Das Seminar konzentriert sich auf komplexe SQL-Transformationen, Prozessmodelle und Lücken, die nicht vollständig automatisch erkannt werden. Im Mittelpunkt stehen reproduzierbare Vorgehensweisen, klare Qualitätskriterien und eine Umsetzung, die sich auf reale Datenlandschaften übertragen lässt.
Inhaltsübersicht
- Lernziele
- Zielgruppen und Rollen
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Arbeitsschritt 1: Lineage-Modell und Analysefragen
- Arbeitsschritt 2: SQL-Parsing und Lineage-Fehleranalyse
- Arbeitsschritt 3: Automatische Lineage aufbauen
- Arbeitsschritt 4: Manuelle Lineage und Prozessdarstellung
- Arbeitsschritt 5: Impact Analysis und Ursachenanalyse
- Arbeitsschritt 6: Systematische Fehlerdiagnose
- Praxisübungen
- Arbeitsunterlagen und Praxisartefakte
Lernziele
- SQL-Artefakte und Parseranforderungen für Lineage vorbereiten.
- Tabellen- und Spaltenbeziehungen gegen SQL-Ausdrücke validieren.
- Alias-, Join- und verschachtelte Ausdrücke bei Fehlern untersuchen.
- Dateien, manuelle Übergaben und Fachprozesse ergänzen.
- Lineage-Lücken mit Eigentümer und Pflegeauslöser verwalten.
Zielgruppen und Rollen
Data Engineering, SQL-Entwicklung, ETL- und BI-Entwicklung, Data Architecture, Betrieb und technische Data Stewards.
Voraussetzungen
Sichere SQL-Grundkenntnisse und Verständnis typischer Datenverarbeitungsprozesse.
Seminarinhalte
Die Inhalte werden in einer durchgängigen Folge aus Einordnung, Vorbereitung, Umsetzung, Kontrolle und Standardisierung bearbeitet.
Arbeitsschritt 1: Lineage-Modell und Analysefragen
Datenflüsse auf der richtigen Ebene darstellen und konkrete Analysefragen daran ausrichten.
- 1. Ausgangslage klären: Datenflüsse auf der richtigen Ebene darstellen und konkrete Analysefragen daran ausrichten.
- 2. Vorbereitung abschließen: Quell-, Transformations- und Zielobjekte sowie gewünschte Granularität erfassen.
- 3. Konfiguration und Umsetzung durchführen: Eine Lineage-Kette lesen, Ebenen wechseln und technische sowie fachliche Beziehungen unterscheiden.
- 4. Ergebnis kontrollieren: Vollständigkeit, Richtung, Objektauflösung und erkennbare Lücken gegen einen Referenzfluss prüfen.
- 5. Vorgehen standardisieren: Darstellungsregeln und Mindestumfang für belastbare Lineage festlegen.
Praxisaufgabe: Ein Datenfluss wird aus Sicht von Betrieb, Entwicklung und Fachbereich jeweils unterschiedlich analysiert.
Arbeitsschritt 2: SQL-Parsing und Lineage-Fehleranalyse
SQL-basierte Transformationen korrekt auflösen und nicht erkannte Beziehungen gezielt untersuchen.
- 1. Ausgangslage klären: SQL-basierte Transformationen korrekt auflösen und nicht erkannte Beziehungen gezielt untersuchen.
- 2. Vorbereitung abschließen: SQL-Artefakte, Dialekt, Objektreferenzen, Berechtigungen und bekannte Parsergrenzen erfassen.
- 3. Konfiguration und Umsetzung durchführen: Parsing ausführen, Fehlermeldungen einordnen und problematische Referenzen schrittweise korrigieren.
- 4. Ergebnis kontrollieren: Tabellen- und Spaltenlineage gegen ausgewählte SQL-Ausdrücke manuell verifizieren.
- 5. Vorgehen standardisieren: Fehlerkategorien, Workarounds und Eskalationsdaten in einem Diagnoseleitfaden dokumentieren.
Praxisaufgabe: Mehrere SQL-Beispiele mit Aliasen, Joins und verschachtelten Ausdrücken werden analysiert und bereinigt.
Arbeitsschritt 3: Automatische Lineage aufbauen
Technische Datenflüsse aus unterstützten Quellen und Transformationen reproduzierbar ableiten.
- 1. Ausgangslage klären: Technische Datenflüsse aus unterstützten Quellen und Transformationen reproduzierbar ableiten.
- 2. Vorbereitung abschließen: Quellen, Parservoraussetzungen, Verbindungsbezüge und Importreihenfolge vorbereiten.
- 3. Konfiguration und Umsetzung durchführen: Metadaten importieren, automatische Lineage ausführen und Quell-Ziel-Beziehungen zusammenführen.
