Seminar Ontop Grundlagen und Virtual Knowledge Graphs

Relationale Daten bleiben in ihrer Quelle und werden über Mapping und Ontologie als virtueller RDF-Graph zugänglich. Die Schulung verbindet die notwendigen Begriffe mit einer durchgängigen Übungsumgebung und einem kleinen, vollständig lauffähigen Knowledge Graph.

Inhaltsverzeichnis

  1. VKG-Architektur verstehen
  2. RDF und SPARQL als Arbeitsgrundlage
  3. Ontologie und Mapping unterscheiden
  4. Ontop einrichten und verbinden
  5. Erstes Mapping umsetzen
  6. Endpoint und Mini-Projekt

Lernziele

  • Das Zusammenspiel von Datenquelle, Mapping, Ontologie, SPARQL und SQL erklären.
  • Eine Ontop-Umgebung mit JDBC-Verbindung und minimaler Konfiguration aufbauen.
  • Einfache OBDA- oder R2RML-Mappings erstellen und prüfen.
  • Einen SPARQL-Endpunkt starten und fachliche Abfragen ausführen.

Zielgruppe

Data Engineering, Datenarchitektur, Softwareentwicklung, Datenbankteams, Ontologie-Einstieg und technische Projektleitung.

Voraussetzungen

Grundkenntnisse in SQL und relationalen Datenbanken; Vorkenntnisse zu RDF oder Ontologien sind nicht erforderlich.

Kapitel 1: VKG-Architektur verstehen

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Virtueller Graph, relationale Quelle, Mapping, Ontologie, Abfrageübersetzung und Ergebnisbildung.

  1. Schritt 1: Ein fachliches Informationsbedürfnis wird zunächst als Graphfrage und anschließend als relationale Datenanforderung beschrieben.
  2. Schritt 2: Die Rollen von Mapping und Ontologie werden getrennt und in einer Architekturzeichnung verortet.
  3. Schritt 3: Der Weg einer SPARQL-Abfrage bis zur SQL-Ausführung wird schrittweise nachverfolgt.

Kapitel 2: RDF und SPARQL als Arbeitsgrundlage

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Klassen, Eigenschaften, IRIs, Literale, Triple-Muster und Ergebnismengen.

  1. Schritt 1: Relationale Beispieldaten werden in Subjekt, Prädikat und Objekt zerlegt.
  2. Schritt 2: Eine erste SELECT-Abfrage wird aus mehreren Triple-Mustern aufgebaut.
  3. Schritt 3: Filter, optionale Werte und Sortierung werden ergänzt und mit erwarteten Resultaten verglichen.

Kapitel 3: Ontologie und Mapping unterscheiden

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: RDFS- und OWL-2-QL-Grundideen, Quellabfragen, Ziel-Templates und Datentypen.

  1. Schritt 1: Ein kleines Fachmodell mit Klassen und Eigenschaften wird definiert.
  2. Schritt 2: Für eine Tabelle werden stabile IRIs und typisierte Literale als Mapping-Ziel festgelegt.
  3. Schritt 3: Mapping und Ontologie werden auf übereinstimmende Klassen, Eigenschaften und Datentypen geprüft.

Kapitel 4: Ontop einrichten und verbinden

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Laufzeit, CLI oder Mapping Designer, JDBC-Treiber und Eigenschaftsdatei.

  1. Schritt 1: Die Laufzeitumgebung wird geprüft und eine klare Projektverzeichnisstruktur angelegt.
  2. Schritt 2: Der JDBC-Treiber wird eingebunden und eine minimale Verbindungskonfiguration erstellt.
  3. Schritt 3: Der Datenbankzugriff wird mit einem kleinen Metadaten- und Abfragetest bestätigt.

Kapitel 5: Erstes Mapping umsetzen

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Quell-SQL, IRI-Template, Klassen- und Eigenschaftszuordnung, Validierung.

  1. Schritt 1: Eine Quellabfrage liefert ausschließlich die für das Mapping benötigten Spalten.
  2. Schritt 2: Aus dem Primärschlüssel wird eine stabile IRI gebildet und einer Klasse zugeordnet.
  3. Schritt 3: Weitere Spalten werden als typisierte Eigenschaften ergänzt und das Mapping validiert.

Kapitel 6: Endpoint und Mini-Projekt

Kapitel-Inhaltsverzeichnis: Start, Testabfragen, SQL-Reformulierung, Fehlerkorrektur und Abnahme.

  1. Schritt 1: Der SPARQL-Endpunkt wird mit den erstellten Artefakten gestartet.
  2. Schritt 2: Mehrere fachliche Abfragen prüfen Klassen, Beziehungen, optionale Werte und Aggregation.
  3. Schritt 3: Ein fehlerhaftes Mapping wird anhand Meldung und erzeugter SQL-Abfrage korrigiert und erneut abgenommen.

Fachbereichsleitung und Trainingskoordination

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Data Engineering, Architektur, Entwicklung, Datenbankteams, technische Projektleitung
Voraussetzungen: SQL- und Datenbankgrundlagen; keine RDF- oder Ontologiekenntnisse erforderlich
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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