Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Modul 1: Rollen, Zielbild und Austauschbeziehungen
- Modul 2: Governance, Freigabe und Auditierbarkeit
- Modul 3: Organisationen, Benutzer und Connectoren administrieren
- Modul 4: Teilnehmer-Onboarding und Abnahme
- Modul 5: Teilnehmeridentität, DAPS und Wallets
- Modul 6: OAuth2, SSO, Rollen und Zugriffsschutz
- Modul 7: Secret-Lebenszyklus, Audit und Sicherheitsbetrieb
- Modul 8: Access Policies und Contract Policies
- Modul 9: Metadaten und semantische Auffindbarkeit
- Modul 10: Katalogcrawler und Metadatenqualität
- Modul 11: Data Space Portal produktiv bereitstellen
- Modul 12: Health Checks, Metriken und strukturierte Logs
- Modul 13: Hochverfügbarkeit, Rollback und Betriebsübergabe
- Praxisübungen
- Methodik
Zielsetzung
Das fünftägige Intensivseminar bündelt Governance, Portaladministration, Teilnehmer-Onboarding, Connectorregistrierung, DAPS beziehungsweise Wallets, OAuth2, Rollen, Secret-Lebenszyklus, Sicherheitsbetrieb, Katalog, Crawler, Metadatenqualität und produktive Portalbereitstellung. Ein Teilnehmer wird organisatorisch und technisch bis zum abgenommenen Testaustausch geführt.
Zielgruppe
Data Space Authorities, Portalbetreiber, IAM Engineers, Onboarding- und Supportteams, Servicepartner sowie Datenraumarchitekten.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse von IAM, Portalbetrieb und Datenraumrollen; technische Deploymenterfahrung ist hilfreich.
Seminarinhalte
Die Themen werden in der angegebenen Reihenfolge aufgebaut. Jeder Schritt setzt auf dem zuvor geprüften Systemzustand auf.
Modul 1: Rollen, Zielbild und Austauschbeziehungen
Die organisatorische Ausgangslage wird in ein eindeutiges Rollen- und Architekturmodell überführt.
- Schritt 1: Datenanbieter, Datenkonsument, Data Space Authority, Betreiber und Servicepartner voneinander abgrenzen.
- Schritt 2: Datenobjekte, Gegenstellen, Austauschhäufigkeit und geschäftlichen Nutzen in einer Use-Case-Matrix erfassen.
- Schritt 3: Connector, Portal, Katalog, Identity Provider und Registry den verantwortlichen Rollen zuordnen.
- Schritt 4: Offene Architektur- und Governance-Entscheidungen priorisieren und als Freigabepunkte dokumentieren.
Modul 2: Governance, Freigabe und Auditierbarkeit
Technische Umsetzung wird mit Rollen, Entscheidungen, Nachweisen und wiederholbaren Freigaben verbunden.
- Schritt 1: RACI-Modell für Datenprodukte, Policies, Identitäten, Portal, Connector und Support festlegen.
- Schritt 2: Änderungs-, Vier-Augen-, Ausnahme- und Rezertifizierungsprozess definieren.
- Schritt 3: Korrelation von Organisation, Benutzer, Connector, Vertrag und Transfer für Support- und Auditfälle sicherstellen.
- Schritt 4: Freigabekriterien, Aufbewahrung, Eskalation und dokumentierte Präventionsmaßnahmen etablieren.
Modul 3: Organisationen, Benutzer und Connectoren administrieren
Portaldaten werden kontrolliert angelegt, geändert, geprüft und deaktiviert.
- Schritt 1: Organisation mit rechtlichen Kennungen, Status und zuständigen Rollen erfassen.
- Schritt 2: Benutzerkonten anlegen und mit minimalen Portalrechten zuordnen.
- Schritt 3: Connector, Umgebung, Endpunkte, Betreiber und Servicepartner registrieren.
- Schritt 4: Änderungs-, Wartungs-, Deaktivierungs- und Vier-Augen-Prozess dokumentieren.
Modul 4: Teilnehmer-Onboarding und Abnahme
Ein neuer Teilnehmer wird organisatorisch und technisch bis zum Testtransfer geführt.
