Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Modul 1: Bestandsaufnahme und Nutzungsanalyse
- Modul 2: Zielmapping und Bereinigung
- Modul 3: Pilot und Parallelbetrieb
- Modul 4: Client-, Identitäts- und Zertifikatsumstellung
- Modul 5: Cutover und Rollback
- Modul 6: Stilllegung und Nachkontrolle
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Praxisnutzen
Zielsetzung
VPN-Migrationen scheitern häufig nicht an der Installation des Zielsystems, sondern an unvollständigem Bestand, verdeckten Routingabhängigkeiten, uneinheitlichen Clientprofilen und fehlenden Rückfallkriterien. Das Seminar behandelt die Umstellung als kontrollierten Servicewechsel.
Eine bestehende VPN-Landschaft kann vollständig inventarisiert, auf SoftEther-Zielobjekte abgebildet, in Wellen pilotiert und mit messbaren Abnahme- und Rückfallkriterien umgestellt werden.
Modul 1: Bestandsaufnahme und Nutzungsanalyse
Technische Konfiguration und tatsächliche Nutzung des Altsystems werden vollständig erfasst.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Server, Gateways, Listener, Protokolle, Benutzerquellen und Zertifikate inventarisieren.
- Schritt 2: Clientprofile, Routen, DNS, Split-Tunnel, Ausnahmen und Geräteklassen sammeln.
- Schritt 3: Sitzungs- und Logdaten auswerten, um aktive von historischen Objekten zu trennen.
- Schritt 4: Fachliche Eigentümer, Kritikalität, Wartungsfenster und Supportabhängigkeiten zuordnen.
Praxisübung
Ein lückenhaft dokumentiertes Altsystem wird in einen prüfbaren Migrationsbestand überführt.
Kontrollpunkte
- Aktive und ungenutzte Objekte sind getrennt.
- Verdeckte Routing- und Identitätsabhängigkeiten sind erfasst.
- Jedes kritische Objekt besitzt einen Eigentümer.
Modul 2: Zielmapping und Bereinigung
Alte Objekte werden auf SoftEther-Hubs, Protokolle, Identitäten und Richtlinien abgebildet.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Anwendungsfälle statt Altproduktfunktionen als Ausgangspunkt verwenden.
- Schritt 2: Protokolle nach Clientfähigkeit, Sicherheit und Betriebsaufwand neu auswählen.
- Schritt 3: Benutzer, Gruppen, Zertifikate, Routen und Zugriffsregeln auf Zielobjekte abbilden.
- Schritt 4: Überholte Ausnahmen, doppelte Profile und ungenutzte Konten ausdrücklich zur Stilllegung markieren.
Praxisübung
Für einen gemischten OpenVPN- und L2TP-Bestand wird eine Zielmapping-Tabelle erstellt.
Kontrollpunkte
- Jedes Zielobjekt besitzt einen Bedarf.
- Alte Sonderregeln werden nicht ungeprüft übernommen.
- Stilllegung ist Teil des Mappings.
Modul 3: Pilot und Parallelbetrieb
Alt- und Zielsystem werden für eine begrenzte Gruppe ohne Konflikte parallel betrieben.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Repräsentative Pilotgruppe, Geräte und Anwendungen auswählen.
- Schritt 2: SoftEther-Hubs, Konten, Zertifikate und Clientprofile für den Pilot bereitstellen.
- Schritt 3: DNS, Ports, Adressräume, Routen und Zertifikatsnamen konfliktfrei gestalten.
- Schritt 4: Pilotmetriken für Anmeldung, Zielzugriff, Leistung, Stabilität und Supportaufwand erfassen.
Praxisübung
Eine Pilotgruppe arbeitet über das Zielsystem, während das Altsystem als kontrollierter Rückfall verfügbar bleibt.
Kontrollpunkte
- Parallelbetrieb erzeugt keine Adress- oder Routekonflikte.
- Pilot deckt kritische Geräteklassen ab.
- Erfolg und Abbruch sind messbar.
Modul 4: Client-, Identitäts- und Zertifikatsumstellung
Zugangsartefakte und Identitäten werden kontrolliert verteilt und aktiviert.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Clientprofile nach Plattform und Protokoll standardisieren.
- Schritt 2: Benutzer- und Gruppenzuordnung mit Sperr- und Ablaufregeln übernehmen oder neu gestalten.
- Schritt 3: Zertifikate, Vertrauensanker und Schlüsselmaterial mit sicherem Verteilweg migrieren.
- Schritt 4: Alte und neue Zugangsdaten zeitlich begrenzen und Doppelberechtigungen überwachen.
Praxisübung
Für Windows-, Linux- und mobile Clients wird ein gestaffelter Profil- und Zertifikatsrollout geplant.
Kontrollpunkte
- Profile sind versioniert.
- Schlüsselmaterial bleibt geschützt.
- Doppelberechtigungen besitzen ein Enddatum.
Modul 5: Cutover und Rollback
Die produktive Umschaltung erfolgt in kontrollierten Wellen mit eindeutiger Stopplogik.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Change-Fenster, Kommunikation, Supportbesetzung und technische Vorbedingungen bestätigen.
- Schritt 2: Benutzergruppen, DNS, Routen oder Firewallregeln in definierter Reihenfolge umstellen.
- Schritt 3: Pro Welle Anmeldung, Datenpfad, Leistung, Richtlinien und Monitoring abnehmen.
- Schritt 4: Bei Grenzwertverletzung Stop und Rückfall auslösen, Ursache analysieren und neuen Termin freigeben.
Praxisübung
Ein Cutover wird mit einem simulierten Leistungsproblem unterbrochen und zurückgerollt.
Kontrollpunkte
- Stop-Kriterien wirken rechtzeitig.
- Rückfall stellt den vorherigen Service her.
- Abnahme ist pro Welle nachvollziehbar.
Modul 6: Stilllegung und Nachkontrolle
Das Altsystem wird erst nach stabiler Zielnutzung vollständig und sicher entfernt.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Stabilisierungszeitraum und Restnutzung anhand von Logs prüfen.
- Schritt 2: Altprofile, Konten, Zertifikate, Firewallregeln und DNS-Einträge kontrolliert deaktivieren.
- Schritt 3: Schlüssel und gemeinsame Geheimnisse nach Vorgabe widerrufen oder löschen.
- Schritt 4: Dokumentation, Monitoring, Support-Runbooks und Eigentümerschaft auf den Zielbetrieb aktualisieren.
Praxisübung
Ein Stilllegungsplan entfernt technische und organisatorische Altlasten vollständig.
Kontrollpunkte
- Keine produktive Restnutzung.
- Geheimnisse und Zugriffsregeln sind entfernt.
- Zieldokumentation ersetzt die Altdokumentation.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Migrationsprojekte, Netzwerkadministration, Plattformbetrieb, IT-Security, Clientmanagement und technischer Support
Voraussetzungen: Praktische Erfahrung mit mindestens einer bestehenden VPN-Lösung, TCP/IP, Routing, Zertifikaten, Benutzerverwaltung und SoftEther-Grundlagen
Praxisnutzen
Das Seminar reduziert ungeplante Unterbrechungen, verhindert das Übernehmen veralteter Sonderregeln und liefert einen vollständigen Migrations-, Test-, Kommunikations- und Stilllegungsplan.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Migrationsprojekte, Netzwerkadministration, Plattformbetrieb, IT-Security, Clientmanagement und technischer Support |
| Voraussetzungen: | Praktische Erfahrung mit mindestens einer bestehenden VPN-Lösung, TCP/IP, Routing, Zertifikaten, Benutzerverwaltung und SoftEther-Grundlagen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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