Datenmodelle werden verständlich, wenn Struktur, Schlüssel und Beziehungen konsistent codiert und nach einer klaren Leserichtung angeordnet sind. Eine reine Vollständigkeitsgrafik reicht bei realen Datenbanken selten aus.
Das Seminar verbindet fachliche Modellierung mit technischen Tabellenansichten. Es entstehen Übersichtsgrafiken, fokussierte Teilmodelle und wiederverwendbare Generatorregeln für Metadaten aus Datenbanken oder Modellwerkzeugen.
Inhaltsverzeichnis
- Seminarprofil und Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen und Qualitätskontrollen
- Arbeitsweise im Seminar
Seminarprofil und Zielsetzung
Zweitägige Praxisschulung zur Visualisierung relationaler und fachlicher Datenmodelle mit Graphviz. Behandelt werden Entitäten, Tabellen, Attribute, Schlüssel, Kardinalitäten, Schemata, Abhängigkeiten, HTML-Labels, Ports, Cluster, Layoutregeln, Filterung großer Modelle, Metadatenimport und Qualitätsprüfungen.
Zielgruppe
- Datenbankentwickler und Datenarchitekten
- Softwareentwickler und Analysten
- Data Engineers
- Technische Dokumentationsverantwortliche
Voraussetzungen
Grundkenntnisse relationaler Datenbanken, Tabellen, Primär- und Fremdschlüsseln. DOT-Grundlagen sind hilfreich.
Lernziele
- Fachliche Entitäten und technische Tabellen angemessen abstrahieren.
- Schlüssel, Attribute und Beziehungen mit HTML-Labels und Ports darstellen.
- Kardinalität und Beziehungsart verständlich codieren.
- Große Modelle nach Schema, Domäne oder Abhängigkeitsradius filtern.
- Diagramme aus Metadaten automatisiert und überprüfbar erzeugen.
Seminarinhalte
Kapitelinhaltsverzeichnis
- Darstellungsziel und Modellstufe
- Entitäten und Tabellen als strukturierte Knoten
- Beziehungen und Kardinalitäten
- Schemata, Domänen und Verantwortungsbereiche
- Große Modelle filtern und zerlegen
- Metadatenimport und Generierung
- Modellreview und Qualitätsregeln
1. Darstellungsziel und Modellstufe
Fachliches Datenmodell, logisches Schema und physische Tabelle beantworten unterschiedliche Fragen. Vor der Umsetzung wird festgelegt, welche Stufe gezeigt wird und welche Details bewusst entfallen.
Schritt-für-Schritt
- Adressaten und Prüfziel des Diagramms bestimmen.
- Modellstufe und Elementtypen festlegen.
- Pflichtinformationen wie Schlüssel, Datentyp oder Nullfähigkeit auswählen.
- Grenzen für Tabellen- und Spaltenanzahl definieren.
- Abnahmekriterien für Lesbarkeit formulieren.
2. Entitäten und Tabellen als strukturierte Knoten
HTML-Labels ermöglichen tabellarische Knoten mit Kopfzeile, Schlüsselmarkierung und einzelnen Anschlussports. Sichtbare Namen bleiben lesbar, während interne IDs und Portnamen stabil und maschinengeeignet sind.
Schritt-für-Schritt
- Interne Tabellen-ID und sichtbaren Namen trennen.
- Kopfbereich und Spaltenzeilen als HTML-Label aufbauen.
- Primär- und Fremdschlüssel eindeutig markieren.
- Ports aus stabilen Spaltenkennungen erzeugen.
- Breite, Zeilenumbruch und Schriftgröße mit Testdaten prüfen.
3. Beziehungen und Kardinalitäten
Fremdschlüsselbeziehungen werden als gerichtete oder ungerichtete Kanten mit konsistenter Pfeil- und Beschriftungslogik dargestellt. Kardinalität muss verständlich sein, ohne die Grafik mit Symbolen zu überfrachten.