- Schritt 1: Voraussetzungen, Nachweise, Ansprechpartner, Betriebsmodell und Abnahmeszenario prüfen.
- Schritt 2: Organisation, Administrator, Rollen und Identitätsmaterial aktivieren.
- Schritt 3: Connector registrieren, Netzwerkerreichbarkeit und Katalogerfassung kontrollieren.
- Schritt 4: Katalogsuche, Vertragsverhandlung, Testtransfer und Negativfall als Abnahme durchführen.
Modul 5: Teilnehmeridentität, DAPS und Wallets
Organisationsidentität, technische Identität, Token und Policy-Auswertung werden in einem Vertrauensfluss verbunden.
- Schritt 1: Vertrauensanker, Clientkennung, Zertifikat, Tokenendpunkt und erwartete Claims erfassen.
- Schritt 2: DAPS- beziehungsweise Token-Service-Anbindung mit sicher abgelegtem Schlüsselmaterial konfigurieren.
- Schritt 3: Wallet-, DID- oder Credential-basierte Nachweise im Zielkontext einordnen und prüfen.
- Schritt 4: Ablauf, Widerruf, falsche Audience und fehlenden Claim als Negativfälle testen.
Modul 6: OAuth2, SSO, Rollen und Zugriffsschutz
Benutzer- und Maschinenzugriffe werden über Clients, Scopes und minimale Rollen getrennt.
- Schritt 1: Interaktive Anmeldung, Servicekonto und Connector-zu-Dienst-Kommunikation als eigene Flüsse modellieren.
- Schritt 2: Clients, Redirects, Scopes, Gruppen und Rollen im Identity Provider konfigurieren.
- Schritt 3: Auth-Proxy oder API-Schutz vor Management- und Portalzugriffe schalten.
- Schritt 4: Erlaubte, abgelaufene und unzureichend berechtigte Zugriffe mit Testkonten prüfen.
Modul 7: Secret-Lebenszyklus, Audit und Sicherheitsbetrieb
Identitäten, Schlüsselmaterial und sensible Protokolldaten werden über ihren gesamten Lebenszyklus kontrolliert.
- Schritt 1: Inventar für Clients, Zertifikate, Schlüssel, Wallets und verantwortliche Rollen erstellen.
- Schritt 2: Ablaufüberwachung, Vorwarnzeiten, Rotation, Parallelphase und Widerruf definieren.
- Schritt 3: Sicherstellen, dass Tokens, Schlüssel und Nutzdaten nicht in Fehlerausgaben oder Logs erscheinen.
- Schritt 4: Notfallwechsel, Auditnachweis und Wiederanlauf nach Identitätsstörung praktisch prüfen.
Modul 8: Access Policies und Contract Policies
Katalogsichtbarkeit und vertragliche Nutzungsbedingungen werden getrennt und testbar modelliert.
- Schritt 1: Fachliche Regel in Operand, Operator, Wert, Datentyp und Namensraum übersetzen.
- Schritt 2: Access Policy für Sichtbarkeit und Contract Policy für Vertragsberechtigung separat anlegen.
- Schritt 3: Teilnehmer-, Gruppen-, Zeit- und Zweckbedingungen mit AND, OR oder XONE kombinieren.
- Schritt 4: Erlaubte, abgelehnte und unvollständige Identitäten über eine Wahrheitstabelle und technische Tests prüfen.
Modul 9: Metadaten und semantische Auffindbarkeit
Die Beschreibung des Datenprodukts wird für Suche, Bewertung und automatisierte Verarbeitung strukturiert.
- Schritt 1: Titel, Beschreibung, Schlüsselwörter, Datenformat, Aktualität und fachlichen Geltungsbereich definieren.
- Schritt 2: Pflichtfelder, organisationsspezifische Erweiterungen und kontrollierte Werte in einem Profil festhalten.
- Schritt 3: JSON-LD-Kontexte und DCAT-nahe Eigenschaften konsistent benennen.
- Schritt 4: Katalogdarstellung aus Sicht einer fremden Organisation prüfen und fehlende Suchmerkmale ergänzen.
Modul 10: Katalogcrawler und Metadatenqualität
Erfassung, Indexierung und Qualitätskontrolle halten den organisationsübergreifenden Katalog aktuell.
