Seminar Trusted Firmware-A – Überblick für Architekten und Entscheider

Seminar / Training

Das Seminar vermittelt einen technisch belastbaren Überblick über Rolle, Nutzen, Grenzen und Integrationsaufwand von Trusted Firmware-A. Architektur, Bootkette, Laufzeitdienste, Secure Boot, Power Management, Secure Partitions, RME, Update, Test und Betriebsverantwortung werden so verdichtet, dass Architektur- und Projektentscheidungen mit realistischen Abhängigkeiten getroffen werden können.

Inhaltsübersicht

  1. Rolle von TF-A
  2. Bootkette und Images
  3. Laufzeitdienste und Power Management
  4. Sicherheitsfunktionen
  5. Isolation und vertrauliches Rechnen
  6. Portierung, Qualität und Betrieb
  7. Lern- und Umsetzungsfahrplan

Lernziele

  • TF-A im Arm-Softwarestack und in der Sicherheitsarchitektur korrekt positionieren.
  • Wesentliche Komponenten, Schnittstellen und Vertrauensgrenzen benennen.
  • Portierungs-, Integrations-, Sicherheits- und Testaufwand realistisch einschätzen.
  • Geeignete Seminar- und Projektpfade für unterschiedliche Rollen auswählen.

Seminarinhalte

1. Rolle von TF-A

  1. Schritt 1: TF-A wird gegenüber Boot-ROM, U-Boot, UEFI, Trusted OS, Hypervisor und Linux abgegrenzt.
  2. Schritt 2: EL3-Verantwortung und Übergang zu Secure und Non-secure World werden eingeordnet.
  3. Schritt 3: Projektziele werden auf tatsächlich von TF-A bereitgestellte Funktionen geprüft.

Praxis: Eine vorhandene Systemarchitektur wird um die TF-A-Verantwortungsgrenzen ergänzt.

2. Bootkette und Images

  1. Schritt 1: BL1, BL2, BL31, BL32 und BL33 werden nach Aufgabe und Optionalität unterschieden.
  2. Schritt 2: FIP, Konfiguration und Handoff-Daten werden als zusammenhängende Lieferkette betrachtet.
  3. Schritt 3: Cold Boot, Warm Boot und Recovery erhalten getrennte Entscheidungswege.

Praxis: Ein vereinfachter End-to-End-Bootablauf wird für eine Zielplattform skizziert.

3. Laufzeitdienste und Power Management

  1. Schritt 1: SMCCC, SMC und PSCI werden als Verträge zwischen Betriebssystem und EL3 erklärt.
  2. Schritt 2: Interrupt-, SDEI- und RAS-Aufgaben werden nach Plattformbedarf eingeordnet.
  3. Schritt 3: Die Folgen fehlerhafter EL3-Dienste für Verfügbarkeit und Isolation werden bewertet.

Praxis: Wichtige Runtime Services werden einer Projektverantwortung zugeordnet.

4. Sicherheitsfunktionen

  1. Schritt 1: Trusted Board Boot, Measured Boot und Rollback-Schutz werden unterschieden.
  2. Schritt 2: Schlüssel-, Zertifikats- und Updateprozesse werden als Betriebsaufgabe sichtbar gemacht.
  3. Schritt 3: Debug- und Recovery-Anforderungen werden gegen das Produktionsbedrohungsmodell geprüft.

Praxis: Ein Sicherheitsfunktionskatalog wird auf Muss-, Soll- und spätere Ausbaustufen verteilt.

5. Isolation und vertrauliches Rechnen

  1. Schritt 1: Secure Partition Manager und FF-A werden als Secure-World-Isolationsmodell eingeordnet.
  2. Schritt 2: RME und Arm CCA werden gegenüber klassischer TrustZone abgegrenzt.
  3. Schritt 3: Hardware-, Firmware- und Hypervisorabhängigkeiten werden für die Roadmap erfasst.

Praxis: Für zwei Produktvarianten wird ein realistischer Isolationspfad ausgewählt.

6. Portierung, Qualität und Betrieb

  1. Schritt 1: Plattformcode, Toolchain, Modelle, Test-Payloads und Hardwarezugang werden als Arbeitsgrundlage geplant.
  2. Schritt 2: Testmatrix, CI, Releasepflege und LTS-Strategie werden in den Lebenszyklus aufgenommen.
  3. Schritt 3: Rollen für Security, BSP, Integration, Test und Betrieb werden eindeutig benannt.

Praxis: Ein grober Projektplan mit Arbeitspaketen, Abhängigkeiten und Qualitätsgates wird erstellt.

7. Lern- und Umsetzungsfahrplan

  1. Schritt 1: Grundlagen-, Portierungs-, Sicherheits- und Betriebsrollen werden getrennt betrachtet.
  2. Schritt 2: Einzel-, Kompakt- und Intensivseminare werden nach Ziel und Vorwissen ausgewählt.
  3. Schritt 3: Pilot, Produktintegration und Produktionsfreigabe erhalten aufeinanderfolgende Kompetenzstufen.

Praxis: Ein rollenspezifischer Qualifizierungs- und Projektpfad wird festgelegt.

Zielgruppe

System- und Sicherheitsarchitekten, technische Entscheider, Projektleitungen, Produktverantwortliche, Lead-Entwickler und Verantwortliche für Arm-Plattformstrategien.

Voraussetzungen

Grundverständnis von Embedded-Systemen, Bootprozessen und IT-Sicherheit; tiefgehende Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.

Praxisumgebung

Präsentations- und Demonstrationsumgebung mit TF-A-Buildartefakten, Architekturdiagrammen, Bootlogs und optional QEMU oder FVP.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 1 Tag ca. 6 h, Beginn: 10:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 599 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 1.700 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: System- und Sicherheitsarchitekten, technische Entscheider, Projektleitungen, Produktverantwortliche, Lead-Entwickler und Verantwortliche für Arm-Plattformstrategien.
Voraussetzungen: Grundverständnis von Embedded-Systemen, Bootprozessen und IT-Sicherheit; tiefgehende Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Quellcodeanalyse, Demonstrationen, praktische Übungen am System und kontrollierte Fehlerfälle
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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