- Schritt 1: API, Worker, Queue, Datenbank und Speicher im Gesamtbild einordnen.
- Schritt 2: Fall, Ordner, Datei, Workflow, Template und Task voneinander abgrenzen.
- Schritt 3: Daten- und Kontrollfluss eines einfachen Analyseauftrags nachvollziehen.
Praxisauftrag: Geführte Plattformerkundung mit Architektur-Mapping.
Modul 2: Tag 1: Artefaktmanagement
Einheitliche Aufnahme und Strukturierung schaffen die Grundlage für reproduzierbare Analysen.
- Schritt 1: Fall- und Ordnerstruktur für Rohdaten, Analyse und Review anlegen.
- Schritt 2: Artefakte hochladen und Metadaten, Typ und Hashwerte prüfen.
- Schritt 3: Dubletten, Nachlieferungen und unklare Herkunft geregelt behandeln.
Praxisauftrag: Intake eines gemischten Übungsbestands.
Modul 3: Tag 1: Worker und Triage
Schnelle Analysen liefern Prioritäten für den weiteren Untersuchungsweg.
- Schritt 1: Worker nach Eingabeart und Fragestellung auswählen.
- Schritt 2: Parameter und erwartete Ausgaben vor dem Start kontrollieren.
- Schritt 3: Ergebnisse nach Aussagekraft und Vertiefungsbedarf bewerten.
Praxisauftrag: Triage mit Strings-, Entropie- und Suchschritten.
Modul 4: Tag 2: Workflow-Design
Ein manueller Analyseablauf wird in eine reproduzierbare Struktur aus Sequenzen und Parallelgruppen überführt.
- Schritt 1: Abhängigkeiten zwischen Analyseschritten identifizieren.
- Schritt 2: Eingaben, Parameter und Ausgaben je Task definieren.
- Schritt 3: Workflow ausführen, Status verfolgen und fehlerhafte Stellen korrigieren.
Praxisauftrag: Aufbau eines mehrstufigen Kursworkflows.
Modul 5: Tag 2: Incident-Response-Pfad
Ein Alarm wird in Hypothesen, Artefaktbedarf und Eskalationsregeln übersetzt.
- Schritt 1: Untersuchungsfrage und erwartete Spuren formulieren.
- Schritt 2: Triage-, Vertiefungs- und Ausnahmeweg modellieren.
- Schritt 3: Abbruch-, Eskalations- und Review-Kriterien festlegen.
Praxisauftrag: Erweiterung des Kursworkflows zu einem IR-Playbook.
Modul 6: Tag 2: Ergebnisprüfung
Automatisierte Ausgaben werden auf Quellenbezug, Vollständigkeit und Plausibilität geprüft.
- Schritt 1: Ergebnisdateien und Metadaten den Eingaben zuordnen.
- Schritt 2: Warnungen, leere Ausgaben und Teilresultate unterscheiden.
- Schritt 3: Beobachtung, Interpretation und Hypothese sauber dokumentieren.
Praxisauftrag: Qualitätsreview eines fehlerbehafteten Workflow-Laufs.
Modul 7: Tag 3: Kompakter End-to-End-Fall
Der dritte Tag verbindet Intake, Triage, Workflow, Korrelation und Befund in einer eigenständigen Fallbearbeitung.
- Schritt 1: Auftrag und Artefakte in einen priorisierten Plan überführen.
- Schritt 2: Workflow ausführen und anhand der Zwischenergebnisse gezielt anpassen.
- Schritt 3: Befunde korrelieren, offene Fragen markieren und eine Übergabe erstellen.
Praxisauftrag: Eigenständige Bearbeitung des Abschlussfalls.
Modul 8: Tag 3: Review und Standardisierung
Die Falllösung wird geprüft und in wiederverwendbare Teamstandards überführt.
- Schritt 1: Kritische Befunde gegen Rohdaten und Worker-Ausgaben verifizieren.
- Schritt 2: Workflow, Struktur und Dokumentation anhand einer Prüfliste bewerten.
- Schritt 3: Verbesserungen als Template-, Benennungs- und Review-Regeln festhalten.
Praxisauftrag: Peer-Review und Überarbeitung des Abschlussfalls.
Praxisübungen
- Vollständiger Artefakt-Intake und Aufbau einer Fallstruktur
- Entwicklung eines mehrstufigen Workflows mit Fehlerkorrektur
- Eigenständiger Abschlussfall mit Peer-Review und Befundübergabe
Methodik
Kurze Fachimpulse werden unmittelbar mit Live-Demonstrationen, geführten Konfigurations- und Analyseschritten, eigenständigen Laboraufgaben sowie strukturierten Reviews verbunden. Für jede Übung werden Ausgangslage, Arbeitsschritte, erwartete Kontrollpunkte und typische Fehlerbilder festgelegt. Die verwendeten Beispiele sind so aufgebaut, dass sie als Vorlage für interne Standards, Checklisten und Testfälle weiterverwendet werden können.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Analysten, Incident Responder, Administratoren mit Analysebezug und technische Teamleitungen, die in kurzer Zeit ein belastbares Gesamtverständnis aufbauen möchten. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse digitaler Forensik und sicherer Umgang mit typischen Datei- und Logartefakten. OpenRelik-Vorerfahrung ist nicht erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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