Das Seminar behandelt PostgreSQL als verwalteten, aber weiterhin fachlich anspruchsvollen Datenbankservice. Verwaltungsgrenzen, SQL-Performance, Verbindungslast, Hochverfügbarkeit und Wiederherstellung werden praktisch miteinander verbunden.
Inhaltsverzeichnis
- Einordnung und Nutzen
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Lernziele
- Seminarinhalte
- Tag 1: Service, Rollen, Datenbanken und Verbindungen
- Tag 2: Queryanalyse, Indizes und Ressourcen
- Tag 3: Hochverfügbarkeit, Backup, Migration und Lifecycle
- Praxisübungen
Einordnung und Nutzen
Von der Servicebereitstellung über Rollen, Datenbanken, Extensions und TLS führt der Kurs zu PgBouncer, pg_stat_statements, EXPLAIN, Index- und Speicheranalyse. Automatische Backups, Point-in-Time-Recovery, Forks, Read Replicas, logische Migration, Major Upgrades und Cross-Region-Disaster-Recovery werden als kontrollierte Betriebsverfahren eingeordnet.
Zielgruppe
- Cloud- und Plattformadministration
- DevOps- und Site-Reliability-Engineering
- Technische Architektur und Betrieb
- PostgreSQL-Datenbankadministration
- Entwicklung und Architektur mit Datenbankverantwortung
Voraussetzungen
- Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken
- Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile
- Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung
- Gute SQL-Grundkenntnisse
- Grundkenntnisse zu Transaktionen, Indizes und PostgreSQL sind hilfreich
Lernziele
- Aiven-for-PostgreSQL-Services sicher bereitstellen und verwalten
- Rollen, Datenbanken, Schemas und Extensions innerhalb des Managed-Service-Modells administrieren
- Verbindungslast mit PgBouncer kontrollieren
- Langsame Abfragen und Indexprobleme messbar analysieren
- Backups, Point-in-Time-Recovery, Replikate und Migrationen einordnen
- Skalierung, Major Upgrades und Disaster-Recovery-Abläufe vorbereiten
Seminarinhalte
Jeder Arbeitsschritt wird praktisch umgesetzt, mit einem kurzen Funktionstest geprüft und als wiederholbarer Betriebsablauf dokumentiert.
Tag 1: Service, Rollen, Datenbanken und Verbindungen
Der erste Tag schafft eine sichere und sauber getrennte Datenbankumgebung.
- Schritt 1: Plan und Verfügbarkeitsmodell auswählen. Praktisches Arbeitsergebnis: CPU, RAM, I/O, Speicher, Knotenanzahl, Region und Ausfallanforderung anhand eines konkreten Anwendungsprofils bewertet.
- Schritt 2: TLS-Zugang und Verbindungswege testen. Praktisches Arbeitsergebnis: direkte und Read-only-Verbindungsinformationen unterschieden, CA-Zertifikat eingesetzt und Clientverhalten bei Wiederverbindung geprüft.
- Schritt 3: Rollen- und Schemamodell umsetzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Login-, Eigentümer- und Anwendungsrollen getrennt, Datenbank- sowie Schemaschutz eingerichtet und Rechte mit Positiv- und Negativtests belegt.
- Schritt 4: Extensions und Managed-Service-Grenzen prüfen. Praktisches Arbeitsergebnis: verfügbare Extensions, avnadmin-Rechte und aiven_extras eingeordnet und ein administrativer Vorgang ohne Superuserrechte umgesetzt.
- Schritt 5: PgBouncer-Pool konfigurieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Poolmodus, Datenbank, Benutzer, Poolgröße und Verbindungsgrenze eingestellt und direkte mit gepoolter Verbindungslast verglichen.
Tag 2: Queryanalyse, Indizes und Ressourcen
Der zweite Tag führt von Messdaten zu belastbaren Optimierungen.
- Schritt 1: Arbeitslast und langsame Abfragen erfassen. Praktisches Arbeitsergebnis: pg_stat_statements, Laufzeit, Aufrufzahl, I/O, temporäre Dateien und Sperren gesammelt und nach Gesamtwirkung priorisiert.
