Dieses Seminar vertieft anspruchsvolle Modellierungsmuster in SAP Datasphere. Komplexe Joins, Zeitabhängigkeiten, Hierarchien, wiederverwendbare Schichten, fortgeschrittene Kennzahlen und Performance-Aspekte werden anhand realistischer Data-Warehouse-Szenarien umgesetzt.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Lernziele
- Zielgruppe
- Voraussetzungen
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
Zielsetzung
Inhaltsverzeichnis: fachliches Ziel · technisches Ziel · Qualität und Betriebsfähigkeit
Ziel ist die belastbare Konstruktion komplexer Modelle, deren Granularität, Semantik, Änderbarkeit und Laufzeitverhalten auch bei wachsenden Anforderungen beherrschbar bleiben.
Lernziele
Inhaltsverzeichnis: Einordnung · Umsetzung · Prüfung · Dokumentation
- die fachlichen und technischen Grundlagen zu Modellierungsarchitektur und Schichten, Komplexe Join- und Kardinalitätsmuster, Zeitabhängige Daten sicher einordnen
- Anforderungen in nachvollziehbare Konfigurations-, Integrations- oder Modellierungsschritte überführen
- einen durchgängigen Praxisfall mit kontrollierten Zwischenschritten umsetzen
- Datenqualität, Berechtigungen, Abhängigkeiten und Laufverhalten mit festgelegten Prüfkriterien bewerten
- die Lösung dokumentieren, deployen und für einen geregelten Betrieb beziehungsweise die weitere Nutzung vorbereiten
Zielgruppe
Inhaltsverzeichnis: Rollen · Aufgabenbereiche · Projektbezug
Erfahrene Datasphere-Modellierer, Data-Warehouse-Entwickler, Analytics Engineers, BI-Architekten und technische Berater
Voraussetzungen
Inhaltsverzeichnis: Fachkenntnisse · technische Grundlagen · empfohlene Praxiserfahrung
Sichere Data-Builder-Grundlagen, gute Kenntnisse relationaler Modellierung und praktische Erfahrung mit SQL
Seminarinhalte
Inhaltsverzeichnis: Modellierungsarchitektur und Schichten · Komplexe Join- und Kardinalitätsmuster · Zeitabhängige Daten · Hierarchien und rekursive Strukturen · Snapshot- und Bestandsmodelle · Währungs- und Einheitenlogik · Fortgeschrittene SQL-Muster · Inkrementelle Transformationen · Performancegerechter Modellentwurf
- Modellierungsarchitektur und Schichten
- Komplexe Join- und Kardinalitätsmuster
- Zeitabhängige Daten
- Hierarchien und rekursive Strukturen
- Snapshot- und Bestandsmodelle
- Währungs- und Einheitenlogik
- Fortgeschrittene SQL-Muster
- Inkrementelle Transformationen
- Performancegerechter Modellentwurf
Modul 1: Modellierungsarchitektur und Schichten
Inhaltsverzeichnis: Quell-, Harmonisierung-, Kern- und Konsumschichten voneinander abgrenzen · Wiederverwendung und Entkopplung als Entwurfsprinzipien anwenden · Granularität und Schlüssel jeder Schicht explizit dokumentieren · Abhängigkeiten und Deployment-Reihenfolge bereits im Entwurf berücksichtigen
- Schritt 1: Quell-, Harmonisierung-, Kern- und Konsumschichten voneinander abgrenzen
- Schritt 2: Wiederverwendung und Entkopplung als Entwurfsprinzipien anwenden
- Schritt 3: Granularität und Schlüssel jeder Schicht explizit dokumentieren
- Schritt 4: Abhängigkeiten und Deployment-Reihenfolge bereits im Entwurf berücksichtigen
Praxis: Ein bestehendes monolithisches Modell in wartbare Schichten zerlegen
Modul 2: Komplexe Join- und Kardinalitätsmuster
