Seminar SAP Datasphere – Datenmodellierung für Fortgeschrittene

Dieses Seminar vertieft anspruchsvolle Modellierungsmuster in SAP Datasphere. Komplexe Joins, Zeitabhängigkeiten, Hierarchien, wiederverwendbare Schichten, fortgeschrittene Kennzahlen und Performance-Aspekte werden anhand realistischer Data-Warehouse-Szenarien umgesetzt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zielsetzung
  2. Lernziele
  3. Zielgruppe
  4. Voraussetzungen
  5. Seminarinhalte
  6. Praxisübungen

Zielsetzung

Inhaltsverzeichnis: fachliches Ziel · technisches Ziel · Qualität und Betriebsfähigkeit

Ziel ist die belastbare Konstruktion komplexer Modelle, deren Granularität, Semantik, Änderbarkeit und Laufzeitverhalten auch bei wachsenden Anforderungen beherrschbar bleiben.

Lernziele

Inhaltsverzeichnis: Einordnung · Umsetzung · Prüfung · Dokumentation

  • die fachlichen und technischen Grundlagen zu Modellierungsarchitektur und Schichten, Komplexe Join- und Kardinalitätsmuster, Zeitabhängige Daten sicher einordnen
  • Anforderungen in nachvollziehbare Konfigurations-, Integrations- oder Modellierungsschritte überführen
  • einen durchgängigen Praxisfall mit kontrollierten Zwischenschritten umsetzen
  • Datenqualität, Berechtigungen, Abhängigkeiten und Laufverhalten mit festgelegten Prüfkriterien bewerten
  • die Lösung dokumentieren, deployen und für einen geregelten Betrieb beziehungsweise die weitere Nutzung vorbereiten

Zielgruppe

Inhaltsverzeichnis: Rollen · Aufgabenbereiche · Projektbezug

Erfahrene Datasphere-Modellierer, Data-Warehouse-Entwickler, Analytics Engineers, BI-Architekten und technische Berater

Voraussetzungen

Inhaltsverzeichnis: Fachkenntnisse · technische Grundlagen · empfohlene Praxiserfahrung

Sichere Data-Builder-Grundlagen, gute Kenntnisse relationaler Modellierung und praktische Erfahrung mit SQL

Seminarinhalte

Inhaltsverzeichnis: Modellierungsarchitektur und Schichten · Komplexe Join- und Kardinalitätsmuster · Zeitabhängige Daten · Hierarchien und rekursive Strukturen · Snapshot- und Bestandsmodelle · Währungs- und Einheitenlogik · Fortgeschrittene SQL-Muster · Inkrementelle Transformationen · Performancegerechter Modellentwurf

  1. Modellierungsarchitektur und Schichten
  2. Komplexe Join- und Kardinalitätsmuster
  3. Zeitabhängige Daten
  4. Hierarchien und rekursive Strukturen
  5. Snapshot- und Bestandsmodelle
  6. Währungs- und Einheitenlogik
  7. Fortgeschrittene SQL-Muster
  8. Inkrementelle Transformationen
  9. Performancegerechter Modellentwurf

Modul 1: Modellierungsarchitektur und Schichten

Inhaltsverzeichnis: Quell-, Harmonisierung-, Kern- und Konsumschichten voneinander abgrenzen · Wiederverwendung und Entkopplung als Entwurfsprinzipien anwenden · Granularität und Schlüssel jeder Schicht explizit dokumentieren · Abhängigkeiten und Deployment-Reihenfolge bereits im Entwurf berücksichtigen

  1. Schritt 1: Quell-, Harmonisierung-, Kern- und Konsumschichten voneinander abgrenzen
  2. Schritt 2: Wiederverwendung und Entkopplung als Entwurfsprinzipien anwenden
  3. Schritt 3: Granularität und Schlüssel jeder Schicht explizit dokumentieren
  4. Schritt 4: Abhängigkeiten und Deployment-Reihenfolge bereits im Entwurf berücksichtigen

Praxis: Ein bestehendes monolithisches Modell in wartbare Schichten zerlegen

Modul 2: Komplexe Join- und Kardinalitätsmuster

Inhaltsverzeichnis: 1:1-, 1:n- und n:m-Beziehungen anhand realer Daten prüfen · Join-Typen nach fachlicher Bedeutung statt nach gewünschter Zeilenanzahl auswählen · Mehrfachtreffer und unbeabsichtigte Kennzahlenvervielfachung erkennen · Brückentabellen und Voraggregation für n:m-Szenarien einsetzen

