Seminar Aiven Intensiv – Streaming und Datenpipelines

Dieser Intensivpfad fasst sämtliche Streaming-, Kafka- und Pipeline-Seminare in einer kompakten Woche zusammen. Eine gemeinsame Ereignisstrecke wird von der Topicarchitektur bis zur Multi-Region-Umschaltung aufgebaut.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einordnung und Nutzen
  2. Zielgruppe
  3. Voraussetzungen
  4. Lernziele
  5. Seminarinhalte
  6. Tag 1: Kafka-Architektur und Servicebereitstellung
  7. Tag 2: Clients, Consumer Groups, Sicherheit und Schemas
  8. Tag 3: Kafka Connect und Datenintegration
  9. Tag 4: Flink SQL und ClickHouse-Analytics
  10. Tag 5: Storage, Multi-Region und Incident-Übung
  11. Praxisübungen

Einordnung und Nutzen

Die Woche verdichtet Kafka-Administration, Client- und Topicdesign, Sicherheit, Karapace, Kafka Connect, PostgreSQL-Ingestion, Flink SQL, ClickHouse-Analytics, Inkless Kafka, Tiered Storage und MirrorMaker 2. Jede Stufe wird mit Messwerten, Fehlerpfad und Betriebsrunbook verbunden.

Zielgruppe

  • Cloud- und Plattformadministration
  • DevOps- und Site-Reliability-Engineering
  • Technische Architektur und Betrieb
  • Software- und Datenentwicklung
  • DevOps- und Plattform-Engineering
  • Technische Architektur
  • Data Engineering und Event-Streaming-Architektur

Voraussetzungen

  • Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken
  • Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile
  • Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung
  • Grundverständnis von Kafka und SQL
  • Erfahrung mit verteilten Datenanwendungen ist hilfreich

Lernziele

  • Eine produktionsnahe Kafka-Plattform auf Aiven planen und absichern
  • Topics, Clients, Schemas und Consumer Groups belastbar konfigurieren
  • Daten mit Kafka Connect und verwalteten Integrationen bewegen
  • Ereignisse mit Flink SQL verarbeiten und in ClickHouse analysieren
  • Classic-, Inkless- und diskless Speicherpfade passend dimensionieren
  • Multi-Region-Replikation, Monitoring und Failover mit MirrorMaker 2 durchführen

Seminarinhalte

Jeder Arbeitsschritt wird praktisch umgesetzt, mit einem kurzen Funktionstest geprüft und als wiederholbarer Betriebsablauf dokumentiert.

Tag 1: Kafka-Architektur und Servicebereitstellung

Der erste Tag errichtet die technische Grundlage der Streaming-Plattform.

  1. Schritt 1: Komponenten und KRaft-Modell einordnen. Praktisches Arbeitsergebnis: Broker, Controller, Partitionen, Replikate und verwaltete Verantwortungsgrenzen in ein Betriebsbild überführt.
  2. Schritt 2: Classic und Inkless auswählen. Praktisches Arbeitsergebnis: Latenz, Retention, Durchsatz, Objektstorage, Planmodell und Skalierungsbedarf anhand der gemeinsamen Fallstudie bewertet.
  3. Schritt 3: Service, Netzwerk und TLS-Zugang bereitstellen. Praktisches Arbeitsergebnis: Region, Plan, Tags, Benutzer und Clientverbindung eingerichtet und mit einem kontrollierten Produce-/Consume-Test verifiziert.
  4. Schritt 4: Topic- und Partitionsmodell erstellen. Praktisches Arbeitsergebnis: Ereignistypen, Schlüssel, Reihenfolge, Parallelität, Replikation, Retention und Kompaktierung festgelegt.
  5. Schritt 5: Grundmonitoring etablieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Durchsatz, Fehler, Partitionen, Ressourcen und Consumer Lag als Baseline erfasst und erste Schwellen dokumentiert.

Tag 2: Clients, Consumer Groups, Sicherheit und Schemas

Der zweite Tag stabilisiert Datenvertrag und Zugriffsmodell.

  1. Schritt 1: Produzentenkonfiguration testen. Praktisches Arbeitsergebnis: Acknowledgements, Idempotenz, Batching, Kompression und Retry unter Normal- und Fehlerlast verglichen.
  2. Schritt 2: Consumer Groups betreiben. Praktisches Arbeitsergebnis: Partitionzuordnung, Offsets, Rebalance und Lag mit mehreren Instanzen nachvollzogen und eine sichere Offsetentscheidung geübt.
  3. Schritt 3: ACLs und Servicebenutzer umsetzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Rollen für Producer, Consumer und Administration mit minimalen Topic- und Gruppenrechten eingerichtet und negativ getestet.
  4. Schritt 4: Karapace und Datenvertrag einführen. Praktisches Arbeitsergebnis: Schema registriert, Serialisierung geprüft, kompatible Änderung veröffentlicht und brechende Änderung abgewiesen.
  5. Schritt 5: Betriebsstandards dokumentieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Namenskonvention, Topicanlage, Schemafreigabe, Benutzerrotation und Clientkonfiguration in wiederverwendbare Checklisten überführt.

Tag 3: Kafka Connect und Datenintegration

Der dritte Tag verbindet operative Quellen und Zielsysteme.

