Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Modul 1: Bedrohungsmodell und Schutzbedarf
- Modul 2: Virtual-Hub-Segmentierung und Administration
- Modul 3: Sicherheitsrichtlinien und Paketfilter
- Modul 4: Identität, Zertifikate und Protokollminimierung
- Modul 5: Management- und Betriebssystemhärtung
- Modul 6: Logging, Sicherheitsabnahme und Reaktion
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Praxisnutzen
Zielsetzung
Ein VPN verschlüsselt Transport, schafft aber nicht automatisch einen sicheren Zugriff. Sicherheit entsteht durch Segmentierung, starke Identität, minimierte Protokollfläche, begrenzte Administration, nachvollziehbare Regeln und kontinuierliche Überprüfung.
Eine SoftEther-Umgebung kann anhand eines Bedrohungsmodells in Sicherheitszonen gegliedert, nach dem Minimalprinzip konfiguriert und mit Positiv-, Negativ- und Missbrauchstests validiert werden.
Modul 1: Bedrohungsmodell und Schutzbedarf
Angriffsflächen, Vertrauensgrenzen und Missbrauchsszenarien werden systematisch erfasst.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Schützenswerte Netze, Anwendungen, Identitäten, Schlüssel und Verwaltungsfunktionen bestimmen.
- Schritt 2: Externe Angreifer, kompromittierte Clients, privilegierte Fehlbedienung und Ausfall als Szenarien modellieren.
- Schritt 3: Listener, Protokolle, Managementpfade, Identitätsdienste und Bridges als Angriffsflächen erfassen.
- Schritt 4: Kontrollen und messbare Sicherheitsziele je Risiko priorisieren.
Praxisübung
Für einen Remote-Access- und Standortdienst wird ein kompaktes Bedrohungsmodell erstellt.
Kontrollpunkte
- Schutzobjekte und Angreifer sind getrennt.
- Jede kritische Bedrohung besitzt eine Kontrolle.
- Sicherheitsziele sind testbar.
Modul 2: Virtual-Hub-Segmentierung und Administration
Mandanten, Rollen und Vertrauenszonen werden technisch und administrativ getrennt.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Virtual Hubs nach Zone, Zweck und Verantwortlichkeit planen.
- Schritt 2: Server- und Hub-Administration mit getrennten Kennwörtern und minimalem Umfang einrichten.
- Schritt 3: Anonyme Hub-Auflistung und nicht benötigte Delegationsrechte einschränken.
- Schritt 4: Verbindungen zwischen Hubs ausschließlich über kontrollierte Layer-3- oder freigegebene Pfade erlauben.
Praxisübung
Eine flache Beispielumgebung wird in getrennte Benutzer-, Administrator- und Partnerzonen überführt.
Kontrollpunkte
- Keine unnötige Hub-Sichtbarkeit.
- Delegation überschreitet keine Zone.
- Inter-Hub-Verkehr ist ausdrücklich freigegeben.
Modul 3: Sicherheitsrichtlinien und Paketfilter
Benutzer- und Gruppenrechte werden bis auf den Datenverkehr heruntergebrochen.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Routing, Bridging, Monitoring, Broadcasts, Mehrfachanmeldung und Bandbreite begrenzen.
- Schritt 2: IP-Zugriffslisten für Verbindungsquellen und administrative Netze definieren.
- Schritt 3: Paketfilter nach Quelladresse, Zieladresse, Protokoll, Port, Priorität und Regelreihenfolge erstellen.
- Schritt 4: Implizite Freigaben und Ausnahmen mit Negativ- und Umgehungstests prüfen.
Praxisübung
Ein rollenbasiertes Regelwerk wird aus fachlichen Berechtigungen abgeleitet und technisch getestet.
Kontrollpunkte
- Erste passende Regel ist berücksichtigt.
- Unerlaubte Querbewegung ist blockiert.
- Ausnahmen besitzen Eigentümer und Ablaufdatum.