Inhaltsverzeichnis: 1:1-, 1:n- und n:m-Beziehungen anhand realer Daten prüfen · Join-Typen nach fachlicher Bedeutung statt nach gewünschter Zeilenanzahl auswählen · Mehrfachtreffer und unbeabsichtigte Kennzahlenvervielfachung erkennen · Brückentabellen und Voraggregation für n:m-Szenarien einsetzen
- Schritt 1: 1:1-, 1:n- und n:m-Beziehungen anhand realer Daten prüfen
- Schritt 2: Join-Typen nach fachlicher Bedeutung statt nach gewünschter Zeilenanzahl auswählen
- Schritt 3: Mehrfachtreffer und unbeabsichtigte Kennzahlenvervielfachung erkennen
- Schritt 4: Brückentabellen und Voraggregation für n:m-Szenarien einsetzen
Praxis: Ein Kunden-Segment-Modell mit n:m-Beziehung ohne Doppelzählung aufbauen
Modul 3: Zeitabhängige Daten
Inhaltsverzeichnis: Gültigkeitsintervalle und Stichtagslogik fachlich definieren · überlappende oder lückenhafte Intervalle erkennen · zeitabhängige Joins für Stammdatenstände modellieren · Ergebnisse für Vergangenheit, Gegenwart und Randzeitpunkte testen
- Schritt 1: Gültigkeitsintervalle und Stichtagslogik fachlich definieren
- Schritt 2: überlappende oder lückenhafte Intervalle erkennen
- Schritt 3: zeitabhängige Joins für Stammdatenstände modellieren
- Schritt 4: Ergebnisse für Vergangenheit, Gegenwart und Randzeitpunkte testen
Praxis: Historisierte Vertriebszuordnungen stichtagsbezogen mit Belegen verbinden
Modul 4: Hierarchien und rekursive Strukturen
Inhaltsverzeichnis: levelbasierte und parent-child-Strukturen vergleichen · Wurzeln, Blätter, Mehrfachzuordnungen und verwaiste Knoten prüfen · Hierarchien für Organisation und Produkt modellieren · Navigation und Aggregation über mehrere Ebenen validieren
- Schritt 1: levelbasierte und parent-child-Strukturen vergleichen
- Schritt 2: Wurzeln, Blätter, Mehrfachzuordnungen und verwaiste Knoten prüfen
- Schritt 3: Hierarchien für Organisation und Produkt modellieren
- Schritt 4: Navigation und Aggregation über mehrere Ebenen validieren
Praxis: Eine variable Organisationshierarchie aus parent-child-Daten bereitstellen
Modul 5: Snapshot- und Bestandsmodelle
Inhaltsverzeichnis: Bewegungen, periodische Snapshots und kumulative Bestände unterscheiden · Zeitgranularität und fachlichen Stichtag eindeutig festlegen · Bestände aus Bewegungen oder Quellständen reproduzierbar ableiten · semiadditive Kennzahlen für Zeitdimensionen korrekt behandeln
- Schritt 1: Bewegungen, periodische Snapshots und kumulative Bestände unterscheiden
- Schritt 2: Zeitgranularität und fachlichen Stichtag eindeutig festlegen
- Schritt 3: Bestände aus Bewegungen oder Quellständen reproduzierbar ableiten
- Schritt 4: semiadditive Kennzahlen für Zeitdimensionen korrekt behandeln
Praxis: Monatliche Lagerbestände mit Zu- und Abgängen modellieren
Modul 6: Währungs- und Einheitenlogik
Inhaltsverzeichnis: Quellbetrag, Zielbetrag, Kursart und Umrechnungsdatum definieren · Einheiten und Währungen an Kennzahlen binden · Umrechnung vor oder nach Aggregation fachlich bewerten · Rundung, fehlende Kurse und Mehrfachwährungen testen
- Schritt 1: Quellbetrag, Zielbetrag, Kursart und Umrechnungsdatum definieren
- Schritt 2: Einheiten und Währungen an Kennzahlen binden
- Schritt 3: Umrechnung vor oder nach Aggregation fachlich bewerten
- Schritt 4: Rundung, fehlende Kurse und Mehrfachwährungen testen
Praxis: Umsätze in Unternehmenswährung mit dokumentierter Kurslogik bereitstellen
