Seminar Graphviz Intensivseminar Anwendungen für Architektur, Daten und Infrastruktur

Dieses Intensivformat überführt reale technische Informationen in zielgruppengerechte Diagramme. Drei Anwendungsfelder bilden den roten Faden: Softwarearchitektur, Datenmodelle und Infrastruktur.

Die Teilnehmenden entwickeln ein gemeinsames Modellierungs- und Style-System, leiten daraus unterschiedliche Sichten ab und automatisieren die Ausgabe aus strukturierten Metadaten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Seminarprofil und Zielsetzung
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Lernziele
  5. Seminarinhalte
  6. Praxisübungen und Qualitätskontrollen
  7. Arbeitsweise im Seminar

Seminarprofil und Zielsetzung

Fünftägiges anwendungsorientiertes Intensivseminar zur Entwicklung belastbarer Diagrammlösungen mit Graphviz. Es bündelt Architektur- und Softwarediagramme, Datenmodelle und Datenbankansichten, Netzwerk- und Infrastrukturpläne, visuelle Standards, Teilansichten, Metadatenimport, automatisierte Generierung, Qualitätsregeln und eine durchgängige Dokumentationslösung.

Zielgruppe

  • Software- und Datenarchitekten
  • Netzwerk- und Plattformverantwortliche
  • Entwickler technischer Dokumentation
  • Technische Projektleiter und Analysten

Voraussetzungen

Grundkenntnisse der DOT-Sprache sowie fachliche Erfahrung in mindestens einem der Bereiche Softwarearchitektur, Datenmodelle oder Infrastruktur.

Lernziele

  • Diagrammauftrag und Abstraktion für unterschiedliche Zielgruppen festlegen.
  • Architektur-, Daten- und Infrastrukturmodelle konsistent in Graphen übersetzen.
  • Tabellen, Ports, Cluster und Kantenstile gezielt einsetzen.
  • Große Modelle in nachvollziehbare Teilansichten zerlegen.
  • Metadatenbasierte Generierung und fachliche Reviews etablieren.

Seminarinhalte

Kapitelinhaltsverzeichnis

  1. Gemeinsame Modellierungsgrundsätze
  2. Softwarearchitektur: Kontext und Grenzen
  3. Softwarearchitektur: Komponenten und Schnittstellen
  4. Datenmodelle: Tabellen und Schlüssel
  5. Datenmodelle: Beziehungen und Teilmodelle
  6. Netzwerk und Infrastruktur: Topologie
  7. Netzwerk und Infrastruktur: Abhängigkeiten und Datenflüsse
  8. Gemeinsames Style- und Legendensystem
  9. Metadatenimport und Sichtgenerator
  10. Review, Qualität und Veröffentlichung

1. Gemeinsame Modellierungsgrundsätze

Unabhängig vom Fachgebiet benötigen Diagramme stabile IDs, klare Elementtypen, definierte Beziehungen und eine begrenzte visuelle Sprache. Der Diagrammauftrag bestimmt die Detailtiefe.

Schritt-für-Schritt

  1. Zielgruppen und Entscheidungsfragen erfassen.
  2. Element- und Beziehungstypen definieren.
  3. Interne IDs von sichtbaren Namen trennen.
  4. Pflicht- und optionale Metadaten festlegen.
  5. Abnahmecheckliste für Lesbarkeit und Aktualität erstellen.

2. Softwarearchitektur: Kontext und Grenzen

Systeme, Akteure, Nachbarsysteme und Verantwortungsgrenzen werden als übersichtliche Kontextsicht modelliert. Kanten beschreiben nur die für die Aussage notwendigen Interaktionen.

Schritt-für-Schritt

  1. Zentrales System und externe Beteiligte erfassen.
  2. Interaktionen mit Richtung und knappen Labels anlegen.
  3. Verantwortungsgrenzen als Gruppen darstellen.
  4. Leserichtung und Hierarchie festlegen.
  5. Kontextsicht mit Fachvertretern prüfen.

3. Softwarearchitektur: Komponenten und Schnittstellen

Komponentensichten zeigen Verantwortungen, Schichten und technische Abhängigkeiten. Ports und Kantenstile helfen, Schnittstellen oder Aufrufarten präzise zu unterscheiden.

Schritt-für-Schritt

  1. Komponenten und Schichten aus einer Referenzarchitektur ableiten.
  2. Komponenten in Clustern gruppieren.
  3. Schnittstellen als Ports oder Teilbereiche modellieren.
  4. Zulässige und unerwünschte Abhängigkeiten kennzeichnen.
  5. Zyklen und Schichtverletzungen reviewen.

4. Datenmodelle: Tabellen und Schlüssel

Tabellarische HTML-Labels bilden Tabellen, Felder und Schlüssel ab. Stabile Ports ermöglichen Kanten direkt zwischen beteiligten Spalten.

