SVG bewahrt Text und Vektorgeometrie und eignet sich damit besonders für skalierbare technische Diagramme. Interaktivität entsteht jedoch nicht automatisch durch das Rendern, sondern durch stabile Metadaten, sichere Einbettung und eine kontrollierte Nachbearbeitung.
Das Seminar trennt die Graphviz-Erzeugung von der Webintegration. Ziel sind robuste SVG-Ausgaben, die auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen funktionieren, zugänglich bleiben und keine unkontrollierten aktiven Inhalte einschleusen.
Inhaltsverzeichnis
- Seminarprofil und Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen und Qualitätskontrollen
- Arbeitsweise im Seminar
Seminarprofil und Zielsetzung
Zweitägige Entwicklerschulung zur Erzeugung und kontrollierten Nachbearbeitung von Graphviz-SVG für Webanwendungen und technische Dokumentation. Inhalte sind SVG-Struktur, stabile IDs und Klassen, Titel und Tooltips, interne Navigation, responsive Einbettung, Zugänglichkeit, CSS- und Skriptanbindung, strukturierte JSON- und xdot-Daten, Sanitizing, Content-Security-Anforderungen, Caching und automatisierte Ausgabetests.
Zielgruppe
- Web- und Frontend-Entwickler
- Entwickler von Dokumentationsplattformen
- Graphviz-Automatisierungsentwickler
- Technische Redakteure mit Webverantwortung
Voraussetzungen
Sichere DOT-Grundkenntnisse. Grundkenntnisse in HTML, SVG, CSS und JavaScript sowie der Umgang mit einer Skriptsprache werden vorausgesetzt.
Lernziele
- SVG-Ausgaben von Graphviz strukturell analysieren und gezielt konfigurieren.
- Stabile IDs, Klassen, Titel und interne Verweise für Interaktion bereitstellen.
- Diagramme responsiv und zugänglich in Weboberflächen einbetten.
- JSON-, xdot- oder Plain-Ausgaben für eigene Interaktionsschichten nutzen.
- Sicherheits-, Cache- und Regressionstests für die Webausgabe etablieren.
Seminarinhalte
Kapitelinhaltsverzeichnis
- SVG-Ausgabe und Dokumentstruktur
- IDs, Klassen und semantische Metadaten
- Navigation, Tooltips und Zielbeziehungen
- Responsive Einbettung und Skalierung
- Zugänglichkeit und verständliche Alternativen
- CSS- und Skriptanbindung
- Strukturierte Ausgaben für eigene Oberflächen
- Sicherheit und kontrollierte Nachbearbeitung
- Caching, Versionierung und Ausgabetests
1. SVG-Ausgabe und Dokumentstruktur
Graphviz erzeugt Gruppen für Graph, Knoten und Kanten sowie Geometrie-, Text- und Metadatenelemente. Die genaue Struktur wird zunächst gelesen, bevor Selektoren oder Nachbearbeitung darauf aufbauen.
Schritt-für-Schritt
- Kleinen Referenzgraphen als SVG ausgeben.
- Wurzelelement, viewBox und Größenangaben prüfen.
- Gruppen für Graph, Knoten und Kanten identifizieren.
- Titel-, Pfad-, Polygon- und Textelemente zuordnen.
- Stabile und versionsabhängige Struktureigenschaften trennen.
2. IDs, Klassen und semantische Metadaten
Interaktion benötigt stabile Bezeichner, die unabhängig vom sichtbaren Label sind. IDs, Klassen, Titel und benutzerdefinierte Daten werden aus einem kontrollierten Graphmodell abgeleitet.
Schritt-für-Schritt
- Technische IDs für Knoten und Kanten definieren.
- IDs und Klassen über geeignete Graphattribute ausgeben.
- Sichtbare Labels von Selektoren entkoppeln.
- Titel und Beschreibungen für relevante Elemente ergänzen.
- Eindeutigkeit und erlaubte Zeichen automatisiert prüfen.
3. Navigation, Tooltips und Zielbeziehungen
Graphviz kann Link- und Tooltip-Metadaten in SVG einbetten. In produktiven Umgebungen werden nur freigegebene interne Ziele oder kontrolliert erzeugte Zielwerte zugelassen.
Schritt-für-Schritt
- Interne Zielkonvention für Diagrammelemente festlegen.
- Tooltip-Texte aus geprüften Daten erzeugen.
- Zielwerte vor der DOT-Erzeugung validieren.
- Tastatur- und Mausverhalten im Browser prüfen.
- Nicht benötigte oder unsichere Zielattribute entfernen.
4. Responsive Einbettung und Skalierung
Breite, Höhe und viewBox bestimmen, wie ein SVG in flexiblen Layouts reagiert. Sehr große Diagramme benötigen zusätzlich Zoom, Pan oder eine Kombination aus Übersicht und Detailansichten.
