Seminar MID Innovator – Migration von SAP PowerDesigner

Das Seminar behandelt die Migration als fachlich-technisches Transformationsprojekt und nicht als bloßen Dateitransfer. Bestehende Modellinhalte, Konventionen, Metadaten und Arbeitsprozesse werden bewertet, in Innovator abgebildet und über mehrere Teststufen bis zum produktiven Wechsel abgesichert.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • PowerDesigner-Bestände, Modellarten, Abhängigkeiten und individuelle Erweiterungen vollständig inventarisieren.
  • Quell- und Zielmetamodell sowie Notationen, Eigenschaften und Beziehungen belastbar mappen.
  • Testimporte mit automatisierten und fachlichen Qualitätskontrollen durchführen.
  • Bereinigung, Nachmodellierung und Abweichungsbehandlung transparent steuern.
  • Cutover, Rollen, Schulung, Rollback und Betriebsübergabe als ausführbaren Plan dokumentieren.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Migrationsauftrag und Erfolgskriterien

Schwerpunkt: Geschäftsziele, Scope, Modellarten, Nutzergruppen, Zeitplan, Risiken, Compliance und Abnahme.

  1. Gründe, erwarteten Nutzen und verbindlichen Endtermin für den Toolwechsel festlegen.
  2. Einzubeziehende Repositories, Modelle, Versionen, Dokumente und Integrationen abgrenzen.
  3. Messbare Kriterien für Vollständigkeit, Semantik, Layout, Performance und Nutzerfähigkeit definieren.
  4. Projektrollen, Entscheidungswege und Risikoregister aufsetzen.

Arbeitsergebnis: Freigegebener Migrationsauftrag mit Abnahmematrix.

2. Bestandsinventur und Abhängigkeitsanalyse

Schwerpunkt: Modelle, Diagramme, Objekte, Beziehungen, Domains, Datentypen, Skripte, Reports, Benutzer und Schnittstellen.

  1. Technischen und fachlichen Modellbestand automatisiert und stichprobenartig erfassen.
  2. Verwendete Modelltypen, Notationen, Erweiterungen und proprietäre Eigenschaften katalogisieren.
  3. Abhängigkeiten zu Datenbanken, Dokumentationen, Reports und nachgelagerten Werkzeugen aufnehmen.
  4. Veraltete, doppelte, ungenutzte und besonders kritische Bestände kennzeichnen.

Arbeitsergebnis: Vollständiges Migrationsinventar mit Prioritäten.

3. Zielarchitektur und Innovator-Modellstruktur

Schwerpunkt: Repositorys, Modellvorlagen, Pakete, Rollen, Versionen, Namensregeln, Governance und Domänentrennung.

  1. Zielrepositorys und Modellgrenzen nach Organisation, Domäne und Lebenszyklus festlegen.
  2. Passende Innovator-Modellvorlagen und Notationen je Quellmodell auswählen.
  3. Paketstruktur, Benennung, Rollen und Verantwortungen als Zielstandard definieren.
  4. Versionierung, Freigabe und spätere Pflege in die Zielarchitektur integrieren.

Arbeitsergebnis: Freigegebene Zielmodell- und Repositoryarchitektur.

4. Metamodell- und Eigenschaftsmapping

Schwerpunkt: Objekttypen, Beziehungen, Stereotype, Eigenschaften, Datentypen, Domains, Symbole und Dokumentationstexte.

  1. Quelltypen und -beziehungen den fachlich passenden Innovator-Typen zuordnen.
  2. Eigenschaften nach übernehmen, transformieren, zusammenführen, ableiten oder verwerfen klassifizieren.
  3. Nicht direkt abbildbare Erweiterungen über Profile und Stereotype modellieren.
  4. Mappingregeln mit repräsentativen Beispielen und erwarteten Zielobjekten testen.

Arbeitsergebnis: Versionierte und fachlich freigegebene Mapping-Spezifikation.

5. Pilot- und Testimport

Schwerpunkt: Exportformat, Toolbus oder Importpfad, Auswahlmenge, Protokolle, technische Fehler und Wiederholbarkeit.

  1. Repräsentatives Pilotpaket mit einfachen und komplexen Modellen auswählen.
  2. Quellsystem konsistent exportieren und unveränderten Referenzstand sichern.
  3. Import mit protokollierten Optionen in einen isolierten Zielbereich durchführen.
  4. Importlauf wiederholen und Unterschiede zwischen den Läufen untersuchen.

Arbeitsergebnis: Reproduzierbarer technischer Pilotimport.

6. Semantische und grafische Qualitätsprüfung

Schwerpunkt: Vollständigkeit, Beziehungen, Kardinalitäten, Datentypen, Diagrammlayout, Texte, Querverweise und Verifikationen.

