Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Modul 1: Virtual Hub als virtueller Switch
- Modul 2: Local Bridge und physische Netzanbindung
- Modul 3: SecureNAT und virtueller DHCP-Dienst
- Modul 4: Virtuelle Layer-3-Switches und Segmentrouting
- Modul 5: Cascade-Verbindungen und Schleifenvermeidung
- Modul 6: Leistung und Datenpfaddiagnose
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Praxisnutzen
Zielsetzung
SoftEther verbindet virtuelle und physische Netze auf Layer 2 und Layer 3. Diese Flexibilität verlangt eine präzise Planung von Broadcast-Domänen, Adressierung, DHCP, Routing und Rückwegen. Unkontrollierte Brücken oder Cascades können Schleifen, Broadcast-Stürme und schwer erkennbare Sicherheitslücken erzeugen.
Virtual Hubs, lokale Bridges, SecureNAT, virtuelle Layer-3-Switches und Cascade-Verbindungen lassen sich zielgerichtet kombinieren. Datenpfade werden dokumentiert, abgesichert, getestet und anhand von MAC-, IP- und Sitzungsdaten diagnostiziert.
Modul 1: Virtual Hub als virtueller Switch
Weiterleitung, Segmenttrennung und Betriebsdaten eines Virtual Hubs werden verstanden.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Virtual Hubs als voneinander isolierte Ethernet-Segmente modellieren.
- Schritt 2: Client-, Bridge-, Cascade-, SecureNAT- und Layer-3-Sitzungen nach Funktion unterscheiden.
- Schritt 3: MAC- und IP-Tabellen auslesen und Lernverhalten anhand kontrollierter Testpakete beobachten.
- Schritt 4: Broadcast-, Multicast- und unbekannten Unicast-Verkehr auf Auswirkung und Begrenzung prüfen.
Praxisübung
Ein Virtual Hub wird aufgebaut und sein Weiterleitungsverhalten mit mehreren Endpunkten analysiert.
Kontrollpunkte
- Segmentisolation ist nachgewiesen.
- Sonderverbindungen werden korrekt erkannt.
- Tabelleneinträge lassen sich einem Datenpfad zuordnen.
Modul 2: Local Bridge und physische Netzanbindung
Virtuelle Hubs werden kontrolliert mit physischen oder TAP-basierten Netzen verbunden.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Geeignete Netzwerkschnittstelle auswählen und Betriebssystembindung prüfen.
- Schritt 2: Local Bridge zwischen Virtual Hub und Zieladapter erstellen.
- Schritt 3: Promiscuous Mode, VLAN-Transparenz und Betriebssystembesonderheiten testen.
- Schritt 4: Bridge-Status, Sitzung und bidirektionalen Verkehr mit Positiv- und Negativtests verifizieren.
Praxisübung
Eine lokale Bridge wird mit einem isolierten Test-LAN eingerichtet und gegen Fehlverkabelung abgesichert.
Kontrollpunkte
- Nur der vorgesehene Adapter ist gebrückt.
- VLAN- und Broadcastverhalten ist bekannt.
- Bridge-Fehler werden im Betriebsmonitor erkannt.
Modul 3: SecureNAT und virtueller DHCP-Dienst
Isolierte Remote-Access-Netze erhalten kontrollierte Adress- und NAT-Dienste.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: SecureNAT gegenüber Local Bridge und externem Router nach Einsatzgrenze bewerten.
- Schritt 2: Virtuelle NAT- und DHCP-Parameter einschließlich Adresspool, Gateway und DNS festlegen.
- Schritt 3: Adressvergabe, Lease-Verhalten, Namensauflösung und Internet- beziehungsweise Zielnetzzugriff testen.
- Schritt 4: Leistungs- und Skalierungsgrenzen dokumentieren und ein späteres Migrationsziel zu externem Routing definieren.
Praxisübung
Ein isolierter Remote-Access-Hub wird mit virtuellem DHCP und begrenztem NAT-Zugriff aufgebaut.