Schritt-für-Schritt

  1. Tabellen- und Spaltenmetadaten strukturieren.
  2. HTML-Label mit Kopf- und Feldzeilen erzeugen.
  3. Primär- und Fremdschlüssel markieren.
  4. Ports aus Spaltenkennungen bilden.
  5. Knotengröße und Lesbarkeit mit realistischen Namen prüfen.

5. Datenmodelle: Beziehungen und Teilmodelle

Beziehungen, Kardinalitäten und Schemata werden nach einer einheitlichen Regel dargestellt. Für große Datenbanken entstehen domänenbezogene oder nachbarschaftsbasierte Teilansichten.

Schritt-für-Schritt

  1. Richtung und Kardinalitätsnotation festlegen.
  2. Beziehungen an Ports anschließen.
  3. Tabellen nach Schema oder Domäne clustern.
  4. Teilmodell um eine Zieltabelle filtern.
  5. Ausgeblendete Objekte und Kanten berichten.

6. Netzwerk und Infrastruktur: Topologie

Physische und logische Topologie dürfen nicht unkontrolliert vermischt werden. Zonen, Geräte, Dienste und Verbindungen werden mit einer klaren Sichtdefinition modelliert.

Schritt-für-Schritt

  1. Physische oder logische Sicht auswählen.
  2. Zonen und Verantwortungsgrenzen definieren.
  3. Geräte, Dienste und Endpunkte erfassen.
  4. Verbindungen mit Richtung, Typ und Redundanz modellieren.
  5. Topologie gegen Inventardaten prüfen.

7. Netzwerk und Infrastruktur: Abhängigkeiten und Datenflüsse

Betriebliche Abhängigkeiten, Kommunikationswege und Sicherheitszonen benötigen andere Kantenmerkmale als reine Verkabelung. Kritische Pfade und Übergänge werden hervorgehoben.

Schritt-für-Schritt

  1. Anwendungs- und Kommunikationsbeziehungen ergänzen.
  2. Protokoll- oder Portangaben auf notwendige Fälle begrenzen.
  3. Sicherheitszonen und Übergänge kennzeichnen.
  4. Redundante und kritische Pfade vergleichen.
  5. Betriebs- und Störungssicht als separate Ausgabe erzeugen.

8. Gemeinsames Style- und Legendensystem

Ein kleines semantisches Style-System sorgt dafür, dass ähnliche Zustände über alle Diagrammarten gleich erscheinen. Legenden werden aus denselben Definitionen erzeugt.

Schritt-für-Schritt

  1. Elementtypen und Zustände priorisieren.
  2. Farben, Formen, Rahmen und Linienregeln definieren.
  3. Typografie und Abstände festlegen.
  4. Legendenbausteine automatisch erzeugen.
  5. Bildschirm- und Druckprofil prüfen.

9. Metadatenimport und Sichtgenerator

Strukturierte Daten aus Inventar, Modell oder Konfiguration werden in ein neutrales Graphmodell überführt. Sichtfilter und Style-Zuordnung bleiben vom Datenimport getrennt.

Schritt-für-Schritt

  1. Gemeinsames Eingabeschema definieren.
  2. Daten validieren und normalisieren.
  3. Graphobjekte mit stabilen IDs erzeugen.
  4. Sichtfilter für Architektur, Daten und Infrastruktur anwenden.
  5. DOT deterministisch ausgeben und rendern.

10. Review, Qualität und Veröffentlichung

Jede Sicht erhält fachliche und technische Prüfpunkte. Syntax, Objektzahlen, Warnungen, Legende, Lesbarkeit und Aktualität werden vor der Veröffentlichung kontrolliert.

Schritt-für-Schritt

  1. Technische Prüfungen automatisieren.
  2. Fachliche Reviewrollen festlegen.
  3. Änderungen und Datenstand im Diagramm kenntlich machen.
  4. SVG und PDF nach festen Profilen erzeugen.
  5. Freigabebericht und Korrekturliste abschließen.

Praxisübungen und Qualitätskontrollen

  1. Eine Systemkontext- und Komponentensicht aus einem gemeinsamen Architekturmodell erstellen.
  2. Ein Datenbankteilmodell mit Tabellen, Ports, Schlüsseln und Kardinalitäten erzeugen.
  3. Eine Infrastrukturübersicht mit Zonen, Redundanz und Datenfluss aufbauen.
  4. Ein gemeinsames Style- und Legendensystem für alle drei Anwendungsfelder entwickeln.
  5. Aus strukturierten Metadaten mehrere Sichten generieren und einem fachlichen Review unterziehen.

Arbeitsweise im Seminar

Fachliche Modellierung, intensive DOT-Labore, Gruppenreviews, Generatorübungen und ein durchgängiges Mehrsichtenprojekt.

Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Architekten, Datenbank- und Netzwerkfachkräfte, Entwickler technischer Dokumentation und technische Projektleiter
Voraussetzungen: Grundkenntnisse der DOT-Sprache sowie fachliche Erfahrung in mindestens einem der Bereiche Softwarearchitektur, Datenmodelle oder Infrastruktur.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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