Eine produktive Ontop-Installation benötigt mehr als eine funktionierende Mapping-Datei. Behandelt werden die technischen und organisatorischen Bausteine, mit denen Konfigurationen nachvollziehbar, Zugriffe kontrollierbar und Änderungen reproduzierbar betrieben werden.
Inhaltsverzeichnis
- Betriebsarchitektur und Konfigurationsschichten
- Datenbankverbindungen und Ressourcensteuerung
- Geheimnisse, Netzwerkgrenzen und Zugriffsschutz
- Konfigurationsschlüssel systematisch verwalten
- Änderungs-, Sicherungs- und Rückfallverfahren
- Härtungsprüfung und Betriebsfreigabe
Lernziele
- Konfigurationsdateien, Umgebungsvariablen und Startparameter konsistent strukturieren.
- Datenbankzugriffe, Geheimnisse und Netzwerkpfade nach dem Prinzip minimaler Berechtigungen planen.
- Betriebsänderungen mit Prüf-, Freigabe- und Rückfallverfahren absichern.
- Eine dokumentierte Härtungs- und Abnahmecheckliste für Ontop-Instanzen erstellen.
Zielgruppe
Systemadministration, Plattformbetrieb, DevOps, technische Architektur und verantwortliche Personen für Datenbank- oder Endpoint-Betrieb.
Voraussetzungen
Grundkenntnisse zu Linux oder Windows Server, JDBC-Verbindungen, Netzwerken und dem Grundprinzip eines SPARQL-Endpunkts.
Kapitel 1: Betriebsarchitektur und Konfigurationsschichten
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Komponenten, Laufzeitgrenzen, Dateien, Umgebungsvariablen und Verantwortlichkeiten.
- Schritt 1: Eine Referenzarchitektur mit Ontop-Prozess, Datenquelle, vorgeschaltetem Zugriffspunkt und Protokollierung wird modelliert.
- Schritt 2: Konfigurationen werden in unveränderliche Basiswerte, umgebungsspezifische Werte und Geheimnisse getrennt.
- Schritt 3: Für Entwicklung, Test und Produktion werden eindeutige Zuständigkeiten sowie Freigabegrenzen festgelegt.
Kapitel 2: Datenbankverbindungen und Ressourcensteuerung
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: JDBC-Treiber, Konten, Verbindungsparameter, Zeitgrenzen und Fehlerbilder.
- Schritt 1: Für jede Datenquelle wird der passende Treiber samt reproduzierbarer Bereitstellung inventarisiert.
- Schritt 2: Technische Datenbankkonten werden auf lesende Berechtigungen und notwendige Schemas begrenzt.
- Schritt 3: Timeouts, Verbindungsanzahl und Wiederanlaufverhalten werden anhand typischer Last- und Störungsszenarien geprüft.
Kapitel 3: Geheimnisse, Netzwerkgrenzen und Zugriffsschutz
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Secret Handling, TLS-Terminierung, Reverse-Proxy-Grenzen, CORS und Endpoint-Exposition.
- Schritt 1: Kennwörter und Tokens werden aus versionierten Konfigurationsdateien entfernt und über einen kontrollierten Secret-Prozess eingebunden.
- Schritt 2: Interne und externe Netzwerkpfade werden getrennt; direkte Datenbank- und Verwaltungszugriffe werden minimiert.
- Schritt 3: Zugriffsregeln, zulässige Ursprünge und maximale Anfragegrößen werden am vorgeschalteten Zugriffspunkt festgelegt.
Kapitel 4: Konfigurationsschlüssel systematisch verwalten
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Eigenschaftsdateien, Startparameter, Standardwerte, Abhängigkeiten und Nachweisführung.
- Schritt 1: Alle aktiven Schlüssel werden mit Zweck, Standardwert, Umgebungsabweichung und verantwortlicher Rolle dokumentiert.
- Schritt 2: Konfigurationsänderungen werden zunächst statisch geprüft und danach in einer isolierten Testinstanz gestartet.
- Schritt 3: Aus der geprüften Konfiguration wird ein versioniertes, wiederholbar ausrollbares Betriebsartefakt erzeugt.
Kapitel 5: Änderungs-, Sicherungs- und Rückfallverfahren
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Versionierung von Ontologie, Mapping, Lenses, Eigenschaften und Betriebsdateien.
- Schritt 1: Zusammengehörige Artefakte werden als eindeutig versioniertes Release-Paket gebündelt.
- Schritt 2: Vor einer Änderung werden technische Abnahmekriterien, Testabfragen und ein Rückfallpunkt definiert.
- Schritt 3: Ein kontrollierter Rollback wird durchgeführt und auf Vollständigkeit der Konfiguration sowie Erreichbarkeit des Endpunkts geprüft.
Kapitel 6: Härtungsprüfung und Betriebsfreigabe
Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Prüfkatalog, Fehlersimulation, Dokumentation und Freigabeentscheidung.
- Schritt 1: Eine Härtungscheckliste wird auf Konten, Dateirechte, Netzwerkpfade, Protokollierung und exponierte Funktionen angewendet.
- Schritt 2: Ausfälle der Datenbank, fehlerhafte Konfigurationen und übergroße Abfragen werden kontrolliert simuliert.
- Schritt 3: Die Freigabe wird anhand messbarer Kriterien protokolliert und in ein Betriebs-Runbook überführt.
Fachbereichsleitung und Trainingskoordination
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Systemadministration, DevOps, Plattformbetrieb, technische Architektur |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Serverbetrieb, Netzwerken, JDBC und Ontop-Grundlagen |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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