Seminar Trusted Firmware-A – Intensivseminar Qualität, Debugging und Betrieb

Seminar / Training

Das Intensivseminar bündelt Debugging, Testautomatisierung, CI/CD, Release- und LTS-Pflege, Firmware Update, Recovery, RAS und betriebliche Diagnose. Eine vorbereitete TF-A-Plattform wird schrittweise beobachtbar, testbar, updatefähig und releasefest gemacht. Typische Boot-, Speicher-, Multicore-, Power- und Fehlerfälle werden reproduziert und in dauerhafte Qualitätssicherungsmaßnahmen überführt.

Inhaltsübersicht

  1. Tag 1: Beobachtbarkeit und Debugprofile
  2. Tag 1: Boot- und Speicherfehler analysieren
  3. Tag 2: QEMU- und FVP-Testumgebungen
  4. Tag 2: TF-A Tests und Negativfälle
  5. Tag 3: CI-Pipeline und Qualitätsgates
  6. Tag 3: Release- und LTS-Pflege
  7. Tag 4: Firmware Update und Recovery
  8. Tag 4: Power-, Warm-Boot- und Stresstests
  9. Tag 5: RAS und Plattformfehler
  10. Tag 5: Betriebs- und Freigabebaseline

Lernziele

  • Boot- und Laufzeitprobleme mit Logs, Symbolen, Debugger und Trace systematisch eingrenzen.
  • QEMU-, FVP- und Test-Payload-Prüfungen automatisiert ausführen und bewerten.
  • CI/CD-, Release- und LTS-Prozesse für TF-A reproduzierbar gestalten.
  • Update-, Recovery- und Rollback-Pfade sicher integrieren und testen.
  • RAS-Ereignisse, Betriebsdaten und Freigaben in einen belastbaren Lebenszyklus überführen.

Seminarinhalte

1. Tag 1: Beobachtbarkeit und Debugprofile

  1. Schritt 1: Loglevel, Assertions, Symbolinformationen und Plattformmarken werden zielgerichtet aktiviert.
  2. Schritt 2: Debug- und Produktionsprofile werden so getrennt, dass Fehler reproduzierbar bleiben.
  3. Schritt 3: Bootstufen, Kerne und Zeitpunkte werden in einer gemeinsamen Logstruktur erkennbar gemacht.

Praxis: Eine vorbereitete Plattform erhält ein reproduzierbares Diagnoseprofil.

2. Tag 1: Boot- und Speicherfehler analysieren

  1. Schritt 1: Letzter erfolgreicher Meilenstein und erste Abweichung werden systematisch bestimmt.
  2. Schritt 2: ELR, ESR, FAR, Registerdump und Map-Datei werden gemeinsam ausgewertet.
  3. Schritt 3: Fehlerhafte XLAT-Attribute, Überlappungen und Stackprobleme werden einzeln korrigiert.

Praxis: Mehrere absichtlich eingebaute Boot- und Memory-Faults werden diagnostiziert.

3. Tag 2: QEMU- und FVP-Testumgebungen

  1. Schritt 1: Modelle, Parameter, Firmwareartefakte und erwartete Logmarken werden versioniert.
  2. Schritt 2: Timeouts, Exitcodes und Modellgrenzen werden in automatisierte Starts eingebaut.
  3. Schritt 3: Trace und Fehlerinjektion werden für Architektur- und Plattformfragen eingesetzt.

Praxis: Eine Modellmatrix startet mehrere Konfigurationen und sammelt vergleichbare Ergebnisse.

4. Tag 2: TF-A Tests und Negativfälle

  1. Schritt 1: Test-Payloads werden passend zur Firmware gebaut und in Gruppen ausgeführt.
  2. Schritt 2: PSCI, Multicore, Runtime Services und Sicherheitsfehler erhalten getrennte Testserien.
  3. Schritt 3: Instabile Fehlschläge werden minimiert und als Regressionstest festgehalten.

Praxis: Eine automatisierte Testserie erzeugt einen strukturierten Fehler- und Erfolgsbericht.

5. Tag 3: CI-Pipeline und Qualitätsgates

  1. Schritt 1: Buildmatrix, Toolchains, Plattformen und Featureprofile werden in Pipelinejobs abgebildet.
  2. Schritt 2: Statische Analyse, Format-, Größen- und Konfigurationsprüfungen werden als frühe Gates eingesetzt.
  3. Schritt 3: Modell- und Hardwaretests werden nach Kosten, Risiko und Änderungstyp gestaffelt.

Praxis: Eine lokale CI-nahe Pipeline baut, prüft, startet und bewertet mehrere Varianten.

6. Tag 3: Release- und LTS-Pflege

  1. Schritt 1: Upstreamstand, lokale Patches und Backports werden transparent getrennt.
  2. Schritt 2: Releasekandidaten erhalten reproduzierbare Artefakte, Manifest und bekannte Einschränkungen.
  3. Schritt 3: Sicherheitsfixes und Langzeitpflege werden mit Rückport-, Test- und Freigaberegeln versehen.