  1. Schritt 1: Connect-Betriebsform auswählen. Praktisches Arbeitsergebnis: eingebetteter und dedizierter Betrieb nach Ressourcenisolation, Skalierung und Inkless-Anforderung verglichen.
  2. Schritt 2: Source-Connector bereitstellen. Praktisches Arbeitsergebnis: Datenbankquelle, Converter, Topicabbildung und Polling beziehungsweise Änderungsstrom eingerichtet und kontrolliert.
  3. Schritt 3: Sink-Connector bereitstellen. Praktisches Arbeitsergebnis: Zielsystem, Batchverhalten, Schlüssel und Schreibsemantik konfiguriert und mit Datenvergleich abgenommen.
  4. Schritt 4: Secrets und Pluginversionen steuern. Praktisches Arbeitsergebnis: Kennwörter über geeigneten Secret-Mechanismus referenziert, Connectorversion festgelegt und Upgradeprüfung vorbereitet.
  5. Schritt 5: Fehlerpfad und Connect-Monitoring umsetzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Retries, Dead-Letter-Topic, Taskstatus, automatische Neustarts und Metriken an absichtlich fehlerhaften Daten getestet.

Tag 4: Flink SQL und ClickHouse-Analytics

Der vierte Tag verarbeitet den Ereignisstrom zustandsbehaftet und macht ihn analytisch nutzbar.

  1. Schritt 1: Flink-Anwendung und Tabellen modellieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Kafka-Quell- und Senkentabellen mit Datentypen, Schlüssel und Event Time erstellt und interaktiv geprüft.
  2. Schritt 2: Transformation und Datenqualität entwickeln. Praktisches Arbeitsergebnis: Filter, Normalisierung, Fehlerstrom, Zeitfenster und Aggregation schrittweise aufgebaut.
  3. Schritt 3: Anreicherung und Upsert umsetzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Referenzdaten verbunden, Changelog-Semantik bewertet und ein aktueller Objektzustand als Upsert-Strom erzeugt.
  4. Schritt 4: ClickHouse integrieren und modellieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Streamingquelle, MergeTree-Tabelle, Sortierschlüssel und Materialized View eingerichtet und vollständigkeitsgeprüft.
  5. Schritt 5: Ende-zu-Ende-Latenz messen. Praktisches Arbeitsergebnis: Zeitpunkte über Quelle, Kafka, Flink und ClickHouse verfolgt und der größte Verzögerungsanteil identifiziert.

Tag 5: Storage, Multi-Region und Incident-Übung

Der fünfte Tag prüft Kapazität und Ausfallverhalten der gesamten Strecke.

  1. Schritt 1: Diskless und klassisches Topic vergleichen. Praktisches Arbeitsergebnis: identische Last auf unterschiedlichen Topictypen gemessen und nach Latenz, Wiederlesen, Retention und Kostenwirkung bewertet.
  2. Schritt 2: Kapazitäts- und Retentionmodell erstellen. Praktisches Arbeitsergebnis: Durchsatz, Nachrichtengröße, Partitionen, Aufbewahrung, Objektstorage und Sicherheitsreserve in ein nachvollziehbares Sizing überführt.
  3. Schritt 3: MirrorMaker-2-Flow aufbauen. Praktisches Arbeitsergebnis: Quell- und Zielcluster, Aliases, Topicfilter, ACLs und Replikationsrichtung eingerichtet und Datenfluss kontrolliert.
  4. Schritt 4: Failover und Offsetwechsel testen. Praktisches Arbeitsergebnis: Replikationsrückstand geprüft, Produzenten und Consumer umgeschaltet, Offsetbezug verifiziert und Datenvollständigkeit nachgewiesen.
  5. Schritt 5: Gesamtincident bearbeiten. Praktisches Arbeitsergebnis: Connectorausfall, Lagspitze, fehlerhafte Schemaänderung und Zielverzögerung priorisiert, stabilisiert und in einer Abschlussanalyse dokumentiert.

Praxisübungen

  • Durchgängige Streaming-Fallstudie mit Kafka, Connect, Flink und ClickHouse
  • ACL- und Schemakompatibilitätstest
  • Connectorfehler mit Dead-Letter- und Wiederanlaufprozess
  • Flink-Fensteraggregation und Upsert-Verarbeitung
  • Vergleich von klassischem und diskless Topic
  • MirrorMaker-2-Failover mit Offset- und Vollständigkeitskontrolle

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 5 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 2.995 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 8.500 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Cloud- und Plattformadministration; DevOps- und Site-Reliability-Engineering; Technische Architektur und Betrieb; Software- und Datenentwicklung; DevOps- und Plattform-Engineering; Technische Architektur; Data Engineering und Event-Streaming-Architektur
Voraussetzungen: Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken; Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile; Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung; Grundverständnis von Kafka und SQL; Erfahrung mit verteilten Datenanwendungen ist hilfreich
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen, praktische Übungen am System, Fehleranalyse und Transferaufgaben
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Madgeburg 5 Tage
Regensburg 5 Tage
Jena 5 Tage
Trier 5 Tage
München 5 Tage
Friedrichshafen 5 Tage
Kassel 5 Tage
Ulm 5 Tage
Münster 5 Tage
Nürnberg 5 Tage
Köln 5 Tage
Wuppertal 5 Tage
Bremen 5 Tage
Berlin 5 Tage
Mainz 5 Tage
Erfurt 5 Tage
Darmstadt 5 Tage
Frankfurt 5 Tage
Paderborn 5 Tage
Essen 5 Tage
Konstanz 5 Tage
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Potsdam 5 Tage
Flensburg 5 Tage
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Luxemburg 5 Tage
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Dresden 5 Tage
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Ulm 5 Tage
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Friedrichshafen 5 Tage
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