Schritt-für-Schritt
- Richtung der Beziehung für das gesamte Modell festlegen.
- Kanten an die passenden Spaltenports anschließen.
- Kardinalität und Optionalität nach einer einheitlichen Regel kennzeichnen.
- Identifizierende und nicht identifizierende Beziehungen unterscheiden.
- Legende aus denselben Style-Regeln erzeugen.
4. Schemata, Domänen und Verantwortungsbereiche
Cluster gruppieren Tabellen nach Datenbankschema, Fachdomäne oder Lebenszyklus. Die Gruppierung darf die Kantenführung nicht unlesbar machen und wird deshalb mit Layout- und Packoptionen abgestimmt.
Schritt-für-Schritt
- Geeignete Gruppierungsdimension auswählen.
- Tabellen den Gruppen eindeutig zuordnen.
- Cluster mit zurückhaltender Gestaltung anlegen.
- Querschnittsbeziehungen gesondert prüfen.
- Übersicht ohne Spaltendetails als ergänzende Sicht erzeugen.
5. Große Modelle filtern und zerlegen
Bei vielen Tabellen sind fokussierte Sichten wirksamer als ein Gesamtdiagramm. Filter können von einer Zieltabelle, einer Domäne oder einem maximalen Abhängigkeitsabstand ausgehen.
Schritt-für-Schritt
- Ausgangspunkt oder Domäne für die Sicht auswählen.
- Direkte und indirekte Nachbarschaften berechnen.
- Technische Hilfstabellen nach Regeln ausblenden.
- Ausgeblendete Beziehungen in einem Prüfbericht zählen.
- Teilansichten mit konsistentem Stil und Titel erzeugen.
6. Metadatenimport und Generierung
Tabellen, Spalten und Fremdschlüssel lassen sich aus einem Katalog oder einem neutralen Export einlesen. Der Generator normalisiert Namen, ordnet Elemente stabil und erzeugt getrennte Daten- und Style-Schichten.
Schritt-für-Schritt
- Metadatenschema definieren und Pflichtfelder prüfen.
- Tabellen-, Spalten- und Beziehungsobjekte aufbauen.
- Stabile IDs und Ports erzeugen.
- DOT nach Namen und Schlüsselreihenfolge deterministisch ausgeben.
- Syntax, Objektzahlen und Rendering automatisiert prüfen.
7. Modellreview und Qualitätsregeln
Das Diagramm kann neben Dokumentation auch zur Prüfung dienen. Fehlende Primärschlüssel, isolierte Tabellen, Zyklen oder Beziehungen über Domänengrenzen werden sichtbar markiert oder separat berichtet.
Schritt-für-Schritt
- Qualitätsregeln für das Beispielmodell festlegen.
- Auffälligkeiten aus Metadaten ermitteln.
- Betroffene Objekte visuell kennzeichnen.
- Diagramm und maschinenlesbaren Befund gemeinsam erzeugen.
- Review mit klarer Freigabe- oder Korrekturliste abschließen.
Praxisübungen und Qualitätskontrollen
- Ein kleines relationales Modell mit Tabellen, Schlüsseln, Ports und Kardinalitäten erstellen.
- Tabellen nach Schemata clustern und eine übersichtliche Gesamtansicht aufbauen.
- Aus einem Metadatenexport eine fokussierte Teilansicht generieren.
- Qualitätsregeln für isolierte Tabellen, fehlende Schlüssel und Domänenübergänge visualisieren.
Arbeitsweise im Seminar
Modellierungsübungen, DOT- und HTML-Label-Labore, Generatorbeispiele, Layoutreviews und Qualitätsprüfungen an realistischen Datenmodellen.
Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Datenbankentwickler, Datenarchitekten, Softwareentwickler, Analysten und Data Engineers |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse relationaler Datenbanken, Tabellen, Primär- und Fremdschlüsseln. DOT-Grundlagen sind hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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