Seminar / Training
Das dreitägige Kompaktseminar vermittelt die tragenden TF-A-Konzepte in konzentrierter Form. Architektur, Bootstufen, Build und FIP, Speicher- und Übergabedaten, EL3 Runtime Services, PSCI, Trusted Board Boot, Measured Boot, Secure Partitions, RME sowie Test und Hardening werden anhand einer durchgängigen Referenzplattform verknüpft.
Inhaltsübersicht
- Tag 1: Architektur und Bootphasen
- Tag 1: Build, Toolchain und FIP
- Tag 1: Speicher und Konfiguration
- Tag 2: EL3 Runtime Services und SMCCC
- Tag 2: PSCI, GIC und Multicore
- Tag 2: Trusted Board Boot und Measured Boot
- Tag 3: Secure Partitions und FF-A
- Tag 3: RME und Arm CCA
- Tag 3: Hardening, Test und nächste Schritte
Lernziele
- TF-A-Architektur, Bootphasen und Handoff-Daten sicher einordnen.
- Eine Referenzplattform reproduzierbar bauen und ihre FIP-Artefakte untersuchen.
- EL3 Runtime Services und PSCI anhand praktischer Aufrufpfade verstehen.
- Secure Boot, Measured Boot, FF-A und RME in eine Sicherheitsroadmap einordnen.
- Für Portierung, Sicherheit oder Betrieb einen passenden Vertiefungspfad auswählen.
Seminarinhalte
1. Tag 1: Architektur und Bootphasen
- Schritt 1: Exception Levels, Sicherheitszustände und Komponentenrollen werden als Gesamtbild aufgebaut.
- Schritt 2: BL1 bis BL33 werden im Quellbaum, Build und Bootlog wiedergefunden.
- Schritt 3: Cold Boot, Warm Boot und Übergabeparameter werden an festen Prüfpunkten analysiert.
Praxis: Ein Referenzboot wird ausgeführt und als kommentierter Ablauf dokumentiert.
2. Tag 1: Build, Toolchain und FIP
- Schritt 1: Plattform, Toolchain und zentrale Buildoptionen werden reproduzierbar festgelegt.
- Schritt 2: Debug- und Releasebuild werden erzeugt und hinsichtlich Größe sowie Symbolen verglichen.
- Schritt 3: Ein FIP wird erstellt, inspiziert und mit einer zusätzlichen Payload erweitert.
Praxis: Eine kleine Buildmatrix und ein eigenes FIP-Paket werden erzeugt.
3. Tag 1: Speicher und Konfiguration
- Schritt 1: ROM, SRAM, DRAM und reservierte Bereiche werden in einem einfachen Speicherplan angeordnet.
- Schritt 2: XLAT-Attribute und minimale Zugriffsrechte werden an ausgewählten Regionen erklärt.
- Schritt 3: Device Tree, FCONF und Handoff-Daten werden nach Vertrauen und Lebenszyklus unterschieden.
Praxis: Eine Konfigurationsoption wird geändert und ihr Einfluss bis zum Handoff verfolgt.
4. Tag 2: EL3 Runtime Services und SMCCC
- Schritt 1: SMC-Aufruf, Service-Dispatcher und Rückkehrpfad werden schrittweise verfolgt.
- Schritt 2: Funktions-ID, Argumente, Pointer und Sicherheitszustand werden validiert.
- Schritt 3: Ein kleiner Beispielservice wird registriert und mit Positiv- sowie Negativfällen getestet.
Praxis: Ein Runtime Service wird aufgerufen und gegen ungültige Parameter abgesichert.
5. Tag 2: PSCI, GIC und Multicore
- Schritt 1: CPU_ON, CPU_OFF, Suspend und Reset werden den Plattformoperationen zugeordnet.
- Schritt 2: Core- und Clusterzustände werden mit Topologie und Warm-Boot-Pfad verbunden.
- Schritt 3: Sichere Interruptgruppen und ein exemplarischer Ereignispfad werden analysiert.
Praxis: Ein Sekundärkern wird gestartet und ein PSCI-Testlauf ausgewertet.
6. Tag 2: Trusted Board Boot und Measured Boot
- Schritt 1: Root of Trust, Zertifikatskette und Imageauthentisierung werden von Messung unterschieden.
- Schritt 2: Ein signiertes Paket und ein Event Log werden erzeugt und inspiziert.
- Schritt 3: Manipulation und Rollback werden als getrennte Negativfälle betrachtet.
Praxis: Ein veränderter Bootbestandteil wird authentisierungs- und messseitig bewertet.
7. Tag 3: Secure Partitions und FF-A
- Schritt 1: SPM, SPMC und Partitionen werden nach Rolle und Ausführungsmodell eingeordnet.
- Schritt 2: Manifest, Discovery, Direct Messaging und Shared Memory werden an einem Beispiel verfolgt.
- Schritt 3: Speicher- und Endpunktgrenzen werden mit einfachen Negativtests geprüft.
Praxis: Eine vorbereitete Secure Partition wird entdeckt und angesprochen.
8. Tag 3: RME und Arm CCA
- Schritt 1: Root-, Realm-, Secure- und Non-secure-Zustand werden voneinander abgegrenzt.
- Schritt 2: GPT, RMM und Hypervisor erhalten eindeutige Verantwortlichkeiten.
- Schritt 3: RME-Abhängigkeiten werden auf die eigene Plattform- und Produktroadmap übertragen.
Praxis: Ein Realm-Startpfad wird auf einem Modell demonstriert und analysiert.
9. Tag 3: Hardening, Test und nächste Schritte
- Schritt 1: Angriffsflächen in Build, Parsern, Runtime Services, Debug und Update werden priorisiert.
- Schritt 2: QEMU-, FVP-, Test-Payload- und CI-Prüfungen werden zu einer kompakten Teststrategie verbunden.
- Schritt 3: Vertiefungsbedarf wird nach Portierung, Sicherheit, Laufzeit oder Betrieb zugeordnet.
Praxis: Eine individuelle technische Lern- und Implementierungsroadmap wird aus den Laborergebnissen abgeleitet.
Zielgruppe
Firmware- und BSP-Entwickler, Plattformarchitekten, Security Engineers, technische Projektleitungen und Integratoren, die einen belastbaren TF-A-Gesamtüberblick mit Praxis benötigen.
Voraussetzungen
C- und Linux-Grundkenntnisse, grundlegendes Verständnis von Arm-A-Systemen, Bootloadern und IT-Sicherheit; erste Cross-Compilation-Erfahrung ist hilfreich.
Praxisumgebung
Linux-Arbeitsplatz mit TF-A, AArch64-Toolchain, QEMU oder FVP, Debug- und Zertifikatswerkzeugen sowie vorbereiteten Secure-Partition- und RME-Demonstrationen.
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Firmware- und BSP-Entwickler, Plattformarchitekten, Security Engineers, technische Projektleitungen und Integratoren, die einen belastbaren TF-A-Gesamtüberblick mit Praxis benötigen. |
| Voraussetzungen: | C- und Linux-Grundkenntnisse, grundlegendes Verständnis von Arm-A-Systemen, Bootloadern und IT-Sicherheit; erste Cross-Compilation-Erfahrung ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Quellcodeanalyse, Demonstrationen, praktische Übungen am System und kontrollierte Fehlerfälle |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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