Seminar Aiven Platform – Backup, Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery

Das Seminar schafft ein servicespezifisches Resilienzkonzept statt eines pauschalen Backupversprechens. Sicherung, Replikation, Fork, Snapshot und Multi-Region-Verfahren werden nach Datenart und Wiederherstellungsziel unterschieden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einordnung und Nutzen
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Lernziele
  5. Seminarinhalte
  6. Tag 1: Sicherungsstrategie und Wiederherstellungstests
  7. Tag 2: Hochverfügbarkeit, Regionen und Notfallbetrieb
  8. Praxisübungen

Einordnung und Nutzen

RPO und RTO werden für PostgreSQL, MySQL, Valkey, OpenSearch, ClickHouse und Kafka-nahe Workloads in geeignete Aiven-Verfahren übersetzt. Automatische Backups, Point-in-Time-Recovery, Forks, Snapshots, Read Replicas, Cross-Region-Recovery, MirrorMaker 2, Power-Cycle-Auswirkungen, Restore-Tests und Notfallrunbooks werden praktisch bearbeitet.

Zielgruppe

  • Cloud- und Plattformadministration
  • DevOps- und Site-Reliability-Engineering
  • Technische Architektur und Betrieb
  • Business-Continuity- und Disaster-Recovery-Verantwortliche
  • Datenbank- und Streaming-Plattformbetrieb

Voraussetzungen

  • Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken
  • Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile
  • Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung
  • Grundkenntnisse der eingesetzten Datenbank- oder Kafka-Dienste

Lernziele

  • Geschäftliche Wiederherstellungsanforderungen in RPO und RTO übersetzen
  • Backup-, Replikations- und Snapshotverfahren servicespezifisch auswählen
  • Restore, Fork und Point-in-Time-Recovery kontrolliert testen
  • Regionale Ausfälle und Clientumschaltung in ein DR-Design aufnehmen
  • Datenvollständigkeit, Konsistenz und Wiederanlauf nachweisen
  • Notfallübungen mit Rollen, Kommunikation und Supporteskalation durchführen

Seminarinhalte

Jeder Arbeitsschritt wird praktisch umgesetzt, mit einem kurzen Funktionstest geprüft und als wiederholbarer Betriebsablauf dokumentiert.

Tag 1: Sicherungsstrategie und Wiederherstellungstests

Der erste Tag ordnet die verfügbaren Schutzmechanismen nach Datenart und Verlusttoleranz.

  1. Schritt 1: Dienste und Datenklassen inventarisieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Service, Datenvolumen, Änderungsrate, Kritikalität, Quellsystem und Rekonstruktionsmöglichkeit in einer Wiederherstellungsmatrix erfasst.
  2. Schritt 2: RPO und RTO verbindlich festlegen. Praktisches Arbeitsergebnis: zulässiger Datenverlust, maximale Unterbrechung, Abhängigkeiten und fachliche Priorität mit messbaren Zielwerten versehen.
  3. Schritt 3: Schutzmechanismus auswählen. Praktisches Arbeitsergebnis: automatische Backups, PITR, Fork, Snapshot, RDB-Persistenz, Replikat und Kafka-Replikation nach Eignung sowie Grenzen zugeordnet.
  4. Schritt 4: Restore beziehungsweise Fork durchführen. Praktisches Arbeitsergebnis: einen definierten Datenstand in eine getrennte Testumgebung wiederhergestellt, Zugang geprüft und die ursprüngliche Produktion unverändert gelassen.
  5. Schritt 5: Wiederherstellung fachlich validieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Zeilen- und Summenkontrollen, Stichproben, Schema- beziehungsweise Indexprüfung und Anwendungstest als dokumentierte Abnahme ausgeführt.

Tag 2: Hochverfügbarkeit, Regionen und Notfallbetrieb

Der zweite Tag erweitert die Datensicherung um Ausfallarchitektur und operative Umschaltung.

  1. Schritt 1: Hochverfügbarkeitsmodell pro Service bewerten. Praktisches Arbeitsergebnis: Knoten, Replikate, Failover, Read-only-Zugänge und Client-Wiederverbindung nach tatsächlichem Fehlerbild eingeordnet.
  2. Schritt 2: Regionale Wiederherstellung planen. Praktisches Arbeitsergebnis: Cross-Region-PostgreSQL, Remote Replica, Kafka MirrorMaker 2 oder Wiederaufbau aus Sicherung anhand RPO, RTO und Kosten ausgewählt.
  3. Schritt 3: Clientumschaltung entwerfen. Praktisches Arbeitsergebnis: DNS, Connection String, Secrets, Zertifikate, Consumer Offsets, Schreibsperre und Rückkehrpfad in eine eindeutige Reihenfolge gebracht.
  4. Schritt 4: Notfallübung durchführen. Praktisches Arbeitsergebnis: Ausfall angenommen, Incidentleitung aktiviert, Datenstand geprüft, Zielumgebung freigegeben und Anwendung mit kontrollierter Kommunikation umgeschaltet.
  5. Schritt 5: Failback und Nachbereitung abschließen. Praktisches Arbeitsergebnis: Datenänderungen seit Umschaltung bewertet, Rückkehr oder dauerhafter Verbleib entschieden und Ursachen, Zeiten sowie Verbesserungen dokumentiert.

Praxisübungen

  • Erstellung einer RPO-/RTO-Matrix für mehrere Aiven-Services
  • Restore- oder Fork-Test mit fachlicher Datenvalidierung
  • Vergleich von PostgreSQL-PITR, OpenSearch-Snapshot, Valkey-Persistenz und Kafka-Replikation
  • Entwurf eines regionalen Umschaltplans einschließlich Clientkonfiguration
  • Tabletop-Notfallübung mit Rollen, Entscheidungen und Abschlussprotokoll

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weiterer Tag 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Cloud- und Plattformadministration; DevOps- und Site-Reliability-Engineering; Technische Architektur und Betrieb; Business-Continuity- und Disaster-Recovery-Verantwortliche; Datenbank- und Streaming-Plattformbetrieb
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken; Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile; Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung; Grundkenntnisse der eingesetzten Datenbank- oder Kafka-Dienste
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen, praktische Übungen am System, Fehleranalyse und Transferaufgaben
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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