Praxis: Ein Wartungszweig wird mit einem kontrollierten Backport und Regressionstests aktualisiert.

7. Tag 4: Firmware Update und Recovery

  1. Schritt 1: Updatearchitektur, Slots, Metadaten und Vertrauensprüfungen werden festgelegt.
  2. Schritt 2: Stromausfall, unvollständiges Image und fehlgeschlagener Boot werden sicher behandelt.
  3. Schritt 3: Rollback-Schutz und Recovery akzeptieren nur autorisierte Zustände.

Praxis: Ein A/B-ähnlicher Updateablauf wird einschließlich Abbruch und Rückkehr getestet.

8. Tag 4: Power-, Warm-Boot- und Stresstests

  1. Schritt 1: CPU_ON/OFF, Suspend, Resume und Reset werden in Wiederholungsschleifen ausgeführt.
  2. Schritt 2: Race Conditions und zeitabhängige Fehler werden durch variierende Reihenfolgen provoziert.
  3. Schritt 3: Watchdog und Recovery werden auf Endlosschleifen und Diagnoseerhalt geprüft.

Praxis: Ein kombinierter Multicore- und Suspend-Stresstest wird eingerichtet und ausgewertet.

9. Tag 5: RAS und Plattformfehler

  1. Schritt 1: Fehlerklassen, EL3-Erfassung und Datensätze werden für die Plattform definiert.
  2. Schritt 2: Benachrichtigung, Recovery, Degradation und Reset folgen einer Eskalationsmatrix.
  3. Schritt 3: Fehlerinjektion prüft korrigierte, wiederherstellbare und fatale Fälle.

Praxis: Eine RAS-Testreihe erzeugt korrelierte Firmware- und Betriebssystemdiagnosen.

10. Tag 5: Betriebs- und Freigabebaseline

  1. Schritt 1: Artefakte, Konfiguration, Logs, Tests und offene Risiken werden in einem Releasepaket gebündelt.
  2. Schritt 2: Monitoring- und Supportdaten werden auf notwendige, nicht sensitive Informationen begrenzt.
  3. Schritt 3: Freigabegates und Verantwortlichkeiten werden für Wartung, Update und Incident festgelegt.

Praxis: Eine vollständige Freigabe- und Betriebscheckliste wird anhand der Laborplattform abgeschlossen.

Zielgruppe

Firmware-Entwickler, Test- und CI-Teams, BSP-Integratoren, SRE- und Betriebsverantwortliche sowie Release- und Produkt-Security-Teams.

Voraussetzungen

TF-A-Build- und Bootkenntnisse, Linux-Shell oder Python, Debugging-Grundlagen und Verständnis von CI, Tests, Updates und Versionsverwaltung.

Praxisumgebung

Linux-Arbeitsplatz mit TF-A, AArch64-Toolchain, Debugger, QEMU, FVP, Test-Payloads, CI-nahem Runner und vorbereiteten Update- sowie Fehlerszenarien.

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Firmware-Entwickler, Test- und CI-Teams, BSP-Integratoren, SRE- und Betriebsverantwortliche sowie Release- und Produkt-Security-Teams.
Voraussetzungen: TF-A-Build- und Bootkenntnisse, Linux-Shell oder Python, Debugging-Grundlagen und Verständnis von CI, Tests, Updates und Versionsverwaltung.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Quellcodeanalyse, Demonstrationen, praktische Übungen am System und kontrollierte Fehlerfälle
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.

Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Bremen 5 Tage
Berlin 5 Tage
Mainz 5 Tage
Erfurt 5 Tage
Darmstadt 5 Tage
Frankfurt 5 Tage
Paderborn 5 Tage
Essen 5 Tage
Konstanz 5 Tage
Freiburg 5 Tage
Potsdam 5 Tage
Flensburg 5 Tage
Leipzig 5 Tage
Hamm 5 Tage
Rostock 5 Tage
Hamburg 5 Tage
Luxemburg 5 Tage
Hannover 5 Tage
Stuttgart 5 Tage
Dresden 5 Tage
Madgeburg 5 Tage
Regensburg 5 Tage
Jena 5 Tage
Trier 5 Tage
München 5 Tage
Friedrichshafen 5 Tage
Kassel 5 Tage
Ulm 5 Tage
Münster 5 Tage
Nürnberg 5 Tage
Köln 5 Tage
Wuppertal 5 Tage
Erfurt 5 Tage
Bremen 5 Tage
Berlin 5 Tage
Mainz 5 Tage
Essen 5 Tage
Darmstadt 5 Tage
Frankfurt 5 Tage
Paderborn 5 Tage
Nach oben
Seminare als Stream SRI zertifiziert
© 2026 www.seminar-experts.de All rights reserved. | Kontakt | Impressum | Nach oben