Das Seminar hebt die Prozessmodellierung von einzelnen Abläufen auf die Ebene einer steuerbaren Prozessarchitektur. Prozesse werden identifiziert, hierarchisiert, mit Organisation, Daten und Anwendungen verknüpft sowie anhand von Kennzahlen, Kosten, Szenarien und Risiken analysiert.
Inhaltsübersicht
- Lernziele und fachliche Einordnung
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisübungen und Laborszenarien
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Lernziele
- Prozessarchitektur, Ebenen, Prozessarten und Verantwortungen konsistent definieren.
- Prozesslandkarten und Navigationsbeziehungen in Innovator aufbauen.
- Kennzahlen, Kosten, Zeiten, Risiken und Abhängigkeiten modellieren.
- Ablaufszenarien animieren und Engpässe beziehungsweise Fehler früh erkennen.
- Verbesserungsmaßnahmen priorisieren und über Zielprozesse nachvollziehbar steuern.
Schrittweise Seminarinhalte
1. Prozessportfolio und Identifikation
Schwerpunkt: Wertschöpfung, Kundenleistung, Kern-, Führungs- und Unterstützungsprozesse, Scope und Owner.
- Geschäftsmodell, Leistungen und wesentliche Stakeholder als Ausgangspunkt erfassen.
- Prozesskandidaten nach Ergebnis und Kundenbezug statt Organisationseinheit identifizieren.
- Prozessarten und Portfolioebenen festlegen.
- Owner, Gültigkeit und strategische Bedeutung je Prozess dokumentieren.
Arbeitsergebnis: Abgestimmtes Prozessportfolio.
2. Prozesslandkarte und Hierarchie
Schwerpunkt: Landkarte, Prozessgruppen, End-to-End-Prozesse, Teilprozesse, Beziehungen, Navigation und Detaillierungsregeln.
- Prozessgruppen und End-to-End-Prozesse auf der obersten Ebene anordnen.
- Wirkungs-, Liefer- und Informationsbeziehungen zwischen Prozessen modellieren.
- Teilprozesse und BPMN-Detailmodelle hierarchisch verknüpfen.
- Navigation, Benennung und zulässige Ebenen mit Testnutzern prüfen.
Arbeitsergebnis: Navigierbare und verständliche Prozesslandkarte.
3. Organisation, Daten und Anwendungen verknüpfen
Schwerpunkt: Owner, Rollen, Organisationseinheiten, Informationsobjekte, Application Services und Schnittstellen.
- Verantwortung und Mitwirkung je Prozess festlegen.
- Kritische Informationsobjekte und Datenflüsse zuordnen.
- Unterstützende Anwendungen und Services mit Prozessschritten verknüpfen.
- Lücken, Medienbrüche und Mehrfachunterstützung über Beziehungsauswertungen erkennen.
Arbeitsergebnis: Domänenübergreifend verknüpfte Prozessarchitektur.
4. Kennzahlen, Zeiten und Prozesskosten
Schwerpunkt: KPI, Messpunkt, Zielwert, Durchlaufzeit, Bearbeitungszeit, Menge, Ressourcen und activity-based costing.
- Steuerungsfragen und geeignete Leistungs-, Qualitäts- und Zeitkennzahlen definieren.
- Messpunkte, Datenquellen, Einheit, Ziel- und Schwellenwerte ergänzen.
- Aktivitäten mit Mengen, Zeiten und Ressourcenkosten bewerten.
- Analyseergebnisse auf Plausibilität prüfen und als Bericht aufbereiten.
Arbeitsergebnis: Messbares Prozessleistungs- und Kostenmodell.
5. Animation und Szenarioprüfung
Schwerpunkt: Happy Path, Varianten, Fehlerfälle, Tokenfluss, verschachtelte Prozesse, Wartezeiten und Verständlichkeit.
- Repräsentative Szenarien mit Startbedingungen und erwarteten Ergebnissen definieren.
- Prozessanimation über mehrere Ebenen ausführen.
- Blockaden, unklare Gateways, fehlende Ereignisse und unerreichbare Pfade identifizieren.
- Modell korrigieren und Szenario bis zum erwarteten Endzustand erneut prüfen.
Arbeitsergebnis: Fachlich validierter Ablauf mit Szenarionachweis.
6. Analyse von Risiken, Engpässen und Auswirkungen
Schwerpunkt: Kritikalität, Kontrollpunkte, Kapazität, Systemabhängigkeit, Datenrisiko, Änderung und Impact.
- Risiken und Kontrollanforderungen je Prozess beziehungsweise Aktivität erfassen.
- Engpasskandidaten aus Zeit, Menge, Ressourcen und Fehlerhäufigkeit ableiten.
- Ausfall oder Änderung einer Anwendung, Rolle oder Datenquelle als Szenario analysieren.
- Betroffene Prozesse und Maßnahmen in einer priorisierten Heatmap darstellen.
Arbeitsergebnis: Priorisierter Risiko- und Verbesserungsbedarf.
7. Zielprozess, Maßnahmen und Governance
Schwerpunkt: Sollmodell, Variantenvergleich, Maßnahme, Owner, Nutzen, Aufwand, Roadmap, Review und kontinuierliche Verbesserung.
- Verbesserungsziel und messbare Zielwerte für den betrachteten Prozess festlegen.
- Sollvarianten modellieren und hinsichtlich Nutzen, Risiko und Umsetzbarkeit vergleichen.
- Maßnahmen, Verantwortungen, Abhängigkeiten und Termine mit dem Zielmodell verknüpfen.
- Review- und Aktualisierungszyklus für Landkarte, Kennzahlen und Zielprozesse definieren.
Arbeitsergebnis: Freigegebene Prozessverbesserungsroadmap.
Praxisübungen und Laborszenarien
- Aufbau einer dreistufigen Prozesslandkarte.
- Verknüpfung eines Prozesses mit Organisation, Daten und Anwendungen.
- Definition von Kennzahlen und activity-based costing für einen Ablauf.
- Animation mehrerer Normal- und Fehlerfälle.
- Impact- und Engpassanalyse mit Sollprozess und Maßnahmenplan.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Prozessmanagement, Business Architecture, Organisationsentwicklung, Operational Excellence, Qualitätsmanagement und Enterprise Architecture.
Voraussetzungen: Grundkenntnisse in Geschäftsprozessmanagement und BPMN; Innovator-Grundkenntnisse sind hilfreich.
Didaktik und Arbeitsweise
Fachliche Einordnungen wechseln mit Demonstrationen, strukturierten Konfigurations- oder Modellierungsschritten, Praxisübungen und kontrollierten Fehlerfällen. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe im eigenen Umfeld wiederholt werden können.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Prozessmanagement, Business Architecture, Organisationsentwicklung, Operational Excellence, Qualitätsmanagement und Enterprise Architecture. |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse in Geschäftsprozessmanagement und BPMN; Innovator-Grundkenntnisse sind hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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