- Schritt 1: Crawlerziele, Intervall, Authentifizierung, Zeitüberschreitung und Parallelität festlegen.
- Schritt 2: Änderung, Entfernung und vorübergehende Nichterreichbarkeit eines Angebots testen.
- Schritt 3: Pflichtfelder, Vokabulare, Vollständigkeit, Eindeutigkeit und Aktualität bewerten.
- Schritt 4: Korrektur-, Freigabe- und erneuten Erfassungsprozess für fehlerhafte Angebote definieren.
Modul 11: Data Space Portal produktiv bereitstellen
Frontend, Backend, IAM, Proxy, Datenbank und Crawler werden als geschützter Portalstack betrieben.
- Schritt 1: Öffentliche, administrative und interne Kommunikationspfade in einer segmentierten Topologie festlegen.
- Schritt 2: Backend, Frontend, PostgreSQL, Identity Provider und OAuth2 Proxy konfigurieren.
- Schritt 3: Datenbankmigration, gegenseitige Erreichbarkeit und Rollenweitergabe prüfen.
- Schritt 4: Health Checks, Backup, Restore, Alarmierung und Go-live-Checkliste abnehmen.
Modul 12: Health Checks, Metriken und strukturierte Logs
Dienststatus und Prozesszustände werden über messbare Signale und Korrelationskennungen beobachtbar.
- Schritt 1: Start-, Readiness-, Liveness- und Dependency-Prüfungen den Betriebsentscheidungen zuordnen.
- Schritt 2: Metriken für Anfragen, Fehler, Laufzeiten, Verhandlungen, Transfers und Datenbankverbindungen auswählen.
- Schritt 3: Logs mit Zeitstempel, Dienst, Umgebung, Gegenstelle, Prozesskennung und Zustand strukturieren.
- Schritt 4: Dashboards und Alarmregeln für Ausfall, Fehlerquote, hängende Prozesse und Zertifikatsablauf aufbauen.
Modul 13: Hochverfügbarkeit, Rollback und Betriebsübergabe
Redundanz und Rückfall werden an Zustand, Datenbank und Data-Plane-Verhalten ausgerichtet.
- Schritt 1: Zustandsbehaftete und zustandsarme Komponenten sowie gemeinsame Abhängigkeiten identifizieren.
- Schritt 2: Mehrinstanzbetrieb, Lastverteilung, Datenbankverfügbarkeit und Secret-Zugriff konzipieren.
- Schritt 3: Instanz-, Datenbank- und Data-Plane-Ausfall simulieren und Wiederanlaufzeit messen.
- Schritt 4: Rollbackkriterien, Routingwechsel, Kommunikation, Notfallhandbuch und Betriebsübergabe festlegen.
Praxisübungen
Die Übungen verbinden die einzelnen Konfigurations- und Integrationsschritte zu prüfbaren Arbeitsergebnissen.
- Übung 1: Governance- und Rollenmodell mit Onboarding- und Supportprozess erstellen.
- Übung 2: Teilnehmer vollständig bis zum Testtransfer onboarden.
- Übung 3: Identity- und Policy-Test mit gültigem und widerrufenem Nachweis ausführen.
- Übung 4: Portalstack mit IAM, Crawler, Monitoring und Restore-Abnahme bereitstellen.
Methodik
Theorieimpulse werden unmittelbar in einer über mehrere Tage fortgeführten Referenzumgebung umgesetzt. Konfigurationen, API-Aufrufe, Testnachweise und Betriebsentscheidungen bauen aufeinander auf. Jeder Themenblock endet mit einer technischen Kontrolle, einem Negativfall und einer dokumentierten Freigabeentscheidung.
Fachbereichsleitung und Seminarorganisation
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Data Space Authorities, Portalbetreiber, IAM Engineers, Onboarding- und Supportteams, Servicepartner sowie Datenraumarchitekten |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse von IAM, Portalbetrieb und Datenraumrollen; technische Deploymenterfahrung ist hilfreich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachimpulse, Demonstrationen, schrittweise Konfiguration, praktische Übungen am System, Positiv- und Negativtests |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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