Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Modul 1: Verfügbarkeitsziele und Fehlerdomänen
- Modul 2: Clusterrollen und Virtual-Hub-Typen
- Modul 3: Bereitstellung und Netzwerkpfade
- Modul 4: Zustand, Identität und Abhängigkeiten
- Modul 5: Ausfall, Wartung und Upgrade
- Modul 6: Kapazität und Clusterüberwachung
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Praxisnutzen
Zielsetzung
Hochverfügbarkeit erfordert mehr als mehrere Server. Zustandsverteilung, Virtual-Hub-Typen, Identitätsquellen, Netzwerkpfade, Lastverteilung und betriebliche Eingriffe müssen gemeinsam geplant und getestet werden.
Es entsteht ein belastbares Clusterdesign mit klaren Verfügbarkeitszielen, Fehlerdomänen, Hub-Typen, Kapazitätsreserven, Wartungsabläufen und technischen Abnahmetests. Grenzen und Abhängigkeiten der Architektur werden ausdrücklich dokumentiert.
Modul 1: Verfügbarkeitsziele und Fehlerdomänen
Geschäftliche Serviceziele werden in messbare technische Anforderungen übersetzt.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Zulässige Unterbrechung, Datenverlust, Wiederanlaufzeit und Wartungsfenster festlegen.
- Schritt 2: Server, Netzwerk, Strom, DNS, Zertifikate, Identitätsquellen und Betriebszugänge als Fehlerdomänen erfassen.
- Schritt 3: Einzelserver, Warm-Standby, externe Umschaltung und SoftEther-Clustering vergleichen.
- Schritt 4: Abnahmetests für geplante und ungeplante Ausfälle definieren.
Praxisübung
Für einen kritischen Remote-Access-Dienst wird eine Verfügbarkeitsmatrix mit Fehlerdomänen erstellt.
Kontrollpunkte
- Serviceziele sind messbar.
- Externe Abhängigkeiten sind enthalten.
- Jeder kritische Ausfall besitzt einen Testfall.
Modul 2: Clusterrollen und Virtual-Hub-Typen
Controller, Member sowie statische und dynamische Virtual Hubs werden korrekt eingesetzt.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Cluster-Controller und Cluster-Member nach Verwaltungs- und Datenebene abgrenzen.
- Schritt 2: Statische und dynamische Virtual Hubs nach Sitzungszustand und Einsatzfall auswählen.
- Schritt 3: Administration, Sessionanzeige und Hub-Einschränkungen im Clusterbetrieb berücksichtigen.
- Schritt 4: Namenskonventionen, Zertifikate und Verwaltungszugänge für alle Knoten standardisieren.
Praxisübung
Mehrere Beispiel-Hubs werden anhand ihrer Anforderungen als statisch oder dynamisch klassifiziert.
Kontrollpunkte
- Hub-Typ ist fachlich begründet.
- Verwaltungswege sind eindeutig.
- Knoten besitzen konsistente Basisparameter.
Modul 3: Bereitstellung und Netzwerkpfade
Clusterknoten werden mit konsistenten Netzwerk- und Sicherheitsparametern bereitgestellt.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Management-, Cluster- und Nutzdatenpfade getrennt planen.
- Schritt 2: Listener, Firewallregeln, DNS, Zertifikate und Zeitabgleich auf allen Knoten prüfen.
- Schritt 3: Clusterbeitritt kontrolliert durchführen und Zustand jedes Members verifizieren.
- Schritt 4: Externe Lastverteilung oder Zugangssteuerung mit Protokoll- und Persistenzanforderungen abstimmen.
Praxisübung
Ein dreiknotiges Zielbild wird einschließlich Netzwerkflüssen und Inbetriebnahmecheckliste aufgebaut.
Kontrollpunkte
- Knotenkommunikation ist nachgewiesen.
- Management bleibt bei Nutzdatenfehlern erreichbar.
- Lastverteilung respektiert Protokolleigenschaften.
