Seminar SEGGER – emBoot-Secure und emSecure-Boot

Das Seminarportfolio behandelt die SEGGER-Sicherheitsbausteine für authentische Firmware, sichere Startketten, kontrollierte Firmware-Updates und den Schutz vor Produktklonen. Einzelmodule ermöglichen eine gezielte Spezialisierung; das Kompaktseminar schafft eine gemeinsame Projektbasis; drei Intensivseminare bündeln sämtliche Themen zu vollständigen Rollenpfaden.

Inhaltsübersicht

  • Produktabgrenzung
  • Struktur des Seminarportfolios
  • Empfohlene Besuchsreihenfolge
  • Rollenbasierte Qualifizierungswege
  • Kompakt- und Intensivformate
  • Dauerlogik der Seminare

Produktabgrenzung

emBoot-Secure

emBoot-Secure bildet eine vollständige sichere Firmware-Updatekette. Der Bootloader prüft signierte Firmware und Updatepakete, verarbeitet optional verschlüsselte und komprimierte Inhalte, installiert freigegebene Versionen und kann bei beschädigter Firmware einen Recovery-Pfad verwenden. Der Transport des Pakets bleibt Aufgabe der Geräteanwendung.

emSecure-Boot

emSecure-Boot ist ein ROM-naher Sicherheitsbaustein für Mikrocontroller und SoCs. Er authentisiert Chipkunden, Firmware und Hardwareeinheiten, bildet eine unveränderliche Vertrauenswurzel und unterstützt Anti-Hacking- und Anti-Cloning-Architekturen mit OTP und optionaler Geräteidentität.

emSecure

emSecure stellt RSA- und ECDSA-basierte Signaturfunktionen sowie Werkzeuge für Schlüsselerzeugung, Signierung, Verifikation und Export bereit. Die Bausteine können eigenständig in Firmware, Bootloader, Produktionssoftware oder Datenprüfungen integriert werden.

Struktur des Seminarportfolios

Die Einzelseminare sind nach klaren Arbeitspaketen aufgebaut: Architektur und Threat Modeling, Bootloader- oder ROM-Integration, Kryptografie und Toolchain, Schlüsselmanagement, Paketierung, Transport, Recovery, Test, Release, Produktion und Nachweisführung. Dadurch können Entwicklungs-, Security-, DevSecOps-, Test- und Produktionsteams nur die tatsächlich benötigten Module auswählen.

Empfohlene Besuchsreihenfolge

  1. Gemeinsame Grundlage: Architektur und Grundlagen bearbeiten; bei einem konkreten Produktprojekt anschließend Bedrohungsmodell und Sicherheitsarchitektur ergänzen.
  2. Technischen Zielpfad wählen: Für Feldupdates den emBoot-Secure-Pfad, für ROM-basierte Vertrauensanker den emSecure-Boot-Pfad beginnen.
  3. Kryptografie und Schlüssel absichern: emSecure RSA/ECDSA, Toolchain sowie Schlüsselmanagement und Signature Server passend zur Zielarchitektur vertiefen.
  4. Implementierung vervollständigen: Bootloader- oder ROM-Integration, Firmware Packager, Transport, Updatezustände, Recovery und Anti-Cloning praktisch umsetzen.
  5. Entwicklung industrialisieren: Build und CI/CD, Tests, Härtung, Produktionsfreigabe und Fertigungsprozesse standardisieren.
  6. Lifecycle und Nachweise etablieren: CRA-orientierte Prozesse, Schwachstellenbehandlung, Feldrollout, Schlüsselvorfälle und End-of-Support dokumentieren.
  7. Expertise konsolidieren: Den passenden fünftägigen Intensivpfad für emBoot-Secure, Root of Trust oder Secure Product Lifecycle absolvieren.

Rollenbasierte Qualifizierungswege

Embedded- und Bootloader-Entwicklung

Empfohlen werden Architektur und Grundlagen, Bedrohungsmodell, Bootloader-Integration, Firmware Packager, Secure Update und Recovery, Transportintegration sowie Test und Produktionsfreigabe.

MCU-, SoC- und Boot-ROM-Teams

Empfohlen werden Architektur und Grundlagen, Bedrohungsmodell, emSecure RSA/ECDSA, emSecure-Toolchain, ROM-Integration, Firmwareauthentisierung und Hardwareauthentisierung.

Product Security und Kryptografie

Empfohlen werden Bedrohungsmodell, Schlüsselmanagement und Signature Server, RSA und ECDSA, Firmwareauthentisierung, Anti-Cloning, Security Testing sowie CRA-orientierte Nachweisführung.

Build, Release und DevSecOps

Empfohlen werden Firmware Packager, Schlüsselmanagement, Build- und CI/CD-Integration, Test und Produktionsfreigabe sowie Secure Product Lifecycle.

Produktion, Qualität und Compliance

Empfohlen werden Hardwareauthentisierung und Anti-Cloning, Schlüsselmanagement, Test und Produktionsfreigabe, CRA-orientierte Prozesse sowie das Lifecycle-Intensivseminar.

Kompakt- und Intensivformate

Das dreitägige Kompaktseminar verbindet Architektur, Signaturen, Bootloader, Updatepakete, Transport, Recovery, Root of Trust und Anti-Cloning zu einer gemeinsamen Einführung. Die drei fünftägigen Intensivseminare decken gemeinsam sämtliche Einzelseminare ab: emBoot-Secure End-to-End-Integration, emSecure-Boot mit emSecure und Root of Trust sowie Secure Product Lifecycle mit Produktion und Compliance.

Dauerlogik der Seminare

Eintägige Formate behandeln Grundlagen oder eine klar abgegrenzte Toolchain. Zweitägige Formate verbinden Konzeption, Konfiguration, praktische Umsetzung und Negativtests eines fokussierten Arbeitspakets. Dreitägige Formate sind für Bootloader- oder ROM-Integration sowie das Kompaktseminar erforderlich, weil mehrere voneinander abhängige Implementierungsstufen aufgebaut werden. Fünftägige Intensivseminare bilden vollständige End-to-End-Rollenpfade ab. Ein viertägiges Format ist für die abgegrenzten Lernziele nicht erforderlich.

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