Mappings bestimmen, wie relationale Daten als virtueller Graph erscheinen und wie effizient Abfragen übersetzt werden können. Der Kurs verbindet semantische Korrektheit, SQL-Qualität, stabile Identitäten, Standardkonformität und automatisierbare Tests.
Inhaltsverzeichnis
- Mapping-Anforderungen und Zuschnitt
- Quell-SQL für Ontop
- OBDA-Dateien strukturieren
- Ziel-Triple und IRI-Templates
- Datentypen, Sprachen und Graphen
- R2RML und Interoperabilität
- Meta-Mappings und dynamische Strukturen
- Konvertierung und Versionspflege
- Qualität und Performance
Lernziele
- Mapping-Anforderungen aus Fachfragen, Ontologie und relationalem Schema ableiten.
- OBDA- und R2RML-Mappings mit korrekten Quellen und Ziel-Templates erstellen.
- Fortgeschrittene Muster wie benannte Graphen, Meta-Mappings und Konvertierungen beherrschen.
- Ein Review-, Test- und Versionsmodell für umfangreiche Mapping-Bestände etablieren.
Zielgruppe
Erfahrene Ontop- und Mapping-Entwicklung, Data Engineering, Datenarchitektur, Ontologie-Teams und technische Qualitätssicherung.
Voraussetzungen
Gute SQL-Kenntnisse, RDF- und SPARQL-Grundlagen sowie praktische Erfahrung mit relationalen Datenmodellen.
Kapitel 1: Mapping-Anforderungen und Zuschnitt
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Kompetenzfragen, Klassen, Eigenschaften, Quellen, Aktualität und Verantwortlichkeiten.
- Schritt 1: Fachliche Abfragen werden in benötigte Klassen, Beziehungen und Attribute zerlegt.
- Schritt 2: Für jedes Mapping-Teilgebiet werden verantwortliche Quelltabellen und Schlüssel festgelegt.
- Schritt 3: Mapping-Pakete werden nach Fachdomäne, Änderungsrhythmus und Testbarkeit geschnitten.
Kapitel 2: Quell-SQL für Ontop
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Projektion, Filter, Joins, Dialekte, Parsergrenzen und Black-Box-Risiken.
- Schritt 1: Quellabfragen liefern nur tatsächlich benötigte Spalten und verwenden eindeutige Aliasnamen.
- Schritt 2: Komplexität wird auf Mappings und Lenses verteilt, damit Optimierungsmöglichkeiten erhalten bleiben.
- Schritt 3: Abfragen außerhalb des parsbaren Kerns werden bewusst gekennzeichnet und mit Leistungsfällen getestet.
Kapitel 3: OBDA-Dateien strukturieren
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Präfixe, Mapping-IDs, source, target, Kommentare und modulare Pflege.
- Schritt 1: Präfixe werden zentral und kollisionsfrei definiert.
- Schritt 2: Mapping-IDs folgen einer nachvollziehbaren, stabilen Namenskonvention.
- Schritt 3: Quell- und Zielteil werden in kleinen, fachlich geschlossenen Assertions umgesetzt.
Kapitel 4: Ziel-Triple und IRI-Templates
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Subjekt, Prädikat, Objekt, Templates, Spaltenwerte, Blank Nodes und Kodierung.
- Schritt 1: Subjekt-IRIs werden aus unveränderlichen, eindeutigen Schlüsseln konstruiert.
- Schritt 2: Prädikate werden ausschließlich aus dem abgestimmten Vokabular verwendet.
- Schritt 3: Objekte werden als IRI, Blank Node oder Literal passend zur Ontologie modelliert und mit Grenzwerten getestet.
Kapitel 5: Datentypen, Sprachen und Graphen
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Explizite Typisierung, natürliche SQL-Abbildung, Sprach-Tags und benannte Graphen.
- Schritt 1: SQL- und RDF-Datentypen werden je Eigenschaft auf Übereinstimmung geprüft.
- Schritt 2: Mehrsprachige Werte werden mit konstanten, fachlich korrekten Sprach-Tags in getrennten Regeln abgebildet.
- Schritt 3: Benannte Graphen werden nur mit klarer Herkunfts- oder Gültigkeitssemantik eingesetzt.
Kapitel 6: R2RML und Interoperabilität
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Triples Maps, logische Tabellen, Subject Maps, Predicate-Object Maps und Referencing Object Maps.
- Schritt 1: Ein bestehendes OBDA-Mapping wird in die R2RML-Bausteine zerlegt.
- Schritt 2: Beziehungen werden über gemeinsame Schlüssel und referenzierende Objektabbildungen modelliert.
- Schritt 3: Das R2RML-Ergebnis wird mit denselben Referenzabfragen wie das Ausgangsmapping verglichen.
Kapitel 7: Meta-Mappings und dynamische Strukturen
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Dynamische Klassen oder Eigenschaften, Einsatzgrenzen und Kontrollmechanismen.
- Schritt 1: Der Bedarf für dynamisch gebildete Klassen oder Eigenschaften wird fachlich begründet.
- Schritt 2: Datenwerte werden auf zulässige Vokabularbestandteile begrenzt und auf ungültige IRIs geprüft.
- Schritt 3: Eine statische Alternative wird hinsichtlich Wartbarkeit und Abfrageoptimierung gegenübergestellt.
Kapitel 8: Konvertierung und Versionspflege
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: OBDA zu R2RML, R2RML zu OBDA, Formatierung, Metadaten und Änderungskontrolle.
- Schritt 1: Konvertierungen werden mit den erforderlichen Datenbankmetadaten reproduzierbar ausgeführt.
- Schritt 2: Formatierte Ausgaben werden für Code-Review und differenzierbare Versionshistorie genutzt.
- Schritt 3: Semantische Regressionstests verhindern, dass rein syntaktische Änderungen Resultate verändern.
Kapitel 9: Qualität und Performance
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Validierung, Kompetenzfragen, Kardinalität, Constraints, SQL-Reformulierung und Review.
- Schritt 1: Ein Prüfkatalog kontrolliert Syntax, Vokabular, IRI-Stabilität, Datentypen und Nullwertverhalten.
- Schritt 2: Referenzabfragen decken Beziehungen, optionale Daten, Aggregationen und leere Ergebnisse ab.
- Schritt 3: Mapping-Reviews verbinden semantische Korrektheit mit Analyse der erzeugten SQL-Abfragen.
Fachbereichsleitung und Trainingskoordination
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Erfahrene Mapping- und Ontop-Entwicklung, Data Engineering, Architektur |
| Voraussetzungen: | Gute SQL-, RDF- und SPARQL-Kenntnisse sowie relationale Modellierung |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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