Modul 4: Zustand, Identität und Abhängigkeiten
Gemeinsame und lokale Zustände werden erkannt und externe Dienste hochverfügbar eingebunden.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Konfiguration, Benutzerobjekte, Sitzungen, Logs und Zertifikate nach Zustandsart klassifizieren.
- Schritt 2: Active Directory, RADIUS, PKI, DNS und Zeitsynchronisation auf Ausfallverhalten prüfen.
- Schritt 3: Fehler bei nicht erreichbaren Identitätsquellen und abgelaufenen Zertifikaten simulieren.
- Schritt 4: Fallback, Sperrverhalten und manuelle Notfallzugänge mit Sicherheitsfreigabe definieren.
Praxisübung
Ein Cluster mit abhängiger RADIUS- und Zertifikatsinfrastruktur wird auf versteckte Einzelabhängigkeiten geprüft.
Kontrollpunkte
- Zustandsverantwortung ist dokumentiert.
- Ausfall externer Identität ist getestet.
- Notfallzugänge sind begrenzt und überprüfbar.
Modul 5: Ausfall, Wartung und Upgrade
Knoten können ohne unkontrollierte Dienstbeeinträchtigung gewartet oder ersetzt werden.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Knoten kontrolliert aus dem Dienst nehmen und aktive Sitzungen beobachten.
- Schritt 2: Controller-, Member-, Netzwerk- und Identitätsausfälle einzeln testen.
- Schritt 3: Wartungs- und Upgrade-Reihenfolge mit Sicherung, Kompatibilitätsprüfung und Rückfall festlegen.
- Schritt 4: Wiederaufnahme anhand von Clusterzustand, Sitzungen, Datenpfad und Lastverteilung abnehmen.
Praxisübung
Ein geplanter Member-Ausfall und ein ungeplanter Controllerfehler werden nach Testskript durchgeführt.
Kontrollpunkte
- Ausfallwirkung entspricht dem Ziel.
- Rückfall ist innerhalb des Zeitfensters möglich.
- Wiederaufnahme enthält Sicherheits- und Lastprüfung.
Modul 6: Kapazität und Clusterüberwachung
Skalierungsbedarf und Fehlzustände werden frühzeitig aus Kennzahlen abgeleitet.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Sitzungs- und Durchsatzverteilung je Knoten sowie Clusterreserven messen.
- Schritt 2: Ungleichgewicht, Wiederverbindungen, Memberstatus und externe Abhängigkeiten überwachen.
- Schritt 3: N-plus-eins-Kapazität und Wachstumspuffer anhand realer Lastprofile berechnen.
- Schritt 4: Eskalationsregeln für Kapazitätsgrenzen, Memberverlust und wiederholte Umschaltungen formulieren.
Praxisübung
Ein Lasttest wird ausgewertet und in eine skalierbare Knoten- und Reserveplanung überführt.
Kontrollpunkte
- Verbleibende Kapazität deckt den definierten Ausfall.
- Ungleichverteilung wird erkannt.
- Skalierung besitzt einen klaren Auslöser.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Netzwerkarchitektur, Plattformbetrieb, Senior-Administration, Hochverfügbarkeitsplanung und technische Serviceverantwortung
Voraussetzungen: Vertiefte SoftEther-Administrationskenntnisse, TCP/IP, Routing, Lastverteilung, Zertifikate und grundlegende Hochverfügbarkeitskonzepte
Praxisnutzen
Das Seminar verhindert scheinredundante Architekturen mit verborgenen Einzelabhängigkeiten und liefert einen vollständigen Prüfplan für Aufbau, Last, Ausfall, Wartung und Wiederanlauf.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Netzwerkarchitektur, Plattformbetrieb, Senior-Administration, Hochverfügbarkeitsplanung und technische Serviceverantwortung |
| Voraussetzungen: | Vertiefte SoftEther-Administrationskenntnisse, TCP/IP, Routing, Lastverteilung, Zertifikate und grundlegende Hochverfügbarkeitskonzepte |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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