- 4. Ergebnis kontrollieren: Erkannte Verbindungen, Spaltenzuordnung, Transformationsschritte und Lücken stichprobenartig prüfen.
- 5. Vorgehen standardisieren: Ausführungsreihenfolge, Wiederholung und Abnahmeprotokoll für automatische Lineage standardisieren.
Praxisaufgabe: Eine mehrstufige Verarbeitungskette wird importiert und bis zur Spaltenebene validiert.
Arbeitsschritt 4: Manuelle Lineage und Prozessdarstellung
Nicht automatisch erkennbare Übergaben, Dateien, manuelle Schritte und Fachprozesse ergänzen.
- 1. Ausgangslage klären: Nicht automatisch erkennbare Übergaben, Dateien, manuelle Schritte und Fachprozesse ergänzen.
- 2. Vorbereitung abschließen: Prozessgrenzen, beteiligte Systeme, Übergaben, Verantwortliche und Nachweise erfassen.
- 3. Konfiguration und Umsetzung durchführen: Manuelle Knoten und Beziehungen anlegen und mit der automatisch erkannten Lineage verbinden.
- 4. Ergebnis kontrollieren: Doppelte, widersprüchliche und nicht belegte Beziehungen mit Beteiligten überprüfen.
- 5. Vorgehen standardisieren: Pflegeauslöser und Eigentümerschaft für manuelle Lineage festlegen.
Praxisaufgabe: Ein Medienbruch zwischen Quellsystem, Datei und Bericht wird als vollständiger Prozessfluss modelliert.
Arbeitsschritt 5: Impact Analysis und Ursachenanalyse
Änderungsfolgen sowie Ursachen eines Datenproblems anhand der Lineage systematisch bewerten.
- 1. Ausgangslage klären: Änderungsfolgen sowie Ursachen eines Datenproblems anhand der Lineage systematisch bewerten.
- 2. Vorbereitung abschließen: Analyseobjekt, Änderungsart, Reichweite, Kritikalität und betroffene Rollen festlegen.
- 3. Konfiguration und Umsetzung durchführen: Upstream- und Downstream-Pfade verfolgen, betroffene Assets sammeln und Abhängigkeiten priorisieren.
- 4. Ergebnis kontrollieren: Ergebnisse mit Systemwissen, Eigentümern und Stichproben gegen die reale Verarbeitung abgleichen.
- 5. Vorgehen standardisieren: Ein einheitliches Impact-Protokoll mit Entscheidung, Risiko und Folgemaßnahme definieren.
Praxisaufgabe: Eine geplante Spaltenänderung wird bis zu Berichten und Kennzahlen verfolgt und bewertet.
Arbeitsschritt 6: Systematische Fehlerdiagnose
Störungen reproduzierbar eingrenzen und mit verwertbaren Diagnoseinformationen bearbeiten.
- 1. Ausgangslage klären: Störungen reproduzierbar eingrenzen und mit verwertbaren Diagnoseinformationen bearbeiten.
- 2. Vorbereitung abschließen: Fehlerbild, Zeitpunkt, betroffene Komponente, letzte Änderung und Reproduktionsschritte erfassen.
- 3. Konfiguration und Umsetzung durchführen: Protokolle sammeln, Abhängigkeiten prüfen, Hypothesen priorisieren und kontrollierte Tests durchführen.
- 4. Ergebnis kontrollieren: Ursache, Nebenwirkung und Wirksamkeit der Korrektur durch Wiederholung des Testfalls bestätigen.
- 5. Vorgehen standardisieren: Diagnoseprotokoll, Wissenseintrag und Präventionsmaßnahme dokumentieren.
Praxisaufgabe: Mehrere typische Fehlerbilder werden mit einer einheitlichen Diagnosemethode untersucht.
Praxisübungen
- Übung 1: Analyse mehrerer komplexer SQL-Beispiele.
- Übung 2: Korrektur einer unvollständig erkannten Spaltenlineage.
- Übung 3: Modellierung eines Medienbruchs.
- Übung 4: Bewertung der Auswirkungen einer nicht dokumentierten Übergabe.
Arbeitsunterlagen und Praxisartefakte
Im Seminar entstehen wiederverwendbare Arbeitsunterlagen für Planung, Umsetzung, Qualitätssicherung und Betrieb.
- SQL-Diagnoseleitfaden
- Parser-Testkatalog
- Prozessmodell
- Lineage-Lückenregister
- Impact-Notiz
Fachbereichsleitung und Seminarorganisation
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Data Engineering, SQL-Entwicklung, ETL- und BI-Entwicklung, Data Architecture, Betrieb und technische Data Stewards. |
| Voraussetzungen: | Sichere SQL-Grundkenntnisse und Verständnis typischer Datenverarbeitungsprozesse. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Übungen, Fallstudien und praktische Arbeit am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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