Das Administrationsseminar vermittelt den vollständigen Lebenszyklus eines produktiven Kafka-Services: Architekturentscheidung, sichere Bereitstellung, Topic- und Clientbetrieb, Skalierung, Wartung, Überwachung und Störungsbearbeitung.
Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Nutzen
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Tag 1: Architektur, Servicebereitstellung und Konnektivität
- Tag 2: Topics, Produzenten und Consumer Groups
- Tag 3: Sicherheit, Schemas und kontrollierte Administration
- Tag 4: Monitoring, Skalierung, Wartung und Incident Response
- Praxisübungen
Einordnung und Nutzen
Aiven-spezifische Plattformfunktionen werden mit den Kafka-Grundmechanismen verbunden. Dazu gehören Servicepläne, Classic- und Inkless-Betriebsmodelle, KRaft, Topics, Partitionen, Produzenten, Consumer Groups, Authentifizierung, ACLs, Karapace, Konfigurationsänderungen, Metriken, Logs, Wartungsfenster und belastbare Runbooks.
Zielgruppe
- Cloud- und Plattformadministration
- DevOps- und Site-Reliability-Engineering
- Technische Architektur und Betrieb
- Kafka-Administration und Middleware-Betrieb
- Technische Leitung von Event-Streaming-Plattformen
Voraussetzungen
- Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken
- Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile
- Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung
- Grundkenntnisse zu verteilten Systemen
- Grundverständnis von Produzenten, Konsumenten und Nachrichten
Lernziele
- Aiven-for-Kafka-Services passend zu Last, Verfügbarkeit und Speicherbedarf planen
- Topics, Partitionen, Replikation und Aufbewahrung betriebssicher konfigurieren
- Clientzugriffe mit Zertifikaten, SASL und ACLs absichern
- Consumer Groups, Lag und Durchsatz systematisch analysieren
- Skalierungs-, Wartungs- und Versionsänderungen kontrolliert durchführen
- Störungen anhand von Metriken, Logs und reproduzierbaren Prüfschritten bearbeiten
Seminarinhalte
Jeder Arbeitsschritt wird praktisch umgesetzt, mit einem kurzen Funktionstest geprüft und als wiederholbarer Betriebsablauf dokumentiert.
Tag 1: Architektur, Servicebereitstellung und Konnektivität
Der erste Tag schafft ein belastbares Betriebsmodell und eine funktionsfähige Schulungsumgebung.
- Schritt 1: Kafka-Komponenten und KRaft einordnen. Praktisches Arbeitsergebnis: Broker, Controller, Partitionen, Replikate und Metadatenkonsens in Beziehung gesetzt und die von Aiven übernommenen Betriebsaufgaben abgegrenzt.
- Schritt 2: Classic und Inkless fachlich vergleichen. Praktisches Arbeitsergebnis: Speicherarchitektur, Skalierungsverhalten, Betriebsziel und Einsatzgrenzen beider Angebotsformen anhand konkreter Lastprofile bewertet.
- Schritt 3: Cloud, Region und Serviceplan auswählen. Praktisches Arbeitsergebnis: Latenz, Verfügbarkeit, Datenresidenz, Netzwerkpfad, Rechenleistung und Speichermodell in eine begründete Planentscheidung überführt.
- Schritt 4: Service und Zugriffsweg bereitstellen. Praktisches Arbeitsergebnis: Kafka-Service erstellt, Verbindungsinformationen geprüft und die Erreichbarkeit aus der Schulungsumgebung mit TLS abgesichert getestet.
- Schritt 5: Administrationsgrundlagen dokumentieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Namensregeln, Tags, Verantwortlichkeiten, Umgebungsgrenzen und ein erstes Serviceinventar als Grundlage für spätere Änderungen festgelegt.
Tag 2: Topics, Produzenten und Consumer Groups
Der zweite Tag behandelt Datenfluss und Kapazität auf Kafka-Ebene.
- Schritt 1: Topicdesign und Partitionsschlüssel entwickeln. Praktisches Arbeitsergebnis: fachliche Ereignisse in Topics gegliedert, Schlüssel auf Reihenfolge und Lastverteilung geprüft und eine Erweiterungsstrategie definiert.
- Schritt 2: Replikation und Aufbewahrung konfigurieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Replikationsfaktor, Mindestbestätigungen, Retention nach Zeit beziehungsweise Größe und Log-Kompaktierung passend zum Datenvertrag eingestellt.
- Schritt 3: Produzentenverhalten testen. Praktisches Arbeitsergebnis: Acknowledgements, Idempotenz, Batching, Kompression und Fehlerbehandlung mit Testlast verglichen und geeignete Standardwerte festgelegt.
