Vor dem Layout lohnt eine strukturelle Analyse. Komponenten, Zyklen, lange Ketten oder redundante Kanten erklären viele Darstellungsprobleme und können zugleich fachliche Qualitätsmängel sichtbar machen.
Das Seminar kombiniert spezialisierte Kommandozeilenwerkzeuge zu nachvollziehbaren Prüf- und Aufbereitungspipelines.
Inhaltsverzeichnis
- Seminarprofil und Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen und Qualitätskontrollen
- Arbeitsweise im Seminar
Seminarprofil und Zielsetzung
Zweitägige technische Schulung zur Analyse und Vorverarbeitung von Graphen mit den Graphviz-Kommandozeilenwerkzeugen. Behandelt werden Zählung und Syntaxprüfung, zusammenhängende und bikonnektierte Komponenten, starke Komponenten, Zyklen, Erreichbarkeit, kürzeste Wege, transitive Reduktion, Entzerrung langer Ketten, Graphgenerierung, Packing und robuste Analysepipelines.
Zielgruppe
- Daten- und Netzwerkanalysten
- Entwickler und DevOps-Fachkräfte
- Software- und Datenarchitekten
- Technische Dokumentationsentwickler
Voraussetzungen
DOT-Grundlagen und sichere Arbeit mit Kommandozeilen und Dateien.
Lernziele
- Graphen zählen, syntaktisch prüfen und strukturell charakterisieren.
- Komponenten, Artikulationspunkte und starke Zusammenhangskomponenten ermitteln.
- Zyklen, Erreichbarkeit und kürzeste Wege untersuchen.
- Transitive Reduktion und Layoutvorbereitung kontrolliert einsetzen.
- Analyseergebnisse in automatisierten Pipelines dokumentieren.
Seminarinhalte
Kapitelinhaltsverzeichnis
- Bestandsaufnahme mit gc und nop
- Zusammenhängende Komponenten mit ccomps
- Bikonnektivität mit bcomps
- Starke Komponenten und Zyklen
- Kürzeste Wege und Erreichbarkeit
- Transitive Reduktion mit tred
- Layoutvorbereitung mit unflatten und gvpack
- Analysepipeline und Bericht
1. Bestandsaufnahme mit gc und nop
Eine erste Prüfung ermittelt Knoten, Kanten, Komponenten und Cluster und trennt Syntaxfehler von Layoutproblemen. Kanonische Ausgabe unterstützt anschließend den Vergleich.
Schritt-für-Schritt
- Eingabedatei ohne Rendering syntaktisch prüfen.
- Knoten-, Kanten-, Komponenten- und Clusterzahlen erfassen.
- Mehrere Dateien mit Einzel- und Gesamtwerten auswerten.
- Kanonische Ausgabe als normalisierte Referenz erzeugen.
- Prüfergebnis mit eindeutiger Datei- und Statusangabe speichern.
2. Zusammenhängende Komponenten mit ccomps
Nicht zusammenhängende Teilgraphen lassen sich getrennt untersuchen, rendern oder packen. Die Komponentenreihenfolge und die Behandlung von Clustern werden bewusst festgelegt.
Schritt-für-Schritt
- Komponentenzahl des Beispielgraphen bestimmen.
- Jede Komponente als separaten Root-Graphen ausgeben.
- Kleine oder isolierte Komponenten nach Regel filtern.
- Komponenten getrennt layouten.
- Teilgraphen bei Bedarf wieder zu einer Ausgabe packen.
3. Bikonnektivität mit bcomps
Bikonnektierte Komponenten und Artikulationspunkte zeigen strukturelle Schwachstellen. In Infrastruktur- oder Abhängigkeitsgraphen markieren sie Stellen, deren Ausfall Teile des Netzes trennt.
Schritt-für-Schritt
- Graph in bikonnektierte Blöcke zerlegen.
- Artikulationspunkte identifizieren.
- Block-Schnittknoten-Struktur ausgeben.