Schritt-für-Schritt
- SVG mit und ohne feste Pixelmaße vergleichen.
- viewBox und Seitenverhältnis prüfen.
- Responsive Container mit maximaler Breite definieren.
- Überlauf, Scrollen und Mindestschriftgröße testen.
- Strategie für Übersicht, Detail und mobile Darstellung festlegen.
5. Zugänglichkeit und verständliche Alternativen
Farbe und Position allein reichen nicht als Informationsträger. Semantische Titel, Beschreibungen, Kontrast, Tastaturbedienung und eine textliche Alternative werden als Teil des Ausgabeprozesses behandelt.
Schritt-für-Schritt
- Informationskodierung durch Form, Text und Stil prüfen.
- Titel und Beschreibungen für das Gesamtdiagramm ergänzen.
- Fokusreihenfolge und Tastaturzugang definieren.
- Kontrast und Lesbarkeit bei Vergrößerung testen.
- Textuelle Kurz- oder Tabellenalternative aus dem Graphmodell erzeugen.
6. CSS- und Skriptanbindung
Stile und Interaktionen werden bevorzugt außerhalb der generierten Geometrie gehalten. Eine dünne Integrationsschicht markiert Auswahl, blendet Detailinformationen ein oder filtert Elemente anhand stabiler Klassen.
Schritt-für-Schritt
- Basisklassen und Zustandsklassen definieren.
- Externe oder eingebettete Styles kontrolliert anwenden.
- Ereignisse über Delegation an stabile Gruppen binden.
- Auswahl- und Hervorhebungszustand implementieren.
- Verhalten nach erneutem Rendering testen.
7. Strukturierte Ausgaben für eigene Oberflächen
JSON-, xdot- und Plain-Ausgaben liefern Positionen, Geometrie und Attribute für Anwendungen, die nicht direkt mit dem erzeugten SVG arbeiten möchten.
Schritt-für-Schritt
- Benötigte Geometrie- und Metadatenfelder festlegen.
- Strukturiertes Ausgabeformat erzeugen und parsen.
- Koordinatensystem und Einheiten normalisieren.
- Elemente über technische IDs mit dem Fachmodell verbinden.
- Eigene Darstellung gegen die SVG-Referenz prüfen.
8. Sicherheit und kontrollierte Nachbearbeitung
Diagrammdaten können aus nicht vertrauenswürdigen Quellen stammen. Labels, Zielwerte und nachbearbeitetes SVG werden deshalb validiert; aktive oder unerwartete Elemente werden nicht ungeprüft veröffentlicht.
Schritt-für-Schritt
- Vertrauensgrenzen der Eingangsdaten dokumentieren.
- Zeichenketten vor DOT-Erzeugung korrekt maskieren.
- SVG gegen eine Positivliste zulässiger Elemente und Attribute prüfen.
- Aktive Inhalte und unerwartete Zielbeziehungen entfernen.
- Einbettung unter den Sicherheitsvorgaben der Zielanwendung testen.
9. Caching, Versionierung und Ausgabetests
Webdiagramme werden häufig wiederholt erzeugt. Ein Cache aus Daten-, Style- und Versionshash spart Laufzeit, während DOM- und Bildtests unbeabsichtigte Struktur- oder Layoutänderungen sichtbar machen.
Schritt-für-Schritt
- Cache-Schlüssel aus Graphdaten, Styles und Graphviz-Version bilden.
- SVG und Metadaten atomar speichern.
- Strukturtests für IDs, Klassen und erlaubte Elemente schreiben.
- Referenzansichten in festgelegten Bildschirmgrößen prüfen.
- Cache-Invalidierung und Freigabeverfahren dokumentieren.
Praxisübungen und Qualitätskontrollen
- Eine SVG-Ausgabe analysieren und stabile IDs sowie Klassen hinzufügen.
- Ein Diagramm responsiv einbetten und mit zugänglichen Titeln und Alternativtexten ergänzen.
- Eine einfache Hervorhebung und Detailanzeige über technische IDs realisieren.
- Eine Sicherheits- und Regressionstestliste für generierte SVG-Dateien erstellen.
Arbeitsweise im Seminar
SVG-Analyse, Weblabor, DOT- und Frontend-Übungen, Sicherheitsprüfungen sowie strukturierte Tests mit Referenzdiagrammen.
Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Webentwickler, Dokumentationsplattform-Entwickler, Automatisierungsentwickler und technische Redakteure mit Webverantwortung |
| Voraussetzungen: | Sichere DOT-Grundkenntnisse. Grundkenntnisse in HTML, SVG, CSS und JavaScript sowie der Umgang mit einer Skriptsprache werden vorausgesetzt. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