- Schritt 4: Consumer Groups untersuchen. Praktisches Arbeitsergebnis: Gruppenmitglieder, Partitionzuordnung, Offsets, Rebalances und Lag anhand mehrerer Konsumenten sichtbar gemacht und bewertet.
- Schritt 5: Durchsatzengpässe eingrenzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Nachrichtenrate, Nachrichtengröße, Partitionen, Clientlatenz und Brokerressourcen korreliert und eine priorisierte Optimierungsmaßnahme abgeleitet.
Tag 3: Sicherheit, Schemas und kontrollierte Administration
Der dritte Tag schützt Datenzugriff und standardisiert administrative Änderungen.
- Schritt 1: Authentifizierungsverfahren anwenden. Praktisches Arbeitsergebnis: Clientzertifikate und unterstützte SASL-Verfahren eingeordnet, Servicebenutzer getrennt angelegt und Zugangsdaten sicher verteilt.
- Schritt 2: ACL-Modell entwerfen. Praktisches Arbeitsergebnis: Rollen für Produzenten, Konsumenten und Administration in minimale Topic- und Gruppenrechte übersetzt und mit Positiv- sowie Negativtests überprüft.
- Schritt 3: Karapace und Schemas einsetzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Schema Registry und REST-Funktionen eingeordnet, ein Schema registriert und eine Kompatibilitätsprüfung vor einer Änderung durchgeführt.
- Schritt 4: Service- und Topicänderungen steuern. Praktisches Arbeitsergebnis: Änderungen mit Vorprüfung, dokumentiertem Sollzustand, Risikoanalyse und Nachkontrolle über Console beziehungsweise Automationswerkzeug ausgeführt.
- Schritt 5: Mandanten- und Umgebungsgrenzen festlegen. Praktisches Arbeitsergebnis: Trennung nach Projekt, Service, Topicpräfix und Berechtigungen bewertet sowie eine nachvollziehbare Verantwortungsmatrix erstellt.
Tag 4: Monitoring, Skalierung, Wartung und Incident Response
Der vierte Tag führt die Komponenten in einem produktionsnahen Betriebsablauf zusammen.
- Schritt 1: Metriken und Logs auswerten. Praktisches Arbeitsergebnis: Brokerzustand, Durchsatz, Anforderungszeiten, Fehler, Speicherverbrauch und Consumer Lag in einem gemeinsamen Diagnosebild zusammengeführt.
- Schritt 2: Alarmierung und Serviceziele definieren. Praktisches Arbeitsergebnis: technische Kennzahlen in Warn- und Kritisch-Schwellen übersetzt und mit Reaktionszeit, Zuständigkeit und Eskalationsweg verbunden.
- Schritt 3: Skalierung kontrolliert vorbereiten. Praktisches Arbeitsergebnis: Kapazitätsbedarf ermittelt, Plan- beziehungsweise Speicheränderung bewertet und ein belastbarer Vorher-Nachher-Test für die Änderung ausgeführt.
- Schritt 4: Wartung und Versionswechsel begleiten. Praktisches Arbeitsergebnis: Wartungsfenster, Auswirkungen auf Clients, Kompatibilitätsprüfung und Nachkontrollen in ein standardisiertes Change-Runbook überführt.
- Schritt 5: Störungsszenario bearbeiten. Praktisches Arbeitsergebnis: erhöhter Lag, fehlerhafte ACL und überlastete Partitionen schrittweise isoliert, Gegenmaßnahmen priorisiert und Kommunikation sowie Abschlussanalyse dokumentiert.
Praxisübungen
- Bereitstellung und TLS-Test eines Kafka-Services
- Topicdesign mit Retention, Kompaktierung und Partitionsstrategie
- Lasttest mit Produzenten und mehreren Consumer-Group-Mitgliedern
- Aufbau und Negativtest eines minimalen ACL-Konzepts
- Schemaänderung mit Kompatibilitätskontrolle
- Incident-Übung zu Lag, Berechtigungsfehler und Kapazitätsgrenze
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 4 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.396 zzgl. MwSt. Inhaus: € 6.800 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Cloud- und Plattformadministration; DevOps- und Site-Reliability-Engineering; Technische Architektur und Betrieb; Kafka-Administration und Middleware-Betrieb; Technische Leitung von Event-Streaming-Plattformen |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken; Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile; Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung; Grundkenntnisse zu verteilten Systemen; Grundverständnis von Produzenten, Konsumenten und Nachrichten |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen, praktische Übungen am System, Fehleranalyse und Transferaufgaben |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