- Schritt 2: EXPLAIN und EXPLAIN ANALYZE lesen. Praktisches Arbeitsergebnis: Scanarten, Joinverfahren, Kardinalitätsschätzungen, Sortierung und tatsächliche Laufzeit schrittweise interpretiert.
- Schritt 3: Indexstrategie verbessern. Praktisches Arbeitsergebnis: fehlenden, redundanten und wenig genutzten Index unterschieden, einen zielgerichteten Index erstellt und Lese- sowie Schreibwirkung gemessen.
- Schritt 4: Vakuum, Bloat und lange Transaktionen beurteilen. Praktisches Arbeitsergebnis: Dead Tuples, Autovacuum, älteste Transaktion und blockierende Sessions korreliert und eine sichere Bereinigungsmaßnahme festgelegt.
- Schritt 5: Speicher und Parallelität abstimmen. Praktisches Arbeitsergebnis: shared_buffers, work_mem, temporäre Dateien, parallele Worker und Dateisystemcache im Managed-Service-Kontext bewertet, ohne unkontrolliert Einzelparameter zu erhöhen.
Tag 3: Hochverfügbarkeit, Backup, Migration und Lifecycle
Der dritte Tag konzentriert sich auf Wiederherstellbarkeit und größere Änderungen.
- Schritt 1: Automatische Backups und PITR planen. Praktisches Arbeitsergebnis: Backupfenster, Aufbewahrung, verschlüsselte Sicherung und gewünschter Wiederherstellungszeitpunkt in ein getestetes Recovery-Szenario überführt.
- Schritt 2: Fork und Read Replica einsetzen. Praktisches Arbeitsergebnis: Fork für Test beziehungsweise Wiederherstellung und Read Replica für Leseentlastung beziehungsweise Regionennähe eingerichtet und Datenstand geprüft.
- Schritt 3: Logische Migration vorbereiten. Praktisches Arbeitsergebnis: Quellvoraussetzungen, Publication, Subscription, Replikationsslot, Initialkopie und Umschaltkontrolle für eine kontinuierliche Migration dokumentiert.
- Schritt 4: Major Upgrade kontrollieren. Praktisches Arbeitsergebnis: Extension- und Anwendungskompatibilität, Wartungszeitpunkt, Unumkehrbarkeit sowie neue Backupbasis berücksichtigt und ein verbindlicher Abnahmeplan erstellt.
- Schritt 5: Cross-Region-DR und Betriebsrunbook einordnen. Praktisches Arbeitsergebnis: Recovery-Service, Switchover, Failover, Rückkehr, RPO/RTO und anwendungsseitige Umschaltung in ein abgestimmtes Notfallverfahren integriert.
Praxisübungen
- Rollen- und Schemamodell mit Minimalrechten
- PgBouncer-Test mit hoher Clientzahl und Statistikvergleich
- Optimierung einer langsamen Abfrage mit EXPLAIN ANALYZE
- Analyse von langer Transaktion, Sperre und Autovacuum-Auswirkung
- PITR-/Fork-Szenario und Datenstandskontrolle
- Migrations- oder Major-Upgrade-Runbook mit eindeutigen Abnahmekriterien
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Cloud- und Plattformadministration; DevOps- und Site-Reliability-Engineering; Technische Architektur und Betrieb; PostgreSQL-Datenbankadministration; Entwicklung und Architektur mit Datenbankverantwortung |
| Voraussetzungen: | Grundkenntnisse zu Cloud-Diensten, Netzwerken und Datenbanken; Sicherer Umgang mit Browser und Kommandozeile; Für Übungen ein freigegebenes Aiven-Projekt oder eine vorbereitete Schulungsumgebung; Gute SQL-Grundkenntnisse; Grundkenntnisse zu Transaktionen, Indizes und PostgreSQL sind hilfreich |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, angeleitete Konfigurationen, praktische Übungen am System, Fehleranalyse und Transferaufgaben |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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