Seminar Ontop Mapping Engineering mit OBDA und R2RML

Mappings bestimmen, wie relationale Daten als virtueller Graph erscheinen und wie effizient Abfragen übersetzt werden können. Der Kurs verbindet semantische Korrektheit, SQL-Qualität, stabile Identitäten, Standardkonformität und automatisierbare Tests.

Inhaltsverzeichnis

  1. Mapping-Anforderungen und Zuschnitt
  2. Quell-SQL für Ontop
  3. OBDA-Dateien strukturieren
  4. Ziel-Triple und IRI-Templates
  5. Datentypen, Sprachen und Graphen
  6. R2RML und Interoperabilität
  7. Meta-Mappings und dynamische Strukturen
  8. Konvertierung und Versionspflege
  9. Qualität und Performance

Lernziele

  • Mapping-Anforderungen aus Fachfragen, Ontologie und relationalem Schema ableiten.
  • OBDA- und R2RML-Mappings mit korrekten Quellen und Ziel-Templates erstellen.
  • Fortgeschrittene Muster wie benannte Graphen, Meta-Mappings und Konvertierungen beherrschen.
  • Ein Review-, Test- und Versionsmodell für umfangreiche Mapping-Bestände etablieren.

Zielgruppe

Erfahrene Ontop- und Mapping-Entwicklung, Data Engineering, Datenarchitektur, Ontologie-Teams und technische Qualitätssicherung.

Voraussetzungen

Gute SQL-Kenntnisse, RDF- und SPARQL-Grundlagen sowie praktische Erfahrung mit relationalen Datenmodellen.

Kapitel 1: Mapping-Anforderungen und Zuschnitt

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Kompetenzfragen, Klassen, Eigenschaften, Quellen, Aktualität und Verantwortlichkeiten.

  1. Schritt 1: Fachliche Abfragen werden in benötigte Klassen, Beziehungen und Attribute zerlegt.
  2. Schritt 2: Für jedes Mapping-Teilgebiet werden verantwortliche Quelltabellen und Schlüssel festgelegt.
  3. Schritt 3: Mapping-Pakete werden nach Fachdomäne, Änderungsrhythmus und Testbarkeit geschnitten.

Kapitel 2: Quell-SQL für Ontop

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Projektion, Filter, Joins, Dialekte, Parsergrenzen und Black-Box-Risiken.

  1. Schritt 1: Quellabfragen liefern nur tatsächlich benötigte Spalten und verwenden eindeutige Aliasnamen.
  2. Schritt 2: Komplexität wird auf Mappings und Lenses verteilt, damit Optimierungsmöglichkeiten erhalten bleiben.
  3. Schritt 3: Abfragen außerhalb des parsbaren Kerns werden bewusst gekennzeichnet und mit Leistungsfällen getestet.

Kapitel 3: OBDA-Dateien strukturieren

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Präfixe, Mapping-IDs, source, target, Kommentare und modulare Pflege.

  1. Schritt 1: Präfixe werden zentral und kollisionsfrei definiert.
  2. Schritt 2: Mapping-IDs folgen einer nachvollziehbaren, stabilen Namenskonvention.
  3. Schritt 3: Quell- und Zielteil werden in kleinen, fachlich geschlossenen Assertions umgesetzt.

Kapitel 4: Ziel-Triple und IRI-Templates

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Subjekt, Prädikat, Objekt, Templates, Spaltenwerte, Blank Nodes und Kodierung.

  1. Schritt 1: Subjekt-IRIs werden aus unveränderlichen, eindeutigen Schlüsseln konstruiert.
  2. Schritt 2: Prädikate werden ausschließlich aus dem abgestimmten Vokabular verwendet.
  3. Schritt 3: Objekte werden als IRI, Blank Node oder Literal passend zur Ontologie modelliert und mit Grenzwerten getestet.

Kapitel 5: Datentypen, Sprachen und Graphen

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Explizite Typisierung, natürliche SQL-Abbildung, Sprach-Tags und benannte Graphen.

  1. Schritt 1: SQL- und RDF-Datentypen werden je Eigenschaft auf Übereinstimmung geprüft.
  2. Schritt 2: Mehrsprachige Werte werden mit konstanten, fachlich korrekten Sprach-Tags in getrennten Regeln abgebildet.
  3. Schritt 3: Benannte Graphen werden nur mit klarer Herkunfts- oder Gültigkeitssemantik eingesetzt.

Kapitel 6: R2RML und Interoperabilität

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Triples Maps, logische Tabellen, Subject Maps, Predicate-Object Maps und Referencing Object Maps.

  1. Schritt 1: Ein bestehendes OBDA-Mapping wird in die R2RML-Bausteine zerlegt.
  2. Schritt 2: Beziehungen werden über gemeinsame Schlüssel und referenzierende Objektabbildungen modelliert.
  3. Schritt 3: Das R2RML-Ergebnis wird mit denselben Referenzabfragen wie das Ausgangsmapping verglichen.

Kapitel 7: Meta-Mappings und dynamische Strukturen

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Dynamische Klassen oder Eigenschaften, Einsatzgrenzen und Kontrollmechanismen.

  1. Schritt 1: Der Bedarf für dynamisch gebildete Klassen oder Eigenschaften wird fachlich begründet.
  2. Schritt 2: Datenwerte werden auf zulässige Vokabularbestandteile begrenzt und auf ungültige IRIs geprüft.
  3. Schritt 3: Eine statische Alternative wird hinsichtlich Wartbarkeit und Abfrageoptimierung gegenübergestellt.

Kapitel 8: Konvertierung und Versionspflege

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: OBDA zu R2RML, R2RML zu OBDA, Formatierung, Metadaten und Änderungskontrolle.

  1. Schritt 1: Konvertierungen werden mit den erforderlichen Datenbankmetadaten reproduzierbar ausgeführt.
  2. Schritt 2: Formatierte Ausgaben werden für Code-Review und differenzierbare Versionshistorie genutzt.
  3. Schritt 3: Semantische Regressionstests verhindern, dass rein syntaktische Änderungen Resultate verändern.

Kapitel 9: Qualität und Performance

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Validierung, Kompetenzfragen, Kardinalität, Constraints, SQL-Reformulierung und Review.

  1. Schritt 1: Ein Prüfkatalog kontrolliert Syntax, Vokabular, IRI-Stabilität, Datentypen und Nullwertverhalten.
  2. Schritt 2: Referenzabfragen decken Beziehungen, optionale Daten, Aggregationen und leere Ergebnisse ab.
  3. Schritt 3: Mapping-Reviews verbinden semantische Korrektheit mit Analyse der erzeugten SQL-Abfragen.

Fachbereichsleitung und Trainingskoordination

Seminardetails

   
Dauer: 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Erfahrene Mapping- und Ontop-Entwicklung, Data Engineering, Architektur
Voraussetzungen: Gute SQL-, RDF- und SPARQL-Kenntnisse sowie relationale Modellierung
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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