Seminar / Training
Taxonomien und Thesauri bilden die kontrollierte Wissensbasis für Suche, Tagging, Integration und KI-Anwendungen. Das Seminar führt durch Projektanlage, Konzeptmodellierung, Hierarchien, Benennungen, Relationen, Workflows und Qualitätsprüfung. Ein konsistentes Fachmodell wird schrittweise aufgebaut und für nachgelagerte Nutzung vorbereitet.
Inhaltsverzeichnis
- Zielsetzung
- Kompetenzziele
- Seminarinhalte
- Praxisübungen
- Zielgruppe und Voraussetzungen
- Methodik und Qualitätssicherung
Zielsetzung
Ziel ist die sichere redaktionelle und methodische Beherrschung des Thesaurus Managers beziehungsweise Graph Modeling. Modellierungsentscheidungen werden durch Regeln, Beispiele und Qualitätsprüfungen nachvollziehbar gemacht.
Kompetenzziele
- Taxonomieprojekte strukturiert anlegen und konfigurieren.
- Konzepte, Labels, Definitionen, Hierarchien und Relationen konsistent modellieren.
- Statusworkflow, Rollen und Änderungsprozess anwenden.
- Qualitätsprüfungen, Berichte und Freigabe für eine Nutzungsversion durchführen.
Seminarinhalte
3.1 Semantische Grundlagen und Standards
- Begriffe wie Taxonomie, Thesaurus, Ontologie, Wissensgraph und kontrolliertes Vokabular voneinander abgrenzen.
- SKOS-, RDF- und URI-Grundprinzipien an einem durchgängigen Fachmodell nachvollziehen.
- Unstrukturierte Inhalte, strukturierte Daten und Metadaten als getrennte Eingangsklassen erfassen.
- Für einen Beispielanwendungsfall festlegen, welche semantische Struktur tatsächlich benötigt wird.
3.2 Projektanlage und Grundkonfiguration
- Projektzweck, Fachdomäne, Namenskonventionen und Standardsprache dokumentieren.
- Ein neues Projekt mit passenden Sprachen, Basiseinstellungen und Berechtigungen anlegen.
- Konzeptschema, Top-Konzepte und erste Navigationsstruktur erstellen.
- Projektkonfiguration kontrollieren und eine reproduzierbare Ausgangsversion sichern.
3.3 Konzepte, Benennungen und Definitionen modellieren
- Bevorzugte Benennung pro Sprache eindeutig und fachlich neutral formulieren.
- Alternative und versteckte Benennungen für Synonyme, Schreibvarianten und Suchbegriffe ergänzen.
- Definitionen, Hinweise, Beispiele und redaktionelle Notizen nach verbindlichen Regeln pflegen.
- Dublettengefahr, Homonyme und unklare Sammelbegriffe anhand einer Prüfliste bereinigen.
3.4 Hierarchien und semantische Relationen
- Breitere und engere Konzepte nach einem einheitlichen Abstraktionsprinzip strukturieren.
- Assoziative Relationen nur bei dokumentiertem fachlichem Mehrwert setzen.
- Polyhierarchien, Facetten und mehrere Konzeptschemata gegeneinander abwägen.
- Zyklische, widersprüchliche oder semantisch zu schwache Relationen erkennen und korrigieren.
3.5 Label-, Notiz- und Metadatenregeln
- Schreibweise, Singular oder Plural, Abkürzungen und Großschreibung verbindlich festlegen.
- Notiztypen für Definition, Scope Note, Historie und redaktionelle Begründung unterscheiden.
- Eigene Metadatenfelder mit Datentyp, Kardinalität und Pflichtstatus spezifizieren.
- Regeln an repräsentativen Konzepten testen und als redaktionelles Muster dokumentieren.
3.6 Statusmodelle und redaktionelle Workflows
- Lebenszyklus von Entwurf, Prüfung, Freigabe, Veröffentlichung und Stilllegung definieren.
- Rollen und Berechtigungen für Erstellung, Review, Freigabe und Administration zuordnen.