Modul 7: Fortgeschrittene SQL-Muster
Inhaltsverzeichnis: Fensterfunktionen für Rangfolge, Laufwerte und Periodenvergleiche einsetzen · Common Table Expressions zur Strukturierung komplexer Logik verwenden · bedingte Aggregationen und Nullwertbehandlung kontrollieren · SQL-Komplexität durch Zwischenschichten und Tests beherrschbar machen
- Schritt 1: Fensterfunktionen für Rangfolge, Laufwerte und Periodenvergleiche einsetzen
- Schritt 2: Common Table Expressions zur Strukturierung komplexer Logik verwenden
- Schritt 3: bedingte Aggregationen und Nullwertbehandlung kontrollieren
- Schritt 4: SQL-Komplexität durch Zwischenschichten und Tests beherrschbar machen
Praxis: Kundenkohorten und gleitende Kennzahlen in einer SQL View berechnen
Modul 8: Inkrementelle Transformationen
Inhaltsverzeichnis: Änderungsschlüssel und Verarbeitungsfenster definieren · Insert-, Update- und Löschfälle im Zielmodell berücksichtigen · Wiederanlauf und Idempotenz für Transformationen sicherstellen · vollständige und inkrementelle Läufe miteinander abgleichen
- Schritt 1: Änderungsschlüssel und Verarbeitungsfenster definieren
- Schritt 2: Insert-, Update- und Löschfälle im Zielmodell berücksichtigen
- Schritt 3: Wiederanlauf und Idempotenz für Transformationen sicherstellen
- Schritt 4: vollständige und inkrementelle Läufe miteinander abgleichen
Praxis: Eine inkrementelle Transformation mit technischer Ladeprotokollierung entwerfen
Modul 9: Performancegerechter Modellentwurf
Inhaltsverzeichnis: Filter, Projektion und Aggregation möglichst früh im Datenweg platzieren · unnötige Joins, breite Strukturen und wiederholte Berechnungen reduzieren · virtuelle und persistierte Zwischenergebnisse nach Messwerten auswählen · Testdaten, Laufzeiten und Datenvolumen vergleichbar protokollieren
- Schritt 1: Filter, Projektion und Aggregation möglichst früh im Datenweg platzieren
- Schritt 2: unnötige Joins, breite Strukturen und wiederholte Berechnungen reduzieren
- Schritt 3: virtuelle und persistierte Zwischenergebnisse nach Messwerten auswählen
- Schritt 4: Testdaten, Laufzeiten und Datenvolumen vergleichbar protokollieren
Praxis: Zwei Modellvarianten messen und anhand definierter Kriterien optimieren
Praxisübungen
Inhaltsverzeichnis: Mehrschichtiges Modell mit zeitabhängigen und n:m-Beziehungen entwickeln · Snapshot-, Hierarchie- und Währungslogik mit Randfällen testen · SQL- und Performancevarianten messen, vergleichen und dokumentieren
- Mehrschichtiges Modell mit zeitabhängigen und n:m-Beziehungen entwickeln
- Snapshot-, Hierarchie- und Währungslogik mit Randfällen testen
- SQL- und Performancevarianten messen, vergleichen und dokumentieren
Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Erfahrene Datasphere-Modellierer, Data-Warehouse-Entwickler, Analytics Engineers, BI-Architekten und technische Berater |
| Voraussetzungen: | Sichere Data-Builder-Grundlagen, gute Kenntnisse relationaler Modellierung und praktische Erfahrung mit SQL |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja, selbstverständlich |
| Verpflegung: | Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch) |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055 |
Seminartermine
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