Die DOT-Sprache beschreibt Beziehungen als Text und überlässt die geometrische Anordnung einer Layout-Engine. Dadurch lassen sich Diagramme versionieren, generieren und reproduzierbar ausgeben.
Das Seminar führt von der ersten Datei zu strukturierten Diagrammen mit Gruppen, Standards und mehreren Ausgabeformaten. Jede Spracheinheit wird unmittelbar mit kleinen Renderaufträgen geprüft.
Inhaltsverzeichnis
- Seminarprofil und Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen und Qualitätskontrollen
- Arbeitsweise im Seminar
Seminarprofil und Zielsetzung
Zweitägige Grundlagenschulung für die textbasierte Modellierung mit der DOT-Sprache. Behandelt werden gerichtete und ungerichtete Graphen, IDs, Knoten, Kanten, Attribute, Standardwerte, Subgraphen, Cluster, einfache Layoutsteuerung, Ausgabeformate, Syntaxprüfung und ein vollständiger Übungsfall vom Entwurf bis zur fertigen Grafik.
Zielgruppe
- Einsteiger in Graphviz
- Entwickler und Administratoren
- Software- und Datenanalysten
- Technische Autoren
Voraussetzungen
Sichere Bedienung eines Texteditors und grundlegende Kommandozeilenkenntnisse. Programmiererfahrung ist nicht erforderlich.
Lernziele
- Gerichtete und ungerichtete Graphen korrekt unterscheiden und anlegen.
- Knoten, Kanten, IDs und Labels sicher formulieren.
- Attribute und Standardwerte für ein konsistentes Erscheinungsbild einsetzen.
- Subgraphen und Cluster für Struktur und Gruppierung nutzen.
- Diagramme prüfen, mit geeigneter Engine rendern und exportieren.
Seminarinhalte
Kapitelinhaltsverzeichnis
- Arbeitsweise und erstes Diagramm
- Gerichtete und ungerichtete Graphen
- IDs, Labels und Kommentare
- Knoten, Kanten und Attribute
- Standardattribute und konsistente Gestaltung
- Subgraphen und Cluster
- Layout-Engine und Ausgabeformat wählen
- Vom Entwurf zum vollständigen Diagramm
1. Arbeitsweise und erstes Diagramm
Eine DOT-Datei enthält eine deklarative Graphbeschreibung. Nach dem Speichern wird sie mit einer Layout-Engine in ein gewünschtes Ausgabeformat gerendert.
Schritt-für-Schritt
- Arbeitsverzeichnis und Textdatei mit der Endung .gv anlegen.
- Minimalen gerichteten Graphen mit zwei Knoten schreiben.
- Datei syntaktisch prüfen und als SVG rendern.
- Ausgabe öffnen und Quelltextänderung nachvollziehen.
- Fehlerausgabe bei einem absichtlichen Syntaxfehler lesen.
2. Gerichtete und ungerichtete Graphen
digraph verwendet gerichtete Kanten, graph ungerichtete. Das passende Modell richtet sich nach der fachlichen Bedeutung und nicht nach der gewünschten Pfeiloptik.
Schritt-für-Schritt
- Beziehungsart des Beispiels fachlich bestimmen.
- Gerichtete Variante mit dem Operator für Richtung erstellen.
- Ungerichtete Variante mit dem passenden Kantenoperator erstellen.
- Strict-Variante zur Vermeidung unerwünschter Mehrfachkanten testen.
- Unterschiede in Sprache und Darstellung dokumentieren.
3. IDs, Labels und Kommentare
Interne IDs identifizieren Objekte, während Labels den sichtbaren Text liefern. Durch diese Trennung bleiben Beziehungen stabil, wenn sichtbare Bezeichnungen geändert oder übersetzt werden.
Schritt-für-Schritt
- Kurze stabile IDs für alle Knoten vergeben.
- Lesbare Labels als Attribute ergänzen.
- IDs mit Leer- oder Sonderzeichen korrekt quotieren.
