Das fünftägige Intensivseminar fasst die fachlichen Analyse- und Prozessseminare zu einem durchgängigen Arbeitsmodell zusammen. Von Ziel, Stakeholder und Anforderung führt der Pfad über Prozesslandkarte, BPMN und DMN bis zu Simulation, Optimierung, Dokumentation und dauerhaftem Governance-Betrieb.
Inhaltsübersicht
- Lernziele und fachliche Einordnung
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisübungen und Laborszenarien
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Didaktik und Arbeitsweise
Lernziele
- Analyseaufträge, Anforderungen, Stakeholder und Use Cases in Innovator vollständig strukturieren.
- Prozessarchitekturen und BPMN-Modelle von der Übersicht bis zum ausführungsnahen Detail aufbauen.
- Entscheidungslogik mit DMN aus Prozessen auslagern, simulieren und wiederverwenden.
- Prozesse mit Daten, Organisation, Anwendungen, Kennzahlen und Risiken verknüpfen.
- Qualität, Reviews, Dokumentation, Reporting und Governance als integrierten Arbeitsstandard etablieren.
Schrittweise Seminarinhalte
1. Innovator-Arbeitsgrundlage und Modellstruktur
Schwerpunkt: Oberfläche, Rollen, Modellbaum, Diagramme, Eigenschaften, Suche, Beziehungen und gemeinsames Modell.
- Arbeitsumgebung einrichten und Modellrolle mit verfügbaren Rechten prüfen.
- Domänenübergreifende Modellstruktur und Wiederverwendungskonzept nachvollziehen.
- Elemente über Suche, Beziehungen und Impact-Sichten auffinden.
- Ein gemeinsames Fallbeispiel als Arbeitsmodell anlegen.
Arbeitsergebnis: Eingerichtetes Analyse- und Prozessarbeitsmodell.
2. Analyseauftrag, Ziele und Stakeholder
Schwerpunkt: Treiber, Nutzen, Scope, Stakeholder, Systemkontext, Verantwortungen und Erfolgskriterien.
- Geschäftsproblem und messbare Ziele festlegen.
- Stakeholder und externe Systeme im Kontext erfassen.
- Scope, Annahmen und Ausschlüsse dokumentieren.
- Review- und Entscheidungsrollen definieren.
Arbeitsergebnis: Freigegebener Analyseauftrag.
3. Anforderungen und Business Rules
Schwerpunkt: Textuelle Anforderungen, Attribute, Priorität, Akzeptanzkriterien, Geschäftsregeln, Glossar und Qualität.
- Anforderungen sammeln, klassifizieren und eindeutig formulieren.
- Quelle, Priorität, Owner, Status und Akzeptanzkriterien ergänzen.
- Geschäftsbegriffe und Regeln mit Anforderungen verknüpfen.
- Dubletten, Widersprüche und untestbare Aussagen bereinigen.
Arbeitsergebnis: Qualitätsgeprüfter Anforderungs- und Regelkatalog.
4. Use Cases und Benutzerinteraktion
Schwerpunkt: Akteure, Use-Case-Diagramm, Haupt- und Alternativabläufe, Vorbedingungen, Maskenflüsse und Daten.
- Akteure und Systemverhalten aus dem Kontext ableiten.
- Use Cases modellieren und textuell spezifizieren.
- Alternativ-, Ausnahme- und Fehlerabläufe ergänzen.
- Benutzeraufgaben mit Masken, Feldern und Daten verknüpfen.
Arbeitsergebnis: Testbare Use-Case- und Interaktionsspezifikation.
5. Prozessportfolio und Prozesslandkarte
Schwerpunkt: Kern-, Führungs- und Unterstützungsprozesse, Ebenen, Owner, Hierarchie, Navigation und Abhängigkeiten.
- Prozesskandidaten aus Leistungen und Geschäftsergebnissen bestimmen.
- Portfolioebenen und Prozessarten festlegen.
- Prozesslandkarte mit Beziehungen und Verantwortungen modellieren.
- Von der Landkarte zu Teil- und Detailprozessen navigieren.
Arbeitsergebnis: Navigierbare Prozessarchitektur.
6. BPMN-Grundlagen und End-to-End-Abläufe
Schwerpunkt: Aktivitäten, Ereignisse, Sequenzfluss, Teilnehmer, Verantwortungen und Detaillierungsregeln.
- Prozessgrenze, Auslöser und Ergebnis festlegen.
- Happy Path mit eindeutigen Aktivitäten und Ereignissen modellieren.
- Pools, Lanes und Verantwortungen korrekt strukturieren.
- Ablauf gegen Benennungs- und Layoutregeln prüfen.
Arbeitsergebnis: Semantisch korrekter BPMN-End-to-End-Prozess.
7. Gateways, Unterprozesse und Kollaboration
Schwerpunkt: Entscheidung, Parallelität, Nachrichten, Wiederverwendung, Ereignisunterprozesse und Fehlerdomänen.
- Gateways anhand der fachlichen Semantik auswählen.
- Unterprozesse und wiederverwendbare Abläufe bilden.
- Nachrichtenflüsse zwischen internen und externen Teilnehmern modellieren.
- Grenz- und Negativfälle auf Blockaden und unerreichbare Pfade prüfen.
