Dieser Intensivpfad fasst sämtliche Streaming-, Kafka- und Pipeline-Seminare in einer kompakten Woche zusammen. Eine gemeinsame Ereignisstrecke wird von der Topicarchitektur bis zur Multi-Region-Umschaltung aufgebaut.
Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Nutzen
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Tag 1: Kafka-Architektur und Servicebereitstellung
- Tag 2: Clients, Consumer Groups, Sicherheit und Schemas
- Tag 3: Kafka Connect und Datenintegration
- Tag 4: Flink SQL und ClickHouse-Analytics
- Tag 5: Storage, Multi-Region und Incident-Übung
- Praxisübungen
Einordnung und Nutzen
Die Woche verdichtet Kafka-Administration, Client- und Topicdesign, Sicherheit, Karapace, Kafka Connect, PostgreSQL-Ingestion, Flink SQL, ClickHouse-Analytics, Inkless Kafka, Tiered Storage und MirrorMaker 2. Jede Stufe wird mit Messwerten, Fehlerpfad und Betriebsrunbook verbunden.
Zielgruppe
- Cloud- und Plattformadministration
- DevOps- und Site-Reliability-Engineering
- Technische Architektur und Betrieb
- Software- und Datenentwicklung
- DevOps- und Plattform-Engineering
- Technische Architektur
- Data Engineering und Event-Streaming-Architektur
Voraussetzungen
- Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken
- Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile
- Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung
- Grundverständnis von Kafka und SQL
- Erfahrung mit verteilten Datenanwendungen ist hilfreich
Lernziele
- Eine produktionsnahe Kafka-Plattform auf Aiven planen und absichern
- Topics, Clients, Schemas und Consumer Groups belastbar konfigurieren
- Daten mit Kafka Connect und verwalteten Integrationen bewegen
- Ereignisse mit Flink SQL verarbeiten und in ClickHouse analysieren
- Classic-, Inkless- und diskless Speicherpfade passend dimensionieren
- Multi-Region-Replikation, Monitoring und Failover mit MirrorMaker 2 durchführen
Seminarinhalte
Jeder Arbeitsschritt wird praktisch umgesetzt, mit einem kurzen Funktionstest geprüft und als wiederholbarer Betriebsablauf dokumentiert.
Tag 1: Kafka-Architektur und Servicebereitstellung
Der erste Tag errichtet die technische Grundlage der Streaming-Plattform.
- Schritt 1: Komponenten und KRaft-Modell einordnen. Praktisches Arbeitsergebnis: Broker, Controller, Partitionen, Replikate und verwaltete Verantwortungsgrenzen in ein Betriebsbild überführt.
- Schritt 2: Classic und Inkless auswählen. Praktisches Arbeitsergebnis: Latenz, Retention, Durchsatz, Objektstorage, Planmodell und Skalierungsbedarf anhand der gemeinsamen Fallstudie bewertet.
- Schritt 3: Service, Netzwerk und TLS-Zugang bereitstellen. Praktisches Arbeitsergebnis: Region, Plan, Tags, Benutzer und Clientverbindung eingerichtet und mit einem kontrollierten Produce-/Consume-Test verifiziert.
- Schritt 4: Topic- und Partitionsmodell erstellen. Praktisches Arbeitsergebnis: Ereignistypen, Schlüssel, Reihenfolge, Parallelität, Replikation, Retention und Kompaktierung festgelegt.
- Schritt 5: Grundmonitoring etablieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Durchsatz, Fehler, Partitionen, Ressourcen und Consumer Lag als Baseline erfasst und erste Schwellen dokumentiert.
Tag 2: Clients, Consumer Groups, Sicherheit und Schemas
Der zweite Tag stabilisiert Datenvertrag und Zugriffsmodell.
- Schritt 1: Produzentenkonfiguration testen. Praktisches Arbeitsergebnis: Acknowledgements, Idempotenz, Batching, Kompression und Retry unter Normal- und Fehlerlast verglichen.
- Schritt 2: Consumer Groups betreiben. Praktisches Arbeitsergebnis: Partitionzuordnung, Offsets, Rebalance und Lag mit mehreren Instanzen nachvollzogen und eine sichere Offsetentscheidung geübt.
- Schritt 3: ACLs und Servicebenutzer umsetzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Rollen für Producer, Consumer und Administration mit minimalen Topic- und Gruppenrechten eingerichtet und negativ getestet.
- Schritt 4: Karapace und Datenvertrag einführen. Praktisches Arbeitsergebnis: Schema registriert, Serialisierung geprüft, kompatible Änderung veröffentlicht und brechende Änderung abgewiesen.
- Schritt 5: Betriebsstandards dokumentieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Namenskonvention, Topicanlage, Schemafreigabe, Benutzerrotation und Clientkonfiguration in wiederverwendbare Checklisten überführt.
