Leistung entsteht aus dem Zusammenspiel von semantischer Abfrage, Mapping, Metadaten und Datenbank. Statt pauschaler Tuning-Regeln wird ein reproduzierbarer Diagnoseprozess mit getrennten Zeit- und Kostenanteilen aufgebaut.
Inhaltsverzeichnis
- Messmodell und Baseline
- SPARQL-Struktur optimieren
- Reformulierung lesen
- Mapping-SQL und Lenses
- Constraints und Datenbankoptimierung
- Cache und wiederkehrende Abfragen
- Lasttest und Regression
Lernziele
- Reformulierungs-, Datenbank- und Übertragungszeit getrennt messen.
- Erzeugte SQL-Abfragen und Ausführungspläne systematisch analysieren.
- Mappings, Lenses, Constraints, Indizes und SPARQL-Struktur gezielt optimieren.
- Lasttests, Grenzwerte und Leistungsregressionen automatisierbar definieren.
Zielgruppe
Erfahrene Ontop- und SPARQL-Entwicklung, Data Engineering, Datenbankoptimierung, Architektur und Plattformbetrieb.
Voraussetzungen
Gute SQL-, SPARQL- und Mapping-Kenntnisse sowie Erfahrung mit Datenbankausführungsplänen.
Kapitel 1: Messmodell und Baseline
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Latenzanteile, Referenzabfragen, Datenvolumen, Warm-up, Cache und Reproduzierbarkeit.
- Schritt 1: Ein repräsentativer Abfragekatalog wird nach Einfachheit, Join-Tiefe, Aggregation und Ergebnisgröße klassifiziert.
- Schritt 2: Reformulierung, Datenbankausführung, Fetching und Gesamtzeit werden getrennt protokolliert.
- Schritt 3: Baseline-Bedingungen zu Datenstand, Cache, Parallelität und Ressourcen werden festgehalten.
Kapitel 2: SPARQL-Struktur optimieren
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Selektivität, OPTIONAL, UNION, FILTER, Aggregation, Pfade und Projektion.
- Schritt 1: Unnötige Variablen und breite Ergebnismengen werden aus der Projektion entfernt.
- Schritt 2: Optionale und alternative Muster werden auf unbeabsichtigte Vervielfachung geprüft.
- Schritt 3: Filter und Aggregationen werden so formuliert, dass sie möglichst weit in SQL übertragen werden können.
Kapitel 3: Reformulierung lesen
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Interne Abfrage, erzeugtes SQL, Post-Processing und Cache-Hinweise.
- Schritt 1: Eine SPARQL-Abfrage wird Schritt für Schritt ihrer SQL-Reformulierung zugeordnet.
- Schritt 2: Joins, Unterabfragen, Casts und Duplikateliminierung werden auf ihre Ursache im Mapping zurückgeführt.
- Schritt 3: Nicht in SQL übertragene Operationen werden identifiziert und hinsichtlich Datenmenge bewertet.
Kapitel 4: Mapping-SQL und Lenses
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Parserfreundliche Quellen, Join-Zuschnitt, Black-Box-SQL und virtuelle Sichten.
- Schritt 1: Quellabfragen werden auf unnötige Joins, Funktionen und fehlende Filter untersucht.
- Schritt 2: Wiederkehrende Transformationen werden in passende Lens-Typen überführt.
- Schritt 3: Komplexe Black-Box-Abfragen werden gegen einfachere, optimierbare Varianten gemessen.
Kapitel 5: Constraints und Datenbankoptimierung
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Primärschlüssel, Eindeutigkeit, Fremdschlüssel, funktionale Abhängigkeiten und Indizes.
- Schritt 1: Fehlende oder nicht sichtbare Integritätsinformationen werden ermittelt.
- Schritt 2: Explizite Constraints werden ergänzt und die veränderte SQL-Reformulierung verglichen.
- Schritt 3: Der Datenbankplan wird auf Indexnutzung, Join-Reihenfolge und Schätzfehler geprüft.
Kapitel 6: Cache und wiederkehrende Abfragen
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Reformulierungscache, vordefinierte Abfragen, HTTP-Caching und Aktualitätsgrenzen.
- Schritt 1: Wiederkehrende Anfrageformen werden anhand Query-Templates und Parameterstruktur erkannt.
- Schritt 2: Für stabile Lookup-Muster wird die Eignung vordefinierter Abfragen bewertet.
- Schritt 3: Cache-Zeiten werden aus Änderungsfrequenz und fachlicher Toleranz abgeleitet.
Kapitel 7: Lasttest und Regression
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Parallelität, Schutzwerte, Zeitlimits, Kapazität und automatischer Vergleich.
- Schritt 1: Ein Lastprofil bildet normale, Spitzen- und fehlerhafte Anfragen getrennt ab.
- Schritt 2: Kapazitätsgrenzen werden anhand Latenz, Fehlerquote und Datenbankbelastung bestimmt.
- Schritt 3: Leistungsbudgets werden als Regressionstest in Release- und Upgrade-Prozesse integriert.
Fachbereichsleitung und Trainingskoordination
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Ontop- und SPARQL-Entwicklung, Data Engineering, DBA, Architektur, Betrieb |
| Voraussetzungen: | Gute SQL-, SPARQL- und Mapping-Kenntnisse; Ausführungsplan-Erfahrung |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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