- Zeilen- und Blockkommentare einsetzen.
- Namenskonvention für weitere Übungen festlegen.
4. Knoten, Kanten und Attribute
Attribute steuern Form, Farbe, Schrift, Beschriftung und Kantenmerkmale. Sie werden als Name-Wert-Paare an Graph, Knoten oder Kante gesetzt.
Schritt-für-Schritt
- Knotenform und Füllstil festlegen.
- Kantenlabel und Pfeilform ergänzen.
- Graphausrichtung und Hintergrund definieren.
- Einzelattribute überschreiben.
- Wirksame Attribute in der gerenderten Ausgabe kontrollieren.
5. Standardattribute und konsistente Gestaltung
Wiederkehrende Werte werden als Standards für nachfolgende Knoten und Kanten definiert. Dadurch bleibt der Quelltext kurz und die Darstellung einheitlich.
Schritt-für-Schritt
- Standardstil für alle Knoten definieren.
- Standardstil für alle Kanten definieren.
- Zwei fachliche Knotentypen gezielt abweichend gestalten.
- Reihenfolge der Standarddefinitionen prüfen.
- Redundante Einzelattribute entfernen.
6. Subgraphen und Cluster
Subgraphen strukturieren Mengen von Objekten und können gemeinsame Attribute oder Rangvorgaben tragen. Cluster erzeugen zusätzlich eine sichtbare Gruppierung im Layout.
Schritt-für-Schritt
- Knoten in einem anonymen Subgraphen zusammenfassen.
- Gemeinsame Attribute für die Gruppe setzen.
- Cluster mit Beschriftung und zurückhaltendem Rahmen anlegen.
- Kante zwischen zwei Gruppen ergänzen.
- Auswirkung auf Layout und Quellstruktur vergleichen.
7. Layout-Engine und Ausgabeformat wählen
dot eignet sich für gerichtete Hierarchien, während weitere Engines andere Strukturtypen abbilden. Das Ausgabeformat richtet sich nach Web, Druck, Präsentation oder maschineller Verarbeitung.
Schritt-für-Schritt
- Beispiel mit dot rendern.
- Eine alternative Engine auf denselben Graphen anwenden.
- SVG, PNG und PDF erzeugen.
- Skalierbarkeit, Dateigröße und Textqualität vergleichen.
- Engine und Format als dokumentiertes Profil festlegen.
8. Vom Entwurf zum vollständigen Diagramm
Der Abschlussfall verbindet Graphmodell, Benennung, Standards, Gruppen und Export. Die Umsetzung beginnt mit einer Elementliste und endet mit einer syntaktisch geprüften, lesbaren Ausgabe.
Schritt-für-Schritt
- Knoten und Beziehungen eines Beispielprozesses erfassen.
- Interne IDs und sichtbare Labels festlegen.
- DOT-Struktur mit Standards und Clustern aufbauen.
- Layout schrittweise verbessern, ohne das Modell zu verfälschen.
- SVG und PDF erzeugen und anhand einer Checkliste prüfen.
Praxisübungen und Qualitätskontrollen
- Ein erstes gerichtetes und ungerichtetes Diagramm erstellen und exportieren.
- Einheitliche Knoten- und Kantenstandards für ein Prozessdiagramm definieren.
- Elemente mit Subgraphen und Clustern strukturieren.
- Ein vollständiges Beispieldiagramm vom fachlichen Entwurf bis zur geprüften Ausgabe umsetzen.
Arbeitsweise im Seminar
Schrittweise Einführung, kurze Demonstrationen, viele kleine DOT-Übungen, unmittelbare Renderkontrollen und ein zusammenhängender Abschlussfall.
Fachbereichsleitung / Leitung der Trainer / Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Einsteiger, Entwickler, Administratoren, Analysten und technische Autoren |
| Voraussetzungen: | Sichere Bedienung eines Texteditors und grundlegende Kommandozeilenkenntnisse. Programmiererfahrung ist nicht erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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