Tag 3: Kafka Connect und Datenintegration
Der dritte Tag verbindet operative Quellen und Zielsysteme.
- Schritt 1: Connect-Betriebsform auswählen. Praktisches Arbeitsergebnis: eingebetteter und dedizierter Betrieb nach Ressourcenisolation, Skalierung und Inkless-Anforderung verglichen.
- Schritt 2: Source-Connector bereitstellen. Praktisches Arbeitsergebnis: Datenbankquelle, Converter, Topicabbildung und Polling beziehungsweise Änderungsstrom eingerichtet und kontrolliert.
- Schritt 3: Sink-Connector bereitstellen. Praktisches Arbeitsergebnis: Zielsystem, Batchverhalten, Schlüssel und Schreibsemantik konfiguriert und mit Datenvergleich abgenommen.
- Schritt 4: Secrets und Pluginversionen steuern. Praktisches Arbeitsergebnis: Kennwörter über geeigneten Secret-Mechanismus referenziert, Connectorversion festgelegt und Upgradeprüfung vorbereitet.
- Schritt 5: Fehlerpfad und Connect-Monitoring umsetzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Retries, Dead-Letter-Topic, Taskstatus, automatische Neustarts und Metriken an absichtlich fehlerhaften Daten getestet.
Tag 4: Flink SQL und ClickHouse-Analytics
Der vierte Tag verarbeitet den Ereignisstrom zustandsbehaftet und macht ihn analytisch nutzbar.
- Schritt 1: Flink-Anwendung und Tabellen modellieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Kafka-Quell- und Senkentabellen mit Datentypen, Schlüssel und Event Time erstellt und interaktiv geprüft.
- Schritt 2: Transformation und Datenqualität entwickeln. Praktisches Arbeitsergebnis: Filter, Normalisierung, Fehlerstrom, Zeitfenster und Aggregation schrittweise aufgebaut.
- Schritt 3: Anreicherung und Upsert umsetzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Referenzdaten verbunden, Changelog-Semantik bewertet und ein aktueller Objektzustand als Upsert-Strom erzeugt.
- Schritt 4: ClickHouse integrieren und modellieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Streamingquelle, MergeTree-Tabelle, Sortierschlüssel und Materialized View eingerichtet und vollständigkeitsgeprüft.
- Schritt 5: Ende-zu-Ende-Latenz messen. Praktisches Arbeitsergebnis: Zeitpunkte über Quelle, Kafka, Flink und ClickHouse verfolgt und der größte Verzögerungsanteil identifiziert.
Tag 5: Storage, Multi-Region und Incident-Übung
Der fünfte Tag prüft Kapazität und Ausfallverhalten der gesamten Strecke.
- Schritt 1: Diskless und klassisches Topic vergleichen. Praktisches Arbeitsergebnis: identische Last auf unterschiedlichen Topictypen gemessen und nach Latenz, Wiederlesen, Retention und Kostenwirkung bewertet.
- Schritt 2: Kapazitäts- und Retentionmodell erstellen. Praktisches Arbeitsergebnis: Durchsatz, Nachrichtengröße, Partitionen, Aufbewahrung, Objektstorage und Sicherheitsreserve in ein nachvollziehbares Sizing überführt.
- Schritt 3: MirrorMaker-2-Flow aufbauen. Praktisches Arbeitsergebnis: Quell- und Zielcluster, Aliases, Topicfilter, ACLs und Replikationsrichtung eingerichtet und Datenfluss kontrolliert.
- Schritt 4: Failover und Offsetwechsel testen. Praktisches Arbeitsergebnis: Replikationsrückstand geprüft, Produzenten und Consumer umgeschaltet, Offsetbezug verifiziert und Datenvollständigkeit nachgewiesen.
- Schritt 5: Gesamtincident bearbeiten. Praktisches Arbeitsergebnis: Connectorausfall, Lagspitze, fehlerhafte Schemaänderung und Zielverzögerung priorisiert, stabilisiert und in einer Abschlussanalyse dokumentiert.
Praxisübungen
- Durchgängige Streaming-Fallstudie mit Kafka, Connect, Flink und ClickHouse
- ACL- und Schemakompatibilitätstest
- Connectorfehler mit Dead-Letter- und Wiederanlaufprozess
- Flink-Fensteraggregation und Upsert-Verarbeitung
- Vergleich von klassischem und diskless Topic
- MirrorMaker-2-Failover mit Offset- und Vollständigkeitskontrolle
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt. Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Cloud- und Plattformadministration; DevOps- und Site-Reliability-Engineering; Technische Architektur und Betrieb; Software- und Datenentwicklung; DevOps- und Plattform-Engineering; Technische Architektur; Data Engineering und Event-Streaming-Architektur |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken; Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile; Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung; Grundverständnis von Kafka und SQL; Erfahrung mit verteilten Datenanwendungen ist hilfreich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen, praktische Übungen am System, Fehleranalyse und Transferaufgaben |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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