Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Modul 1: Anforderungen und Protokollmatrix
- Modul 2: Native SoftEther-SSL-VPN-Verbindung
- Modul 3: OpenVPN-Kompatibilität
- Modul 4: L2TP/IPsec und SSTP
- Modul 5: Adressierung, DNS, Routing und Split-Tunnel
- Modul 6: Härtung, Abnahme und Support
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Praxisnutzen
Zielsetzung
SoftEther kann mehrere Zugangsprotokolle auf einer Plattform bereitstellen. Der Nutzen entsteht jedoch nur, wenn jedes Protokoll einem klaren Client- und Sicherheitsbedarf zugeordnet, korrekt authentisiert, überwacht und auf einen minimalen Datenpfad begrenzt wird.
Ein heterogener Remote-Access-Service kann mit begründeter Protokollmatrix, standardisierten Clientprofilen, geeigneter Authentisierung, kontrolliertem Routing und reproduzierbaren Abnahmetests bereitgestellt werden.
Modul 1: Anforderungen und Protokollmatrix
Clientklassen und Schutzbedarfe werden einem minimalen Protokollset zugeordnet.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Betriebssysteme, verwaltete und nicht verwaltete Geräte sowie Anwendungsziele erfassen.
- Schritt 2: Native SoftEther-Verbindung, OpenVPN, L2TP/IPsec und SSTP nach Fähigkeiten vergleichen.
- Schritt 3: Authentisierungsoptionen, Firewallpfade, Zertifikatsanforderungen und Supportaufwand bewerten.
- Schritt 4: Primär-, Fallback- und ausgeschlossene Protokolle je Clientklasse festlegen.
Praxisübung
Für vier Geräteklassen wird eine belastbare Protokoll- und Supportmatrix erstellt.
Kontrollpunkte
- Jedes aktive Protokoll besitzt einen Bedarf.
- Fallback senkt nicht unkontrolliert das Sicherheitsniveau.
- Supportgrenzen sind dokumentiert.
Modul 2: Native SoftEther-SSL-VPN-Verbindung
Der native Clientzugang wird mit Serverprüfung und kontrolliertem Datenpfad eingerichtet.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Virtual Network Adapter und Verbindungsprofil erstellen.
- Schritt 2: Servername, Port, Virtual Hub und Authentisierung konfigurieren.
- Schritt 3: Serverzertifikat beziehungsweise Vertrauensprüfung festlegen.
- Schritt 4: Verbindung, Adressierung, Route, DNS und Wiederverbindung testen.
Praxisübung
Ein nativer Client wird von der Installation bis zum abgesicherten Zielzugriff bereitgestellt.
Kontrollpunkte
- Serveridentität wird geprüft.
- Profil enthält nur notwendige Ziele.
- Wiederverbindung ist nachvollziehbar.
Modul 3: OpenVPN-Kompatibilität
OpenVPN-Clients werden über standardisierte und begrenzte Profile angebunden.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: OpenVPN-Kompatibilitätsfunktion und zugehörige Ports bewusst aktivieren.
- Schritt 2: Beispielkonfiguration erzeugen und auf Servername, Zertifikate, Protokoll und Routen prüfen.
- Schritt 3: Benutzernamen- und Hub-Zuordnung sowie Authentisierungsgrenzen testen.
- Schritt 4: Clientlogs und Serverereignisse bei Zertifikats-, Port- und Anmeldefehlern korrelieren.
Praxisübung
Ein OpenVPN-Client verbindet sich über ein bereinigtes Profil mit einem dedizierten Hub.
Kontrollpunkte
- Profil enthält keine unbenötigten Routen.
- Hub-Zuordnung ist eindeutig.
- Fehler lassen sich client- und serverseitig belegen.
Modul 4: L2TP/IPsec und SSTP
Betriebssystemintegrierte Clients werden mit protokollspezifischen Einschränkungen sicher eingebunden.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: IPsec-Parameter, gemeinsames Geheimnis beziehungsweise Zertifikatskonzept und benötigte Ports festlegen.
- Schritt 2: L2TP/IPsec-Zugang mit geeignetem Benutzerobjekt und Virtual Hub testen.
- Schritt 3: SSTP-Listener, Serverzertifikat und Windows-Clientprofil einrichten.
- Schritt 4: NAT-, MTU-, Zertifikats- und Authentisierungsfehler für beide Protokolle getrennt prüfen.
Praxisübung
Ein integrierter L2TP/IPsec- und ein SSTP-Client werden mit gemeinsamer Zugriffsrichtlinie abgenommen.
Kontrollpunkte
- Protokollgrenzen sind dokumentiert.
- Serverzertifikat ist vertrauenswürdig.
- IPsec- und TLS-Fehler werden unterschieden.
Modul 5: Adressierung, DNS, Routing und Split-Tunnel
Der Datenpfad wird unabhängig vom Zugangsprotokoll konsistent gestaltet.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Adressquelle, Pool, DHCP-Verantwortung und Überschneidungen prüfen.
- Schritt 2: DNS-Server, Suchdomänen und interne Namensauflösung festlegen.
- Schritt 3: Full-Tunnel und Split-Tunnel nach Schutzbedarf und Anwendung auswählen.
- Schritt 4: Hin- und Rückroute, lokale Netzüberschneidung, MTU und Leaks mit Testfällen prüfen.
Praxisübung
Ein gemischtes Clientfeld erhält einen einheitlichen, getesteten Zielnetz- und DNS-Pfad.
Kontrollpunkte
- Keine Adressüberschneidung.
- Rückweg ist nachgewiesen.
- Split-Tunnel gibt nur erforderliche Netze frei.
Modul 6: Härtung, Abnahme und Support
Die Protokollvielfalt wird durch gemeinsame Sicherheits- und Betriebsregeln beherrscht.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Nicht benötigte Listener, Protokolle und anonyme Hub-Auflistung deaktivieren.
- Schritt 2: Benutzer-, Gruppen-, Sitzungs- und Zugriffsrichtlinien konsistent anwenden.
- Schritt 3: Abnahmematrix für Anmeldung, Sperrung, Zielzugriff, Leistung und Wiederverbindung ausführen.
- Schritt 4: Supportleitfaden mit client- und protokollspezifischem Diagnosepfad erstellen.
Praxisübung
Der vollständige Multi-Protokoll-Service wird mit Positiv- und Negativtests abgenommen.
Kontrollpunkte
- Protokollset bleibt minimal.
- Sperrung wirkt über alle vorgesehenen Zugänge.
- Support kann Fehler systematisch einordnen.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Netzwerkadministration, Clientmanagement, IT-Security, Mobility, Service Desk und technische Architektur
Voraussetzungen: TCP/IP, Routing, DNS, DHCP, TLS, IPsec, Benutzerverwaltung und SoftEther-Grundadministration
Praxisnutzen
Das Seminar ermöglicht die Unterstützung gemischter Endgeräte ohne unkontrollierte Protokollvielfalt und liefert standardisierte Profile, Testfälle und Supportpfade.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Netzwerkadministration, Clientmanagement, IT-Security, Mobility, Service Desk und technische Architektur |
| Voraussetzungen: | TCP/IP, Routing, DNS, DHCP, TLS, IPsec, Benutzerverwaltung und SoftEther-Grundadministration |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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