- Kritische Knoten im Ursprungsgraphen markieren.
- Befund fachlich bewerten und dokumentieren.
4. Starke Komponenten und Zyklen
Bei gerichteten Graphen bilden stark zusammenhängende Komponenten die zyklischen Kerne. sccmap verdichtet solche Bereiche, während acyclic Rückkanten erkennt oder bearbeitet.
Schritt-für-Schritt
- Starke Zusammenhangskomponenten ermitteln.
- Komponenten zu einem Kondensationsgraphen verdichten.
- Zyklische Bereiche priorisieren.
- Rückkanten mit acyclic prüfen.
- Original und kondensierte Sicht gemeinsam auswerten.
5. Kürzeste Wege und Erreichbarkeit
dijkstra berechnet kürzeste Wege auf Basis von Kantenlängen. Für fachliche Anwendungen müssen Richtung, Gewichtung und nicht erreichbare Knoten vorab klar definiert sein.
Schritt-für-Schritt
- Startknoten und Gewichtungsattribut festlegen.
- Ungewichteten und gewichteten Lauf vergleichen.
- Nicht erreichbare Knoten gesondert erfassen.
- Ergebnisgraph mit Wegmarkierung rendern.
- Fachliche Bedeutung der Kostenwerte prüfen.
6. Transitive Reduktion mit tred
In gerichteten azyklischen Graphen können transitive Kanten entfernt werden, ohne die Erreichbarkeit zu verändern. Das reduziert visuelle Dichte, darf aber nicht mit dem Entfernen fachlich wichtiger Direktbeziehungen verwechselt werden.
Schritt-für-Schritt
- Azyklizität des Graphen prüfen.
- Kantenanzahl vor der Reduktion erfassen.
- Transitive Reduktion erzeugen.
- Erreichbarkeit stichprobenartig vergleichen.
- Fachlich erforderliche Direktkanten gegebenenfalls separat dokumentieren.
7. Layoutvorbereitung mit unflatten und gvpack
Lange Ketten können dot-Ausgaben stark strecken. unflatten fügt steuernde Struktur hinzu, während gvpack bereits layoutete Teilgraphen kontrolliert zusammenführt.
Schritt-für-Schritt
- Problematische Ketten und Komponenten identifizieren.
- unflatten mit kleinen Varianten testen.
- Teilgraphen getrennt layouten.
- Packmodus und Randabstand wählen.
- Gesamtausgabe rendern und Bounding Boxes prüfen.
8. Analysepipeline und Bericht
Ein wiederverwendbarer Prüfablauf verbindet Syntax, Kennzahlen, Komponenten, Zyklen und optionale Reduktion. Originaldaten bleiben unverändert; abgeleitete Graphen und Berichte werden eindeutig gekennzeichnet.
Schritt-für-Schritt
- Prüfstufen und Abbruchregeln definieren.
- Werkzeuge mit getrennten Zwischenverzeichnissen aufrufen.
- Kennzahlen in einem strukturierten Bericht sammeln.
- Abgeleitete Graphen mit Herkunft und Transformation kennzeichnen.
- Gesamtstatus für Build oder Review ausgeben.
Praxisübungen und Qualitätskontrollen
- Einen Graphen inventarisieren, normalisieren und in Komponenten zerlegen.
- Artikulationspunkte und stark zusammenhängende Komponenten visualisieren.
- Kürzeste Wege und transitive Reduktion anhand definierter Testfälle prüfen.
- Eine Analysepipeline mit Kennzahlen, abgeleiteten Graphen und Abschlussstatus erstellen.
Arbeitsweise im Seminar
Kommandozeilenlabore, strukturelle Fallanalysen, Pipelineaufbau, Kennzahlenvergleich und gemeinsame Interpretation der Analyseergebnisse.
Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Analysten, Entwickler, DevOps-Fachkräfte, Architekten und technische Dokumentationsentwickler |
| Voraussetzungen: | DOT-Grundlagen und sichere Arbeit mit Kommandozeilen und Dateien. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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