- Änderungsanträge mit Begründung, Auswirkung und verantwortlicher Rolle erfassen.
- Einen Freigabefall einschließlich Rückgabe, Korrektur und erneuter Prüfung durchspielen.
3.7 Qualitätsregeln und Datenvalidierung
- Qualitätsszenarien für fehlende Labels, verwaiste Konzepte, ungültige Relationen und Pflichtfelder anlegen.
- Validierung auf einen definierten Projektstand anwenden und Befunde priorisieren.
- Fehlerursachen von fachlichen Ausnahmen unterscheiden und dokumentierte Ausnahmeregeln festlegen.
- Korrekturen durchführen, erneut prüfen und den Qualitätsstatus nachvollziehbar protokollieren.
3.8 Berichte und Kennzahlen
- Kennzahlen für Umfang, Sprachabdeckung, Änderungsvolumen, Freigabestatus und Qualitätsbefunde auswählen.
- Standardberichte ausführen und Ergebnisse nach Zielgruppe aufbereiten.
- Eigene Abfragen oder Berichtslogiken für Governance-Fragen definieren.
- Regelmäßige Review-Termine mit Schwellenwerten und Eskalationswegen festlegen.
Praxisübungen
4.1 Fachtaxonomie aufbauen
- Projekt und Konzeptschema anlegen.
- Konzepte mit Labels und Definitionen pflegen.
- Hierarchie und assoziative Relationen nach Regeln ergänzen.
4.2 Redaktionsworkflow durchführen
- Änderungsantrag erfassen.
- Review und Korrekturschleife ausführen.
- Freigabe mit Rollen- und Statusprüfung abschließen.
4.3 Nutzungsversion abnehmen
- Qualitätsszenarien ausführen.
- Fehler und Ausnahmen bearbeiten.
- Bericht erstellen und Veröffentlichungsstand dokumentieren.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Zielgruppe: Taxonomists, Knowledge Manager, Informationsarchitektur, technische Redaktion, Data Stewards, Content- und Suchteams.
Voraussetzungen: Keine PoolParty-Vorkenntnisse. Erfahrung mit Fachvokabularen, Metadaten, Suche oder Content-Prozessen ist hilfreich.
Methodik und Qualitätssicherung
Die Vermittlung kombiniert strukturierte Fachimpulse, Demonstrationen, moderierte Modellierungs- oder Konfigurationsschritte und praktische Übungen. Jeder Arbeitsblock endet mit einer prüfbaren Zwischenkontrolle.
- Ausgangszustand und Lernziel werden vor jedem Arbeitsauftrag festgelegt.
- Konfigurationen und Modelle werden schrittweise aufgebaut und dokumentiert.
- Positiv-, Negativ- und Grenzfälle werden anhand definierter Kriterien geprüft.
- Abweichungen werden analysiert, korrigiert und in einer erneuten Prüfung bestätigt.
Fachbereichsleitung, Trainerteam und Ansprechpersonen
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 3 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: |
Öffentlich oder Live Stream: € 1.797 zzgl. MwSt. Inhaus: € 5.100 zzgl. MwSt. |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Taxonomists, Knowledge Manager, Informationsarchitektur, technische Redaktion, Data Stewards, Content- und Suchteams. |
| Voraussetzungen: | Keine PoolParty-Vorkenntnisse. Erfahrung mit Fachvokabularen, Metadaten, Suche oder Content-Prozessen ist hilfreich. |
| Standorte: | Stream Live, Inhaus/Firmenseminar, Berlin, Bremen, Darmstadt, Dresden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankfurt, Freiburg, Friedrichshafen, Hamburg, Hamm, Hannover, Jena, Kassel, Köln, Konstanz, Leipzig, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Paderborn, Potsdam, Regensburg, Rostock, Stuttgart, Trier, Ulm, Wuppertal, Würzburg |
| Methoden: | Vortrag, Demonstrationen, moderierte Fallarbeit und praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhouse und Workshop |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmenden |
| Sprache: | Deutsch; bei Firmenseminaren ist Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
Seminartermine
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