  1. Schritt 1: 1:1-, 1:n- und n:m-Beziehungen anhand realer Daten prüfen
  2. Schritt 2: Join-Typen nach fachlicher Bedeutung statt nach gewünschter Zeilenanzahl auswählen
  3. Schritt 3: Mehrfachtreffer und unbeabsichtigte Kennzahlenvervielfachung erkennen
  4. Schritt 4: Brückentabellen und Voraggregation für n:m-Szenarien einsetzen

Praxis: Ein Kunden-Segment-Modell mit n:m-Beziehung ohne Doppelzählung aufbauen

Modul 3: Zeitabhängige Daten

Inhaltsverzeichnis: Gültigkeitsintervalle und Stichtagslogik fachlich definieren · überlappende oder lückenhafte Intervalle erkennen · zeitabhängige Joins für Stammdatenstände modellieren · Ergebnisse für Vergangenheit, Gegenwart und Randzeitpunkte testen

  1. Schritt 1: Gültigkeitsintervalle und Stichtagslogik fachlich definieren
  2. Schritt 2: überlappende oder lückenhafte Intervalle erkennen
  3. Schritt 3: zeitabhängige Joins für Stammdatenstände modellieren
  4. Schritt 4: Ergebnisse für Vergangenheit, Gegenwart und Randzeitpunkte testen

Praxis: Historisierte Vertriebszuordnungen stichtagsbezogen mit Belegen verbinden

Modul 4: Hierarchien und rekursive Strukturen

Inhaltsverzeichnis: levelbasierte und parent-child-Strukturen vergleichen · Wurzeln, Blätter, Mehrfachzuordnungen und verwaiste Knoten prüfen · Hierarchien für Organisation und Produkt modellieren · Navigation und Aggregation über mehrere Ebenen validieren

  1. Schritt 1: levelbasierte und parent-child-Strukturen vergleichen
  2. Schritt 2: Wurzeln, Blätter, Mehrfachzuordnungen und verwaiste Knoten prüfen
  3. Schritt 3: Hierarchien für Organisation und Produkt modellieren
  4. Schritt 4: Navigation und Aggregation über mehrere Ebenen validieren

Praxis: Eine variable Organisationshierarchie aus parent-child-Daten bereitstellen

Modul 5: Snapshot- und Bestandsmodelle

Inhaltsverzeichnis: Bewegungen, periodische Snapshots und kumulative Bestände unterscheiden · Zeitgranularität und fachlichen Stichtag eindeutig festlegen · Bestände aus Bewegungen oder Quellständen reproduzierbar ableiten · semiadditive Kennzahlen für Zeitdimensionen korrekt behandeln

  1. Schritt 1: Bewegungen, periodische Snapshots und kumulative Bestände unterscheiden
  2. Schritt 2: Zeitgranularität und fachlichen Stichtag eindeutig festlegen
  3. Schritt 3: Bestände aus Bewegungen oder Quellständen reproduzierbar ableiten
  4. Schritt 4: semiadditive Kennzahlen für Zeitdimensionen korrekt behandeln

Praxis: Monatliche Lagerbestände mit Zu- und Abgängen modellieren

Modul 6: Währungs- und Einheitenlogik

Inhaltsverzeichnis: Quellbetrag, Zielbetrag, Kursart und Umrechnungsdatum definieren · Einheiten und Währungen an Kennzahlen binden · Umrechnung vor oder nach Aggregation fachlich bewerten · Rundung, fehlende Kurse und Mehrfachwährungen testen

  1. Schritt 1: Quellbetrag, Zielbetrag, Kursart und Umrechnungsdatum definieren
  2. Schritt 2: Einheiten und Währungen an Kennzahlen binden
  3. Schritt 3: Umrechnung vor oder nach Aggregation fachlich bewerten
  4. Schritt 4: Rundung, fehlende Kurse und Mehrfachwährungen testen

Praxis: Umsätze in Unternehmenswährung mit dokumentierter Kurslogik bereitstellen

Modul 7: Fortgeschrittene SQL-Muster

Inhaltsverzeichnis: Fensterfunktionen für Rangfolge, Laufwerte und Periodenvergleiche einsetzen · Common Table Expressions zur Strukturierung komplexer Logik verwenden · bedingte Aggregationen und Nullwertbehandlung kontrollieren · SQL-Komplexität durch Zwischenschichten und Tests beherrschbar machen