  1. Objekt- und Beziehungszahlen gegen das Quellinventar abgleichen.
  2. Kritische Modelle fachlich auf Semantik, Schlüssel, Kardinalitäten und Verknüpfungen prüfen.
  3. Diagramme auf Lesbarkeit, Symbole, Positionen und fehlende Darstellungen kontrollieren.
  4. Abweichungen klassifizieren und Korrekturregel, manuelle Aufgabe oder akzeptierte Ausnahme zuordnen.

Arbeitsergebnis: Abnahmefähiger Qualitäts- und Abweichungsbericht.

7. Bereinigung und Nachmodellierung

Schwerpunkt: Dubletten, Namenskonflikte, verwaiste Elemente, fehlende Beziehungen, proprietäre Inhalte und Governance-Lücken.

  1. Bereinigungskriterien und Reihenfolge für automatisierte und manuelle Korrekturen festlegen.
  2. Dubletten und Namenskonflikte mit fachlichen Ownern auflösen.
  3. Fehlende Zielinformationen ergänzen und nicht migrierbare Inhalte nachvollziehbar archivieren.
  4. Verifikationen erneut ausführen und Restabweichungen bis zur Freigabe verfolgen.

Arbeitsergebnis: Bereinigter und konventionskonformer Zielbestand.

8. Cutover, Delta und Rollback

Schwerpunkt: Freeze, Deltaänderungen, finaler Export, Importfenster, Go-/No-Go, Rückfall, Kommunikation und Support.

  1. Quell-Freeze, zulässige Reständerungen und Deltaerfassung verbindlich planen.
  2. Finalen Lauf mit Sicherung, Import, Prüfungen und Nutzerfreigabe zeitlich strukturieren.
  3. Go-/No-Go-Kriterien sowie technisches und organisatorisches Rollback definieren.
  4. Kommunikation, Hypercare und Behandlung nachträglich entdeckter Fehler vorbereiten.

Arbeitsergebnis: Ausführbarer Cutover- und Rückfallplan.

9. Nutzerbefähigung und Betriebsübergabe

Schwerpunkt: Rollen, Schulung, Arbeitsanweisungen, Integrationen, Support, Archiv, Abschaltung und Erfolgskontrolle.

  1. Rollenbasierte Lernpfade und Mindestqualifikationen für Zielnutzer festlegen.
  2. Arbeitsanweisungen für Modellierung, Review, Versionierung und Veröffentlichung erstellen.
  3. Integrationen und Reports auf das Zielsystem umstellen und End-to-End testen.
  4. Quellsystem revisionssicher archivieren, Abschaltung planen und Migrationserfolg messen.

Arbeitsergebnis: Abgenommene Betriebs- und Nutzerübergabe.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Aufbau eines Migrationsinventars für mehrere Modellarten.
  • Erstellung eines Objekt-, Beziehungs- und Eigenschaftsmappings.
  • Durchführung eines Pilotimports mit Wiederholungstest.
  • Semantische und grafische Qualitätsprüfung eines importierten Modellpakets.
  • Planung von Cutover, Delta, Rollback und Nutzerbefähigung.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Migrationsleitung, Data Architecture, Enterprise Architecture, Innovator-Administration, PowerDesigner-Verantwortliche, Datenmodellierung und Qualitätsmanagement.

Voraussetzungen: Praktische Kenntnisse in SAP PowerDesigner oder vergleichbaren Modellierungswerkzeugen sowie Grundkenntnisse der vorgesehenen Innovator-Zieldomänen.

Didaktik und Arbeitsweise

Fachliche Einordnungen wechseln mit Demonstrationen, strukturierten Konfigurations- oder Modellierungsschritten, Praxisübungen und kontrollierten Fehlerfällen. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe im eigenen Umfeld wiederholt werden können.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Migrationsleitung, Data Architecture, Enterprise Architecture, Innovator-Administration, PowerDesigner-Verantwortliche, Datenmodellierung und Qualitätsmanagement.
Voraussetzungen: Praktische Kenntnisse in SAP PowerDesigner oder vergleichbaren Modellierungswerkzeugen sowie Grundkenntnisse der vorgesehenen Innovator-Zieldomänen.
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Bremen 3 Tage
Berlin 3 Tage
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Essen 3 Tage
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Freiburg 3 Tage
Potsdam 3 Tage
Flensburg 3 Tage
Leipzig 3 Tage
Hamm 3 Tage
Rostock 3 Tage
Hamburg 3 Tage
Luxemburg 3 Tage
Hannover 3 Tage
Stuttgart 3 Tage
Dresden 3 Tage
Madgeburg 3 Tage
Regensburg 3 Tage
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Trier 3 Tage
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