Seminar Eclipse EDC – Dataspace Protocol, DCP und Interoperabilität

Das Seminar betrachtet EDC aus Sicht der standardisierten Kommunikation zwischen unabhängigen Teilnehmern. DSP-Nachrichten für Katalog, Vertragsverhandlung und Transfer werden mit DCP-basierten Identitäts- und Credential-Flows verbunden und anhand von positiven sowie negativen Interoperabilitätstests geprüft.

Inhaltsübersicht

  • Lernziele und fachliche Einordnung
  • Schrittweise Seminarinhalte
  • Praxisübungen und Laborszenarien
  • Zielgruppe und Voraussetzungen
  • Didaktik und Arbeitsweise

Lernziele

  • DSP- und DCP-Aufgaben sowie ihre Schichtentrennung erläutern.
  • Protokollnachrichten und Zustandsübergänge nachvollziehen.
  • Identitäts- und Credential-Nachweise in Protokollaufrufe einordnen.
  • Versionierungs- und Kompatibilitätsrisiken früh erkennen.
  • Interoperabilität mit TCK-nahen Testfällen nachweisen.

Schrittweise Seminarinhalte

1. Protokollarchitektur und Verantwortungen

Schwerpunkt: DSP, DCP, Management API, Data Plane Signaling, Wire-Protokolle, Identitätssysteme und Implementierungsgrenzen.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Zielkriterien für den Themenblock „Protokollarchitektur und Verantwortungen“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen, APIs, Zustände und Vertrauensgrenzen anhand von DSP, DCP, Management API, Data Plane Signaling, Wire-Protokolle, Identitätssysteme und Implementierungsgrenzen modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Architekturmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis ein mehrschichtiges Protokoll- und Verantwortungsmodell dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

2. Katalogprotokoll

Schwerpunkt: Catalog Request, Catalog Response, DCAT, Dataset, Distribution, Offer, Pagination, Filter und Fehlerantworten.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Zielkriterien für den Themenblock „Katalogprotokoll“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen, APIs, Zustände und Vertrauensgrenzen anhand von Catalog Request, Catalog Response, DCAT, Dataset, Distribution, Offer, Pagination, Filter und Fehlerantworten modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Architekturmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen prüfbaren Katalognachrichtenfluss dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

3. Contract-Negotiation-Protokoll

Schwerpunkt: Request, Offer, Acceptance, Agreement, Verification, Finalization, Termination, Korrelation und Asynchronität.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Zielkriterien für den Themenblock „Contract-Negotiation-Protokoll“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen, APIs, Zustände und Vertrauensgrenzen anhand von Request, Offer, Acceptance, Agreement, Verification, Finalization, Termination, Korrelation und Asynchronität modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Architekturmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine vollständige Negotiation-Sequenz dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

4. Transfer-Protokoll

Schwerpunkt: Transfer Request, Transfer Start, Completion, Suspension, Termination, Data Address, Format und Prozessstatus.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Zielkriterien für den Themenblock „Transfer-Protokoll“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen, APIs, Zustände und Vertrauensgrenzen anhand von Transfer Request, Transfer Start, Completion, Suspension, Termination, Data Address, Format und Prozessstatus modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Architekturmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen konsistenten Transfernachrichtenfluss dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

5. DCP und Participant Agent

Schwerpunkt: Web DID, Self-Issued Token, Verifiable Presentation, Claims, Credential Selection, Tokenvalidierung und Vertrauensanker.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Zielkriterien für den Themenblock „DCP und Participant Agent“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen, APIs, Zustände und Vertrauensgrenzen anhand von Web DID, Self-Issued Token, Verifiable Presentation, Claims, Credential Selection, Tokenvalidierung und Vertrauensanker modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Architekturmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen nachvollziehbaren dezentralen Identitätsfluss dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

6. Versionierung und Kompatibilität

Schwerpunkt: Protokollversionen, Content Types, JSON-LD-Kontexte, Capability Discovery, Rückwärtskompatibilität und Fehlertoleranz.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Zielkriterien für den Themenblock „Versionierung und Kompatibilität“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen, APIs, Zustände und Vertrauensgrenzen anhand von Protokollversionen, Content Types, JSON-LD-Kontexte, Capability Discovery, Rückwärtskompatibilität und Fehlertoleranz modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Architekturmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis eine Kompatibilitäts- und Upgrade-Matrix dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

7. Konformität und Interoperabilitätstests

Schwerpunkt: TCK-Szenarien, positive und negative Testfälle, Provider- und Consumer-Rollen, Evidenz, Abweichungen und Wiederholung.

  1. Ausgangslage, Schutzbedarf, Abhängigkeiten und Zielkriterien für den Themenblock „Konformität und Interoperabilitätstests“ erfassen.
  2. Relevante Objekte, Rollen, APIs, Zustände und Vertrauensgrenzen anhand von TCK-Szenarien, positive und negative Testfälle, Provider- und Consumer-Rollen, Evidenz, Abweichungen und Wiederholung modellieren.
  3. Die erforderliche Konfiguration oder Prozessfolge am Laborsystem beziehungsweise am Architekturmodell schrittweise umsetzen.
  4. Funktion, Berechtigungen, Protokollzustände, Protokollierung und Fehlerverhalten mit definierten Positiv- und Negativfällen prüfen.
  5. Als Arbeitsergebnis einen dokumentierten Interoperabilitätsnachweis dokumentieren, fachlich abnehmen und in einen wiederholbaren Standard überführen.

Praxisübungen und Laborszenarien

  • Aufzeichnung und Analyse eines vollständigen DSP-Ablaufs.
  • Prüfung eines DCP-basierten Zugriffs mit gültigen und ungültigen Claims.
  • Erstellung eines Interoperabilitätstestplans für zwei unabhängige Connector-Distributionen.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Zielgruppe: Lösungs- und Integrationsarchitektur, EDC-Entwicklung, Interoperabilitätsteams, Qualitätssicherung und technische Governance.

Voraussetzungen: EDC-Grundlagen, REST, JSON-LD und grundlegendes Verständnis verteilter Identitäts- und Vertragsprozesse.

Didaktik und Arbeitsweise

Kurze Fachimpulse werden unmittelbar durch Demonstrationen, strukturierte Konfigurationsschritte, API-Arbeit, Praxisübungen und kontrollierte Fehlerfälle vertieft. Jede Übung verwendet definierte Ausgangswerte, Prüfpunkte und Dokumentationsanforderungen, damit die erarbeiteten Abläufe als technischer Standard wiederholbar bleiben.

Fachbereichsleitung und Trainerteam

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Lösungs- und Integrationsarchitektur, EDC-Entwicklung, Interoperabilitätsteams, Qualitätssicherung und technische Governance
Voraussetzungen: EDC-Grundlagen, REST, JSON-LD und grundlegendes Verständnis verteilter Identitäts- und Vertragsprozesse
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Friedrichshafen 2 Tage
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