Modul 4: Identität, Zertifikate und Protokollminimierung
Zugänge werden mit starker Identität und kleinstmöglicher Protokollfläche gesichert.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Authentisierungsverfahren nach Benutzer- und Geräteklasse auswählen.
- Schritt 2: Server- und Benutzerzertifikate auf Name, Gültigkeit, Kette und Schlüsselverwendung prüfen.
- Schritt 3: Nicht benötigte Listener, OpenVPN-, IPsec-, SSTP-, Traversal- und API-Funktionen deaktivieren.
- Schritt 4: Sperrung, Ablauf, Fehlanmeldung und Ausfall externer Identitätsquellen testen.
Praxisübung
Eine offene Standardkonfiguration wird auf ein begründetes Minimalset reduziert.
Kontrollpunkte
- Nur erforderliche Protokolle sind aktiv.
- Zertifikatsprüfung ist nicht umgangen.
- Sperr- und Ausfallverhalten sind bekannt.
Modul 5: Management- und Betriebssystemhärtung
Die VPN-Anwendung wird in eine abgesicherte Serverplattform eingebettet.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Administrative Quellnetze, Firewallpfade und Remotezugänge begrenzen.
- Schritt 2: Dienstkonto, Dateirechte, Konfigurationsschutz, Patchprozess und Zeitquelle prüfen.
- Schritt 3: Sicherungen, private Schlüssel und gemeinsame Geheimnisse getrennt schützen.
- Schritt 4: Notfallzugang mit eng begrenztem Ursprungsnetz, kurzer Gültigkeit, starker Sicherung und Nutzungskontrolle definieren.
Praxisübung
Server und Managementpfad werden anhand einer Härtungscheckliste geprüft und korrigiert.
Kontrollpunkte
- Konfiguration und Schlüssel sind nur berechtigt zugänglich.
- Patch- und Zertifikatsverantwortung ist benannt.
- Notfallzugang ist kein Dauerzugang.
Modul 6: Logging, Sicherheitsabnahme und Reaktion
Sicherheitszustand und Missbrauch werden erkannt und mit klaren Maßnahmen beantwortet.
Schrittweise Umsetzung
- Schritt 1: Server-, Sicherheits- und Verbindungslogs mit einheitlicher Zeit und Aufbewahrung konfigurieren.
- Schritt 2: Alarme für Fehlanmeldungen, ungewöhnliche Sitzungen, Regeländerungen und Zertifikatsablauf definieren.
- Schritt 3: Sicherheitsabnahme mit Positiv-, Negativ-, Umgehungs- und Wiederherstellungstests durchführen.
- Schritt 4: Reaktionsschritte für Kontosperrung, Sitzungsabbruch, Zertifikatswiderruf und Konfigurationsrückfall dokumentieren.
Praxisübung
Ein simulierter Missbrauchsfall wird erkannt, eingedämmt und technisch nachbereitet.
Kontrollpunkte
- Relevante Ereignisse sind korrelierbar.
- Abnahme umfasst Umgehungsversuche.
- Reaktionsmaßnahmen besitzen Rücknahme und Nachprüfung.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: IT-Security, Netzwerksecurity, Systemadministration, Security Architecture, Audit und Incident Response
Voraussetzungen: Gute Kenntnisse in TCP/IP, Firewallkonzepten, Authentisierung, TLS, Zertifikaten und SoftEther-Grundadministration
Praxisnutzen
Das Seminar liefert eine konkrete Härtungsbaseline, nachvollziehbare Regelmodelle und einen technischen Sicherheitsabnahmetest für neue und bestehende VPN-Umgebungen.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | IT-Security, Netzwerksecurity, Systemadministration, Security Architecture, Audit und Incident Response |
| Voraussetzungen: | Gute Kenntnisse in TCP/IP, Firewallkonzepten, Authentisierung, TLS, Zertifikaten und SoftEther-Grundadministration |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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