  1. Schritt 1: Fensterfunktionen für Rangfolge, Laufwerte und Periodenvergleiche einsetzen
  2. Schritt 2: Common Table Expressions zur Strukturierung komplexer Logik verwenden
  3. Schritt 3: bedingte Aggregationen und Nullwertbehandlung kontrollieren
  4. Schritt 4: SQL-Komplexität durch Zwischenschichten und Tests beherrschbar machen

Praxis: Kundenkohorten und gleitende Kennzahlen in einer SQL View berechnen

Modul 8: Inkrementelle Transformationen

Inhaltsverzeichnis: Änderungsschlüssel und Verarbeitungsfenster definieren · Insert-, Update- und Löschfälle im Zielmodell berücksichtigen · Wiederanlauf und Idempotenz für Transformationen sicherstellen · vollständige und inkrementelle Läufe miteinander abgleichen

  1. Schritt 1: Änderungsschlüssel und Verarbeitungsfenster definieren
  2. Schritt 2: Insert-, Update- und Löschfälle im Zielmodell berücksichtigen
  3. Schritt 3: Wiederanlauf und Idempotenz für Transformationen sicherstellen
  4. Schritt 4: vollständige und inkrementelle Läufe miteinander abgleichen

Praxis: Eine inkrementelle Transformation mit technischer Ladeprotokollierung entwerfen

Modul 9: Performancegerechter Modellentwurf

Inhaltsverzeichnis: Filter, Projektion und Aggregation möglichst früh im Datenweg platzieren · unnötige Joins, breite Strukturen und wiederholte Berechnungen reduzieren · virtuelle und persistierte Zwischenergebnisse nach Messwerten auswählen · Testdaten, Laufzeiten und Datenvolumen vergleichbar protokollieren

  1. Schritt 1: Filter, Projektion und Aggregation möglichst früh im Datenweg platzieren
  2. Schritt 2: unnötige Joins, breite Strukturen und wiederholte Berechnungen reduzieren
  3. Schritt 3: virtuelle und persistierte Zwischenergebnisse nach Messwerten auswählen
  4. Schritt 4: Testdaten, Laufzeiten und Datenvolumen vergleichbar protokollieren

Praxis: Zwei Modellvarianten messen und anhand definierter Kriterien optimieren

Praxisübungen

Inhaltsverzeichnis: Mehrschichtiges Modell mit zeitabhängigen und n:m-Beziehungen entwickeln · Snapshot-, Hierarchie- und Währungslogik mit Randfällen testen · SQL- und Performancevarianten messen, vergleichen und dokumentieren

  • Mehrschichtiges Modell mit zeitabhängigen und n:m-Beziehungen entwickeln
  • Snapshot-, Hierarchie- und Währungslogik mit Randfällen testen
  • SQL- und Performancevarianten messen, vergleichen und dokumentieren

Fachbereichsleiter / Leiter der Trainer / Ihre Ansprechpartner

Seminardetails

   
Dauer: 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr
Preis: Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt.
Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt.
Teilnehmeranzahl: min. 2 - max. 8
Teilnehmer: Erfahrene Datasphere-Modellierer, Data-Warehouse-Entwickler, Analytics Engineers, BI-Architekten und technische Berater
Voraussetzungen: Sichere Data-Builder-Grundlagen, gute Kenntnisse relationaler Modellierung und praktische Erfahrung mit SQL
Standorte: Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg
Methoden: Vortrag, Demonstrationen, praktische Übungen am System
Seminararten: Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - Alle Seminare mit Trainer vor Ort, Webinar nur wenn ausdrücklich gewünscht
Durchführungsgarantie: ja, ab 2 Teilnehmern
Sprache: Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich
Seminarunterlage: Dokumentation auf Datenträger oder als Download
Teilnahmezertifikat: ja, selbstverständlich
Verpflegung: Kalt- / Warmgetränke, Mittagessen (wahlweise vegetarisch)
Support: 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten
Barrierefreier Zugang: an den meisten Standorten verfügbar
  Weitere Informationen unter + 49 (221) 74740055

Seminartermine

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Seminar Startdatum Enddatum Ort Dauer
Freiburg 3 Tage
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