Arbeitsergebnis: Hierarchisches BPMN-Kollaborationsmodell.
8. Ausnahmen, Eskalation und Automatisierungsnähe
Schwerpunkt: Boundary Events, Timer, Fehler, Eskalation, Kompensation, User Tasks, Service Tasks und Engine-Übergabe.
- Erwartete fachliche und technische Ausnahmen sammeln.
- Unterbrechende und nicht unterbrechende Ereignismuster einsetzen.
- Automatisierbare und menschliche Schritte kennzeichnen.
- Daten, Schnittstellen und Abnahmetests für die Umsetzung spezifizieren.
Arbeitsergebnis: Belastbares, ausführungsnahes Prozessmodell.
9. DMN-Entscheidungsarchitektur
Schwerpunkt: DRD, Input Data, Decisions, Knowledge Sources, Business Knowledge Models und Teilentscheidungen.
- Entscheidungsbedarf aus BPMN-Prozessen herauslösen.
- Gesamtentscheidung in Teilentscheidungen und Eingabedaten zerlegen.
- Abhängigkeiten im DRD modellieren und Zyklen vermeiden.
- Owner und Wissensquellen dokumentieren.
Arbeitsergebnis: Konsistentes DMN-Entscheidungsanforderungsmodell.
10. Entscheidungstabellen, FEEL und Simulation
Schwerpunkt: Datentypen, Hit Policies, Regeln, Grenzwerte, FEEL, Testdaten, Vollständigkeit und Regression.
- Eingaben, Ausgaben und Wertebereiche definieren.
- Entscheidungstabellen mit passender Hit Policy aufbauen.
- Normal-, Grenz-, Fehler- und Mehrfachtrefferfälle simulieren.
- Regellücken und Überschneidungen korrigieren.
Arbeitsergebnis: Geprüfte und simulierbare Entscheidungslogik.
11. Prozessanalyse, Kennzahlen und Animation
Schwerpunkt: KPI, Zeiten, Kosten, Risiken, Daten, Anwendungen, Szenarien, Engpässe und Sollvarianten.
- Prozesse mit Rollen, Daten, Anwendungen und Kennzahlen anreichern.
- Kosten, Durchlaufzeiten und Risiken für kritische Schritte bewerten.
- Normal- und Fehlerszenarien animieren und Schwachstellen erkennen.
- Sollvarianten vergleichen und Maßnahmen priorisieren.
Arbeitsergebnis: Messbare Prozessverbesserungsroadmap.
12. Traceability, Qualität und Review
Schwerpunkt: Ziele, Anforderungen, Use Cases, Prozesse, Entscheidungen, Verifikationen, Kommentare und Freigabe.
- Traceability vom Ziel bis zum Prozess- und Entscheidungsmodell herstellen.
- Automatische Verifikationen und fachliche Reviewfragen ausführen.
- Mängel mit Owner und Frist nachverfolgen.
- Freigegebenen Modellstand als Baseline kennzeichnen.
Arbeitsergebnis: Auditfähiger Qualitäts- und Freigabenachweis.
13. Reporting, Dokumentation und Governance
Schwerpunkt: Dashboards, Reports, Prozesshandbuch, Owner, Pflegezyklen, Änderungen und kontinuierliche Verbesserung.
- Kennzahlen und Qualitätszustände in einem Dashboard darstellen.
- Anforderungs-, Prozess- und Entscheidungsdokumentation erzeugen.
- Owner, Reviewrhythmus und Änderungsverfahren festlegen.
- Arbeitsstandard und Rollenpfad für den Regelbetrieb dokumentieren.
Arbeitsergebnis: Vollständiges Business-Analysis- und Prozessgovernance-Handbuch.
Praxisübungen und Laborszenarien
- Aufbau eines vollständigen Analyseauftrags mit Anforderungen und Use Cases.
- Modellierung einer Prozesslandkarte und mehrerer BPMN-Detailebenen.
- Erstellung und Simulation eines DMN-Entscheidungsmodells.
- Animation, Kosten-, Risiko- und Impact-Analyse eines End-to-End-Prozesses.
- Erzeugung eines Dashboards und einer freigegebenen Gesamtdokumentation.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Lead Business Analysts, Prozessarchitektur, BPM-Verantwortliche, Requirements Engineering, Automatisierungsteams und fachliche Projektleitung.
Voraussetzungen: Grundverständnis betrieblicher Abläufe und IT-gestützter Prozesse; spezielle BPMN- oder DMN-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Didaktik und Arbeitsweise
Das Intensivformat kombiniert kurze Fachimpulse, durchgängige Demonstrationen, aufeinander aufbauende Laboraufgaben, Reviews und kontrollierte Störungsszenarien. Das gemeinsame Fallbeispiel wird täglich erweitert und am Ende als vollständig dokumentierter Arbeits- und Betriebsstandard abgenommen.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Lead Business Analysts, Prozessarchitektur, BPM-Verantwortliche, Requirements Engineering, Automatisierungsteams und fachliche Projektleitung. |
| Voraussetzungen: | Grundverständnis betrieblicher Abläufe und IT-gestützter Prozesse; spezielle BPMN- oder DMN-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
