Das Seminar zeigt, wie wiederverwendbare Komponenten, Varianten, Materialien, Zustände und Teamregeln zu einem skalierbaren 3D-Designsystem in Spline verbunden werden. Der Schwerpunkt liegt auf Konsistenz, kontrollierter Anpassbarkeit und wartbarer Szenenarchitektur.
Komponenten werden nicht nur als Kopiervorlage, sondern als definierte Schnittstelle zwischen Gestaltung, Interaktion, Team Library und technischer Integration behandelt.
Inhaltsübersicht
- Lernziele
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Schrittweise Seminarinhalte
- Praxisprojekt
- Methodik
- Anwendbare Fähigkeiten
Lernziele
- Geeignete Kandidaten für wiederverwendbare Komponenten erkennen
- Komponenten mit klaren Varianten und editierbaren Bereichen aufbauen
- States, Events und Materialien konsistent integrieren
- Benennung, Dokumentation und Freigabe standardisieren
- Komponenten in mehreren Szenen prüfen und kontrolliert weiterentwickeln
Zielgruppe
Designsystem-Teams, 3D-, UI/UX- und Produktdesigner, Art Directors, Creative Developer sowie Organisationen mit wiederkehrenden Marken- oder Produktbausteinen.
Voraussetzungen
Sichere Spline-Grundkenntnisse, Erfahrung mit Objektgruppen, Materialien und einfachen States. Kenntnisse klassischer Designsysteme sind hilfreich.
Schrittweise Seminarinhalte
1. Systemgrenzen und Komponentenrollen definieren
Ein Designsystem beginnt mit der Entscheidung, welche Bausteine zentral und welche projektspezifisch bleiben.
- Wiederkehrende Objekte, Muster und Interaktionen inventarisieren
- Primitive, zusammengesetzte und szenennahe Komponenten unterscheiden
- Verantwortung für Geometrie, Material, Verhalten und Inhalt festlegen
- Nicht standardisierbare Sonderfälle bewusst aus dem Kernsystem ausschließen
Praxisaufgabe: Aus einer Beispielszenenfamilie wird ein priorisierter Komponentenkatalog abgeleitet.
2. Komponentenstruktur und editierbare Bereiche aufbauen
Interne Hierarchie, Pivots und Benennung werden so gestaltet, dass Instanzen stabil bleiben und gezielt angepasst werden können.
- Komponentenwurzel und funktionale Untergruppen eindeutig anlegen
- Editierbare Inhalte von geschützten Strukturteilen trennen
- Pivots und lokale Achsen für wiederverwendbare Bewegung standardisieren
- Komponente in unterschiedlichen Größen und Szenenkontexten testen
Praxisaufgabe: Eine modulare Produktkarte wird als belastbare Komponente aufgebaut.
3. Varianten, Materialien und Tokens konsistent gestalten
Visuelle Varianten basieren auf begrenzten, benannten Regeln statt auf unkontrollierten Einzelkopien.
- Notwendige Varianten nach Funktion und nicht nach jedem Einzelfall definieren
- Materialfarben, Oberflächen und Effekte als wiederverwendbare Werte strukturieren
- Kombinationsregeln und nicht zulässige Varianten dokumentieren
- Kontrast, Lesbarkeit und Markenwirkung über alle Varianten vergleichen
Praxisaufgabe: Eine Komponentenfamilie erhält mehrere kontrollierte Größen-, Farb- und Statusvarianten.
4. States und Interaktionen in Komponenten integrieren
Verhalten wird so gekapselt, dass Instanzen erwartbar reagieren und externe Szenenlogik nicht unnötig dupliziert wird.
- Interne Ruhe-, Fokus-, Aktiv- und Fehlerzustände eindeutig benennen
- Komponenteninterne Events von szenenweiten Auslösern trennen
- Übergänge und Rücksetzlogik in mehreren Instanzen testen
- Externe Steuerpunkte für Variablen oder Anwendungscode dokumentieren
Praxisaufgabe: Mehrere Instanzen reagieren unabhängig und dennoch konsistent auf identische Eingaben.
5. Bibliothek, Dokumentation und Freigabe etablieren
Ein nutzbares System benötigt verständliche Beispiele, Eigentümerschaft und einen kontrollierten Änderungsprozess.
- Komponentenbeschreibung mit Zweck, Varianten und Einschränkungen verfassen
- Beispielszenen für korrekte und fehlerhafte Nutzung bereitstellen
- Review- und Freigabestatus vor Aufnahme in die Team Library festlegen
- Änderungen mit Version, Auswirkung und Migrationshinweis veröffentlichen
Praxisaufgabe: Für die Komponentenfamilie entsteht eine kompakte Nutzungs- und Pflegeanleitung.
6. Skalierung und Regression prüfen
Die Systemqualität wird durch Wiederverwendung in mehreren realistischen Szenen und durch wiederholbare Tests abgesichert.
- Komponenten in unterschiedliche Licht-, Kamera- und Layoutsituationen einsetzen
- Geänderte Kernkomponente gegen bestehende Instanzen prüfen
- Performanceauswirkung vieler Instanzen messen und vereinfachen
- Veraltete Varianten und doppelte Bausteine kontrolliert migrieren
Praxisaufgabe: Eine kleine Regressionstest-Szene deckt Varianten, Zustände und Mehrfachinstanzen ab.
Praxisprojekt
Über zwei Tage entsteht ein kleines 3D-Designsystem mit einer modularen Komponentenfamilie, Material- und Statusvarianten, integrierter Interaktion, Team-Library-Struktur und dokumentiertem Änderungsprozess.
Methodik
Die Vermittlung kombiniert strukturierte Fachimpulse, Live-Demonstrationen, unmittelbar anschließende Übungssequenzen, kontrollierte Zwischenstände und einen durchgängigen Projektaufbau. Jeder Arbeitsschritt wird zunächst an einer klar abgegrenzten Teilaufgabe erprobt und anschließend in die Gesamtdatei übertragen. Prüflisten sichern Benennung, Zustände, visuelle Qualität, Bedienbarkeit und technische Stabilität.
Anwendbare Fähigkeiten
- Strategische Auswahl geeigneter 3D-Komponenten
- Aufbau stabiler Komponentenstrukturen und Varianten
- Integration konsistenter Materialien, States und Events
- Dokumentation und Freigabe für Team Libraries
- Skalierungs- und Regressionstests für wiederverwendbare Systeme
Fachbereichsleitung und Trainingskoordination
-

Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.198 zzgl. MwSt. Inhaus: € 3.400 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Designsystem-Teams, 3D-, UI/UX- und Produktdesigner, Art Directors, Creative Developer sowie Organisationen mit wiederkehrenden Marken- oder Produktbausteinen. |
| Voraussetzungen: | Sichere Spline-Grundkenntnisse, Erfahrung mit Objektgruppen, Materialien und einfachen States. Kenntnisse klassischer Designsysteme sind hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Fachimpulse, Demonstrationen, angeleitete Übungen, Praxisprojekt und strukturierte Qualitätsprüfung am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
Die Ergebnissliste kann durch Anklicken der Überschrift neu sortiert werden.