Kontrollpunkte
- Adresspool überschneidet keine Produktivnetze.
- DNS- und Rückweg funktionieren.
- SecureNAT wird nur innerhalb seiner Leistungsgrenze eingesetzt.
Modul 4: Virtuelle Layer-3-Switches und Segmentrouting
Mehrere Virtual Hubs werden über kontrolliertes Routing statt flächigem Bridging verbunden.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Routingbedarf und erlaubte Kommunikationsbeziehungen zwischen Hubs festlegen.
- Schritt 2: Virtuelle Schnittstellen mit eindeutigen Adressen und Masken anlegen.
- Schritt 3: Statische Routen und Rückrouten auf allen beteiligten Netzen konfigurieren.
- Schritt 4: Zugriffslisten und Sicherheitsrichtlinien an den Segmentgrenzen testen.
Praxisübung
Drei Virtual Hubs werden über ein restriktives Layer-3-Modell verbunden.
Kontrollpunkte
- Keine unerwünschte Layer-2-Ausdehnung.
- Rückrouten sind vollständig.
- Nur freigegebene Segmentbeziehungen funktionieren.
Modul 5: Cascade-Verbindungen und Schleifenvermeidung
Standorte und Hubs werden verbunden, ohne unkontrollierte Layer-2-Ringe zu erzeugen.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Initiierende und empfangende Seite einer Cascade eindeutig bestimmen.
- Schritt 2: Dienstkonto, Serverzertifikatsprüfung und Verbindungsparameter konfigurieren.
- Schritt 3: Topologie auf Mehrfachpfade, fehlende Spanning-Tree-Unterstützung und Broadcastrisiken prüfen.
- Schritt 4: Wiederverbindung, Status, Logeinträge und kontrollierte Abschaltung testen.
Praxisübung
Eine dreistandortige Fehlertopologie wird analysiert und in eine schleifenfreie Struktur überführt.
Kontrollpunkte
- Keine Layer-2-Schleife vorhanden.
- Cascade-Konto ist minimal berechtigt.
- Ausfall und Wiederverbindung sind überwacht.
Modul 6: Leistung und Datenpfaddiagnose
Fehler und Engpässe werden anhand des tatsächlichen Paketwegs lokalisiert.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Sollpfad vom Endpunkt über Hub, NAT, Bridge oder Router bis zum Ziel zeichnen.
- Schritt 2: Sitzungen, MAC- und IP-Tabellen an jedem Übergang vergleichen.
- Schritt 3: MTU, Fragmentierung, Broadcastlast, CPU und Durchsatz kontrolliert messen.
- Schritt 4: Monitoring-Sitzung und Paketaufzeichnung mit begrenztem Umfang zur Beweisführung einsetzen.
Praxisübung
Ein vorbereiteter Fall mit falschem Rückweg und Broadcastüberlastung wird diagnostiziert.
Kontrollpunkte
- Soll- und Istpfad sind getrennt dargestellt.
- Engpass ist mit Messwerten belegt.
- Korrektur beseitigt Ursache statt nur Symptom.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Netzwerkadministration, Infrastrukturengineering, Datacenter-Betrieb, Lab- und Testumgebungen sowie technischer Support
Voraussetzungen: Vertiefte Kenntnisse in Ethernet, VLAN, IPv4, DHCP, NAT, Routing, Broadcast-Verhalten und Netzwerkanalyse
Praxisnutzen
Das Seminar schafft Sicherheit bei komplexen Layer-2- und Layer-3-Konstruktionen und liefert wiederverwendbare Topologie-, Test- und Diagnoseverfahren für Remote Access und Standortkopplung.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Netzwerkadministration, Infrastrukturengineering, Datacenter-Betrieb, Lab- und Testumgebungen sowie technischer Support |
| Voraussetzungen: | Vertiefte Kenntnisse in Ethernet, VLAN, IPv4, DHCP, NAT, Routing, Broadcast-Verhalten und Netzwerkanalyse |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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